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Schach - Geschlossene Spiele

Damengambit, indische Eröffnungen, Englisch & mehr



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  Nimzo-Indisch Beitrag #1 (permalink)  
Alt 18.02.2005, 14:56
Benutzerbild von Calimero44
Calimero44
beinahe ein Schachjournalist
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
Nimzo-Indisch

Hallo Leute,

ich spiele bislang auf 1)d4 ausschließlich und sehr gerne Holländisch-Leningrader oder aber auch mal Slawisch.

Mit den indischen Verteidigungen habe ich bislang nur mit weiß Erfahrungen gesammelt. Dort allerdings, wenn ich mich recht erinnere, lediglich mit Königsindisch.
Nun bin ich verstärkt über die Aussage gestolpert, dass Nimzo-Indisch eine sehr gute Antwort auf d4 darstellen soll. Gemäß der Abstimmung hier im Forum auch unter euch eine sehr beliebte Eröffnung auf d4.
Die Aussagen über diese Eröffnung gehen allerdings sehr weit auseinander. Die einen sprechen von einer recht offensiven Eröffnung, andere davon, dass schwarz ein Blockadespiel betreiben würde.

Würde gern mehr über diese Eröffnung und eure Erfahrungen damit, oder auch dagegen, erhalten.
Meine Spielstärke liegt bei etwa 1500.

Gruß

Cali
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  Nimzo-Indisch Beitrag #2 (permalink)  
Alt 18.02.2005, 16:17
Benutzerbild von Khan
Khan
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.2004
Beiträge: 81
Lange Zeit hatte ich mit Holländisch und Ähnlichem herumexperimentiert, bis ich am Nimzo-Inder Gefalllen gefunden habe. Ich denke, dass der Nimzo-Inder eine dynamische, solide Eröffnung für's ganze Schachleben ist.

Diese Eröffnung gedanklich zu erfassen, finde ich sehr schwer, aber ich arbeite daran

Dabei lass' ich mich auch nicht davon abbringen, dass ich gegen stärkere schon mal einen mächtig auf den Deckel bekomme. Die Niederlagen sehe ich als Langzeitinvestition, die sich später auszahlen werden. Ich könnte es mir nämlich leichter machen, indem ich mit ein paar anderen Eröffnungen leichter gegen starke Spieler auf Remis spielen könnte.

Mit dynamisch meine ich vor allem, dass man ähnlich wie beim Najdorf-Sizilianer auch mit dem Nimzo-Inder noch mit Schwarz gewinnen kann, wenn der Gegner einen schon fast über den Haufen zu spielen scheint.

Es ist aber meine Meinung, die der eine oder andere vielleicht nicht teilt.

Literatur:

"Easy Guide To The Nimzo-Indian" v. John Emms und ein älteres Buch, dass man bei EBay oder beim Beyerverlag (www.derschachladen.de) ergattern kann:

"Gezielte Mittelspielstrategie - 100x Nimzo-Indisch" v. L. Nikolaiczuk

Zum Abschluss:

Diese Eröffnung ist vergleichbar mit einem hochmorisiertem 5er BMW
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  Nimzo-Indisch Beitrag #3 (permalink)  
Alt 18.02.2005, 18:11
LJ
Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2275
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
Hallo Cali,

ich meine auch, das Nimzo-Indisch eine starke Eröffnung ist.

Das Problem dabei für den Schwarzspieler ist, dass Weiß im dritten Zug Sf3 anstatt Sc3 spielen kann, womit er geschickt diese Eröffnung umgeht.

Somit mußt du auch andere Eröffnungen studieren (erhöht den Arbeitsaufwand um etwa das zweifache bis dreifache). Auf 3.Sf3 kann man dann Benoni, Bogo-Indisch oder Damengambit spielen.
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  Nimzo-Indisch Beitrag #4 (permalink)  
Alt 18.02.2005, 18:20
Gorillababy
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
Auf 3. Sf3 kann am korrektesten einfach Damenindisch folgen. 3. g3 kann entweder zum Katalanier führen, was aber das problem der eher flachen Stellung darbieten kann, oder man wechselt in ein g3 System von Benoni über und hat eine Stellung mit genügend Gewinnpotential. Letztendlich ist der Nimzo-/Damenindisch Komplex wohl das korrekteste was Schwarz auf 1. d4 erwidern kann.
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  Nimzo-Indisch Beitrag #5 (permalink)  
Alt 18.02.2005, 23:42
Benutzerbild von JoelH
JoelH
Chessgeek
DWZ/Elo: 1800
 
