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08.05.2006, 23:02
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Kenner
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 122
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Reti-Eröffnung
Kennt jemand die Reti-Eröffnung und kann mir etwas dazu sagen? Ich habe diese Eröffnung vor kurzem in einem Buch entdeckt und mich interessiert mal was ist eigentlich der Plan dieser Eröffnung?
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08.05.2006, 23:50
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beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
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Diese Eröffnung wird durch den Zug 1. Sf3 charakterisiert. Normalerweise transponiert es in eine Variante, die auch nach 1. d4 entstehen kann. Mit 1. Sf3 versucht Weiss jedoch, einigen Varianten, die nach 1. d4 entstehen können, auszuweichen (Bsp: Albins Gegengambit (1. d4 d5 2. c4 e5))
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16.05.2006, 10:22
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Benutzer
DWZ/Elo: 2100
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Registriert seit: 05.2006
Beiträge: 24
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Zitat:
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Zitat von blotto
Diese Eröffnung wird durch den Zug 1. Sf3 charakterisiert. Normalerweise transponiert es in eine Variante, die auch nach 1. d4 entstehen kann. Mit 1. Sf3 versucht Weiss jedoch, einigen Varianten, die nach 1. d4 entstehen können, auszuweichen (Bsp: Albins Gegengambit (1. d4 d5 2. c4 e5))
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Das ist m.E. etwas verkürzt dargestellt. Wenn die Zugfolge irgend wohin transponiert, dann handelt es sich einfach um die transponierte Eröffnung.
Reti ist eben gerade dadurch charakterisiert, dass man sowohl auf d4 und e4 solange verzichtet, bis man mit diesen Zügen das Zentrum des Gegners attackieren kann. Daher sieht man im Reti von Weiß sehr häufig Zufolgen wie
Sf3, c4, g3, Lg2, 0-0, b3, Lb2, d3, Sbd2, Tc1 (nur einer der vielen möglichen Pläne).
Ein zentrales Motiv im Reti liegt darin, dass man auf der Diagonale a1-h8 mit Läufer und ggf. Dame starken Druck aufbaut.
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07.08.2006, 22:22
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: im Aufbau
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Registriert seit: 07.2006
Ort: Mertesheim (Pfalz)
Beiträge: 57
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Pläne nach 1.Sf3
In der Reti-Eröffnung nach 1.Sf3 d5 2.c4! versucht Schwarz ähnliche Ziele zu erreichen wie im Damengambit(oder Katalanisch) (Erschließung der c-linie und Bilden einer Zentrumsmehrheit), ohne die Bauerstruktur festzulegen. z.B.
1. Sf3 d5 2.c4 dxc4 3.Da4+ Sc6 4.g3! (dieser Zug wäre im Ang.Damengambit nach 1.d4 d5 2. c4 dxc4 3. Da4+ Sc6 nicht möglich, da d4 dann hinge. Weiß müsste 4.Sf3 oder 4.e3 spielen) 4...Sf6 5. Lg2 Ld7 (5...Le6? 6.Se5!) 6. Dxc4; und Weiß kann nach O-O mit Dc2 und Te1 e4 vorbereiten, Td1 nebst d4 spielen oder seine Figuren nach dem Schema a3/b3/Lb2/Dc2/d3/Sbd2 (ein Igelaufbau) entwickeln. Daneben sind auch andere Pläne und Varianten möglich, wie 2. ...d4, 2...e6,2...c6. Nach 2...d4 spielt Weiß am besten 3.b4 und verhindert c5. Schwarz wird dann mit f6 und Sd7 e5 zur unterstützung seines Vorpostens vorbereiten. Die anderen beiden Varianten können auch aus der Englischen Partie entstehen (1. c4 e6 (bzw. c6) 2. Sf3 d5). Hier wird sich Weiß ähnlich aufbauen wie im Damengambit, so kann er c4 mit b3 oder e3 decken.
Für die Stellungsbilder von Reti ist die zurückhaltende Zentrumsbesetzung beider Seiten typisch. Weiß wird häufig beide Läufer fianchettieren und Druck auf d5 ausüben, um den Gegner zur Aufgabe des Zentrums zu zwingen. Schwarz verklammert diesen Punkt oft mit e6 und c6.
Nach 1.Sf3 d5 kann Weiß natürlich auch irgendeine Indische Eröffnung mit Mehrtempo spielen, z.B. 2. g3 c5 3.Lg2 Sc6 4.O-O nebst d3/Sbd2/ e4 od.c4 (Königsindischer Angriff), 2. c4 d4 3. g3?!(statt 3.b4) c5!4.b4!? (Wolga-Gambit i. A.), oder 2.b3 c5 (oder Lg4) (Damenindisch i.A.).
