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02.01.2006, 20:01
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Colle geht das auf alles?
Hallo zusammen
Ich weis ich war früher ein Gegner gegen Colle. Aber ich hab auch gemerkt das ich eben nicht so der Theorieheld bin.
Darum meine fragen kann man das nach 1.d4-Sf6 auch spielen?
Und gibt es viele Theorie über das Colle System?
Schon mal vielen Dank
Gruss ig
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02.01.2006, 22:29
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
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Hi,
Colle lässt sich gegen alles spielen, ja. Das System wird ja zuersteinmal nur durch d4+e3 und c3 oder b3 charakterisiert. Im praktischen Sinn lässt es sich auf 2000 sicher ab und zu einsetzen, aber ich vermute stark, dass es sich nicht als Hauptwaffe eignet, da Schwarz auf mehrere Arten leichten Ausgleich erhält und die Remislichkeit der Stellung dazu bestimmt.
Theorie wird es nicht viel geben, da der Ausgleich ziemlich klar ist. Weiß spiel in diesem Sinne ja nicht sonderlich ambitioniert. Das eine oder andere Buch, aber hauptsächlich handelt es sich um schematisches Spiel, weswegen ich auch davon abraten würde.
Deine Gegner werden sich sicher bereits zu großen Teilen ein überlegtes Repertoire zugelegt haben. Mein Tipp: solange du nicht versuchst hochtheoretische Systeme zu spielen, kann es ruhig mal ein nicht-schematischer Aufbau sein. Schau mal nach Partien von Wischnewski, Christoph. Er hat ein recht enges, aber dynamisches Repertoire, das wohl nicht furchtbar viel Aufwand verursacht. Vielleicht könnest du da ein paar Systeme abschauen. Unter www.Schachmaterialien.de hatte er mal eine HP und war auch einige Zeit hier im Forum aktiv.
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03.01.2006, 09:47
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Registriert seit: 07.2005
Ort: Ba-Wü
Beiträge: 49
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Hallo ig!
Zitat:
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Zitat von ig
... kann man das nach 1.d4-Sf6 auch spielen?
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Gegen Königs- bzw. Grünfeldindisch habe ich damit eher schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb bevorzuge ich nach 1...Sf6 mittlerweile 2.c4
Zitat:
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Zitat von ig
Und gibt es viele Theorie über das Colle System?
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An deutschsprachiger Literatur würde ich Smith/Hall: Gewinnen mit dem Colle-System bzw. Bronznik: Das Colle-Koltanowski-System empfehlen. Ersteres beschäftigt sich mehr mit den allgemeinen Plänen, während das zweite Buch sich konkreter mit den Varianten beschäftigt.
Grüße
Dipsy
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03.01.2006, 10:31
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 05.2004
Beiträge: 85
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mich würde mal interesieren wie man mit Schwarz gegen Colle leichten Ausgleich erhält. Ich hab oft meine Probleme mit dieser Eröffnung mit Schwarz.
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03.01.2006, 20:01
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Aktiver
DWZ/Elo: 1652
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Registriert seit: 07.2005
Ort: Ba-Wü
Beiträge: 49
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Hallo Gonso!
Zitat:
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Zitat von gonso
mich würde mal interesieren wie man mit Schwarz gegen Colle leichten Ausgleich
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Es gibt viele Möglichkeiten für Schwarz. Eine der möglichen Varianten ist folgende:
[White "NN"]
[Black "XY"]
[Result "*"]
[PlyCount "32"]
1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. e3 e6 4. Bd3 c5 5. c3 Nc6 6. Nbd2 Bd6 7. O-O O-O 8. dxc5 Bxc5 9. e4 Qc7 10. Qe2 Bd6 11. Re1 Ng4 12. h3 Nge5 13. Nxe5 Nxe5 14. exd5 exd5 15. Nf3 Nxd3 16. Qxd3 Qc4 *
Ich selbst hatte als Weißer diese Zugfolge bis zum 10. oder 13. Zug schön öfters auf dem Brett und sehe nicht, wie das weiße Spiel verstärkt werden könnte. Schwarz hat zwar einen Isolani, aber den Vorteil des Läuferpaares - insgesamt dürfte es wohl ausgeglichen sein.
Grüße
Dipsy
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04.01.2006, 12:54
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Beiträge: 39
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Du kannst ja auch mal versuchen das Colle-Zuckertort-System zu spielen. Persönlich empfinde ich es als stärker gegenüber dem Colle-Koltanowski-System, aber jeder denkt da wohl anders drüber. Wie gesagt eignet es sich halt nur gegen Grünfeld-Indisch, Königsindisch und logischerweise Holländisch nicht. Im Gegensatz zum Colle-Koltanowski-System, kann man Zuckertort nämlich auch recht gut gegen Damenindisch spielen.
