Ich könnte jetzt paar abstrakte Banalitäten erzählen:
- daß Schwarz tauschen sollte, wenn d4 wackelig ist und es taktische Vorteile ergibt (z.B. weil ein Lg7 nach d4 schielt)
- daß Schwarz aber eine auf d4 wiedernehmende weiße Figur (L,T,D), die dort generell erstmal sehr aktiv steht!), oft nicht leicht wieder vertreiben kann
- daß im Ausgeichssinne (oder weil Schwarz eine für`s Endspiel günstige Bauernstruktur hat) jeder Tausch dem Verteidiger nützt
- daß das Entfernen des Sc6 den schwarzen Damenläufer (b7 oder d7-c6) aktiviert
- daß Weiß nicht unnötig mögliche Angriffsfiguren tauschen will
- daß schwarzes b7xc6 generell die schwarze Bauernmitte stärkt
- daß bei einem Tausch des wBe4/e5 gegen den sBd5/d6 der vereinzelte sBc6 aber auch im Endspiel sehr schwach werden kann
- daß Weiß tauscht, weil dies im Gegensatz zu Sd4-b3 kein Tempo verliert, und die anderen weißen Figuren schon für einen Königsangriff bereitstehen
- daß Sd4-b3 eventuell eine sDa5 angreift oder indirekt (durch Druck auf der d-Linie) den sBd6
Ich sage aber lieber, daß dies allgemein schwer zu sagen ist, und abhängig von konkreten Gegebenheiten zu erfolgen hat (und schon gar nicht nach Lust und Laune).
Sizilianisch ist eine interessante und gute aber keine einfache Eröffnung: man sollte es jedoch nicht zu früh spielen (laut Watson nicht vor 15-1600) und nicht nur, weil alle es machen (und weil es furchtbar viele Fallen gibt, wo Weiß bis zum 10.Zug Material einstellen kann)
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