Allerdings sind nach 1.Sf3 auch Züge wie 1...Sf6, 1...d6, 1...g6 oder 1...c5 möglich.
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14.08.2008, 14:21
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Echter Kenner
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Registriert seit: 04.2006
Beiträge: 142
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Zitat:
Zitat von Mertesheimer
In der Reti-Eröffnung nach 1.Sf3 d5 2.c4! versucht Schwarz ähnliche Ziele zu erreichen wie im Damengambit(oder Katalanisch) (Erschließung der c-linie und Bilden einer Zentrumsmehrheit), ohne die Bauerstruktur festzulegen.
...
Die anderen beiden Varianten können auch aus der Englischen Partie entstehen (1. c4 e6 (bzw. c6) 2. Sf3 d5).
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Sehr gut zusammengefaßt. 
Da die Anfangszüge verschieden sein können ist mir der Begriff Reti-System geläufiger.
Auf c4 ohne e4 und d4 kommt es an.
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15.08.2008, 15:12
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Aus meiner Sicht und historischen Kenntnis heraus erscheint es mir am sinnvollsten, als Reti-Eröffnung im Kern nur die Variante 1.Sf3 d5 2.c4 e6 3.b3 Sf6 4.g3 zu bezeichnen (sofern es keinen Übergang mehr zur Tarrasch-Verteidigung gibt). Manche nennen dies "geschlossenes Reti".
Tatsächlich war ja damals, zu Retis Zeiten, das Abgelehnte Damengambit (etwa 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.Sf3) die deutlich häufigste Eröffnung in den Geschlossenen Spielen (daneben bißchen Ang.DG, Tarrasch, Halbslawisch, Schlechter, Altbenoni, Stonewall; alles andere nur sporadisch und noch absolut unausgegoren). Zugumstellungen wie 1.d4 d5 2.Sf3 Sf6 oder 1.c4 e6 2.Sc3 d5 oder 1.Sf3 d5 2.c4 e6 3.d4 waren zwar bekannt und wurden auch regelmäßig gespielt; in der Regel ging aber 1.d4, 1.c4 oder 1.Sf3 meist noch irgendwie ins Abgelehnte Damengambit über. Abgesehen von der absoluten Weltspitze hat sich auch kaum ein Schachspieler systematische Gedanken über die Strategie in seinen Eröffnungen gemacht, sich höchstens mal paar superscharfe Varianten im Evans-Gambit, Königsgambit o.ä. angesehen. Retis systematischer Verzicht auf allzu frühes Nachreichen von d2-d4 gegen den orthodoxen Aufbau war somit der erste Versuch, nach 1.Sf3 grundsätzlich andere Wege zu gehen.
Außerdem wird hier Retis grundsätzlicher Gedanke sehr gut sichtbar, gar nicht für alle Zeiten auf ein weißes Bauerzentrum zu verzichten, sondern damit nur etliche Züge zu warten, bis Schwarz sich im Zentrum festgelegt hat. Weiß hat nach 1.Sf3 d5 2.c4 e6 3.b3 Sf6 4.g3 nämlich noch einige strukturneutrale natürliche Entwicklungszüge (Lg2, Lb2, 0-0; eventuell e3, De2, d3, Sbd2, a3), falls Schwarz nichts Besonderes macht. Schwarz dagegen muß sich nach Le7 und 0-0 (sowie eventuell Sbd7) bald entscheiden, ob er c7-c5 spielt und wie er den Damenläufer entwickelt. Wieder die gleichen Probleme wie im abgelehnten Damengambit (was ich im entsprechenden Thread ja zu erläutern versucht habe), natürlich in den konkreten Varianten anders wenn auch ähnlich. Entweder läßt Schwarz sich einen schwachen Bauern d5 anhängen, womöglich gar einen Isolani. Oder Schwarz erhält nach c4xd5 eine feste aber passive Struktur a7-b6-c6-d5 (mit dahinter eingeklemmtem Lb7), auf die Weiß mit d2-d4, Sf3-e5 samt halboffener c-Linie und starkem Fianchettoläufer g2 starken Druck ausüben kann. Oder Schwarz nimmt etwa mit Sf6 auf d5 zurück, wenn im Gegensatz zum Abg.DG kein weißer Springer auf c3 steht. Dann hat Weiß aber mit e2-e4 nebst d2-d4 ein starkes Bauernzentrum nebst Raumvorteil und Schwarz hat noch nicht mal den entlastenden Abtausch Sd5xc3.