Registriert seit: 06.2004
Ort: Burg Frankenstein
Beiträge: 265
hmm,

Zitat:
Zitat von LJ
Das Problem dabei für den Schwarzspieler ist, dass Weiß im dritten Zug Sf3 anstatt Sc3 spielen kann, womit er geschickt diese Eröffnung umgeht.
Problem ist dass Weiss schon im zweiten Zug Sf3 spielen kann, was ich fast nurnoch beobachte. Aufgrund dessen ist es m.E. schwierig als Hobbyspieler sich mit Nimzoindisch auseinander zu setzen weil man es eben nur selten aufs Brett bekommt.
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  Nimzo-Indisch Beitrag #6 (permalink)  
Alt 19.02.2005, 09:46
Benutzerbild von Calimero44
Calimero44
beinahe ein Schachjournalist
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
...zumindest entnehme ich den Antworten bislang nichts negatives sich ausführlich mit dem Nimzo-Inder auseinander zu setzen. Ich spiele nämlich auch mit schwarz gern auf Gewinn (ist es nicht Ziel des Spieles??), habe aber die Erfahrung gemacht, dass gerade auch der Leningrader einem gegen gute Spieler aufgrund der offenen Bauernstruktur am Königsflügel oft um die Ohren fliegen kann.

Ist der entsprechende Band der "starting-out"-Reihe zu empfehlen?
Habe mir mit schwarz auf e4 nämlich den Franzosen zugelegt, wobei mir der Band der Reihe eine große Hilfe war/ist und ich jedem mit meiner Spielstärke sehr empfehlen kann.
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  Nimzo-Indisch Beitrag #7 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 11:54
Mistake64
Aktiver
 
Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 33
Hallo Calimero44!

Du willst zur Nimzowitschindischen Verteidigung wechseln?

Diese Entscheidung ist natürlich zu begrüßen, da du mit ihr wirklich ein ganzes Schachleben lang gewappnet sein kannst.
Ich habe diese Eröffnung nun für ca. drei Jahre gespielt und mich (nicht nur) dadurch von 1700DWZ auf gut über 2000DWZ emporgespielt.
Nimzowitschindisch ist, genau wie GM Wahles gesagt hat sowohl solide als auch dynamisch, was natürlich für den "Otto-Normalverbraucher Schwarzspieler" einfach geil ist.

Trotzdem tun sich einige Probleme auf:
1.Im Nimzoinder selbst gibt es unzählige von Varianten, die im Gegensatz zum Sizilianer nicht in die Tiefe sondern vor allem in die Breite gehen, was für den Hobbyspieler sehr nervtötend sein kann.
2.Weiß kann im Nimzoinder eigentlich immer das System auswählen, was seinem Spiel und natürlich seiner Vorbereitung am nächsten kommt. Es kann durchaus sein, dass Weiß in der einen oder anderen Variante deutlich mehr Eröffnungswissen besitzt als Schwarz. Mein Tipp daher: weiche in den Abspielen 4.Dc2 und 4.e3 möglichst früh von den gängigen Wegen der Theorie ab!
3. 2. oder 3.Sf3! vermeidet für Weiß jegliches Risiko! Ich persönlich habe lange Damenindisch gespielt, bin dann aber aufgrund von 4.a3 (Petrosjan-System) zum Bogo-Inder übergelaufen. Das Problem bei beiden Eröffnungen ist ähnlich, Schwarz steht sehr solide, (Mein Score im Bogo-Inder war: +2, -1, bei um die 10 =) man kann aber eigentlich kaum gewinnen, was vor allem auf Opens echt nervtötend sein kann, vor allem wenn immer 3.Sf3 kommt!!

Ich persönlich will ab jetzt mit dem Leningrader im Holländisch Zweigleisig fahren, da hat man einfach die besseren Gewinnchancen.

Literatur:
Steig mal mit Mein System und die Praxis meines Systems von Nimzowitsch ein. Da erhältst du ersteinmal die wichtigsten ideen vom Erfinder selbst vermittelt!!

