Bin zwar kein großer Französisch-Spieler
(Wie spielt man Französisch? - Mit Weiß!),
würde aber mal frei Schnauze sagen:
- allgemeine Entwicklung (was sowohl für den Lc8 selbst gilt als auch für Tc8 oder 0-0-0)
- dabei Königsflügelentwicklung flexibel halten (Sg8-e7/h6/xf6, f6/f5?, Le7/b4+?) und weißen Aufbau abwarten (Le2/d3/g2?, Sa3/c3/bd2?, a3?, g3/g4?, h4?). Da die Stellung relativ strategisch ist, spielt man am besten jenen (Entwicklungs-)Zug zuerst, der den eigenen Gesamtplan am wenigsten einschränkt, weil zu ihm sowieso keine echten Alternativen bestehen (nach 4...Sc6 ist ...b6/...La6 kaum noch möglich)
- sichert Diagonale a4-e8 gegen Schachs und ermöglicht u.U. Bauernraub auf d4, etwa 5.Ld3?! cxd4 6.cxd4 Sxd4 7.Sxd4 Dxd4 und nun ist 8.Ld3-b5+ mit Damengewinn nicht möglich!
- manchmal (vor allem nach weißem a2-a3) geht der Ld7 auch mal nach a4, um Schwäche b3 auszunutzen!
...Ld7-b5 mit Abtausch des "schlechten Läufers" ist auch immer noch ´ne Idee für später (obwohl man dann vielleicht eher ...Ld7 vor ...Sc6 gespielt hätte). Aber auch Ld7-e8-g6/h5 (nach ...f6) ist möglich. Meist bleibt der Ld7 aber erstmal länger ebendort.
Reicht das aus? Vielleicht fällt einem echten Franzosen noch mehr ein ...
tracke
PS: Beid der Bauernraubvariante mit Damen(nicht)fang habe ich ...Db6 vergessen: also etwa 5.Ld3 Db6 6.a3 cxd4 7.cxd4 Sxd4 8.Sxd4 Dxd4 und 9.Lb5+ geht nicht wegen 4...Ld7.