Natürlich gibt es auch viele konkrete Varianten, in denen Weiß seine Zentrumsbauern sehr lange zurückhält und nur d2-d3 oder e2-e3 (oder beides) spielt. Ich verweise aber auf die grundsätzliche strategische Ähnlichkeit (seitenvertauscht) zum Offenen Sizilianer (siehe meine noch nicht allzu alten Posts zur Najdorfvariante), wo Schwarz prinzipiell auch d7(d6)-d5 und e7(e6)-e5 anstrebt und nur den günstigsten Zeitpunkt dazu abwartet (und aufgrund konkreter taktischer Gegebenheiten es eben oft ganz unterläßt).
Natürlich, die Entwicklung von Eröffnungsvarianten hat ihre eigene Dynamik und folgt nicht immer exakt den ideengeschichtlichen Anfangsgründen (und verabschiedet sich aus taktischen Gründen auch manchmal ganz davon). Vor allem hat das Abg.DG als Verteidigung gegen 1.d4 sehr stark an Bedeutung verloren, andere Verteidigungen wurden verbessert oder völlig neu entwickelt. Und entsprechend, allein schon aufgrund der Zugumstellungsmöglichkeiten, wurden auch ganz andere Verteidigungen gegen Retis Zugfolge entwickelt. Folglich gibt es "Vorstoß- (oder Anti-) Reti" (2...d4), "Offenes Reti" (2...dxc4), "Slawisches Reti" (2...c6), nochmals geteilt in "NewYorker System", "Lasker-System" usw. je nachdem ob und wann Lf5 oder Lg4 folgt.
Bei allem anderen nach 1.Sf3 ohne näheren Bezug (d.h. mögliche Zugumstellung) zu 1...d5 2.c4 habe ich schon arge Schwierigkeiten, dies überhaupt noch als "Reti" als bezeichnen, zumal die Nomenklatur in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Zeiten auch höchst unterschiedlich war und ist. Im Zweifelsfalle würde ich alles mit c2-c4 ohne d7-d5 (aber auch "Anti-Grünfeld"!) unter Englisch subsummieren (wie das Enzyklopädie-System es tut). Und alles mit 1.Sf3 aber ohne frühes c4 ist eher unregelmäßig oder hat eigene Namen: KIA, Barcza-System, Zukertort-Eröffnung, Litisin-Gambit, Tennessee-Gambit, ...
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Wie Verleger und Autor IM Jacob Aagard gerade in einem englischen Forum bemerkte (und ich stimme ihm voll zu!), ist es auf gehobenen Niveau nicht möglich, ein anspruchsvolles und ambitioniertes 1.Sf3-Repertoire zu gestalten, ohne praktisch immer in Hauptvarianten überzuleiten, die gewöhnlich und typischerweise nach 1.d4 entstehen. Der typische 1.Sf3-Spieler (man vergleiche Khalifmans Kramnik-Reihe) ist ein sehr erfahrener 1.d4 Spieler (!!!), der prinzipiell bereit ist, irgendwelche (theorielastigen!) Hauptvarianten im Abgelehnten Damengambit (ersatzweise Katalanisch), im Slawen, im Halbslawen, im Königsinder, im Altinder, im Holländer sowie gegen Unregelmäßiges (1...g6, 1...d6, 1...b6) zu spielen. Durch die Zugfolge mit 1.Sf3 (für 1.c4 gilt praktisch das gleiche) kann er erstens unerfahrene schwächere Gegner energiesparend aufs Eis führen, vor allen Dingen kann er aber zweitens viele dynamische und scharfe Verteidigungen gegen 1.d4 umgehen (Nimzoindisch, Grünfeld, Benoni, Wolga, Ang.DG, Tschigorin, ...). Der Preis dafür ist in erster Linie, daß Schwarz Symmetrisches Englisch (Igel) erreichen kann, und zweitens, daß ihm in seinem Hauptvarianten-Weißrepertoire einige vielversprechende Systeme ohne Sf3 nicht mehr zur Verfügung stehen (DG-Abtausch mit Sge2, Slawisch 3.Sc3, Königsindisch-Sämisch, Abtausch-Grünfeld mit Lc4/Se2, Modernes Benoni mit 7.f4, ...).
