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23.03.2006, 20:17
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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1... d5 gegen Englisch?
Moin,
Ich suche ne Variante gegen Englisch, bei der ich dem ganzen Wirrwarr an Varianten mit e5 ausm Weg gehen kann. Ich habe bislang 1.c4 e5 2.g3 Sf6 3.Lg2 und d5 gespielt und fands ganz ok, aber als Skandinavisch-Spieler reizt mich immerzu der Zug 1...d5
Gibt es evtl. gescheite Literatur darüber? Bzw. wie heißt die Eröffnung?
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23.03.2006, 22:29
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Kenner
DWZ/Elo: so 20/so 21
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Registriert seit: 03.2006
Ort: Wegberg (Nähe Mönchengladbach) / Bonn
Beiträge: 121
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Hab ich auch mal überlegt, bin zu dem Schluß gekommen, dass es nicht viel Sinn macht:
1. c4 d5 2.cxd5
a) 2... Dxd5 3.Sc3 Da5 4. d4/Sf3/e4 und im Gegensatz zum Skandinavier hat Weiß noch seinen e-Bauern (-> Überlegenheit im Zentrum), während der c-Bauer im Skandinavier eher im Weg steht.
b) 2... Sf6 3.d4 (3.e4 c6 sähe ganz ok aus für Schwarz) ist einfach Marshall-Damengambit, imho net gerade umwerfend für Schwarz.
c) 2... e6 3.dxe6 Lxe6 4.d4 (oder so) - klar, Schwarz hat Initiaitive für den Bauern, aber Weiß hat außerdem noch n Bauernübergewicht in der Brettmitte.
d) 2... c6 3.dxc6 Sxc6, quasi farbvertauschtes Morragambit. Hier kann Weiß immerhin vorerst nicht d4 ziehen, wäre ne Überlegung wert. Glaube aber kaum, dass Schwarz genug Kompensation kriegt.
Literatur würde mich wundern... gibts das vielleicht in irgendeiner Randspringerausgabe?
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24.03.2006, 12:51
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Kenner
DWZ/Elo: 1683 (CH)
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Registriert seit: 10.2005
Ort: Lausanne, Schweiz
Beiträge: 110
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hat mich auch schon gereizt, vor allem:
1.c4 d5 2.cxd5 c6 3.dxc6 Nxc6 --> morra-gambit im nachzug
das problem an der ganzen sache ist, wahrscheinlich spielt weiss gar nicht 2.cxd5 sondern 2.d4, das ganze ist also nur spielbar wenn man auch ein system gegen das damengambit hat (also nicht indisch spielt).
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24.03.2006, 17:30
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Was im Skandinavischen neu, unerfroscht und scheinbar brauchbar ist, kann auch fürs Englische passen:
1. c4 d5 2. d5: Dd5: 3. Sc3 Dd6
Da5 habe ich mir angeschaut, aber da gefällt mir 2... c6 besser eben wegen dem weißen Zentrum + der Entwicklung.
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24.03.2006, 20:37
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Nach dem zu erwartenden d2-d4 fesselt Da5 den Sc3.
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24.03.2006, 21:34
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Ob die Fesselung wirkungsvoll ist, ist ne andere Frage 
Im Grunde genommen kann man es nun m.E aber eigentlich spielen. Wenn man skandinavisch mit 0-0-0 spielt, droht auf dem Damenflügel ein starker Bauernaufmar.sch, der sich im Englischen durch den fehlenden Bc4 nicht so stark entfaltet. Zwar hat weiß die halboffene c-Linie, aber ich würde im Falle von 3... Da5 definitiv im späteren Verlauf c6 spielen, wodurch der Druck auf c7 von der c-Linie aus vorrübergehend verebt. Weiß braucht damit mehr Zeit zum Aufbau des Angriffs und schwarz kann evtl. eine Gegeninitiative einleiten. Der einzige Störfaktor wär für mich allerdings, dass weiß wohl g3 und Lg2 spielt und zusätzlich auf c6 drückt und im Verlauf der Partie evtl. Lc6: opfern kann.
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25.03.2006, 00:37
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Im Skandinavier ist der w c2 durch den Sc3 verstellt. dadurch kommt Sch
dort trotzdem zu b5.
Hier würde der sch c6 rückständig.
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25.03.2006, 00:53
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Wenn ich über 0-0-0 spiele, werde ich mich eher ungern auf b5 einlassen, um mir den Punkt c6 ins endlose zu schwächen
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26.03.2006, 16:08
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Echter Kenner
DWZ/Elo: 2095 / 2177
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Registriert seit: 02.2005
Beiträge: 128
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Zitat:
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Zitat von Zee4
Wenn ich über 0-0-0 spiele, werde ich mich eher ungern auf b5 einlassen, um mir den Punkt c6 ins endlose zu schwächen
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Beachte, dass der Tausch "mein d-Bauer gegen deinen c-Bauern" viel von Sizilianisch hat - und nun sag mir eine sizilianisch-Variante, in der Weiß mit der Dame durch die gegend springt, lang Rochiert UND sich dann noch am eigenen Verteidigungsflügel mit c3 schwächt.
Ich möchte nicht garnicht anklagen oder so, sondern nur ein wenig anregen - ich glaube, dass das ein bisschen sehr abenteuerlich ist.