Geändert von Mistake64 (22.02.2005 um 11:56 Uhr)
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  Nimzo-Indisch Beitrag #8 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 12:47
tracke
Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
Ich gebe GM Wahls recht, wenn er Nimzowitsch-Indisch für "das Beste beider Welten" hält: aktiver als das Abgelehnte Damengambit und solider als Königsindisch!
Daß Nimzoindisch die korrekteste Verteidigung gegen 1.d4 wäre, glaube ich nicht: dies wäre wohl immer noch das Abgelehnte Damengambit! Selbst Karpov und Kasparov haben in einzelnen Partien, als sie mit Schwarz ein Remis brauchten und gerade das Vertrauen in ihre normale Verteidigung (Königsindisch, Damenindisch, Nimzoindisch, Grünfeldindisch) verloren hatten, sich brutal auf das Abgelehnte Damengambit (Tartakower bzw. Alatortsew) zurückgezogen. Aber auf diesem Niveau hat man dann als Schwarzer auch kaum eine Gewinnchance, falls Weiß nicht in seinen kümmerlichen Gewinnversuchen überzieht. Nimzoindisch ist da durch seine grundlegenden strategischen Asymmetrien (Bauernzentrum und Läuferpaar gegen Bauernstruktur und Entwicklung) deutlich aggressiver, ohne gleich so riskant wie Grünfeld, Königsindisch, Holländisch oder Wolga-Gambit zu sein.

Nimzoindisch ist auch eine "strategisch reiche" Eröffnung: blockierte Stellungen sind zwar keine Seltenheit, allerdings öffnet Schwarz manchmal auch sofort das Zentrum (oder opfert gar mit b7-b5 einen Bauern), um seinen Entwicklungsvorsprung auszuspielen. Manchmal verfolgt Schwarz eine weißfeldrige Strategie (d7-d5,b7-b6,Lc8-a6/f5), manchmal eine schwarzfeldrige (d7-d6,Sb8-d7/c6,e6-e5). Für jeden ist was dabei. Zu jedem weißen System gibt es mehrere spielbare schwarze Subsysteme, sodaß Schwarz sich was Passendes heraussuchen kann. Oder je zwei verschiedene Systeme lernt, um dann abhängig von Gegner und Turnierstand variabel zu sein.
Ein Nachteil von Nimzoindisch wurde schon angesprochen: es ist keine Universal-Verteidigung wie Königsindisch, Holländisch oder Slawisch.
Zum einen muß man sich nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 noch mit Dingen wie 3.Sf3/3.g3 auseinandersetzen (3.Lg5!?, 3.e3!?, 3.a3!?), also Damenindisch, Bogoljubow-Indisch, Katalanisch und Damengambit im Gepäck haben.
Dann gibt es nach 1.d4 Sf6 2.Sf3 e6 natürlich noch 3.Lg5, 3.Lf4, 3.g3, 3.e3, 3.c3/4.Lg5, wonach 2...e6 eine gewisse Beschränkung ist und nicht jedem gefällt. (Nach 1.d4 Sf6 gibt es auch noch 2.Lg5 und 2.Sc3, aber das ist keine nimzospezifische Einschränkung).
Und nicht zuletzt gibt es ein Haufen von Weißspielern, die gerade wegen Nimzoindisch versuchen, mit 1.Sf3 oder 1.c4 ins Damengambit zu kommen, ohne Nimzoindisch zuzulassen. Oder gar mit 1.g3 ins Katalanische. Es gibt zwar einen Haufen nimzoähnlicher Varianten wie 1.Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 und ansonsten bevorzugen Nimzo/Damenindisch-Spieler meist Igel-Stellungen, aber ganz dasgleiche ist das dann doch nicht. Wenn man Nimzoindisch beherrscht, ist es noch ziemlich weit bis zu einem Anti-1.d4-Repertoire.