Viele Weltklassespieler (Botwinnik, Polugajewski, Kortschnoi, Uhlmann, Andersson, Hübner, Kasparow, Kramnik, Topalow, Iwantschuk, Bareev, Aronoian, Gurevich, ...) haben gezeigt, daß man auf diese Weise mit 1.c4 oder 1.Sf3 sehr erfolgreich sein kann.
Alle anderen/unabhängigen 1.Sf3-Interpretationen sind aber letztlich objektiv harmlos und gute Ausgleichswege für Schwarz sind theoretisch bekannt. Eine Ausnahme wären vielleicht Anti-Grünfeld und das verbesserte Litisin-Gambit, das zuletzt den Holländisch-Fans einigen Kummer bereitet hat. Andererseits sind die Hauptvarianten alle gut genug für Weiß, so daß man wegen Holländisch nicht unbedingt von 1.d4 auf 1.Sf3 wechseln muß.
Natürlich ist 1.Sf3 (oder 1.c4) ohne Überleitung in d4-Hauptvarianten nicht schlecht, in vielen Varianten behält Weiß sogar einen mikroskopischen Vorteil. Aber ambitioniert ist das nicht, Schwarz hat praktisch Ausgleich nach 2-3 Zügen! Auf Amateurebene kann Weiß dann trotzdem häufig gewinnen, weil Schwarz die Stellung noch weniger versteht als der stolze weiße "Reti-Spieler".
Es ist aber meines Erachtens ein häufiger Fehler von Amateuren, schon deutlich unterhalb des Meisterniveaus auf 1.Sf3 oder 1.c4 (oder noch Komplizierteres: 1.d3, 1.g3, 1.b3 ...) umzusteigen, nur weil man mit 1.e4 oder 2.d4 Probleme bekommt, nicht "soviel Theorie lernen" möchte, mit Schwarz den Drachen, Königsindisch oder Benoni schon "supertoll" findet und das ganze jetzt schlauerweise auch mit Weiß versuchen will. Unglücklicherweise gewinnt man dann auch noch oft die ersten Partien damit (weil, s.o., der 1500er-Gegner das noch gräßlicher behandelt als man selbst), und wird so psychologisch bestärkt. Natürlich verbessert man sich noch eine Zeit lang, weil man seine hypermodernen Schablonen irgendwann kennt und sein bescheidenes Schachverständnis immer effektiver auf´s Brett bringt. De facto behindert man damit aber eine grundsätzliche Steigerung eben dieses Schachverständnisses!
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Okay, dieser Beitrag ist wieder viel zu lang geworden und zuletzt auch etwas vom Thema abgekommen. Andererseits meine ich mit meinen letzten Ausführungen genau das getroffen zu haben, was mir (und auch vielen Trainern und fortgeschrittenen Spielern) auffällt, wenn ich ~1300-2000er über moderne Eröffnungen reden höre (bzw. lese).
Wer nicht das Glück hat, daß ihn ein Trainer zum stufenweise sinnvoll aufgebauten Studium der Eröffnungen zwingt, darf natürlich spielen was er/sie will. und meine Meinung ignorieren. Viel Glück mit Reti!
tracke
Geändert von tracke (15.08.2008 um 15:17 Uhr)
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16.08.2008, 21:37
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Kenner
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Der Kollege Jumbo wird vom heutigenStand ausgehen müssen.
Zitat:
Zitat von tracke
allein schon aufgrund der Zugumstellungsmöglichkeiten, wurden auch ganz andere Verteidigungen gegen Retis Zugfolge entwickelt. Folglich gibt es "Vorstoß- (oder Anti-) Reti" (2...d4), "Offenes Reti" (2...dxc4), "Slawisches Reti" (2...c6), nochmals geteilt in "NewYorker System", "Lasker-System" usw. je nachdem ob und wann Lf5 oder Lg4 folgt.
Bei allem anderen nach 1.Sf3 ohne näheren Bezug (d.h. mögliche Zugumstellung) zu 1...d5 2.c4 habe ich schon arge Schwierigkeiten, dies überhaupt noch als "Reti" als bezeichnen
Und alles mit 1.Sf3 aber ohne frühes c4 ist eher unregelmäßig oder hat eigene Namen: KIA, Barcza-System, Zukertort-Eröffnung, Litisin-Gambit, Tennessee-Gambit, ...
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Okay, dieser Beitrag ist wieder viel zu lang geworden und zuletzt auch etwas vom Thema abgekommen.
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Das macht doch nichts. 