Übrigens wenn dein Gegner auf d4 Sf6 antwortet, kannst du selbst erst einmal Sf3 spielen und warten was dein Gegner vorhat. Ein Nachteil ist halt nur, dass du so manch schöne Variante im Königsinder z.B. dann nicht mehr spielen kannst, falls es überhaupt aufs Brett kommen sollte.
MfG
Dark Silence
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05.01.2006, 08:46
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Hallo
Ich hab mal die Frage was ist der Unterschied zwischen Colle Zuckertort und Colle Koltanowski?
Das mit dem Königsindisch ist auch so eine Sache bei mir  Keine Ahnung wieso ich da immer verlier liegt wohl daran das ich zufaul bin mir die Varianten anzuschauen. 
Gruss ig
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05.01.2006, 09:17
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Aktiver
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Registriert seit: 10.2005
Beiträge: 39
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Beim Colle-Zuckertort-System spielt man b3 um dann schließlich ein Fianchetto am Damenflügel zu bekommen. Beim Colle-Koltanowski-System hingegen spielt man oft Le2 oder lässt diesen Läufer zumindest im Normalfall auf dieser Diagonalen stehen.
MfG
Dark Silence
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05.01.2006, 14:39
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Sehr erfahrener Benutzer
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Colle
Hi all,
spiele das Colle-System mittlerweile 15 Jahre, Grund: Wegen Zeitknappheit und einer gewissen Bequemlichkeit hatte ich keine Lust mehr, eröffnungstheoretisch - bin 1.d4-Spieler - immer auf den neuesten Stand zu bleiben. Ausserdem erfordert das spielen von Theorie-Hauptvarianten einen immensen Arbeitsaufwand, nebenbei bemerkt, nach meiner bescheidenen Meinung, lohnt sich dieser Aufwand für einen jungen Spieler allemal.
Meine generelle Meinung zum Colle-System:
Für einen Spieler mit wenig Zeit, der nur einfach Schach spielen will, ohne große Ambitionen und immer eröffnungstheoretisch auf den neuesten Stand sein zu müssen, bis zu einer Spielstärke bis ca. 2000 DWZ/ELO, bzw. als Zweiteröffnung, lohnt es sich allemal. Ist relativ einfach zu spielen, übersichtliche Theorie, zwar für Schwarz - wenn er die Varianten kennt, einfach auszugleichen, jedoch, insbesondere bei Zugumstellungen, nicht ganz ungefährlich.
Colle-Zukertort mit dem Aufbau b3, d4, e3, Lb2 halte ich gegenüber dem Standard-Colle mit dem Bauerndreieck c3, d4, e3, für nachhaltiger.
Auf die Frage, ob Colle gegen alles spielbar ist? Spielbar schon ;-), aber gegen Königsindisch und Grünfeld erreicht man mit dem Colle-Aufbau gar nichts, die Colle-Pläne sind gegen diese Eröffnungen nicht spielbar, und gegen Holländisch, insbesondere dem Stonewall, steht man mit dem Standard-Colle nach der Eröffnung schon ziemlich sicher auf Verlust.
Selbst als Colle-Spieler sollte man da flexibel sein, was anderes spielen und nicht mit Gewalt seinen geliebten Colle-Aufbau spielen wollen.
Das Standardwerk für den Colle-Spieler ist das Buch von Smith/Hall, deckt so ziemlich alles ab, es fehlen aber gerade für Weiß kritische Varianten. Gute Bücher sind die von Koltanowski und Soltis. Imho das beste Buch und meine Empfehlung ist das Buch von A. Summerscale "A killer chess opening repertoire".
Sich mit einer Spezialvariante als Schwarzspieler gezielt auf Colle vorzubereiten, halte ich nicht für sinnvoll, man sollte nur nicht in Erwartung eines "normalen" Damengambits mit e6 den weißfeldrigen Läufer einsperren, da würde man den Colle-Spieler sozusagen "in die Hände spielen".
Gute Möglichkeiten bietet imho Grünfeld, ein damenindischer Aufbau, bei dem der d-Bauer auf d6 steht - Igelstellungen, oder auch Slawisch, wobei man versuchen sollte möglichst schnell e5 durchzudrücken. Verliert Weiß nämlich die Kontrolle ohne Kompensation über e5, steht er im höheren Sinne schon auf Verlust.
