Hallo Cresspahl,
bei meiner Spielstärke kann ich mir natürlich nicht anmaßen GM Partien zu kommentieren. Darum geht es deshalb auch nicht. Das Theoriebuch stellt eine Ist-Analyse des Partienbestandes (MegaBase 2005) dar. Hier trenne ich zwischen Hauptvarianten = Varianten der GM und Praxisvarianten, die man mit Hilfe der Chessbase Software transparent darstellen kann.
Mein Anliegen ist es, eine saubere, für alle Schachspieler nachvollziehbare KIA-Theoriedefinition zu entwickeln und von den "willkürlich" in der Literatur diskutierten Partienauswahl wegzukommen. Die von mir herausgearbeiteten Theoriestellungen (zur Zeit sind es 30 Stellungen, d.h. Antwortstellungen des Schwarzen) unterfüttere ich mit Zitaten aus der Literatur, insofern die Bilder überhaupt besprochen werden. Hierzu habe ich sämtliche bisher verfügbare Literatur verarbeitet (Das Buch von J.Emms und bis heute noch ermittelte Quellen werde ich in einer Folgeauflage einbeziehen). Ich möchte ein "Standardwerk" entwickeln, welches alles bisher zusammengetragene Wissen zum KIA mit diesem Ausbau aufnimmt. Ich bin es leid, mich ständig durch eine Flut von Literatur zu arbeiten, in der die Autoren nicht benennen, warum sie welche Partien ausgewählt haben, d.h. die Voraussetzungen nicht benannt haben und überhaupt zu keiner Theoriedefinition kommen. Du merkst, es gibt hierzu viel zu sagen. Schön wäre, wenn du dich auf eine Diskussion über mein Buch einlassen könntest und somit das Thema KIA inhaltlich für alle interessierten Schachspieler transparent werden zu lassen.