Die Wikipedia erwähnt Zukertort als ersten Weltklassespieler der 1.Sf3 regelmäßig spielte. http://de.wikipedia.org/wiki/Zukerto...2C_London_1883
Dort kann man einen Unterschied zwischen Zukertort-System und Zukertort-Eröffnung herauslesen.
Das Zukertort-System wäre ein Aufbau mit b3 im Colle-Kram.
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29.12.2008, 21:14
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Kenner
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Zitat:
Zitat von tracke
PS: Und was hat das jetzt mit Reti zu tun ...
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dann kann ich ja hier allseits guten Rutsch wünschen. 
Was ist denn genau das "NewYorker System", bzw. das "Lasker-System"?
Spielte Lasker Lf5 ?
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03.01.2009, 23:30
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Sehr Aktiver
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New Yorker System ist mit ...Lg4 und Lasker System mit ...Lf5
ich hoffe, ich habe nichts vertauscht
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16.11.2009, 17:18
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Was spielt ihr gegen Reti!?
Ich komme mit dem Londoner / Lasker-System nicht mehr besonders gut zurecht bzw. bekomme einfach keinen Ausgleich...
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17.11.2009, 09:18
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Garry des Forums
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(Die Frage ist mal wieder herrlich allgemein und unspezifisch ...)
Was beunruhigt Dich denn, holgerk? (Lasker/Capablanca ist ja objektiv befriedigend!)
Stört Dich irgendeine spezifische Zugfolge?
1.Sf3 ist m.E. für Schwarz besonders unangenehm, wenn Weiß alle Optionen auch selbst spielen kann: d4+c4-Hauptvarianten, d4-Damenbauer, Englisch, Reti, Zukertort, KIA, Sizilianisch usw. Das ist unterhalb der Meisterebene meist nicht der Fall, da wollen (und können) 1.Sf3-Spieler in der Regel immer nur auf ein und denselben Aufbau hinaus.
Stört Dich aber eventuell diese ganze (pseudo-slawische) Struktur als solche? Kann natürlich passieren: sie ist solide und in gewisser Weise vorerst abwartend, verständlicherweise nicht jedermans Geschmack...
Prinzipiell gibt es gegen 1.Sf3 viele gute Entgegnungen, nach denen sich Weiß kaum Hoffnungen auf nennenswerten Eröffnungsvorteil machen kann:
1...d5, 1...c5, 1...Sf6, 1...e6, 1...d6, 1...g6, 1...c6
Auch interessant, aber vielleicht schon minimal riskanter sind:
1...b6, 1...f5, 1...Sc6, 1...b5
Aber vielleicht solltest Du erstmal sagen, was Du sonst als Schwarzer gegen 1.e4, 1.d4 und 1.c4 so spielst oder was für Stellungstypen Du anstrebst. Es hat z.B. ja keinen Sinn, Dir 1.Sf3 c5 zu empfehlen, wenn Du kein Sizilianisch spielst.
tracke
Geändert von tracke (17.11.2009 um 09:27 Uhr)
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17.11.2009, 12:21
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Hallo tracke,
hier etwas ausführlicher: ich spiele das Lasker System schon sehr lange und es passt eigentlich auch zu meinen anderen Eröffnungen von der Struktur (Halb-Slavisch, Caro-Kann Lf5, früher Skandinavisch Da5).
Ich habe aber in meinen letzten Partien nicht ausgleichen können gegen ganz normale weisse Reti Pläne und einen schlechten Score:
Druck von Dame und Läfuer auf der Diagonale a1-h8. (Hier habe ich in den letzen Partien mit Se8 und Lf6 den Läufer abgetauscht).
Druck auf der c-Linie (falls ich b5 spiele und Weiss tauscht, zusätzlich Problem mit dem Feld c5).
"Minoritätsangriff", falls ich b5 nicht spiele.
Lh3 (nach schwarzem Lh7) und Druck auf e6 mit Sd4.
Zusätzlich fehlt mir einfach das Gegenspiel.
Gedanken zu Alternativen habe ich mir bisher folgende gemacht:
- 1. f5 (ist aber eventuell wegen d3 nicht so gut)
- 1. c5 wäre (habe mich in letzter Zeit wieder etwas mit Sizilianisch beschäftigt und symmetrisches Englisch habe ich auch schon gespielt)
- Königsindischer Aufbau mit Sc6 und Lf5 (Empfehlung von einem Freund, alllerdings habe ich wenig Erfahrung mit Königsindisch)
- Aufbau mit d6, e5 und f5
Gruß,
Holger
Geändert von Gast12019 (17.11.2009 um 13:08 Uhr)
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20.11.2009, 01:04
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Echter Kenner
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Könntest du die Partien posten um es zu sehen?