Imho am unangenehmsten für Colle ist die Grünfeld-Verteidigung. Selbst die Empfehlung von Summerscale - der Barry-Angriff 1.d4 - Sf6 2. Sf3 - g6 3. Sc3 - d5! - überzeugt mich nicht so recht, da es imho einfach eine Sünde ist, sich bei einer d4 Eröffnung mit Sc3 den c-Bauern zu verstellen. Die taktischen Möglichkeiten die dieses System bietet, reichen imho gegen einen starken Spieler nicht aus...
Fazit: Colle ist ganz gut spielbar, GM/IM wird man mit dieser Eröffnung nicht.
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05.01.2006, 14:46
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Colle
Nachtrag:
Empfehlung für Colle-Spieler gegen Königs-Indisch:
1. d4 - Sf6, 2. Sf3 - g6, 3. Sc3 - d6, 4. Le3 - Lg7, 5. Dd2 ~ 0-0 mit der Idee Lh6 - h4 - h5 - Lxg7 - hxg6 - Dh6 - e5 und matt in x oder entscheidendem Vorteil ;-)
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05.01.2006, 22:18
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Damenindischer Aufbau gegen Colle - welcher davon ist am besten?
Habe mich auch intensiver mit dem Colle-Aufbau beschäftigt, und mich gefragt, wie ich im Rahmen meiner Damenindischen Eröffung dagegen spiele. Ich habe- anders als einer der Vorrredner- den Eindruck gewonnen, dass das Colle-Koltanowsky-System (also mit c3) dem schwarzen Damenindischspieler
mehr Probleme bereitet. Jedenfalls gibt es da eine unangenehme Variante, wo der weiße d-Bauer bis d5 oder gar d6 vorrückt. In einer anderen Variante stört es mich, dass der halbe Figurensatz auf dem Feld e4 getauscht wird, und man dann keine Gewinnchancen mehr hat.
(Möglicherweise ändert sich meine Einschätzung, wenn ich mit meiner Analyse tiefer in die Stellungen eingedrungen bin)
Meine Frage an die Colle-Spezialisten: Wie würdet ihr den Dameninder gegen den Colle-Aufbau mit c3 spielen?
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06.01.2006, 20:58
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Hallo yevonne,
um Deine Frage zu beantworten, mal so "aus der Hüfte heraus" ohne im Augenblick genaue Zugfolgen parat zu haben, würde ich im Dameninder gegen Colle-Koltanowsky einen folgenden Aufbau wählen:
Sf6, e6, d6, c5, b6, Lb7, Le7 oder evtl. Doppelfianchetto mit Lg7 (Geschmacksache), dann Bauer cd4 tauschen, Weiß müßte schon a3 gezogen haben, um mit dem c-Bauern zurücknehmen zu können; oder mit La6 (nach Rochade!) den weißen Angriffsläufer auf d3 versuchen abzutauschen, ist der weg, hat Weiß nicht mehr viel; dann hast Du die offene c-Linie mit gutem Spiel auf dem Damenflügel oder im Zentrum, ohne den weißen Läufer richtet Weiß auf dem Königsflügel nicht mehr viel aus; imho muss Weiß im Colle gegen Damenindisch, um irgend einen Vorteil aus der Stellung zu holen, schon selbst mal c4 spielen, dann tauscht Du sofort auf d4 mit cd4 und kommst in Igel-Positionen - das ist dann aber schon kein Colle mehr...
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06.01.2006, 22:02
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Hallo frillo
Zitat:
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Zitat von frillo
Nachtrag:
Empfehlung für Colle-Spieler gegen Königs-Indisch:
1. d4 - Sf6, 2. Sf3 - g6, 3. Sc3 - d6, 4. Le3 - Lg7, 5. Dd2 ~ 0-0 mit der Idee Lh6 - h4 - h5 - Lxg7 - hxg6 - Dh6 - e5 und matt in x oder entscheidendem Vorteil ;-)
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Wenn mir jemand noch etwas Material zum Torre Attack liefern könnte werde ich das wohl spielen also d4-Sf6 Sf3-e6 Lg5-c5 usw. aber wenn nun 2.g6 kommt wäre diese Variante hier interessant für mich. Woher hast du den diese Variante ich hab das noch nie gesehn spielst du das selber? Oder irgend ein GM? Und hast du damit erfolg wenn du es spielst? 
Gruss ig
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07.01.2006, 03:08
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Hi ig,
über den Torre hat GM Matthias Wahls gute Seminare gehalten, er hat auch eine Internet-Seite, guckst Du hier: http://www.wahls.co.uk/
hat sich aber dem Pokerspiel zugewandt, ob er noch Seminare gibt, weiss ich nicht.
