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05.08.2006, 19:56
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Braunschweig
Beiträge: 66
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Budapester Gambit
Hallo, hat jemand Material zum Budapester Gambit?
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06.08.2006, 00:29
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Ja ich habe Material:
Im "Buch der Eröffnungen" von Gabor Kallei gibt es ca. 1 1/2 Seiten zum Buderpester Gambit. Wegen Copyright kann ich dieses Material aber leider nicht hier veröffentlichen.
Wer mehr wissen will, könnte sich z. B. die Chessbase-CD des Autors Dmitrij Oleinikov kaufen.
Gruß
Der_Stratege
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06.08.2006, 15:26
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 71
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Gab es da nicht mal ein Buch von Otto Borik? Könnte aber schon vergriffen sein.
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27.08.2007, 18:33
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1573
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Registriert seit: 08.2007
Ort: Mainz
Beiträge: 84
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Ich habe mir die Eröffnung mal grob angesehen und fand sie eig. sehr interresant und aggresiv 
Aber ich habe noch keine GM Partie dazu gefunden,bzw. kaum etwas dazu gefunden
Warum wird die Eröffnung so selten gespielt?
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27.08.2007, 23:09
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Ein Freund von mir hat sich mit dem Budapester-Gambit sehr intensiv beschäftig und wir haben oft über Varianten und Stellungen in dieser Eröffnung diskutiert. Dank seinen Bemühungen werden wir im Verein bald ein Thementurnier in dieser Eröffnung spielen.
Meines Erachtens ist das Hauptproblem dieser Eröffnung, dass Weiß dem ganzen mit 2.Sf3 (statt 2.c4) aus dem Weg gehen kann.
Tracke hat in seinem sehr guten (und leider abgebrochenen) Thread über schwarze Eröffnungen gegen 1.d4 einen sehr guten Artikel über das Budapester geschrieben: http://www.schachmatt.de/30407-post16.html
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28.08.2007, 17:57
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2000/2100
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Registriert seit: 01.2006
Ort: Landau (Rheinland-Pfalz)
Beiträge: 70
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Ja, gegen 2.Sf3 muss der Schwarze den Kurs vollkommen wechseln.
Aber ein Problem am Buderpester Gambit (das ich selbst ziemlich lang gespielt habe) ist, dass das Spiel, wie bei vielen psoedoaktiven Gambits, von Weiß ziemlich einfach verflacht werden kann:
3.dxe5 Sg5 4.Lf4! (etwas stärker als 4.Sf3) 4. ...Sc6 5.Sf3 Lb4+ 6.Sbd2
(6.Sc3 wird komplizierter, kann also im Sinne des aktiven Schwarzspieles sein, dennoch braucht Weiß die Komplikationen keineswegs zu fürchten...) 6. ...De7 7.e3 Sgxe5 8.Sxe5 Sxe5 9.Le2!
(9.a3?! ist Quatsch, weil der Läufer möglicherweise bald von alleine reagieren muss, ohne dass Weiß dafür a3 aufwendet) 9. ...0-0 (9. ...b6!?) 10.0-0 a5 (nach 10. ...d6 müsste sich der Schwarze schon etwas gegen 11.Sb3 einfallen lassen...)
Und jetzt ist wahrscheinlich 11.Sb3 gut, aber auch nach dem simplen 11.a3 mit Abtausch auf d2 müsste sich der Schwarze schon gewaltig strecken, um auf den vollen Punkt zu spielen. Vielmehr erscheint mir das ganze fast eher wie ein Spiel auf ein Tor für Weiß. Die Stellung ist vielleicht nur minimal besser für Weiß, Ausgleichstendenz, aber das war der Punkt warum ich mich vom BG abgewand habe! Und das ist leider in mehreren Varianten der Fall und Weiß braucht sich nichtmal groß auszukennen...
Meine abschließende Meinung, mein persönliches Fazit:
Wenn Weiß es will, ist das Budapester Gambit eine lahme Eröffnung!
Gruß Björn
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16.10.2007, 12:52
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Aktiver
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Registriert seit: 07.2004
Ort: Bielefeld
Beiträge: 42
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nach 10.0-0 wird Schwarz Lxd2 spielen müssen und in die normalen Budapester Stellungen gelangen (d6,a5)
Das große Problem bei 4.Lf4 ist das scharfe 4.--g5!?, das momentan dem Weißen Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Daher spiele ich z.Z. 4.Sf3.
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20.10.2007, 13:53
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1573
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Registriert seit: 08.2007
Ort: Mainz
Beiträge: 84
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nach g5 kommt Lg3 und wie weiter? Bauernangriff am Königsflügel?
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22.10.2007, 12:46
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Aktiver
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Registriert seit: 07.2004
Ort: Bielefeld
Beiträge: 42
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auf g3 steht der Läufer schon mal schlecht.Schwarz greift ja eh mit h5-h4 usw. an und rochiert lang.Besser ist da schon 5.Ld2 nebst Lc3 und f4,um die geschwächte Diagonale auszunutzen. Aber auch da sehe ich keinen weißen Vorteil.