Nimzowitsch selbst nannte seine Verteidigung ein ideales Damengambit. Man versuche einmal, die geschichtlichen Lösungsversuche im DG für das Problem des Damenläufers nachzuvollziehen.
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.e3 0-0 6.Sf3:
(a) 6...Sbd7 7.Tc1 b6
(b) 6...Sbd7 7.Tc1 c6 8.Ld3 dxc4 9.Lxc4 Sd5 10.Lxe7 Dxe7 11.0-0 Sxc3 12.Txc3 b6
(c) 6...Se4 7.Lxe7 Dxe7 8.Tc1 c6 9.Ld3 Sxc3 10.Txc3 dxc4 11.Lxc4 Sd7 12.0-0 b6
(d) 6...b6
Im klassischen Damengambit wurde das natürliche (a) ~1880 durch Pillsbury nahezu widerlegt: 8.cxd! exd 9.Se5! Lb7 10.f4 mit starkem Angriff. Der Versuch (b) ist spielbar, allerdings etwas passiv. Schwarz würde gerne h7-h6 einflechten, dann geht der Lh4 nach Sf6-d5 allerdings nach g3. Capablanca hat dieses Entlastungsmanöver dahingehend verbessert, daß er statt b7-b6 auf e6-e5 nebst Lc8-e6/f5 setzte, gilt aber auch als passiv. Laskers (c) führt prinzipiell zur selben Stellung wie (b), hat allerdings den Vorteil, daß Schwarz h7-h6/Lg5-h4 einflechten kann (was ich hier mal weggelassen habe). Tartakowers (d) dagegen (auch hier wird meist h6/Lh4 eingeschoben) ist eher eine direkte Verbesserung von (a): der schwarze Sb8 deckt weiter c6, falls Weiß Sf3-e5 spielt, außerdem deckt die schwarze Dame auch von e7 aus den von Tc1 bedrohten Bc7.
(c) und (d) gelten heute als stocksolide, wenn eben auch etwas remisträchtig, Schwarz kann kaum Gewinnversuche machen. Wenn man mal von frühen Abtauschvarianten (3.cxd5,4.cxd5,5.cxd5) absieht (Weiß tauscht sogar auf d5, bevor b7-b6 geschehen ist, da entstehen ganz andere Motive), so ist in all diesen Varianten das Problem vorhanden, daß nach c4xd5 / e6xd5 (manchmal vorbereitet durch Lg5/h4xSf6 /Le7xLf6) der schwarze Läufer auf b7 ziemlich passiv steht, insbesondere nach c7-c6. Der Läufer b7 hält zwar erstmal den Damenflügel zusammen aber tut nichts Aktives. Will Schwarz den weißen Bauertausch auf d5 als Antwort auf b7-b6 vermeiden, so muß er vor b7-b6(b5) erstmal mit d5xc4 das Zentrum aufgeben, was Weiß dort ein vorläufiges Übergewicht gibt: (b),(c), Angenommenes Damengambit, Halbslawisch/MeranerSystem. Das war (und ist) auch nicht jedermans Sache. Die Lösung des ganzen Problems ist (im nachhinein) einfach: man fianchettiert erst den Damenläufer und spielt danach d7-d5 (Damenindisch), wenn man auf cxd5 immer mit Sf6, Lb7 oder Dd8 zurücknehmen kann. Und wenn Weiß 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 spielt, um 3...b6 mit 4.e4 zu beantworten, dann muß eben erst 3...Lb4 erfolgen, schlimmstenfalls muß man sich von seinem Läuferpaar trennen, was für Meister nicht gerade ein kleines Zugeständnis ist. Und wenn man erstmal soweit ist, stellt man anhand konkreter Varianten schnell fest, daß Schwarz mit d7-d5 nicht nur kurz, sondern oft auch ziemlich lange warten kann. Und manchmal sogar ganz darauf verzichten und ganz andere Bauernformationen anstreben kann!

Ich hoffe, diese winzige strategisch/historische Einführung hat ein paar Schachfreunden etwas geholfen!? Ich persönlich würde übrigens jedem Nimzoindisch-Spieler empfehlen, sich intensiv mit dem Abgelehnten Damengambit zu befassen. Bzw. Anfängern, überhaupt erstmal mit dem AbgDG anzufangen.
- AbgDG ist im Zweifelsfalle doch noch etwas solider und damit theoretisch immer eine gesicherte Rückzugslinie
- Auch zugfolgen-/repertoiremäßig kann man mit d5/e6/Sf6 beginnen, später auf Sf6/e6/d5 umschwenken und schließlich zunehmend 3...Lb4/3...b6 übernehmen
- Die Strategien/Motive des AbgDG sind einfacher als die des NI, letztere bauen auf ersteren auf. Insbesondere bei Anfängern besteht sonst die Gefahr, daß sie dem Weißen die üblichen Vorteile (Läuferpaar,Bauernzentrum) aushändigen, mit den eigenen Vorteilen (leichter Entwicklungsvorsprung, flexiblere Bauernstellung) gar nichts anfangen können und sang- und klanglos eingehen.
- Unterhalb der Meisterebene ist das AbgDG (im Gegensatz zum oben Gesagten) gar nicht so remisgefährlich für Schwarz. Erstens wird sowieso kaum ein Weißspieler 30 Züge Theorie hinknallen, zweitens sind die schwarzen Züge auch immer halbwegs einfach zu finden (sobald man das Grundsätzliche verstanden hat, man weiß immer, wogegen man sich gerade verteidigt). Und drittens ist der weiße Vorteil auch bei allergenauestem Spiel so minimal, daß man Karpov oder Kramnik heißen müßte, um das aus der Eröffnung heraus auszunutzen (bzw. zu versuchen). Die meisten Theoriestellungen "mit winzigem Vorteil für Weiß" sind auf einer Ebene 1200-2200 einfach nur unklar bis ausgeglichen. Wenn beide Seiten noch T+L+S+6B haben, ist bißchen Hartnäckigkeit im Endspiel wichtiger als irgendeine weiße Nuance, die Karpov 1982 angeblich mal ausgenutzt hat.

