Hallo gambitlover,
ich habe auch Deine englischen Beiträge gesehen: Du scheinst recht damit zu haben, daß Pinskis Variante nicht forciert für Weiß gewinnt. Ich selbst hatte ja auch nur Pinski zitiert, selbst habe ich mich damit noch nicht sehr tief beschäftigt (so´n Sch..ß ist mir auch noch nicht untergekommen, seitdem ich wieder regelmäßiger zu 1.e4 e5! greife).
9.Le3 ist auf jeden Fall eine wichtige Verstärkung für Weiß - eine andere Sache ist es, ob Weiß damit wirklich gleiche Chancen hat, nach 4.Sxe5?!? wäre Ausgleich ja vermutlich ein großer Erfolg.
Nach Varianten wie 9.Le3 f5 10.Ld3 dxc6!? oder 9...0-0 10.Ld3 Sxc3 11.bxc3 La5/d6 oder 9...0-0 10.Ld3 Sf6!? scheint Schwarz mir immer noch einen Tick angenehmer zu stehen. Auf jeden Fall minimal besser als beim Übergang ins ausgeglichene Schottische Vierspringerspiel, der ja mit 7...bxc6 möglich war. Allerdings wäre es zugegebenermaßen wohl ziemlich schwer für Schwarz, aus einer dieser Varianten etwas Handfestes herauszuholen.
Eine wirkliche Widerlegung des Halloween-Gambits (und das müßte doch möglich sein!) müßte wohl doch mit 6.d5 Sb8 beginnen, obwohl dies am Brett für Schwarz oft keine angenehme Aufgabe ist.
tracke