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21.11.2009, 12:48
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Hallo holgerk!
Es wäre wirklich schön, wenn bei Eröffnungsfragen, die konkrete Antworten herausfordern, auch eine konkrete Stellung oder Zugfolge angegeben würde! Dein letzter Post ließ schon halbwegs erahnen, worum es geht, blieb aber immer noch etwas schwammig.
A12 / Englisch / Reti-Slawisch / Lasker-System
Ich beschäftige mich also erstmal mit 1.c4 c6 2.Sf3 d5 3.b3 Sf6 4.g3 Lf5 5.Lg2 e6 6.Lb2 Sbd7 7.0-0 h6 8.d3 Le7 9.Sbd2 0-0, dies ist zumindest die ECO-Zugfolge für die resultierende Schlüsselstellung..
Überhaupt ist gerade für solche Eröffnungsvarianten wie diese eine Enzyklopädie sehr nützlich (egal ob ECO oder NCO oder sonstwas): früher wurden viele hochklassige Partien damit gespielt, die als Musterpartien dienen können, jetzt hat sich die Theorie „gesetzt“ und verändert sich kaum noch. Mit einer guten Datenbank findet man noch zusätzlich paar modernere Partien, aus denen sich winzige aber unwesentliche Detailänderungen ergeben – in einem Abspiel, das seit langem (~1975) als prinzipiell sehr ausgeglichen und damit für Weiß perspektivlos gilt! Man lasse sich nicht von der Statistk täuschen, in der Weiß oft 60-80% scort – solche Reti/Englisch-Systeme werden gerne auf Open von Meistern gegen Amateure angewendet, um risikolos auf Gewinn zu spielen, wenn der Amateur schon so stark und die Vorbereitung so kurz ist, daß der Meister einer scharfen theoretischen Diskussion (z.B. in Halbslawisch oder Ragozin) lieber ausweichen möchte. Dann verlassen sich manche Meister lieber darauf, daß sich die Amateure in den (positionellen) Feinheiten dieser eigentlich objektiv eher harmlosen Reti-Varianten nicht zurechtfinden!
Anbei (siehe unten) eine PGN-Datei mit paar Musterpartien (den wesentlichen, wie ich hoffe). Die reichlich vorhandenen Chessbase- und Informator-Kommentare mußte ich (aus Copyright-Gründen) leider löschen, aber auch so dürfte das Durchspielen (für das man sich ruhig etwas Zeit nehmen sollte!) ganz lehrreich sein. Die Remispartie Harikrishna-Dominguez von 2005 dürfte der absolute Endpunkt der Theorie sein – so wie ich Literatur & Datenbanken (~“Theorie“) momentan interpretiere, gibt es schon ab Zug 4 (!) keine Möglichkeit mehr für echte weiße Verbesserungen, es wurde im Prinzip schon alles probiert, im weißen Vorteilssinn letztendlich vergeblich!
Schwarze Alternativen zum Lasker-Aufbau
Schon ein kurzer Blick über die Partien meines Datenbankauszuges reicht um zu sehen, daß die Variante tendenziell remisig ist. Das ist aber vielleicht bei fast jeder Variante so, falls man nur tief genug hineinguckt – wo es nicht so ist, ist die Variante meist objektiv riskanter bis schlechter!