Wie gesagt: Wenn man das Abgelehnte Damengambit beherrscht, ist Nimzoindisch/Damenindisch eine sehr schöne Erweiterung mit mehr und komplizierteren strategischen Motiven.

Ich selbst habe Nimzoindisch/Damenindisch nach einigen (durchaus erfolgreichen) Versuchen aufgegeben.
Da ich es leid war, mir soviel anzugucken und dann nur in jeden fünften Partie, die Weiß geschlossen spielte, Nimzoindisch tatsächlich mal auf´s Brett zu bekommen!
Jetzt spiele ich Nimzoindisch nur noch mit Schwarz, wenn ich über die e6/Lb4-Varianten von Caro-Kann-Panow-Angriff reinkomme. Und mit Weiß manchmal sowas wie Sf3/b3/e3/Lb5.

Entschuldigung, daß der Post wieder lang geworden ist (so meine Angewohnheit). Fragen?

tracke

Geändert von tracke (22.02.2005 um 14:00 Uhr)
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  Nimzo-Indisch Beitrag #9 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 14:00
Gast5523
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich freue mich auch immer, wenn ich Nimzoindisch aufs Brett bekomme. Aber als Weißer!
Im Ernst: Ich hatte noch nie Probleme damit, bekam eigentlich immer gute Positionen.
In letzter Zeit spiele ich gern einen Aufbau, den Kasparov bei einem seiner Wettkämpfe gegen Karpov recht erfolgreich gespielt hat:

1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. Sf3 c5 (kommt meistens) 5. g3

Es wundert mich selbst stets am meisten, welche Chancen man als Weißer danach hat.

Als Schwarzer habe ich meine Wunderwaffe gegen 1. d4 noch nicht gefunden. Mit Königsindisch habe ich zu oft einen auf die Mütze bekommen, das abgelehnte Damengambit ist mir zu langweilig, mit Slawisch fehlen mir noch die Erfahrungen.

Gruß
Ralf
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  Nimzo-Indisch Beitrag #10 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 17:53
Mistake64
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Beiträge: 33
@tracke:
Das ist ein sehr toller Artickel, der (fast) genau meine Meinung spiegelt. Nimzowitschindisch ist eigentlich für Hobbyspieler absolut unrentabel: Man muss viel Theorie lernen, bekommt es aber nur selten ans Brett und der volle Punkt ist auch eher selten zu erreichen.
Deine Beschreibung zur besten Eröffnung nach 1.d4, dem Abg.DG ist sehr gut!! Natürlich ist es die solideste Verteidigung nach 1.d4, Schwarz steht aber meines Erachtens etwas schlechter. Gerade die Abtauschvariante im dritten Zug mit f3 und Sge2 statt dem üblichen Sf3 zog Schwarz in den letzten Jahren den Nerv. Theoretisch überlebt Schwarz natürlich, keine Frage, trotzdem hat Weiß (gerade auf niedrigerem Niveau, aber nicht nur da ) die besseren praktischen Chancen (70% der Punkte gingen an den Anziehenden!!!)! Interessant sind hier vor allem die Partien von J.Lautier.
Als Verbesserung wird ja deshalb nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Le7 angesehen. Trotzdem denke ich, dass Weiß nach 4.Lf4 praktisch ohne jedes Risiko auf Gewinn spielen kann (Vgl. Leko-Kramnik WM-Partie 4). Natürlich ist auch das noch immer theoretisch Remis, wer will aber so eine Partie als Schwarzer spielen (abgesehen von den Weltklasseleuten mit mind.2600, denen ja ein remis unter ihresgleichen mit Schwarz reicht)?
Welche Alternative zu Nimzowitschindisch/Damen-Bogo-Indisch hat denn Schwarz wirklich nach 1.d4? Was spielst du z.B.?