Ein gutes Buch über Torre, ist das von Burgess aus dem Gambitverlag "Guide to the Torre Attack".
Zu Deiner Frage mit meiner angegebenen Variante gegen Königsindisch -ja, das spiele ich selber, mit guten Erfolgen, auch gegen Stärkere, nennt sich 150-Angriff und ist eine Empfehlung von GM Summerscale aus seinem Buch "Killer chess opening repertoire", ist aber von der Klassifikation Pirc zuzurechnen. Damit bringt man so manchen KID-Spieler, der nicht Pirc gegen 1. e4 spielt, ganz schön ins schleudern, schönes Figurenspiel mit Weiss, lebhafte Stellungen, furchtbare Drohungen, je nachdem, was Schwarz erwidert; man kann lang rochieren, oder kurz, wie es beliebt und je nachdem was Schwarz spielt, ist mal was anderes als von Schwarz am Königsflügel platt gemacht zu werden...
Frage an Dich:
Warum willst Du unbedingt Torre spielen? Deine Fragen zu Eröffnungen kommen mir vor, als ob Du eine "Wunderwaffe" suchst, welche mit möglichst geringem Arbeitsaufwand, maximalen Erfolg erzielt, aber das wird so nicht funktionieren. Wenn Du wirklich im Schach so weit wie möglich kommen willst - das ist meine bescheidene Meinung - wirst Du um das spielen von Hauptvarianten nicht herum kommen. Alles andere bringt Dir vielleicht kurz- bis mittelfristig Erfolge, weil Du Deine Gegner mit seltener gespielten Eröffnungsvarianten überrascht, aber Deinen schachlichen Horizont begrenzt und Dich selbst in Deiner Entwicklung behinderst - ist mir persönlich so ergangen, darum weiß ich, wovon ich rede.
Bei der Wahl der Eröffnung musst Du für Dich selber Bilanz ziehen - was bin ich für ein Typ? Vorsichtig, oder wagemutig, angriffslustig, risikobereit, oder eher besonnen, sicherheitsliebend etc.; und dementsprechend dann Dein Eröffnungsrepertoire zusammenstellen, und zwar so, dass es auch schlüssig ist und zusammenpasst.
Mit Weiß e4 spielen oder d4/c4/Sf3? Wobei ich imho e4 für den stärksten Eröffnungszug halte, aber auch für den arbeitsintensivsten.
Mit Schwarz:
Was spiele ich auf e4 und was auf d4 und den Rest? Da sollten die Eröffnungen schon irgendwie zusammenpassen - sprich, spielst Du lieber Kontereröffnungen, oder soll es was solides sein?
Willst Du erst einmal den weißen Anzugsvorteil ausgleichen, oder gleich von den ersten Zügen an um die Initiative und Gegenspiel kämpfen? Bist Du bereit, alle Zäune hinter Dir abzubrechen, oder mehr um Sicherheit bedacht und mit Schwarz mit dem halben Punkt zufrieden? Spielst Du lieber auf den schwarzen Feldern oder den weissen? - Wichtige Frage, denn z.B. Königsindisch und Caro-Kann passen irgendwie nicht so gut zusammen.
Du siehst also, viele Fragen, die Antworten darauf musst Du Dir selber geben, oder in Zusammenarbeit mit einem guten Trainer, der Deine Stärken und Schwächen kennt und Dir dann die entsprechenden Empfehlungen geben kann.
So, dass wärs mal fürs erste, viel Erfolg...
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07.01.2006, 13:42
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Hi frillo
Erst mal vielen Dank. Eine Frage findest du den das Torre eine "nebenvariante" ist also schlechter als irgendwas wie Spanisch? Ich würde meine stärken ganz klar in meiner Verteidigung sehen. Den bei mir ist schon mancher FM verzweifelt.  Also eher der solide Spieler nicht unbedingt der Opfer Typ. Aber ich möchte eben auch meine taktischen fähikeiten verbessern.
Ich habe jetzt vor mit Weiss d4 zu spielen, auf d5 normales Damengambit. Und auf Sf6 Sf3 wenn e6 Lg5 und dann eben Torre das gefällt mir ganz gut. Wenn mein Gegner 2.g6 zieht möchte ich die Variante von dir empholen benutzen. Aber eine Frage habe ich noch was spielt man so auf, d4-Sf6 Sf3-g6
Sc3-d5?
Mit Schwarz spiel ich übrigens Französich und Holländisch passt das deiner Meinung zu den anderen Eröffnungen oder gar nicht? 
Gruss ig
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