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28.03.2004, 10:03
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 376
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Berliner System
Salut,
wie ist der Aufbau o.g. Eröffnung?
Grüße, e2e4
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28.03.2004, 15:27
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Benutzer
DWZ/Elo: Elo 1035
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Mansfelder Land
Beiträge: 23
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Ich kenne nur eins was mit Berlin zu tun hat, und zwar die Berliner Verteidigung in der Spanischen Partie.
Die geht so:
1. e4 e5
2.Sf3 Sc6
3 Lb5 Sf6
4.0-0! Sxe4 oder 4.d4...
Ich weiss das diese zwar zu den offenen Spielen gehört, kenne aber nichts anderes was mit Berlin zu tun hat. 
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05.09.2004, 11:03
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Hobbyspieler
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Registriert seit: 06.2004
Beiträge: 15
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So weit ich mich nicht irre, heißt(bzw. wohl hieß) ein Schachspieler Berliner. Nach ihm ist die Variante benannt.
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05.09.2004, 23:46
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ELO 2364
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Registriert seit: 08.2004
Ort: Haltern am See
Beiträge: 76
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Die Berliner Verteidigung ist eine Variante der Spanischen Partie.
2 ältere Zitate:
"Die Berliner Verteidigung gilt als grundsolide und hat daher schon viele Weißspieler zur Frustration gebracht. In der Vergangenheit griffen die Nachziehenden oft auf diese Spielweise zurück, in den meisten Fällen im Sinne einer Remiswaffe. Traditionelle Hauptvarianten geben Weiß einen kleinen Vorteil in einem Endspiel, das von vielen als langweilig und einschläfernd betrachtet wird, und an dem man nur Gefallen findet, wenn man sich ernsthaft mit der vorliegenden Materie auseinandersetzt. Oft ist es Schwarz der die Partie gewinnt, sei es, weil er kontinuierlich leichte Vorteile sammelt, oder weil Weiß das saftlose Treiben zu langweilig wird und einen zu scharfen Ansatz wählt.
In jüngster Zeit haben viele Partien Licht in die beiderseitigen Möglichkeiten dieser Eröffnung gebracht, und in der Spanischen Partie ist wohl nach der Archangelsker Variante die Berliner Verteidigung die Modevariante der 90 er Jahre.
Schwarz muß viele Feinheiten beherrschen, um nicht in Nachteil zu kommen, aber da die Schwarzspieler gewöhnlich mehr Zeit für das Studium dieser speziellen Spielweise aufwenden, ist es für diese möglich sich mit genügend theoretischem und strategischen Rüstzeug voll zu saugen" [G.Lane].
"Die Berliner Verteidigung hält sich schon seit Jahrzehnten und verschwindet nie gänzlich von der Schachszenerie. Der Partieanfang erinnert im Falle des gebräuchlichen Schlagens Sf6xe4 rein äußerlich an den Offenen Spanier, aber es gibt auch wesentliche Unterschiede. Da Schwarz auf den Standardzug a7-a6 verzichtet hat, braucht Weiß keinen "spanischen Stolz" zu zeigen (Der Rückzug des Läufers nach a4). Der nach e4 gelangene Springer findet keinen festen Standort im Zentrum und vergeudet Zeit für den Rückzug. Nach dem häufig frühen Damentausch ergibt sich ein Endspiel mit leichten Vorteilen für Weiß" [Karpow].
Die Berliner Verteidigung ist in Partien von einigen Weltklassespielern häufig, die die Position oft mit beiden Seiten spielen, z.B. Anand, Shirov, Topalov.
Shirov meinte in Schach 7/99, dass 3...Sf6 einen Versuch darstellt, den dritten Zug des Weißen zu widerlegen, denn er ist nun fast gezwungen, schon in der Eröffnung die Damen zu tauschen.
Da Kasparov gegen Kramnik im Match 2000 kein Spiel gewann, also kein Durchkommen fand, wird seit dem auch scherzhaft von der "Berliner Mauer" gesprochen.
Mit Hans Berliner dem Fernschachweltmeister von 1965-1968 hat die Berliner Verteidigung bis auf den Namen wenig zu tun. Berliner schrieb ein Buch mit dem Titel "The system", aber das meinst Du wohl nicht. Im Netz finden sich sicherlich einige Rezensionen dazu.
Viele Grüße,
Tom
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06.09.2004, 17:16
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Hobbyspieler
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Registriert seit: 06.2004
Beiträge: 15
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Es kann sein, dass ich mich irre. Im Schachclub hat mir mal einer dies sehr sicher versichert. Vielleicht gibt es noch einen anderen weniger bekannten Berliner, oder er hat sich geirrt.