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23.10.2007, 02:39
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Sehr Aktiver
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Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 53
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Ich wittere 3.dxe5 Sg4 4.Lf4 g5 5. Lg3 Sc6 6.Dd5 De7
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04.06.2009, 01:03
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
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Registriert seit: 05.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 77
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In seinen besten Partien hat Aljechin seine Meinung zu dem Thema kundgetan. Im Großen und Ganzen wird seine Meinung noch heute richtig sein. Schwarz attackiert verfrüht und verbleibt mit einem Schrotthaufen.
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08.06.2009, 19:39
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Neuling
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Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 1
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Mittelklassespieler
Betr.: "Material zum Budapester Gambit?"
In [A. A. Mazukewitsch: Seltene Gambits. Sportverlag Berlin (1. Aufl.) 1988.] wird das Budapester Gambit sehr umfänglich und die Teilsysteme erschöpfend auf den Seiten 259 - 325 (immerhin 67 Seiten lang) behandelt. Das ist die längste und niveauvollste Abhandlung dazu, die ich kenne. Der Autor gipfelt (und belegt doch vorher seriös) im abschließend wertenden Kommentar:
"Das vorliegende Material erlaubt die Schlussfolgerung, dass das Budapester Gambit eine moderne, dynamische Eröffnung ist, die dem Nachziehenden ausreichende Möglichkeiten für ein Gegenspiel bietet." (Rechtschreibung von mir angepasst.)
Dass Mazukewitsch damit seinem großen Idol A. Aljechin widerspricht, geht m. E. in Ordnung. Die hinzu gekommene Meisterpraxis seit Aljechin ist doch viele Partien reicher als die bis zu Aljechins Urteil gewesene.
Und zur Frage "Warum wird es so selten gespielt?" gleich noch ein zum Obigen passender Kommentar: Eröffnungen mit sehr frühem heraus fordernd aktivem Spiel von Schwarz werden nicht so oft gespielt. Sie verlangen hohe Anspannung (und damit die Bereitschaft Fehler zu machen und heraus zu fordern) von Anfang an. Das gilt nicht zuletzt auch für die Aljechin-Verteidigung (!).
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09.06.2009, 10:36
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Neuling
DWZ/Elo: 2168
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Registriert seit: 06.2009
Ort: München
Beiträge: 1
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naja
dieses Gambit ist immer für eine überraschung gut, wenn der Weisse nicht diese kennt.Beim blitzen ueberrasche ich oft meine männliche konkurrenz, aber sonst im Turnierschach ist es auch schwarzer sicht schwierig für gewisse Bauernschwächen kompensation zu erhalten.ich hatte es nur einmal in einem offenen turnier aufm brett.
Denn leider spielt man ja oft im 2.Zug nicht c4 meist erst Sf3 um dieses Gambit zu umgehen.
Das heisst dann aber auch, der weisse hat Respekt vor diesem gambit.
Wie dem auch sei, dieses Gambit ist in der Hand eines Angriffspielers interessant.
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10.06.2009, 13:54
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
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Registriert seit: 05.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 77
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Zitat:
Zitat von schachgöre
…
Denn leider spielt man ja oft im 2.Zug nicht c4 meist erst Sf3 um dieses Gambit zu umgehen.
Das heisst dann aber auch, der weisse hat Respekt vor diesem gambit.…
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Das muß nicht unbedingt „Respekt“ sein. Zugumstellungen sind ein probates Mittel, gewissen Varianten oder Eröffnungen, in denen man sich unsicher fühlt, auszuweichen.
Wenn diese „exotischen“ Eröffnungen so selten in der Meisterpraxis vorkommen, liegt es daran, daß sie grobe Fehler haben. Auch wenn man hier und da einen „Überraschungspunkt“ gewinnen kann. Damit wird die Eröffnung nicht besser.
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01.11.2010, 22:59
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Neuling
DWZ/Elo: 1950/----
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Registriert seit: 01.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 4
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Früher war das Budapester Gamit einmal meine Hauptwaffe gegen 1.d4, aber gerade wegen 2.Sf3, 2.Lg5 usw. habe ich es relativ schnell ad acta gelegt und setze es heute nur noch ausnahmsweise als Überraschungswaffe gegen bestimmte Gegner ein, von denen ich weiß, dass sie 2.c4 spielen (gerade gestern hatte ich mal wieder einen Erfolg damit).
Wenn die Gegner die Theorie kennen (ist auf meinem Niveau zum Glück nicht so oft der Fall), können die Varianten 4.Lf4 und möglicherweise auch 4.e4 recht unangenehm werden. Ansonsten erhält Schwarz ein freies Figurenspiel (v.a. bei 4.Sf3), was den d4-Spielern normalerweise nicht liegen dürfte. Bei Gegnern ab etwa DWZ 2000 würde ich mir aber gut überlegen, ob ich Budapester Gambit spiele.
Literatur (beide nicht ganz aktuell):
Borik, O.: Budapester Gambit (2. Aufl.), 1988: als Einstieg gut geeignet
Mazukewitsch, A.: Angreifen mit: Budapester Gambit, 1993: umfassendere Darstellung
Geändert von Karamasow (01.11.2010 um 23:16 Uhr)
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