Ergänzen könnte man noch, daß 7.a4 natürlich auch alle schwarzen Ideen verhindert, mit ...Dd8-a5-a4 oder ...Lc8-d7-a4 den weißen Bauern a3 zu blockieren und eventuell den Bauern c2 anzugreifen - die weiße Dame hat schließlich wichtigeres zu tun, als ewig c2 zu decken! Natürlich steht der Bauer etwas lose auf a4 herum, aber meist ist es ziemlich gefährlich für Schwarz, ihn frühzeitig einzukassieren.
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"Gehasstes" Französisch?
Es ist sattsam bekannt, daß viele e4-Spieler mit Französisch (und insbesondere mit Winawers 3.Sc3 Lb4) so ihre Probleme hatten und haben. Auch ganz starke Leute wie Fischer, Karpov oder Kasparow, zumindest zeitweilig! (Dagegen gelten z.B. Anand und Leko als Winawer-Killer!)
Weiß sollte "bei perfekter Theoriekenntnis" durchaus begründete Aussichten auf normalen Eröffnungsvorteil haben. Französisch(-Winawer) gilt allgemein ja auch als nicht ganz so gut wie Najdorf, Sweschnikow, Taimanow, Russisch, diverse Spanier oder Caro-Kann (was aber nichts über die Popularität unter Amateuren aussagt!)
Falls Du nicht ganz auf 3.Sc3 gegen Französisch verzichten willst, sind m.E. folgende Alternativsysteme zumindest zeitweilig ganz gut:
a) 4.e5 c5/Se7/b6 5.Ld2
b) 4.exd5
c) 4.Sge2
d) 4.Dd3
e) 4.a3 Lxc3 5.bxc3 dxe4 6.Dg4
f) 4.Ld2
Bei genauem Spiel erlangt Schwarz zwar bei all diesen Varianten vollständigen Ausgleich bzw. unklare Stellungen, aber (im Widerspruch zu dem Bla-Bla verkaufsorientierter Schwarzrepertoire-Bücher) nicht mehr! Zudem kennen die meisten Franzosen unterhalb der Meisterebene die Theorie dazu nicht so genau. Vor allem sind diese Varianten mit Weiß viel einfacher zu verstehen.
Ggf. kann man mehrere Möglichkeiten vorbereiten und dann variieren! Ich selbst wechsel (wenn ich nicht gerade 3.Sd2 spiele) mit gutem Erfolg munter zwischen allen hin und her, spiele aber nie die Hauptvariante 4.e5/5.a3 !
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