Trotzdem kann man sagen, daß in „Pseudo-Slawisch gegen Reti/Englisch“ die Systeme mit ...Lg4 (a la Capablanca) vielleicht etwas „aktiver“ sind als die eben behandelten ...Lf5-Aufbauten (a la Lasker). Zumindest ist nach dem häufig vorkommenden Abtausch des schwarzen Damenläufers gegen den weißen Königsspringer (auf f3, g4, g6, e6 oder c4) durch unterschiedliche Leichtfiguren „das Stellungsgleichgewicht etwas instabiler“, was wenigstens gegen schwächere Gegner mehr Gelegenheiten schafft, auf Gewinn zu spielen (das weiße Läuferpaar ist nicht unbedingt ein Vorteil). Kasparow zumindest hat immer ...Lg4 bevorzugt, Karpow eher ...Lf5. Die Unterschiede sind aber klein. [Im Anschluß an Leko-Kasparow, Wijk an Zee 2001 (remis, 28) bezeichnete Kasparow übrigens das Reti-System als „weißes Remisangebot im dritten Zug“ und beschwerte sich lauthals über Lekos sportliche Einstellung: Er, Kasparow, sei es ja gewohnt, daß gegen ihn fast jeder mit Schwarz auf Remis spiele, aber Lekos Eröffnungswahl bedeute, daß jetzt sogar Top-Ten-Spieler wie Leko auch mit Weiß so verfahren würden ! – Als Appetizer für Schwarz gibt´s im PGN-File aber noch einen Klassiker dazu: Waganjan-Jussupow, Istanbul 2000 (0-1, 28)]
Wenn man weitere schwarze Alternativen innerhalb von Reti-Slawisch betrachtet (Schwarz akzeptiert 1.c4 c6 2.Sf3 d5 bzw. 1.Sf3 d5 2.c4 c6), so kommen zwei weitere Komplexe in Betracht:
Zum einen Systeme mit ...g6 (also etwa 3.b3 Sf6 4.g3 g6 5.Lb2 Lg7 6.Lg2 0-0 7.0-0), was sehr solide ist und den Vorteil hat, daß es gegen fast jede weiße Zugfolge anwendbar ist; Weiß hat wie im ähnlichen Grünfeld-Slawisch-Schlechter-System (in das es auch überleiten kann) minimalen Raumvorteil, eine andere Frage ist, ob er daraus konkret was machen kann: das Spiel wird oft „schwerblütig“ in die Länge gezogen und vereinfacht selten schnell.
Zum anderen Systeme mit ...dxc4, was entweder e7-e5 durchsetzt (etwa 3.b3 dxc4 4.bxc4 e5!? bzw. 3.b3 Sf6 4.g3 dxc4 5.bxc4 e5!?) oder aber tatsächlich erstmal einen Bauern gewinnt (3.g3 dxc4 bzw. 3.g3 Sf6 4.Lg2 dxc4). Letztere Varianten firmieren auch als „Reti-Gambit“ und sind sehr unklar: die meisten Theoretiker scheinen zu meinen, daß das weiße Bauernopfer zu riskant sei (also der Verzicht auf 3.b3 ein Fehler), etliche Weißrepertoire-Bücher (Kosten, Davies, bald Marin2) empfehlen aber genau diese Gambits als sehr vielversprechend für Weiß (Davies übrigens mit dem entlarvenden Hinweis, daß alternativ die normalen Reti-Varianten (mit b3) ja harmlos seien!)
Auf jeden Fall riskiert auch Schwarz ordentlich was mit ...dxc4. Die in jeder Hinsicht chaotische Partie Radjabow-Smeets, Wijk an Zee 2009 (remis, 39, durch Schiedrichterentscheid!) könnte für Interessierte einen ersten Vorgeschmack vermitteln. Diese schwarzen Systeme sind nicht gegen alle weißen Zugfolgen möglich (z.B. 1.g3, was dann aber wieder andere Vorteile für Schwarz bringt), wären zumindest aber in der Mehrzahl der Reti-Systeme ein logischer Versuch, mit Schwarz auf Gewinn zu spielen!
Je weiter man sich bei der Suche nach Alternativen in den ...d5-Strukturen von den Lasker/Capablanca-Systemen entfernt, desto mehr und andersartige Alternativen gibt es natürlich! Möglich wären 1.Sf3 d5 2.c4 dxc4 oder 2...d4, dazu paßt dann 1.Sf3 d5 2.g3 Lg4, was von sehr vielen GM mit Schwarz gespielt wird. Der vorläufige Verzicht auf ...c6 ist etwas riskant und muß taktisch gut abgesichert sein (oft ...Sa6 auf Db3), im Idealfall spielt Schwarz ein Capablanca-System mit Mehrtempo nach c7-c5. Eine gute Einführung in diese Abspiele bietet Palliser in seinem Buch „Beating unorthodox Chess Openings“(Everyman London 2006). Akzeptal scheint auch (jedenfalls mehr als andere Tschigorin-Varianten) 1.Sf3 d5 2.g3 Sc6!? 3.d4 Lf5!
Gegen 1.c4 ist es schon bißchen schwieriger, auf 1...c6/2...d5 zu verzichten und trotzdem irgendwie ...d5-Strukturen zu erhalten. Falls man aber das klassische 1.c4 e5 2.Sc3 Sf6 3.g3 Lb4! (bzw. 3.Sf3 Sc6 4.g3 Lb4!) im Repertoire hat (was bestimmt kein Fehler ist!), so kann man gut 1.c4 Sf6! spielen: auf 2.Sc3 folgt 2...e5!, auf 2.g3 (die derzeit noch anhaltende Seuche) aber 2...c6 nebst 3...d5 , womit man z.B. auch das etwas unangenehme 1.c4 c6 2.Sf3 d5 3.e3 Sf6 4.Sc3 vermieden hätte!