@wilf: Tschigorin kanns ja wohl eher nicht sein (die Wunderwaffe gegen 1.d4) Nach 3.Sf3 hast du als Schwarzer sicher tolles Spiel, wie sieht es jedoch mit 3.c:d5! aus?

@ralvieh: 4.Sf3 ist auf unserem Niveau für einen echten Nimzoinder wohl keine richtige Herausforderung. 4... b6 mit der Expansion am K-Flügel (vgl. das Match Kasparov-Timman 1985(? oder86??) ist zwar sehr kritisch für Schwarz, erzeugt aber gerade das Spiel, welches ein Nimzoinder will, oder? Und wer unter 2200 würde schon wie Kasparov seinen Springer auf d4 opfern, nur um einen Bauernsturm im Zentrum beginnen zu können (vgl. Kasparov-Timman 6.Partie 1985)?
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  Nimzo-Indisch Beitrag #11 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 20:01
tracke
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
@mistake64:

Falls Weiß 1.e4 und Hauptvarianten oder 1.d4/2.c4 und Hauptvarianten spielt, steht Schwarz in jeder möglichen Verteidigung zumindest mikroskopisch schlechter. Es ist blöd, darüber verrückt zu werden, und die moderne Informationsflut kann schon zu Paranoia führen! Ich meine, ich habe zwar im Moment alle meine Programme deinstalliert und Bücher weggeräumt, um den Kopf mal frei von Schach zu bekommen, aber im Prinzip hätte ich auf ALLES Zugriff: Megabase, TWIC, Enzyklopädie, Informator, NiCs, CBMs, spezielle Eröffnungsdatenbanken, höchstwertige Theoriebücher von Gambit/Everyman/Chessstars/... , Online-Analysen diverser Foren, und wenn ich in IRGENDEINE Eröffnungsvariante mal tief reingehe und mir ein Wochenende alles reinpfeife und stundenlang mit DeepJunior auf 48x5,6GHz analysiere (so´n Blödsinn habe ich im Fernschach tatsächlich schon gemacht!), dann hat Weiß immer im 42.Zug der Hauptvariante forciert leichten Vorteil (+0,4) und Schwarz kann nur auf remis klammern (oder höchst, höchst fragwürdige Verwicklungen eingehen). Natürlich verstehe ich nicht alles wie ein Großmeister, aber auf einem sehr schmalen Gebiet kann man doch fast so tief reingehen wie Kasparov selber (Zeit&Geld vorausgesetzt). In einer Fernpartie bin ich mit Schwarz tatsächlich schon mal einer aktuellen GM-Partie bis in den 57.Zug gefolgt (wo der Kommentator leichten weißen Endspielvorteil konstatierte) und habe dann locker im 74.Zug remisiert. Ich bin mir keinesfalls sicher, daß dem Schach in einem spieltheoretischen Sinne wirklich der Remistod droht, aber man kann schon ziemlich tief analysieren und es kommt fast immer winziger Vorteil für Weiß raus (den Anhängern von Königsindisch, Benoni und Holländisch sei gesagt, daß da auch schon tief analysiert ist und daß nach Abflauen der schwarzen Initiative im 35.Zug der weiße Vorteil meist schon etwas größer ausfällt (+0,7), obwohl nicht unbedingt schon entscheidend: "analytisch widerlegt" sind diese Systeme (noch) nicht, im Gegensatz zu solchem Dreck wie Englund)

Langer Rede kurzer Sinn: das kommt sowieso nicht aufs Brett, jedenfalls nicht in meinen Turnierpartien. Im schlimmsten Fall ist´s halt nur Remis.
So auch im abgelehnten Damengambit: der theoretische weiße Vorteil ist meist viel kleiner als das, was man unterhalb der Meisterebene zur praktischen Verwertung braucht! Also: unklar!
Daß Weiß mit der modernen Abtauschvariante gut scort, obwohl der theoretische Vorteil winzig bis nicht meßbar ist, liegt auch daran, daß Weiß ziemlich schablonenhaft spielen kann. Und Schwarz oft auf Vereinsspielerebene ohne tiefere Theoriekenntnisse spielt (dazu hat er sich das AbgDG ja ausgesucht), während Weiß durch die Lektüre eines Buches gut vorbereitet ist. Dazu kommen noch subjektive Faktoren wie Zeitnot und mangelnde Defensivkünste - und schwupp sind aus den theoretischen 51% schon praktische 70% geworden.
Ich selbst habe mit der schwarzen Seite der Abtauschvariante nie Probleme gehabt (und zwar immer mit 3...Sf6, der 3...Le7-Kram ist gekünstelt und nur für GMs genauer). Blitze das sogar ausgesprochen gerne, weil die Weißen meist total genervt sind, wenn man sich 30 Züge lang sauber aufbaut und die dann ungewohnterweise immer noch keinen greifbaren Vorteil haben. Dann überziehen sie und schwupp-di-wupp habe ich einen kleinen Endspielvorteil.
Für den Notfall gibt´s ja noch Sachen wie:
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 Sxd5!?
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5 Lb4
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5 c6 6.e3 Lf5
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5 c6 6.Dc2 Sa6
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5 c6 6.e3 Sbd7 7.Ld3 Ld6!?

