Hallöchen,
hatte neulich in ner Partie (ich hatte Schwarz) folgendes auf dem Brett:
1.d4 d5
2. Lf4 Sc6
3. e3 Lf5
4. c4 e5
Also ein Albin-Gambit mit herausgespielten Damenläufern. Ich wollte nicht e6 ziehen, sah mir zu perspektivlos aus. Also hab ich mir gedacht, warum nicht e5? Na ja, die Partie ging wie folgt weiter: 5.Lxe5 Lxb1 6.Txb1 Lb4+ 7. Ke2 Sxe5 8.dxe5 dxc4 9.Da4+ c6 10.Td1 (Dxb4 Dd3+ und Dxb1) Db6 11.a3 (?!) La5 =+ (eigene Meinung) und 0:1 im 27. oder so.
Die Variante scheint mir ganz ok, schließlich hat Weiß am Ende Probleme mit der Entwicklung (der König steht in der Mitte, im Weg und kommt nicht vernünftig weg).
Auf 5.dxe5 könnte ich d4 ziehen, wonach Weiß nicht schlagen kann wegen 6. exd4 Dxd4 7.Dxd4 (es hängen Lf4 und b2) Sxd4 und Qualitätsverlust ist nicht zu verhindern.
Also den Bauern auf d4 stehenlassen, wahrscheinlich 6.Sd2 (ansonsten könnte ich mit Lxb1 und Lb4+ ankommen). Wie es dann weitergeht, weiß ich auch nicht... denkbar wäre auch etwas mit dxc4 statt d4, Damen tauschen kann Weiß ja nicht gut.
5.cxd5 stellt wohl auch ein Problem dar wegen Dxd5 6.Sc3 Lb4 7.dxe5 oder so, im Gegensatz zu Standard-Bauernfreßvarianten im Tschigorin hat Weiß nun die Dame mit dem Ta1 gedeckt. 5.cxd5 exf4 6.dxc6 fxe3 nebst b6 oder Lxb1/Lb4+ vielleicht, sieht aber recht zweischneidig aus...
Irgendwer Ideen, wie man das ausreifen oder widerlegen kann?