Nun, vieles ist möglich. Da holgerk von einem Slawisch/Caro-Kann-Repertoire ausgegangen ist, habe ich insbesondere auf orthodoxen ...e6-Systeme verzichtet (obwohl die auch gut gegen Reti sind!). Und außerhalb aller ...d5-Strukturen gibt es natürlich auch viele befriedigende Antworten auf 1.Sf3 oder 1.c4 oder 1.g3 oder 1.b3 oder ...
Tracke
PS:
Mir ist bewußt, daß ich mit meinen Ausführungen und dem PGN-File noch nicht alle weißen Möglichkeiten etwa gegen den Lasker-Aufbau abgedeckt habe (Lev Gutman z.B. spielt ja gerne sowas wie Sf3/g3/Lg2/0-0/d3/c4/Le3/Db3). Das alles auch noch abzuhandeln würde jetzt aber viel zu weit führen, meine Hinweise können insofern nur exemplarisch sein. Letztendlich muß man sich das alles eben mal gründlich angucken (bestenfalls VOR schlechten Erfahrungen!).
Man kann aber davon ausgehen, daß all diese Reti-Systeme bei genauer Betrachtung relativ harmlos und unproblematisch für Schwarz sind: es wird schon seinen Grund haben, warum die überwiegende Zahl aller Meisterpartien nach 1.Sf3 d5 2.c4 c6 mit 3.d4! fortgesetzt werden, obwohl weißer Vorteil in Hauptvarianten von Slawisch/Halbslawisch ja auch nicht sehr einfach zu finden ist ...
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21.11.2009, 15:00
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Hallo tracke,
Vielen Dank für die Musterpartien und den ausführlichen Beitrag, genau diese Schlüsselstellung meinte ich.
Meine Partie vom letzen Wochenende:
1. Nf3 Nf6 2. g3 d5 3. Bg2 c6 4. O-O Bf5 5. d3 e6 6. Nbd2 Be7 7. b3 h6 8. Bb2 O-O 9. c4 a5 10. a3 Bh7 11. Qc2 Nbd7 12. Bc3 b5 13. cxb5 cxb5 14. b4 Rc8 15. Qb3 a4 16. Qb2 Qb6 17. Rac1 Rfd8 18. Rc2 Ne8 19. Rfc1 Qb7 20. Bh3 Bf6 21. Bxf6 Ndxf6 22. Nd4 Nd6 23. Rxc8 Rxc8 24. N2f3 Nd7 25. Rxc8+ Qxc8 26. Qd2 Kf8 27. Qf4 Ke7 28. Ne5 Nxe5 29. Qxe5 Qc1+ 30. Kg2 Qg5 31. Nc6+ Kd7 32. Nb8+ Kc7 33. Na6+ Kd7 34. Qc3 Ne8 35. Qc5 d4 36. Qa7+ Kd8 37. Qxf7 Qd5+ 38. Kg1 Bf5 39. Bg2 Qd7 40. Qf8 Qe7 41. Qxe7+ Kxe7 42. Bc6 Nd6 43. Nc7
1-0
15. ... a4?!
26. ... Kf8 ? (besser Sf8)
Und meine zweite Reti-Partie dieses Jahr (die war gegen GM Gutmann...)
1. Nf3 Nf6 2. g3 d5 3. Bg2 Bf5 4. O-O e6 5. c4 c6 6. Qb3 Qb6 7. d3 Nbd7 8. Be3
Bc5 9. Bxc5 Nxc5 10. Qc2 h6 11. Nbd2 O-O 12. a3 a5 13. b3 Ra7 14. Rab1 Rfa8 15.
Qc3 Bh7 16. Rfe1 Ncd7 17. h3 Nh5 18. e3 Nhf6 19. Rbc1 Rd8 20. cxd5 exd5 21. e4
Nf8 22. h4 Raa8 23. Bh3 dxe4 24. dxe4 Qc7 25. e5 Nd5 26. Qb2 Nb6 27. Ne4 Bxe4
28. Rxe4 Re8 29. Rce1 Nd5 30. Nd4 Ne6 31. Nf5 Nc5 32. Rg4 Nd3 33. Qd2 Rxe5 34.
Rxe5
1-0
Gruß,
Holger
Geändert von Gast12019 (22.11.2009 um 00:08 Uhr)
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