Ich würde jedem Spieler 1000-1800 dringend raten, in die Geschlossenen Spiele mit dem Abgelehnten Damengambit einzusteigen und das lange und ernsthaft zu spielen, auch bei ersten Mißerfolgen. In den Hauptvarianten Lasker, Tartakower oder Cambridge-Springs. Eine dieser Varianten sowie die Abtauschvarianten muß man gründlich lernen. (falls man 3...Sf6 spielt, beantwortet man 4.Sf3 nicht unbedingt mit 4...Le7 5.Lf4!, sondern mit 4...c5/c6/Lb4/dxc4)
Das heißt keinesfalls, daß man ein Leben lang dabei bleiben soll!! Nein, bloß nicht. Sobald man das wirklich verstanden hat und sich darüber aufzuregen beginnt, daß man mit Schwarz gegen 2300er nur noch remisiert, darf/kann/muß man sich was Aktiveres suchen: Königsindisch, Meraner, Nimzoindisch, Grünfeld, Tschigorin,... Aber dann hat man seine Geschlossenen Lektionen gelernt (die man auch in den neuen Eröffnungen anwenden kann) und eine Rückzugslinie für den Notfall.

Ich selbst spiele übrigens Slawisch (ich habe an sich ´ne gute Übersicht in allen Eröffnungen und gehöre nicht zu den Pappnasen, die nur die eigenen Eröffnungen an andere empfehlen).
Slawisch und Caro-Kann. Hat große Repertoirevorteile, weil man auch gegen Reti, Englisch oder KIA in dieselben Strukturen reinkommt. Und alles sehr solide ist. Von den Top50 der Welt führen momentan ~45 Slawisch in ihrem Schwarzrepertoire und ~15 wenden es als Hauptwaffe gegen 1.d4 an. Wenn ich mal in irgendeinener Variante ein Problem habe, weiß ich immer, daß dies an mir liegt und ich nur mal tiefer in die GM-Partien reingucken muß. Wenn ich als Schwarzer ein Problem im Budapester Gambit habe, gibt es ´ne 30%-Chance, daß sich das Problem gar nicht reparieren läßt: dann müßte ich Budapester aufgeben oder mit ´ner ständigen Lücke im Repertoire ein Pokerface aufsetzen. - Slawisch und Caro-Kann sind auch immer hinreichend aktiv. Selbst Slawisch-Abtausch ist alles andere als langweilig, da gibt es sehr scharfe Partien. Und ich habe ´ne sehr gute Ausbeute damit, da die meisten Weißspieler glauben, mit ihrem Extratempo rein nach Gefühl spielen zu können.

tracke

Edit: Und (natürlich!) habe ich noch paar schärfere Alternativen auf Lager: Aljechin, Lettisch, Leningrader, Grünfeld (um jetzt nur die zu nennen, die man ggf. über mich sowieso ´rausbekommt! Ich habe auch noch ganz andere Kamele in der Truhe ...) Aber ich weiß schon, warum ich normalerweise nur Slawisch und Caro-Kann spiele!

Geändert von tracke (22.02.2005 um 20:10 Uhr)
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  Nimzo-Indisch Beitrag #12 (permalink)  
Alt 22.02.2005, 22:26
LJ
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Einige Spieler haben gegen 1.d4 das repertoire: Benoni, Wolga-Gambit, Bloomenfeld-Gambit (1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 oder/und(b5))
Das kann man gegen jeden(!) Weißaufbau mit 1.d4 spieln.

