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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 1 ( permalink)

02.08.2005, 22:37
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2079/2183
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 83
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Das (lebenslange) d4 - Problem
Tja , irgendwie plagt mich immer das gleiche Problem:
Als Schwarzer suche ich eine schöne Eröffnung gegen d4.
Da ich nun seit 20 Jahren spiele und meine Spielstärke auch schon ganz passabel ist, sollte man ja eigentlich denken, dass ich dieses problem irgendwann mal gelöst haben sollte. Aber Pustekuchen ! Weder Königsindisch noch Holländisch Leningrader haben sich auf die Dauer bewährt. Dabei sind meine Kritereien eigentlich nicht so hoch gewählt:
- eine eher taktische Eröffnung (aber auch nicht monster-ruppig scharf)
- nichts minderwertiges (Albins Gegengambit, Englund,
Budapester, Holl/Lening (ist m.E. auch kritisch) ich will auch gegen gute
Gegner punkten)
- Weiß darf keine "Abtauschvarainten", also Varianten, die zur Verflachung
des Spiels neigen, zur Verfügung haben (also kein Meraner System wegen
(1.d4 d5 2.c4 c6 3.cxd5)
- ergo auch nichts Symmetrisches
- wenns geht nicht allzu theorielastig (hier bin ich auch zu Abstrichen bereit)
Hat jemand eine gute Idee ?
Im übrigen habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass sich taktisch orientierte Spieler gegen d4 schwerer tun als gegen e4. Hat jemand ähnliche Erfahrungrn gemacht ?
MfG cream
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 2 ( permalink)

03.08.2005, 00:56
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beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
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puh... ich kenn mich damit nicht aus, aber vielleicht ist das wolga-gambit was für dich.
1. d4 Sf6
2. c4 c5
3. d5 b5
4. cxb5 a6
schwarz hat eine schöne diagonale (a6-f1) und die halboffenen a- und b-linien für den bauern. ich spiele es selber nicht (spiele leningrader), aber es soll noch ganz gut zu spielen sein. theorie-kenntnisse braucht man wahrscheinlihc nicht so viel da dies eine seltene eröffnung ist.
evtl. solltest du aber bei der eröffnungswahl eines berücksichtigen: du bist schwarz und das ziel der eröffnung muss es sein, auszugleichen (bei perfektem weissem spiel) und nicht mehr.
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 3 ( permalink)

03.08.2005, 01:04
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
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ich glaube, es ist vollkommen klar, dass e4 Abspiele eher taktisch geprägt sind...
d4-Abspiele bieten weiß eher Vorteil von Dauer, der sich nicht so leicht verflüchtigt, während man gegen e4 leichter Ausgleichen kann, aber auch leichter direkten Vorteil bekommen kann...(Achtung! These...irgendwo gelesen...)
Da ich von d4 keine Ahnung hab, war es das auch schon 
aber vielleicht will ich mal wagen so ein klein bisschen das angenommene Damengambit und das Damengambit ins Gespräch zu bringen...
letzteres scheidet wahrscheinlich wegen mangelnder taktischer Möglichkeiten aus...
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 4 ( permalink)

03.08.2005, 09:30
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1920
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 61
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Schärfer ist Benoni. Falls es solider sein sollte, Nimzo-Inder + Bogo-Inder/ oder Damenindisch.
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 5 ( permalink)

03.08.2005, 09:38
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Echter Kenner
DWZ/Elo: 2410
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Kiel
Beiträge: 133
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Wie wäre es mit der Tschigorin-Verteidigung? Da kann man die d4-Spieler gut mit anspringen, und so richtig "langweilige" Varianten gibt es da nicht...
Allerdings muß man auch schon ein wenig Theorie lernen und auch gerne mal bereit sein sich von allgemeinen Dogmen zu lösen...
Ich jedenfalls spiele diese Eröffnung als einzige seit Jahren (auch oder gerade gegen stärkere Gegner) mit gutem Erfolg.
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 6 ( permalink)

03.08.2005, 16:35
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Forumsprofi
DWZ/Elo: 1733
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Registriert seit: 09.2004
Ort: Ostwestfalen
Beiträge: 208
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Da ist mir Wischi zuvorgekommen.
Ich wollte nur noch anmerken, das dies eine Eröffnung ist, wozu es auch hervorragende "deutsche" Literatur zu gibt, was ja nich selbstverständlig ist.
(Breutigam, Bronznik, Wisnewski)
P.S.: Bronznik bezeichnet die Tschigorin-Verteidigung sogar als Tschigorin-Angriff
@Wischi
gibt es demnächst mal sowas ähnliches wie die neuesten Trends
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 7 ( permalink)

03.08.2005, 16:44
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
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Hallo cream,
ich würde mich dem Vorschlag des angenommenen Damengambits am ehesten anschließen. Du bekommst taktiksches, vergleichsweise scharfes Spiel. Oder wie wärs doch mit halbslawisch. Nur über die Zugfolge 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 c6
Weiß hätte die zusätzliche Option 4. e4, die soviel ich weis Schwarz vollwertiges Spiel gewährt.
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 8 ( permalink)

