Hallo Mr.Man,
mir ist die Absicht Deiner Frage nicht ganz klar. Suchst Du Varianten für Weiß bzw. für Schwarz oder willst Du generell Zentrumsspannungen thematisieren?!
Ich denke, es gibt keine nennenswerten Französisch-Varianten, wo die Spannung e4<->d5 lange aufrechterhalten wird. Entweder zieht Weiß bald vor mit e4-e5, oder er tauscht bald mit e4xd5, oder Schwarz tauscht (Rubinstein/Burn) oder Weiß opfert den e4 (was aber selten bis nie gut ist).
Falls Weiß mit f3 oder Ld3 nochmal deckt, zieht Schwarz eigentlich immer c7-c5 mit gutem Spiel!
In Deiner ersten Variante gibt´s natürlich das alte 5.Lxf6 Lxf6 und jetzt entweder doch 6.e5 Le7 7.Dg4 oder aber 6.Sf3. Verspricht Weiß aber nicht viel, eher noch weniger!
Deine zweite Variante ist ein kaum korrektes Gambit: Weiß hat bißchen Kompensation nach 3...dxe4 4.Sd2 Sf6 5.f3 , aber wohl nicht genügend.
John Watson meint in seinem neuen "Mastering the Chess Openings Vol.4", daß Anfänger mit Weiß ruhig zur Abtauschvariante (etwa mit 4.c4) greifen sollten; daß man sich aber spätestens ab Rating 1700 auf die typischen Bauernketten nach 3.Sc3, 3.Sd2 oder 3.e5 einlassen (oder 1.e4 aufgeben) sollte.
tracke