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Tschingorin
Hi Kollege,
Tschingorin ist natürlich was feines! Spiele das selbst auch, anfangs wie bei Dir mit herrausragenden Erfolg! Leider ist der Guru der Variante, Morozevich mittlerweile auf einem Level (Elo), wo man "korrektere" Varianten spielt!
Daher stagniert die Theorie ein bisschen momentan, wie mir scheint!
Schätze mal, deine Hauptquellen sind Bronzik und die Chessbase CD-Rom von Bräutigam! Tolles Buch, tolle Varianten + die ganzen Internet-Partien von Moro! (Da steckt viel drin!)
Aber momentan scheint es mir, als wenn die Weißspieler den lebhaften Abspielen dieser Variante ausweichen! Wann bekommt man wirklich mal
die Varianten 1.d4 d5 2.c4 Sc6 3.Sc3 d:c4 d5 usw. (wo lebhaftes Spiel entsteht)
Die meisten ziehen 3.c:d5 bzw. 3.Sf3 vor!
-Auch wenn die c:d5 Variante meines Wissens nach als kritischer Test der Tschingorin-Defence gilt, meines erachtens "black is still ok"
3.Sf3 finde ich am Nervtötensten! Vorallem die Abspiele in denen Schwarz nach Lg4 auf f3 schlägt um dann auf c6 den Bauern zu nehmen! Da ist in der Praxis nicht viel zu holen, vor allem nicht gegen Karpov-Style Spieler, die sich spätestens hier wieder wohl fühlen in der Partie!
Kenne in meinem Umfeld niemanden der Tschingo spielt, deshalb würde mich interessieren, was eingefleischte "Tschingos" nach 1.d4 d5 2.Sf3 spielen?
Ich tendiere zu 2.Lg4 (nicht das die Ergebnisse schlecht sind, aber die Nuancen des Systems wollen sich mir nicht offenbaren!)
2. ...f5!? is nix für mich, wenn schon Dutch, dann Leningrad!)
2. ...Sf6 spielbar, aber diese Systeme strebt man ja nicht an!
2. ...Sc6 a la Bronzik, spielbar, aber nicht so attraktiv wie nach 2.c4 (Lf4-Varianten)
Oder was ganz anderes?
Wenn jemand weiß, wo man sich gute Infos zu 2. ...Lg4 abholen kann, sagt bescheid.
Alles in allem: 2...Sc6 lebt! Vieleicht kann Kramnik bzw. Kasparow diese als nicht korrekt wiederlegen, aber so häufig setzten diese sich ja nicht mehr ans Brett! :-(
Also, auf dass wir hier demnächst ein Tschingo-Revival feiern,
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