Wegen einer kürzlich mit Weiß gespielten Stonewall-Partie haben sich mir ein paar Fragen dazu aufgetan. Vor allem geht es mir darum: Wohin mit dem weißen Königsläufer und warum?
Ich habe kein Holländisch-Buch, also muss ich auf ein anderes zurückgreifen, dass die Theorie nicht ausführlich behandelt, sondern eher Anregungen gibt - "Starting Out: 1.d4". Dort wird auch das Fianchetto Lg2 empfohlen, aber mit welchem Plan soll Weiß das spielen? Vielleicht später Druck auf dem Damenflügel mit diversen Bauernhebeln machen? Was ist in diesem Aufbau mit Lf4? Soll man ihn schnell spielen, wenn Schwarz Ld6 schon gemacht hat und nimmt man dann eventuell gxf4 in Kauf, oder soll man das lieber vorbereiten, z.B. mit Ld2 und Dc1 - oder Le3 und Dd2 (und was macht man dann, falls Schwarz sich dazu entscheidet, diese Diagonale noch zu verstärken, z.B. mit Dc7)?

In der letzten Partie entschied ich mich gegen diese Ideen und baute mich stattdessen mit d4,c4,Sf3,Sc3,e3,Ld3,Dc2,Ld2 auf, mit der Idee, etwas Druck auf e4 zu haben und auch auf f5; es gibt das Motiv - wenn Schwarz nicht aufpasst - im richtigen Moment cxd4 zu spielen und Schwarz kann dann eventuell nicht mit dem e-Bauern zurücknehmen, weil der f-Bauer hängt, er bleibt also auf dem schwachen e6 hängen. In der PArtie ist es soweit natürlich nicht gekommen. Ich entwickelte eine gewisse Initiative am Damenflügel mit Tb1,b4,b5, dafür hatte Schwarz einen Monsterspringer auf e4 stehen, der mich die ganze Partie über genervt hat und das Feld e5 konnte ich selbst nicht so wirklich nutzen. Ist dieser Afubau mit Ld3 denn empfehlenswert, oder eher schwach? Was ist hierbei mit dem Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer per Lf4? Und ist es vielleicht vernünftig, Sge2 zu spielen mit der Idee mit f3 das e4-Feld unter Beschlag zu nehmen? Letzteres glaube ich nicht so wirklich, da man seine Kontrolle über e5 aufgibt udn so seinem Gegner wohl entgegenkommt.
Eine Menge Fragen; ich hoffe, jemand interessiert sich noch für diesen alten Thread.