Darin kann man auch über den Umweg 1...Sf6 und 2...e6 spielen. Allerdings ist das Bloomenfeld-Gambit schon was scharfes...nur für taktische Spieler zu empfehlen.
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  Nimzo-Indisch Beitrag #13 (permalink)  
Alt 23.02.2005, 00:13
tracke
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Ort: zuhause
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@ LJ:

1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.e3!? ist ambitionslos, aber solide:
- 3...cxd4 4.exd4 d5! dürfte das objektiv Beste sein und geht in Caro-Kann-Panov-Angriff über, vielleicht noch in Grünfeld, Nimzoindisch oder (am wahrscheinlichsten) Damengambit/Semi-Tarrasch
- 3...cxd4 4.exd4 g6/d6 überläßt Weiß unnötig Raumvorteil; Weiß entwickelt sich normal weiter und hat vielleicht minimalen Vorteil
- 3...b5 4.cxb5 ist ein Minusbauer
- 3...e6 4.Sc3 und nun sollte Schwarz wohl 4...cxd4 oder 4...d5 spielen, wieder mit Übergang in DG/Semi-Tarrasch! 4...b6 5.d5! oder 4...g6 dxc5!? sind positionell riskant
- 3...b6 4.d5! oder 4.Sc3 ist gut für Weiß
- 3...g6 ist zweischneidig. Weiß kann sich ruhig weiterentwickeln (Sf3/Sc3/Le2/0-0), wahrscheinlich wird sich Schwarz als erster im Zentrum erklären müssen, außerdem muß er ständig mit d4xc5 oder d4-d5 rechnen, was nicht immer ein Tempo-Verlust sein muß, da Schwarz auch schon bißchen festgelegt ist und nicht unbedingt mit Mehrtempo in Hauptvarianten hineinkommt. Meines Erachtens muß Schwarz irgendwann doch auf d4 tauschen und d7-d5 folgen lassen, wonach ruhige Grünfeld-Varianten entstehen (ist Schwarz darauf vorbereitet?)

Natürlich ist das keine Widerlegung von 2...c5. Aber Weiß steht auch definitiv nicht schlechter und kann sich natürlich entwickeln und "einfach spielen". Gut wäre es, wenn Schwarz sich in typischen Damengambit-Strukturen auskennt!
Ähnlich, vielleicht nicht ganz so gut (aber immer noch Ausgleich) ist 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.a3!? und 3...c5 4.e3. Und was Du gegen 1.d4 Sf6 2.Sf3 spielen willst, hast Du auch nicht verraten, auf 2...c5 kommt natürlich 3.e3. Und weiter, was gegen 1.c4 oder 1.Sf3. (Ganze Eröffnungsrepertoirebücher wurden darüber geschrieben, mit Weiß 1.Sf3 zu spielen, Benoni/ Nimzo/ Grünfeld zu vermeiden und gegen Damengambit/ Igel/ Holländisch/ Königsindisch zu gewinnen, vergleiche Khalifmans 5 Kramnik-Bände!)
Wer Nimzoindisch oder Benoni spielen will, tut gut daran, sich notfalls auch in Strukturen des Abgelehnten Damengambits auszukennen! Auch wenn er dort konkret lockeren Ausgleich hat.

Ist jetzt bißchen weg vom Thema, fiel mir nur so ein. Natürlich ist Dein System nicht schlecht (Blumenfeld eventuell doch!?), aber doch nicht universal.

tracke
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  Nimzo-Indisch Beitrag #14 (permalink)  
Alt 23.02.2005, 09:40
Wilf
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@Mistake64

nach 3. cxd5 kommt natürlich Dxd5 und nach 4. e3 oder 4. Sf3 ist 4...e5 der Zug.

Wie soll es weitergehen, Um das ! zu rechtfertigen
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  Nimzo-Indisch Beitrag #15 (permalink)  
Alt 23.02.2005, 12:29
LJ
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Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
@tracke,

Na ja, das Blumenfeld-Gambit sollte man aber nicht unterschätzen. Ich habe mal dagegen spielen müssen, und nur mit Müh und Not remisiert.

Aber schaut mal was auf Großmeisterebene möglich ist:

Partie, Miles-Alburt (Philadelphin 1989):

1.d4 Sf6 2.Sf3 c5 3.d5 e6 4.c4 b5 5.de6: fe6: 6.cb5: Lb7 7.Sc3 Le7 8.e3 0-0 9.Ld3 d5 10.0-0 Dd6 11.Te1 Sbd7 12.b3 Sg4! (Hurrahhh!) 13.h3 Sf2:! 14.Kf2: Lh4+ 15.Kg1 Tf3:! 16.Df3: Le1: und Schwarz steht besser.
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