Zitat:
Zitat von Karamasow
Aljechins Aussagen sind offensichtlich nicht ganz aktuell, zudem spielen wir ja nicht auf Weltmeister-Niveau. Wie z. B. die Partien Karpow-Short, Iwantschuk-Epischin und Spasski-Illescas (alle aus den 90er-Jahren) zeigen, wird es durchaus auf der Ebene der Großmeister gespielt.
Ich bleibe dabei: Auf unserem Niveau ist das Budapester Gambit i. d. R. gut spielbar, so liegt meine Bilanz bei deutlich über 50 %.
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Natürlich wird dieses Gambit vereinzelt als „Überraschungswaffe“ genutzt. Drei Partien von Tausenden sind statistisch „sehr“ aussagekräftig. Ich kenne die Partien im Moment nicht, doch kann ich mir vorstellen, dass alle drei Partien von Weiss gewonnen wurden (Vielleicht war Spasski zu dem Zeitpunkt schon friedfertiger?!) …
Die grundlegenden Aussagen Aljechins haben durchaus noch ihre Gültigkeit. Natürlich ist das Weltmeisterniveau ein anderes wie das Bezirksklassen-Niveau, doch um auch hier längerfristig „erfolgreich“ zu spielen, sollte man schon bei den „normalen“ Zügen bleiben. Gerade Weiß kann ja selbst mit einfacher Weiterentwicklung jegliche Gefahren umschiffen. Der Königsspringer verliert hier im Vergleich zur Aljechinverteidigung zuviel Zeit, die man sinnvoller in die Entwicklung seiner Figuren stecken sollte.