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Schach - Geschlossene Spiele

Damengambit, indische Eröffnungen, Englisch & mehr



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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #1 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 13:36
Reo
Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: Anfänger!!!!
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Goslar, Niedersachsen, Deutschland
Beiträge: 108
Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit

Hi Leute,

mit einem Kumpel spiele ich im Moment immer angenommenes Damengambit (nur zum Training).
Ich suche eine Möglichkeit für Schwarz (ich spiele immer Schwarz) um da mal eine richtig scharfe Variante einzuleiten. Gibt es da irgendwelche Drohnungen, Fallen, die man aufbauen kann?

Nach 1. d4 d5 2. c4 dxc4 2. e3 (das ist das, was er neuerdings spielt) kann ich mit 3. ... e5 einen "Gegenangriff im Zentum" starten. Aber nach
4. Lxc4 exd4 5. exd4 spiele ich
5. ... Lb4+.
Er kann dann wohl mit
6. Sc3 eine Fesselung des Springers zulassen oder nach
6. Ld2 den Abtausch der Läufer zulassen.

Irgendwie ist die Variante dann aber sehr verflacht.
Habt ihr Vorschläge (vorwiegend für Schwarz) um da etwas Pfeffer reinzubringen?

Ist es richtig, dass das angenommene Damengambit grundsätzlich nicht gut für Schwarz ist? Wenn ja: Was empfehlt ihr für Schwarz um scharfe Varianten einzuleiten?


Viele Grüße und Danke,
Reo
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #2 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 14:38
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Das angenommene DG spiele ich ja auch nicht, aber ich denke mal der Stand der Theorie dürfte ein += für Weiß sein, wie in allen andern vernünftigen Eröffnungen .

Das dürfte eher etwas für "anspruchslose", geduldige Spieler mit Schwarz sein.
Wenn dann hat eher Weiß Möglichkeiten das Spiel zu verschärfen. Schwarz versucht sich eher normal zu entwickeln und dann ev. c5 bzw. e5 zu spielen.

1.d4 d5 2. c4 dxc4 2. e3 e5 3. Lc4 exd4 5. exd4 damit hat dein Gegner jetzt schon mal den typischen Isolani.

P.S. Um als Schwarzer gegen DG das Spiel zu verschärfen gibt es m.M. nicht so dolle Möglichkeiten. Weiß kann auch mal die Abtauschvariante bzw. andere Sachen spielen.
Ansonsten kannst du natürlich solche zweifelhaften Gambits, wie Albin od. Budapestern spielen.
Dann gibts ja auch noch Königsindisch od. Benoni, aber als Anfänger würde ich erst mal beim Angenommen DG bleiben. Vom Verständnis und der Logik der Züge ist das einfach besser zu verstehenen und ich freu mich immer wenn ich mich genüsslich auf einen Isolierten Bauern draustürtzen darf .

Geändert von GeDa (24.08.2005 um 14:47 Uhr)
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #3 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 14:47
Cresspahl
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2002/2111
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Heidelberg
Beiträge: 262
Weiß hat keinen Vorteil, Schwarz keinen Ausgleich (?!?)

[QUOTE=GeDa]Das angenommene DG spiele ich ja auch nicht, aber ich denke mal der Stand der Theorie dürfte ein += für Weiß sein, wie in allen andern vernünftigen Eröffnungen .
QUOTE]

Hallo GeDa, entschuldige, wenn ich mir erlaube, dieses Statement anzuzweifeln. Wenn += für alle "vernünftigen" Eröffnungen paradigmatisch währe, so könnte man das Spielen mit Schwarz gerost in die Tonne kloppen. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, wie Weiß beispielsweise gegen Najdorf, Svhesnikov, Caro-ann, den Mahrsall-Angriff etc. bei bestem schwarzen Spiel ein += herausholen will - und ich beschränke mich auf 1.e4-Eröffnungen! Wie es beim Damengambit aussieht, kann ich mangels detaillierter Kentnisse zwar nicht beurteilen, jedoch glaube ich schon, dass es Weiß auch hier sehr sehr schwer hat, ein komfortables += herauszuholen!

Cresspahl
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #4 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 14:52
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Also unter += verstehe ich leichten Vorteil, statistisch hat ja Weiß auch eine etwas höhere Erfolgsquote. Ansonsten müsste es ja 50:50 stehen.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #5 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 14:58
Cresspahl
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2002/2111
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Heidelberg
Beiträge: 262
Zitat:
Zitat von GeDa
Also unter += verstehe ich leichten Vorteil, statistisch hat ja Weiß auch eine etwas höhere Erfolgsquote. Ansonsten müsste es ja 50:50 stehen.
Das ist mir schon klar, allerdings kann man Erfolgsquote und Stellungsbeurteilung nicht gleichsetzen. Dass es nicht 50-50 steht, hängt doch wohl eher mit den unterschiedlichen schachlichen Fähigkeiten derjenigen, die die Eröffnungen spielen, zusammen.
Cresspahl
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #6 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 15:14
Cresspahl
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2002/2111
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Heidelberg
Beiträge: 262
Zitat:
Zitat von Reo
1. d4 d5 2. c4 dxc4 3. e3 e5 4. Lxc4 exd4 5. exd4
Hallo Reo,

ich würde Dir 5...Sf6 empfehlen, mit nachfolgendem Spiel gegen den Isolani auf d4. Wie das nun geht, schaust Du dir am besten mal in Meisterpartien an. Kurz das Rezept: Mit einem Springer den Isolani blockieren, also ihn auf das Feld d5 setzen. Den Lc8 entwickelst Du am besten auf b7, wo er den Sd5 überdeckt (im Falle eines Abtausches). Den schwarzfeldrigen Läufer stellst Dua auf e7 (f6). Generell begünstigt Dich in diesem Stellungstyp jede Abtausch, da hierdurch der Isobauer d4 immer schwächer wird. Weiß allerdings wird seine Chance in dynamischem Angriffsspiel suche.

MFg
Cresspahl

Geändert von WilhelmHH (30.09.2005 um 22:39 Uhr) Grund: Platzsparend
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #7 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 16:36
Gast5546
Gast
 
Beiträge: n/a
Im angenommenen D-Gambit liegt genügend strategische Schärfe, weil Weiß oft einen (?;den berühmten auf d4) Isolani hat.
Eine Verflachung ist im Interesse der Isolanibekämpfung!
3.Sf3 Sf6 4.e3 Lg4 ist eher taktisch orientiert.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #8 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 20:59
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
Zitat:
Zitat von Cresspahl
Das ist mir schon klar, allerdings kann man Erfolgsquote und Stellungsbeurteilung nicht gleichsetzen. Dass es nicht 50-50 steht, hängt doch wohl eher mit den unterschiedlichen schachlichen Fähigkeiten derjenigen, die die Eröffnungen spielen, zusammen.
Cresspahl
Mit was würdest du denn gerne die Stellungsbeurteilung gleichsetzen?
Für gewöhnlich verflüchtigt sich eine Initiative eher, als dass sie anhält bei "optimalem Spiel"...
Wenn man jetzt theoretisch gesehen Schach ausanalysiert hätte bis zum letzten zug, würde ich auf ein Remis tippen, aber wenn dies der Fall wäre, könnte man noch lange nicht von Ausgleich reden...

Man wägt eher die Chancen ab, fühlt sich in die Stellung rein und guckt, welche Seite man lieber spielen würde...
und ich würde mal behaupten kein Super GM spielt freiwillig schwarz, egal, wie gut er sich im Najdorf auskennt...
Und letzten Endes wollen wir doch eigentlich nur Statistiken sehen, die aus der Praxis stammen...
Wen scherrt ein Endspiel, das theoretisch Remis ist, aber kein Mensch es gewinnen kann?
Und wenn weiß Hauptvarianten spielt hat er in jeder Eröffnung ein += stehen oder(!) Elemente, die außerhalb des Theoretischen Schachs liegen, stehen zu seinen Gunsten und überwiegen die objektive Stellungsbeurteilung.
Es gibt durchaus Abspiele, die weiß guten Vorteil bieten, aber zu komplex sind und sich daher Super GM´s da raushalten...

und zuletzt : die praktische Statistik beweißt das Gegenteil und ich würde mal behaupten, dass keine Variante bekannt ist, in der man einem weißspieler auch nur den Ausgleich auf theoretischer Ebene abnehmen kann, wenn er es darauf anlegt.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #9 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 21:23
Cresspahl
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2002/2111
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Heidelberg
Beiträge: 262
Zitat:
Zitat von Scipio
Mit was würdest du denn gerne die Stellungsbeurteilung gleichsetzen?
Für gewöhnlich verflüchtigt sich eine Initiative eher, als dass sie anhält bei "optimalem Spiel"...
Wenn man jetzt theoretisch gesehen Schach ausanalysiert hätte bis zum letzten zug, würde ich auf ein Remis tippen, aber wenn dies der Fall wäre, könnte man noch lange nicht von Ausgleich reden...

Man wägt eher die Chancen ab, fühlt sich in die Stellung rein und guckt, welche Seite man lieber spielen würde...
und ich würde mal behaupten kein Super GM spielt freiwillig schwarz, egal, wie gut er sich im Najdorf auskennt...
Und letzten Endes wollen wir doch eigentlich nur Statistiken sehen, die aus der Praxis stammen...
Wen scherrt ein Endspiel, das theoretisch Remis ist, aber kein Mensch es gewinnen kann?
Und wenn weiß Hauptvarianten spielt hat er in jeder Eröffnung ein += stehen oder(!) Elemente, die außerhalb des Theoretischen Schachs liegen, stehen zu seinen Gunsten und überwiegen die objektive Stellungsbeurteilung.
Es gibt durchaus Abspiele, die weiß guten Vorteil bieten, aber zu komplex sind und sich daher Super GM´s da raushalten...

und zuletzt : die praktische Statistik beweißt das Gegenteil und ich würde mal behaupten, dass keine Variante bekannt ist, in der man einem weißspieler auch nur den Ausgleich auf theoretischer Ebene abnehmen kann, wenn er es darauf anlegt.

Mir scheint, Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Erfolgsquote und Stellungsbeurteilung sind keine Synonyme, war meine Behauptung (und das kann ich metasprachlich auch ganz gut belegen ). Ich würde Stellungsbeurteilung also mit überhaupt nichts gleichsetzen.

Dass Weiß in jeder Hauptvariante der anerkanntermaßen besten Eröffnungen ein += stehen hat, glaube ich nicht - ich verfolge die Schachszene einigermaßen und denke nicht, dass Weiß momentan irgendetwas (im theoretischen Sinne) gegen Russisch hat, das im klar belegbaren Vorteil bringt. Und das Kramnik doch gelegentlich eine Partie damit verliert, hängt eher mit dem bei ihm in letzter Zeit vermehrt auftauchenden krassen Fehlern zusammen. Warum ist Leko im WM-Match nochmal so plötzlich zu 1.d4 gewechselt? Ich denke doch, weil er realiisert hat, gegen die e4-Vorbereitung Kramniks nichts holen zu können. Und das geht momentan nicht nur bei Russisch so, sondern auch und gerade bei Sveshnikov. Das mit den Statistiken ist bei Eröffnungsvarianten so eine Sache, denn oftmals verfälschen selten gespielte Untervarianten die Sache, zudem muss man natürlich auch in Betracht ziehen, dass es Spielstärkeunterschiede gibt, die es sekundär erscheinen lassen, ob eine Stellung nun +/- ist und trotzdem noch von Schwarz gewonnen wird, bezw. = und trotzdem haben die Weißspieler eine starke Bilanz, weil auf dieser Seite des Brettes dann auch die Elos sitzen.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #10 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 23:28
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
ich wollte Stellungsbeurteilung ja ebenfalls nicht mit Erfolgsquote gleichsetzen, aber ich würde mal behaupten, dass es extremst genau auf der 2,7er Ebene das Gleiche ist.

okay, nehmen wir als Beispiel Russisch :

57%:43% auf höchster Ebene bei 132 Partien, in denen beide Seiten 2,7 hatten.
Weiß hat eine Eloleistung 2790, während der Spieler im Schnitt 2745 hatte.
Schwarz hat eine Eloleistung von 2688, während der Spieler im Schnitt 2740 hatte.
Das ist ein leistungsunterschied von ca 100 Punkten!
( also etwa der Unterschied zwischen einem an 1 gesetzten und einem an 30 ( oder noch weiter hinten) gesetzen.....
Die Hauptzüge schmälern diesen Leistungsunterschied leicht, aber nicht erheblich und schließlich gibt es genauso Weißspieler die minderwertige Züge in der Hoffnung auf erhöhte praktische Chancen machen.

Das seh ich mal als Beleg dafür an, dass Russisch im praktischen Sinne dem Weißen Vorteil bringt.

Ich raffe nicht so ganz, warum die Stellungsbewertung ein anderes Ergebnis liefern sollte, bin aber in 4 Tagen, wenn ich von meinem Schachturnier zurückkomme, gespannt auf deine Antwort

zudem verstehe ich nicht, was die unterschiedlichen schachlichen Fähigkeiten mit der Erfolgsquote zu tun haben, das relativiert sich doch, kein Super GM wird ne Eröffnung spielen, deren Stellung er nicht mag.
Gerade bei e4 hat man 5 sehr unterschiedliche Eröffnungen auf e4 ( die verschiedenen Sizilianer mal zu einer Eröffnung verallgemeinrt...).

sollte übrigens nicht so bissig klingen

Gruß
Ulf

Geändert von Scipio (24.08.2005 um 23:32 Uhr)
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #11 (permalink)  
Alt 24.08.2005, 23:57
Trouble
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 75
Also ich denke auch, dass Weiß immer (mit immer meine ich bei bestem weißem Spiel..) den Anzugsvorteil besitzt.
Aber meine Meinung ist auch, dass je weiter man vom Top-GM level wegkommt, desto mehr hat auch Schwarz seine Chancen.
Ich nehme nur ein Beispiel:
Bei irgendeinem Turnier (ich glaub es war Lineares 20xx, ich kann nochmal schauen wenn ihr wollt), hab ich mal in der Fritz-Datenbank alle remisen ausgeblendet. Was blieb über? Nur Weißsiege. Ein einziger Punkt konnte ein schwarzer machen und das war Kasparov.

MfG

P.S: Und nicht umsonst zählt bei einem, Rundenturnier ein Sieg mit Schwarz mehr als ein Sieg mit Weiß.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #12 (permalink)  
Alt 25.08.2005, 09:05
Reo
Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: Anfänger!!!!
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Goslar, Niedersachsen, Deutschland
Beiträge: 108
Hallo Leute,

ich habe erstmal still verfolgt, was hier geschrieben wird. Und ich muss sagen: "Was habe ich da nur angefangen"? Ich wollte doch nur einen Tipp von euch und hier wird wirklich sehr nett über ganz andere Sachen diskutiert.
Klar, das ist nicht schlimm. Ich finde es auch sehr interessant. Aber ich bin totaler Anfänger, der nicht mal ne ELO-Zahl hat und wenn, dann wird sie wohl um 1200 rum sein. Mein Gegner, gegen den ich spiele ich noch mehr Anfänger als ich. Komplett ohne Theorie-Kenntnisse.
Ich hingegen schaue mir in letzter Zeit (in der gesamten Zeit, in der ich Schach spiele (ca. 3/4 Jahr)) sehr viel Theorie an.
Daher sollte ich meine Frage nochmal anders stellen.

Mein Kumpel hat sich nach einer Diskussion mit mir das 1. d4 2. c4 angeschaut.
Sprich: Damengambit, wenn ich mit 1. ... d5 antworte.

Ich habe jetzt gegen ihn einige Spiele angenommenes Damengambit gespielt (ich wollte ja auch mal Varianten üben).
Jetzt musste ich feststellen (nach ca. 10 Spielen), dass ich als Schwarzer der Meinung bin, keine Ideen zu haben. Ich finde das Spiel für den Schwarzen im angenommenen Damengambit nicht schön. Ich spiele einfach nicht gerne damit. Das zeigt auch die immer bessere Erfolgsquote von meinem Gegner.
Daher denke ich, dass ich in der Variante einfach eine Möglichkeit übersehe mit Schwarz "Schärfe" ins Spiel zu bringen (also Varianten, wo mein Gegner, der ja keine Theorie-Kenntnisse hat) Fehler machen kann. Fehler, die ich als Anfänger ausnutzen kann. Nicht einen Fehler, der 0,3 Bauerneinheiten verliert.

Also ich suche einfach eine Eröffnung, die ich als Schwarzer spielen kann gegen 1. d4.
Ich habe mir mal grob das Budapester Gambit angeschaut. Was haltet ihr davon? Ich denke, dass ich einen Weißen Spieler, der keine Theoriekenntnisse besitzt, damit richtig überfallen kann. Natürlich erst, wenn ich es auch richtig spielen kann, was wohl noch einige Wochen Theorie-Studium bedeutet.
Wenn ihr ne andere Idee habt gegen 1. d4 (es gibt sicher SEHR viel), dann sagt mir das doch. Irgendwas, wo ich als Schwarzer ein solides Spiel habe, mit der Möglichkeit auch mal ne Falle aufzubauen.
Wie gesagt, wir sind beide Anfänger und es geht uns beide wohl weniger um 100%ig richtige Spielweise. Die können wir einfach beide nicht spielen. Aber eben ein nettes Hobbyschachspiel.

So, ich hoffe, dass mir jetzt wer einige Tipps geben kann (passt nicht mehr zur Überschrift zum Thread, aber vielleicht geht es trotzdem).

Viele Dank,
Reo
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #13 (permalink)  
Alt 25.08.2005, 13:24
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Zitat:
Zitat von Reo
Hallo Leute,
Ich habe jetzt gegen ihn einige Spiele angenommenes Damengambit gespielt (ich wollte ja auch mal Varianten

üben).
Jetzt musste ich feststellen (nach ca. 10 Spielen), dass ich als Schwarzer der Meinung bin, keine Ideen zu

haben. Ich finde das Spiel für den Schwarzen im angenommenen Damengambit nicht schön. Ich spiele einfach nicht

gerne damit. Das zeigt auch die immer bessere Erfolgsquote von meinem Gegner.
Hallo,
im Grunde versteh ich dein Problem schon. Der Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel und einen Plan zu

finden dürfte mit eine der grössten Schwierigkeiten beim Schachspiel sein.

Nur ich denke mal ein Eröffnungswechsel wird dir auch nichts bringen; damit verfällst du einem beliebten

Fehler, suchts den Partieverlusst mit der Eröffnung zu erklären ( hab ich leider auch schon oft gemacht ).
Vermutlich gehen eure Partien zu 95% durch einfache taktische Fehler verloren
und wenn du jetzt Budapester Gambit od. Albins gegengambit spielen willst wird die Sache ja noch taktischer.
Ausser dem könnte dich dein Gegner ärgern indem er erst 2.Sf3 und dann c4 spielt und dann sind deine Gambitabsichten gescheitert.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #14 (permalink)  
Alt 25.08.2005, 14:13
Reo
Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: Anfänger!!!!
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Goslar, Niedersachsen, Deutschland
Beiträge: 108
Ja, okay. Das verstehe ich. Aber es gibt genug Eröffnungen, in denen ich mich sehr wohl fühle. Ich mag das angenommene Damengambit vom Spiel nicht, was entsteht. Das ist doch zu verstehen, oder? Jeder hat eben seine Vorzüge und das, was er lieber spielt und was nicht.

Natürlich kann mein Gegner nach 1. d4 Sf6 entscheiden, ob er 2. c4 spielt und mir das Budapester Gambit anbietet oder nicht.
Wenn er das aber nicht machen sollte, dann habe ich immernoch die Möglichkeit in andere Varianten reinzurutschen. Ich kann im allgemeinen schon Schach spielen, aber es gibt eben Varianten, die ich nicht mag. Und ich denke, dass es vielen genauso geht.

Ich suche was Aggressives, wo man mit Theoriewissen (was mein Gegner ja nicht hat) einen Eröffnungsvorteil erarbeiten kann. Und ich bin sicher, dass es sowas gibt. Ich kenne es nur eben noch nicht.
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  Scharfe Variante für Schwarz im angenommenen Damengambit Beitrag #15 (permalink)  
Alt 25.08.2005, 14:49
Trouble
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 75
Wie wärs mit dem Wolga/Benkoe-Gambit?
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