nach ein bisschen Vorbereitung (mit Rybka und Buch

) trau' ich mich auch was zu sagen!

Nicht, dass ich nicht schon vorher eine Meinung zu dieser Eröffnung gehabt hätte, aber wenn bei mir im Verein ein paar 2300er, 2400er um ein Brett sitzen, und eine Variante diskutieren, fuchtel ich ja auch nicht (gleich) drein....

Ich denke, dass die besagte Variante so selten vorkommt, weil sie in vielen Abspielen (und derer gibt es offensichtlich unzählige ....... was mein Rybka nach mehreren Stunden im 4., 5. und 6. Zug an spielbaren Zügen so ausgräbt ....

) den Schwarzen in die Beweislast drängt, was er jetzt wirklich an dynamischer, oder struktureller Kompensation für seinen Minusbauern hat.
Ich würde aus rein pragmatischer Sicht 4. a3 nicht angreifen wollen - weil ich mich als W neben 4. ... a5 auch noch mit:
4. ... Sc6 (vom Eröffnungsbuch meiner engine präferiert)
und auch sofortigem
4. ... d6
beschäftigen müsste. Jeweils mit anderen Stellungstypen..... zum Drüberstreuen auch noch mit:
4. ... Sc6
5. Dd5 Sc5
6. Le3 Sb3
7. Ta2 d6
Stellungsbewertung: 0.00 und 8 weiße Kandidaten.......
"Unendliche Weiten........
dies sind die Abenteuer des Schachprogramms Rybka, mit Stellungen die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat...." 
Und das alles für eine Eröffnung, die ich womöglich nie aufs Brett bekomme......
Ich würde sowas bevorzugen (ist natürlich auch weit von forciert - ich weiß)
1. d4 Sf6
2. c4 e5
3. de Se4
4. Sf3 Sc6
5. Sbd2 Lb4
6. a3 SxS
7. Lxd2 Lxd2+
8. Dxd2 De7
9. Dc3 0-0
10. Td1 Te8
11. Td5 b6
12. e3
usw.
mit einer ruhigen Stellung, in der S wahrscheinlich seinen B wiederbekommt, aber in der W ohne irgendwelche Komplikationen seine Entwicklung beendet - und ein kleines Stellungsplus behalten wird (Damenflügel, d- Linie). In der Analyse - oder einer Fernpartie - gelten natürlich andere Gesetze.
4. Sf3 gefällt mir auch deshalb, weil ich gern "normale" (sprich Entwicklungszüge) mache, wo immer das geht - also raus mit den Springern!