11.08.2005, 02:05
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Tschigorin ist übrigens 1. d4 d5 2. c4 Sc6
Halte ich auch für sehr stark und es wird die nächste Eröffnung sein, die ich mir intensiv aneignen werde.
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Das (lebenslange) d4 - Problem Beitrag # 9 ( permalink)

11.08.2005, 21:42
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Echter Kenner
DWZ/Elo: 1529
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Köln
Beiträge: 137
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Wie wärs mit dem Blumenfeldgambit ?
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 c5
In einer modernen Form des Gambits schaltet schwaz den Zug 3...a6 ein.
Es kann folgen: 4.Sc3 c5 5.d5 b5 6.Lg5(Im Falle von 6.dxe6 fxe6 7.cxb5 axb5 8.Sxb5 d5 besitzt Schwarz die Intiative für den Bauern.)
6...b4 7.Se4 d6 (7...Le7!?) 8.Sxf6+ (8.g3 Ta7 9.Lg2 Le7,unklar,mit beiderseitigen Chancen.)
8...gxf6 9.Ld2 (9.Lh4 Le7 10.e4 f5,unklar,mit beiderseitigen Chancen)
9...f5 10.a3 (10.dxe6 Lxe6 unklar,mit beiderseitigen Chancen)
10...bxa3 11.Txa3 Lg7 12.Lc3 Lxc3+ 13.Txc3 Db6 14.Dc1 Sd7 15.Sd2 Lb7 mit scharfer Stellung
4.d5 4...b5?!
Das Gambit hat viele Ähnlichkeiten mit dem Wolga Gambit.
Also die Theorie muss man nicht kennen.Und die Variante oben auch nicht unbedingt.Aber allzu theorielastig ist das nicht,oder?
Geändert von Chessmaster (11.08.2005 um 21:46 Uhr)
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11.10.2005, 14:57
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Einsteiger
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Registriert seit: 05.2005
Beiträge: 10
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Zitat:
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C_Wisnewski Wie wäre es mit der Tschigorin-Verteidigung? Da kann man die d4-Spieler gut mit anspringen, und so richtig "langweilige" Varianten gibt es da nicht...
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Tschigorin ist potenziell gefährlich! 
nein ernsthaft! Du kannst schon Tschigorin spielen, ich hab mal ein Buch gelesen: "gewinnen mit d4"
Also Tschigorin hat da drin ganz gut abgeschnitten, aber naja ich würd sie nicht spielen, (bin zu feige  )
Ich spiel am liebstn Königsindisch, geht etwa so:
1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 dann gibts einige Möglichkeitn z.B. 4. e4 d6 (wenn jetzt 5. e5 dxe5 6. dxe5 Sg4) 5. f4 0-0 6. Sf3 ...
man ich verreck hier in der schule gleich...    also bitte nachsichtig sein wenn ich ein paar Fehler eingebaut hab.... aber sollte stimmen 
mfg
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04.11.2005, 19:19
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Sehr Aktiver
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Registriert seit: 11.2005
Beiträge: 61
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Zitat:
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Zitat von C_Wisnewski
Wie wäre es mit der Tschigorin-Verteidigung? Da kann man die d4-Spieler gut mit anspringen, und so richtig "langweilige" Varianten gibt es da nicht...
Allerdings muß man auch schon ein wenig Theorie lernen und auch gerne mal bereit sein sich von allgemeinen Dogmen zu lösen...
Ich jedenfalls spiele diese Eröffnung als einzige seit Jahren (auch oder gerade gegen stärkere Gegner) mit gutem Erfolg.
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Ich denke auch du solltest dem Rat eines erfahrenen Spielers folgen, der auch was dazu geschrieben hat. Tschigorin ist genau das Richtige für dich, aktiv, und scharf, bringt den d4 Spieler aus seinem Trott, du hast gute Chancen auf Initiative und ads alles mit klakulierbarem Risiko, du opferst nicht unsolide etwa schon im 2.Zug einen Bauern
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07.01.2006, 22:03
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ELO 2070
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Registriert seit: 01.2006
Ort: nearby Nuremberg
Beiträge: 103
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Hi cream,
also bei Deiner angegebenen Spielstärke und Deinen Anforderungen an eine "schöne" Verteidigung gegen 1.d4 würde ich Dir zu Nimzo-Indisch raten - wenn Dir dieser Verteidigungstyp liegt.
Ist imho die "beste" Verteidigung gegen 1.d4, gesunde strategische Inhalte, dynamisches Stellungsspiel mit Kampf um Initiative vom ersten Zug an, spielt Weiß im 2. Zug Sf3, dann würde ich persönlich darauf Benoni spielen, da ist schon mal die Lb5+ Variante mit f4 - ich glaub, Taimanovvariante heißt das - ausgeschlossen. Andere Weißvarianten gegen Benoni - ausgenommen die Moderne Variante mit e4, Sf3, h3 - sind nicht so gefährlich für Schwarz.
