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die Grundstellung der Variante sieht ja auf den ersten Blick ein bißchen komisch aus, aber alle Züge machen in einer gewissen Hinsicht Sinn:
1.Sf3 d5
2.c4 d4 Benoni mit vertauschten Farben
3.c5!?
soll wohl 3.--c5 verhindern, das "!?" stammt aus dem Shredder-Eröffnungsbuch und der Zug ist sogar grün! Also mit Sicherheit keine absolute Hara-Kiri-Variante
In meinem Shredder-Eröffnungsbuch ging es wie folgt weiter:
3.--Sc6
4.Da4 Dd5
5.b4 e5
6.e3
@e2e4
hast du den Kaissiber zur Hand und kannst mir kurz erläutern, was hier die Ideen sind?
... und auch nochmal nachgeschaut, primär beantwortet Herr Bücker (der Hrsg.) die Unterscheide von "Geier, Habichd und Wusel", die unter dem Sammelbegriff "Pinguine" laufen. Hierzu hat er in seinem Buch "Der Geier" flüchtig ein paar Kommentare abgehandelt, da er "den Lesern nicht den Spass rauben wollte, sich zur Verwendung des Mehrtempos eigene Gedanken zu machen."
Die dort angesprochene Partie IM Grunberg (2400) - IM Rahman (2263), (wahrscheinlich 2000) in der gespielten Variante:
Die Ideen hinter derartigen Eröffnungssystemen basieren wohl insgesamt sehr auf der Kreativität der Spieler und sind kaum in "Regelsätze" zu fassen. Das Buch "Der Geier" ist m.E. nicht mehr erhältlich.
Jetzt weiß ich auch endlich, was die Geschichte mit dem Habichd sollte .
Ich habe mir letztens meinen ersten Kaissiber (Nr. 20) gekauft, weil ich mich schon lange für das Halloween-Gambit interessiere (wollte es mir fürs Blitzen aneignen). Ich halte ja eingentlich nichts von außergewöhlichen Eröffnungen, aber inzwischen habe ich Begriffen, was Stefan Bücker immer mit eigenständigem Denken meint, wenn man eine Kaissiber-Eröffnung spielt, ist man wirklich gezwungen selber kreativ zu sein und kann nicht einfach irgendwelche Muster oder gar vorbereitete Varianten runterspielen. Die Tatsache, daß die Züge nicht ganz korrekt sind, macht ja auf niedrigerem Niveau (bei mir so 1400-1500) nicht so viel aus besonders dann, wenn der Gegner absoluter Theoriehai ist.
Den lohnt es sich wohl tatsächlich anzueignen, denn man hat als Weißer ja wirklich eine realistische Chance zu 3.c5 zu kommen und dann steht man besser.
Bitte, Kaissiber ist m.E. schon recht unterhaltsame Lektüre und Herr Bücker hat schon interessante Dinge zu berichten - ob diese immer korrekt sind, wer weiß?! Übrigens hier noch ein interessantes Interview zum aktuellen Kaissiber: