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29.01.2005, 11:49
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Forumsvollprofi
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
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Rope-A-Dope Verteidigung
also ich habe letztens gegen eine recht ordentliche spielerin im netz gespielt und sie spielt immer die selbe verteidigung mit schwarz auf e4 und auf d4, hab sie dann mal gefragt udn sie sagte, die verteidigung heißt rope-a-dope und wurde zuerst im WM kampf Petrosian-Spassky II 1970 gespielt, kennt sich da wer aus und hat da nähere infos zu?
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29.01.2005, 11:54
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Wie wärs wenn du mal ein paar Züge postest?
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29.01.2005, 11:54
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Nun, der Name sagt mir nüscht 
Aber da du gegen sie gespielt hast, müsstest du ja eigentlich die Grundzüge noch wissen, vielleicht kannst du sie uns mal kurz nennen...
MFG Falco
[edit] Cpt war wohl ein paar Seks schneller
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29.01.2005, 11:57
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Forumsvollprofi
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
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also was weiß spilet scheint mir relativ egal zu sein, ich hab mich glaub ich damengambitmäßig entwickelt, schwarz spielt immer:
e6, d6, a6, h6 und dann die springer auf d7 und e7 dann kommt meistens f5 und g6 und Lg7, auf rochade wird in der regel verzichtet
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29.01.2005, 12:14
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Nun, ich mal hab mal google befragt. Auf Deutsch findet sich kaum etwas, daher suchte ich auf Englisch, mein Schulenglisch dürfte aber gereicht haben, das ich folgendes verstanden habe:
Rope-a-Dope werden jegliche Eröffnungen bezeichnet, die den Kampf in der Eröffnung und im Mittelspiel vermeiden, also wenn dann nur Abtausch, sodass man im Mittelspiel durch das größere Können gewinnt. So hatten schon Kasparov und Petrosian gespielt, nicht unbedingt diese Zugfolge, aber absichtlich sehr passiv, um dann im Endspiel aufgrund ihres Könnens zu gewinnen.
Eine Eröffnung namens "Rope-a-Dope" war nicht auffindbar... Aber ich suche weiterhin nach Infos...
MfG Falco
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29.01.2005, 12:22
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Forumsvollprofi
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
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wie würdest du denn so eine eröffnung einschätzen, weil es ist ja schon arg passiv und man überlässt dem gegner die entwicklung und initiative, er kann im prinzip ja machen was er will, trotzdem vollwertige eröffnung? oder nur ein spiel auf remis und gucken wie schwer sich weiß tut die blockade zu knacken?
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29.01.2005, 12:35
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Es sind ja schon merkwürdige Züge dabei, wie a6 und h6. Diese wären nur nötig gewesen, wenn man als Schwarzer die Springer auf die 6. Reihe entwickeln will um einer evtl Fesselung entgegen zu wirken, aber hier werden sie ja auf die 7. Reihe entwickelt. Daher sind diese Züge für mich bislang nur Abwartezüge. Einzige Begründung wäre noch, weil man b5 oder g5 sopielen will, denn der b- und g- Bauern muss sowieso vorgerückt werden um die Läufer zu fianchettieren, dank den Springern kann man sie ja nicht mehr Richtung Zentrum entwickeln.
Es ist halt eine Eröffnung, wo Scharz vorerst nur auf einen Fehler von Weiß hofft, da er ja selbst kein bisschen zum Angriff übergeht. Der Angriff kommt wohl erst, nachdem Weiß rochiert hat, egal ob kurz oder lang. Durch den Vortoß des b-,g-,a- und h-Bauern ist schnell ein Angriff ähnlich dem Holländischen, sofern kurz rochiert wurde, möglich, bzw das ganze auf dem Damenflügel. Die Springer blockieren ja ebenfalls nicht die f- und c-Linie, somit können diese auch in den Angriff eingebunden werden.
Also sofern weiß rochiert kann es zu einem scharfen Spiel werden, aber sonst erstmal nur ein Remis-Spiel, wrenn überhaupt... 
MfG Falco
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29.01.2005, 15:06
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
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Ich halte es nicht gerade für empfehlenswert, so etwas zu spielen...
Dadurch gewinnt man kein Stellungsgefühl und kriegt vielleicht sogar einen falschen Eindruck von gutem Schach 
Entwickel dich lieber logisch und schnell, damit kommst du weiter....
Wer Grundregeln beachtet, kann eigentlich gar nicht so auf die Mütze fallen...
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31.01.2005, 18:27
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Also, zunächst einmal gab es 1970 keinen WM-Kampf zwischen Petrosian und Spassky sondern nur 1966 (Petrosian verteidigte seinen Titel mit 12,5:11,5) und 1969 (Spassky gewann 12,5:10,5).
Den zur Diskussion stehenden Aufbau hat Spassky in seiner Karriere ein paar Mal aus dem Variantenkoffer ausgegraben, in den WM-Kämpfen gegen Petrosian m.W. aber nur in der 12.Partie von 1966 (habe im Moment keinen Zugriff auf meine Datenbanken und kann das nicht beschwören). Diese Partie begann wie folgt: 1.Sf3 g6 2.c4 Lg7 3.d4 d6 4.Sc3 Sd7 5.e4 e6 6.Le2 b6 7.0-0 Lb7 8.Le3 Se7 9.Dc2 h6 10.Tad1 0-0 ... Die Partie endete nach 39 Zügen mit Remis, Weiß stand aber lange Zeit deutlich besser bis gewinnverdächtig. Eine andere sehr bekannte Partie Spasskys mit dem Zeug spielte er Anfang der 80er Jahre (82,83?, gegen Karpov?) in den BBC-Fernsehpreis-Turnieren.