MfG frillo
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21.03.2006, 01:38
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 2355
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Registriert seit: 02.2006
Ort: BRD ;-)
Beiträge: 51
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Zitat:
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Weiß darf keine "Abtauschvarainten", also Varianten, die zur Verflachung
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Diese Prämisse ist zwar verständlich, aber letztendlich forderst du die Quadratur des Kreises, denn mit Schwarz kämpft man nun einmal um Ausgleich, und aus theoretischer Sicht ist so etwas wie 1. d4 d5 2. c4 c6 3. cxd5 cxd5 für Schwarz wesentlich angenehmer als manch andere Variante. Natürlich, wenn einem das nicht gefällt, dann sollte man es vermeiden, das Problem ist bloß - so geht es mir zumindest - dass es in jeder Schwarz-Eröffnung irgendwelche Varianten oder Abspiele gibt, die einem persönlich nicht zusagen werden. Es lässt sich eben restlos nicht vermeiden. Man darf sich dann nicht auf irgendwelche ungebräuchlichen Nebenvarianten versteifen.
Zitat:
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Wie wäre es mit der Tschigorin-Verteidigung? Da kann man die d4-Spieler gut mit anspringen, und so richtig "langweilige" Varianten gibt es da nicht...
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Den Vorschlag halte ich für sehr erwägenswert. Gegen schwächere Spieler oder wenn man unbedingt gewinnen möchte, spielt man 1. d4 d5 2. c4 Sc6, gegen stärkere, wo auch ein Remis in Ordnung wäre, 1. d4 d5 2. c4 c6. Die werden bestimmt nicht abtauschen. Aber Achtung, manche spielen 3. cxd5 auf Gewinn.
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21.03.2006, 13:43
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Neuling
DWZ/Elo: 1900
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Registriert seit: 06.2004
Ort: Mainz
Beiträge: 6
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Ok, bisher wurden entweder irgendwelche Gambits genannt, die "cream" sich auch sicherlich schon mal angeschaut hat oder Indische Verteidigungen, für die das gleiche gilt.
Der Vorschlag Tschigorin ist sicherlich sehr gut, wobei mittlerweile Tschigorin häufiger anzutreffen ist und sich d4 Spieler damit auch immer besser auskennen.
Ich selbst spiele etwas anderes gegen d4: d6 . ich will nicht in die KID oder Altindisch sondern auf c4 kommt e5 und der Abtausch führt zwar in eine Stellung, die objektiv eine relativ große Remistendenz hat aber mit etwas mehr Erfahrung in der Eröffnung kann man den Vorteil (!), den Schwarz hat, zum Sieg führen.
Auf Sc3 und Sf3 folgen hübsche Varianten mit gutem Spiel für Schwarz, die Variante d4 d6 c4 e5 Sf3 e4 Sg5 f5 führt oft zu Stellungen, die zumindest in die Richtung der Leningrader Verteidigung gehen, aber aus meiner Sicht bessere Chancen bieten.
Nach d4 d6 Sf3 kommt Lg4, was auch gut spielbar ist.
Nur auf d4 d6 e4 musst du dir was überlegen, Pirc ist Standard, Tschechisches System gilt (zu Recht! (meine Meinung)) als schlecht und e5 führt zu einem Endspiel ohne Vorteil für Schwarz, was nur durch die schwarze Erfahrung geändert wird. Im Gegensatz zu d4 d6 c4 e5 dxe hat hier Schwarz kaum Chancen gegen starke Spieler über ein Remis hinaus zu kommen.
Die nach d4 d6 e4 Sf6 Sc3 e5 Sf3 enstehende Philidorverteidigung bietet Weiß natürlich einen leichetn Vorteil, aber Schwarz kann gut Gegenspiel erlangen.
Das Buch dazu ist "an explosiv chess opening repertoire for black" von Tella und yrjölä (oder so), allerdings geben die gegen e4 d4 nur einen kurzen überblick, da muss man sich eben was suchen (sonst ist es aber ganz gut, zwar wenig Text aber sehr vollständig, es gibt -denke ich- genug Rezensionen im Internet). Das Seminar vom Hickl dazu sehe ich eher kritisch, seine Analysen sind leider unvollständig und die varianten, die er zu der philidor-abtauschvariante bringt, sind teilweise nicht geeignet um gegen starke Spieler Gegenspiel zu erhalten.
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21.03.2006, 15:19
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Braunschweig
Beiträge: 66
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Was spielst du dann nach dxe.... Sc6? Also Fritz gibt dafür eine ausgeglichene Stellung an, aber den Minusbauern nach exd6 muss man auch ersteinmal ausgleichen finde ich,obwohl die Entwicklung natürlich für schwarz spricht.
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