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09.09.2004, 09:06
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ELO 2364
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Registriert seit: 08.2004
Ort: Haltern am See
Beiträge: 76
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Hallo Nimzo,
Irgendwie habe ich in Erinnerung das
die Berliner Verteidigung etwas mit den Berliner Plejaden (auch Berliner Siebengestirn, oder Berliner Schachschule genannt) der 1.Hälfte des 19.Jahrhunderts zu tun hat.
Seltsam, in den Eröffnungsbüchern steht heute meist wenig über die Herkunft dieser Variantennamen, dabei ist das doch ganz schön interessant.
Vielleicht habe ich den Verweis auf die Plejaden in irgendeiner Partieanmerkung gefunden.
Wer weis Rat?
Die einzige Quelle die ich auf Anhieb gefunden habe, die etwas zum Namen der Berliner Verteidigung aussagt, ist Aleksei Suetins Buch "Schachtraining" (2.stark bearb. Aufl. Sportverlag Berlin 1988).
Suetin schreibt auf S. 136:
"Die Berliner Verteidigung gehörte zum Lieblingsrepertoire Laskers, zu dessen Ehre sie auch nach seinem Wohnsitz benannt wurde."
Soviel ich weis ist Lasker in Berlinchen geboren und lebte später z.B. während des Studiums in Berlin.
Könnte sein, dass der Name daher kommt, aber die Vermutung, dass der Name aufkam kurz nachdem Paul Morphy Mitte des 19.Jahrhunderts 3...a6 als stark erkannte, halte ich für wahrscheinlicher.
Dann wären es die Plejaden auf die die Eröffnungsbezeichnung vielleicht indirekt zurück geht.
Wer weis mehr?
Sobald ich die richtige Textstelle finde, poste ich natürlich die Antwort rein.
Viele Grüße,
Tom
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10.09.2004, 10:46
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 175 BCF
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Registriert seit: 09.2004
Ort: Wiveliscombe/ Suedwestengland
Beiträge: 57
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Das einzige was ich finden konnte ueber Berliner Plejaden ist:
Kostjews schachhistorische Anmerkungen beginnen mit dem vierhändigen Tschaturanga, gespielt in Nordindien im 5. Jahrhundert und enden bei Kasparow, dem 13. WM (1985). Dazwischen erfahren die russischen Schachschüler sogar etwas über die "Berliner Plejaden" im frühen 19. Jh. um Bledow, von Bilguer, Horwitz und von der Lasa. Zu jeder Schachepoche referiert Kostjew eine zeittypische Partie, oft sind es bekannte Klassiker.
nicht viel aber immerhin. Ist zu finden im Buch Schachbuch für Meister von Übermorgen von Alexander Kostjew
Sorry konnte auf die schnelle nichts anderes Finden!!! 
gruss
Alzheimer
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10.09.2004, 12:06
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Die PLejaden waren sieben starke Schachmeister, die sich auch zur Analyse zusammenschlossen. Heute habe ich zufällig etwas über sie im Lexikon des Schachs von 1996 gefunden. Über die Berliner-Verteidigung stand da leider nichts drin.
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22.04.2005, 14:45
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Aktiver
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 32
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Hab heute grad diese Seite gefunden, man verzeihe mir das "uppen" von alten Threads.
Die Berliner Verteidigung wurde von den Vertretern der Berliner Schule ausgearbeitet und nach ihnen benannt.
Die Berliner Schachschule entwickelte sich in Deutschland Anfang des 19. Jahrhunderts, und opponierte unter dem Einfluss von Anderssen gegen die damals noch stark verbreiteten Prinzipien Philidors.
1827 wurde die "Berliner Schachgesellschaft" gegründet.
L. Bledow, der die Gesellschaft leitete, gab 1846 die erste deutsche Schachzeitung heraus.
Kern der Berliner Schachgesellschaft war eine Gruppe von sieben Spielern, die sich die Plejaden nannten, auch "Berliner Siebengestirn" genannt.
Zu ihnen zählten Ludwig Bledow, Tassilo von Heydebrand und der Lasa ("Zur Geschichte und Literatur des Schachspiels", 1897), Paul Rudolf von Bilguer ("Handbuch des Schachspiels"), Karl Schorn, Bernhard Horwitz, Wilhelm Hanstein und Karl Mayet.
So, genug Klugsch***erei, eh alles nur aus Dr. Ernst Bönschs "Kleines Lexikon Schach" abgepinselt.
Man muss ja net alles wissen, nur wo es geschrieb... egal. 
So long
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29.11.2007, 02:57
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Neuling
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Registriert seit: 11.2007
Beiträge: 2
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Inzwischen gibt es die "Berliner Mauer" innerhalb der Berliner Verteidigung.
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