ich werde auch bald mal 1.Nc3 (bald = naechste weiss-partie) ausprobieren. aber nicht um dunst zu spielen sondern um zu transponieren. die gruende:
(1) die wiener partie gefaellt mir eigentlich seit ich eroeffnungstheorie "kennen" (seit bald 2 jahren), kuerzlich habe ich wieder ein paar partien von spielmann angeschaut, welches meine faszination noch vergroesserte. von dem her habe ich grosse lust diese eroeffnung mal selber zu spielen.
(2) seit ca. 2 monate interessiere ich mich fuer den GPA, hauptsaechlich deshalb weil ein clubcollege unseren staerksten junior mit dem GPA in nur 20 zuegen besiegte, und zwar auf sehr souveraene art.
(3) will ich trotzdem meine jetztigem system (1.d4 d5 2.e4 bzw. 1.d4 d5 2.Nc3) den ruecken nicht zudrehen.
aus 1, 2 und 3 ergibt sich:
1.Nc3 e5 2.e4 --> vienna
1.Nc3 d5 2.d4 --> veresov/bdg
1.Nc3 c5 2.e4 -->GPA
1.Nc3 Nf6 2.e4 und schwarz muss irgendwas gegen die drohung 4.e5 unternehmen, ansonsten kann er mit seinem springer nach e5 wieder zurueck nach g8 (da freue ich mich bereits darauf wenn ein gegner mal sowas wie 1.Nc3 Nf6 2.e4 c5 3.e5 spielt

)
1.Nc3 rest --> habe ich nicht besonders angst, ich habe gegen pirc, franzoesisch und caro-kann ein "system", irgendwie werde ich da wohl schon transponieren koennen.
natuerlich koennte ich das genau gleich erreichen, wenn ich abwechslungsweise 1.e4 und 1.d4 spiele, aber da finde ich den zug 1.Nc3 erstens einfach viel cooler und zweitens sehe ich da den psychologischen vorteil, dass mein gegner nach dem ersten zug schon mal eine krise bekommt da er keine ahnung hat was ihn erwartet.
dies ist ein viel wichtigerer aspekt als man vielleicht zuerst mal annimmt, viele spieler bei uns im club und auch die meisten gegner die ich bis jetzt hatte verlassen sich koplet auf ihr eroeffnungssystem und, welches sie seit jahren, manche "opis" seit jahrzehnten nicht mehr abgeaendert haben. sie sind total abhaenging von ihrem system und sobald sie selber eroeffnungszuege "erfinden" muessen geht alles schief. ich konnte gegen solche gegner auch schon mit dem BDG rein psychologischen vorteil erhalten weil sie ab dem 2ten zug nicht mehr wussten was sie spielen sollten.