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26.03.2006, 16:21
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Zitat:
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Zitat von Geck0tierchen
Beachte, dass der Tausch "mein d-Bauer gegen deinen c-Bauern" viel von Sizilianisch hat - und nun sag mir eine sizilianisch-Variante, in der Weiß mit der Dame durch die gegend springt, lang Rochiert UND sich dann noch am eigenen Verteidigungsflügel mit c3 schwächt.
Ich möchte nicht garnicht anklagen oder so, sondern nur ein wenig anregen - ich glaube, dass das ein bisschen sehr abenteuerlich ist.
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Ich spiele gerne abenteuerlich 
Aber 0-0-0 wäre nur ein Gedanke für agressives Gegenspiel, um den geplanten, vergleichsweise ruhigen Aufbau, der mit 1. c4 erwünscht ist, gänzlich zu stören, bzw. bei dem Gegner nicht mitzuziehen. Es ist natürlich auch eine Erprobung wert, ob nun 0-0-0 wirklich spielbar ist, oder 0-0 bedeutend besser ist. Das alles ist ja im Endeffekt auch stellungsbedingt. Gerade solche Fantastereien wie etwas scheinbar bedeutend zu scharfes oder die absichtliche Schwächung der eigenen Reihen beleben m.E das Schachspiel
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26.03.2006, 21:16
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Skandinavisch ist wieder etwas Übliches geworden. 1.c4 d5?! aber nicht.
Zum Verständnis des D-Gambites ist 1.c4 d5?! aber hilfreich.
Es erinnert an 1.d4 d5 2.c4 Sf6 3.cd5. Dort wird Weiß e2-e4 anstreben.
1.d4 d5 2.c4 Sf6 3.cd5 Dxd5 4.Sc3 Da5 entspricht 1.c4 d5 2.cxd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6
Die Fesselung verhindert sofortiges 5.e4.
Nach 5.Dc2 Lf5 verhindert die Fesselung sofortiges 6.e4.
Deshalb 5.a3!?. Auf weiteres c7-c5, was b4 verhindert, kommt 6.dc5 Dxc5 7.Le3.
1.c4 d5?! ist spielbar. Optimal sind Systeme wie orthodoxes D-Gambit und Slawisch in denen Schwarz seinen Stützpunkt d5 erhält.
Im angenommenen D-Gambit wird anders als hier die schwarze D eher der Lc4 nach c7-c5 und a7-a6 zur schwarzen Entwicklung beitragen. Dort macht die D keine Züge, steht wie hier nach dem Rückzug 3.Sc3 Dd6 ohnehin schon auf der d-Linie ohne 2 Tempi verloren zu haben.
1.c4 d5?! 2.cxd5 Sf6?! übersieht 3.e4, was das Gambit 3.-c6 erzwingt.4.dc6 Sxc6 5.Sc3
Geändert von WilhelmHH (26.03.2006 um 21:40 Uhr)
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28.03.2006, 23:50
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Echter Kenner
DWZ/Elo: 2095 / 2177
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Registriert seit: 02.2005
Beiträge: 128
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Zitat:
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Zitat von Zee4
Ich spiele gerne abenteuerlich 
Aber 0-0-0 wäre nur ein Gedanke für agressives Gegenspiel, um den geplanten, vergleichsweise ruhigen Aufbau, der mit 1. c4 erwünscht ist, gänzlich zu stören, bzw. bei dem Gegner nicht mitzuziehen. Es ist natürlich auch eine Erprobung wert, ob nun 0-0-0 wirklich spielbar ist, oder 0-0 bedeutend besser ist. Das alles ist ja im Endeffekt auch stellungsbedingt. Gerade solche Fantastereien wie etwas scheinbar bedeutend zu scharfes oder die absichtliche Schwächung der eigenen Reihen beleben m.E das Schachspiel
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"vergleichsweise ruhigen Aufbau"? Ein Drache mit Mehrtempo ist vergleichsweise ruhig zu was?
Ich würde dir ganz einfach davon abraten. Es gibt bessere (und zugleich einfachere) Wege, gegen Englisch aktiv zu spielen, als nen schlechten Skandinavier (Und ich dachte immer, dass wäre eine Tautologie!  ) anzupeilen.
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29.03.2006, 16:39
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Vergleichsweise zum schwarzem Spiel
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29.03.2006, 22:04
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Kenner
DWZ/Elo: so 20/so 21
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Registriert seit: 03.2006
Ort: Wegberg (Nähe Mönchengladbach) / Bonn
Beiträge: 121
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@Wilhelm: Och, 2....Sf6 3.e4 c6 4.dxc6 Sxc6 ist meiner Meinung nach so in etwa das Beste, was Schwarz hier kriegen kann. Immerhin ein farbvertauschtes Morragambit, bei dem Weiß sich noch zusätzlich mit e4 kompromittiert hat (rückständiger d-Bauer, kein e3 als Antwort auf Lc5, evtl. Hebel f5). Ein Morragambitspieler würde sich imho freuen, das mit Schwarz spielen zu "dürfen".
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29.03.2006, 23:47
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Ja, das ist brauchbar. Anders als die beiden von dir genannten Gambits c) und d). Bei d) sollte W 4.Sc3 e5 5.d3 nebst g3 spielen.
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