In Osteuropa wird dieses System des schwarzen Doppelfianchettos nach dem tchechischen Meister Ujtelky benannt, im Westen ist "Hippopotamus" viel geläufiger: der schwarze Aufbau wirkt eben träge und behäbig wie ein Flußpferd. Speziell in Deutschland war IM Bernd Feustel für dieses System berühmt-berüchtigt, entsprechend auch "Feustel-System". In seinem Buch "Eröffnungen abseits aller Theorie" gibt es viele interessante Partien, Kommentare und strategische Anmerkungen dazu.
"Anerkannte Theorie" zum Hippopotamus gibt es eigentlich nicht, es ist nicht mal genau klar, ab wann ein Partieanfang dazugehört und wann nicht. Das Doppelfianchetto ("Doppelloch") gehört wohl dazu, "normalerweise" beginnt der schwarze Aufbau auch als Königs- oder Damenfianchetto (d6/g6/Lg7 bzw. e6/b6/Lb7), dann hüpfen die Springer meistens nach e7+d7 und zum Schluß folgt das andere Fianchetto.
Das Zeug ist sehr flexibel und in der Hand eines geübten Schwarzspielers auch gefährlich. Weiß sollte zwar (natürlich?) leichten Vorteil haben, aber er muß halt schachspielen können! Spielt Weiß zu harmlos, dann gleicht Schwarz allmählich aus - greift Weiß überhastet an, dann zerreißt Schwarz oft das weiße Zentrum und Weiß behält eine positionelle Ruine übrig.
Bei echtem Interesse sollte man versuchen, das alte Feustel-Buch noch irgendwo zu bekommen. Es gibt auch paar interessante Partien der (Ex-)Weltmeisterin Nona Gaprindaschwili.
Als Weißspieler stelle ich immer drei Bauern auf die vierte Reihe (c-e oder d-f). Nur mit dem e4+d4-Zentrum plus Figurenspiel ist der schwarzen Stellung meist schlecht beizukommen. Falls man zuviele Bauern vorzieht (etwa c4-h4), erhält Schwarz Entwicklungsvorsprung und zerpflückt die weiße Stellung mit einem geschickten Bauern-Gegenstoß.
Aber wie gesagt: mit "kontrollierter Offensive" sollte Weiß spürbar besser stehen. Aber man kann eben keine forcierten Varianten angeben.
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01.02.2005, 11:50
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Was ist der Unterschied zwischen Rope-a-Dope/Hippopotamus und Igel-Verteidigung?
Gruß
Ralf
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01.02.2005, 16:27
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Zitat:
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Zitat von Ralvieh
Was ist der Unterschied zwischen Rope-a-Dope/Hippopotamus und Igel-Verteidigung?
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Also, Bezeichnungen von Eröffnungsvarianten sind urheberrechtlich nicht geschützt. Jeder kann sein Zeug nennen wie er lustig ist. Natürlich setzen sich in der schachöffentlichen Diskussion (Bücher,Zeitschriften) meist irgendwann bestimmte Bezeichnungen durch, manchmal in verschiedenen Ländern/Sprachen eben auch verschiedene Bezeichnungen. Ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, daß GM Wahls unter einem "Igel" tatsächlich zu 100% dasselbe versteht wie GM Suba unter einem "hedgehog".
Igel (grob): schwarze Bauern auf a6-b6-d6-e6-f7-g7-h7, schwarzer c-Bauer gegen weißen d-Bauern getauscht, weiße Bauern auf e4+c4; schwarzfeldriger Läufer des Nachziehenden meist auf e7, kann nur auf g7 fianchettiert sein, falls Weiß die d-Linie mit Ld3 oder so verstopft hat (ansonsten holt Weiß sich den Bd6 ja gleich mit Dd2+Td1 ab!)
Hippo(grob): Doppelfianchetto g6/Lg7+b6/Lb7, e6-d6-Se7-Sd7, die schwarzen Randbauern stehen meist auch auf a6+h6 (müssen sie meist auch, da Weiß sonst Bauerschwächen erzwingen kann); die Läuferbauer bleiben meist erstmal auf c7+f7, da sonst d6/e6 schwach wird
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29.07.2005, 22:27
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GM Elvest spielt häufiger die Nilpferderöffnung....
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29.07.2005, 23:03
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Bad Kissingen
Beiträge: 1.130
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Dem würde ich mit einem Orang-Utan entegegnen. Oder mit einem Drachen angreifen. Oder mit einem Elefantengambit zertrampeln...
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29.07.2005, 23:46
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Das beste Name ist noch "Das Affen***** Gambit"!!
KEIN WITZ...gibts wirklich!
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31.07.2005, 17:48
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Affen***** Gambit
Wie geht den das sogenannte Affen*****gambit? 
Gruss ig
Zitat:
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Zitat von Sweet[SAINT]
Das beste Name ist noch "Das Affen***** Gambit"!!
KEIN WITZ...gibts wirklich!
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