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06.07.2004, 20:57
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Aktiver
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Registriert seit: 07.2004
Ort: Bielefeld
Beiträge: 42
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Wiener Partie
1.e4-e5
2.Sc3
wie soll sich Weiß am besten aufbauen?
Mit Lc4,d3 und f4
oder mit g3,Lg2
Wer hat Erfahrungen mit der Eröffnung und kann mir Tipps geben?
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07.07.2004, 08:22
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Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1638
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Registriert seit: 02.2004
Ort: MD/Berlin
Beiträge: 241
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Hallo MSU,
also ich bevorzuge die Variante mit Lc4, d3 und f4. Habe ich zwar noch nicht so häufig gespielt war aber schon erfolgreich. Wenn man diese Eröffnung spielen möchte, sollte man jedoch auch etwas vom Königsgambit verstehen. Die Grundideen sind fast identisch.
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07.07.2004, 12:11
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GM im Verlieren
DWZ/Elo: 1873/2008
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Kindberg-Cryza
Beiträge: 483
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ja ist sehr ähnlich mit königsgambit nur nicht so scharf!
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07.07.2004, 15:35
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alter Hase
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Halle
Beiträge: 182
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scharf?
Jetzt mal ehrlich:
Abgesehen von Traxler ist die 1. e4 e5 2. Sc3 Sf6 3.Lc4 Se4-Variante das Schärfste was ich kenne. Gut, Weiss kann in ein remises Endspiel abweichen, aber sonst gehts voll zur Sache
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09.07.2004, 14:07
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GM im Verlieren
DWZ/Elo: 1873/2008
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Kindberg-Cryza
Beiträge: 483
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naja ich denke trotzdem königsgambit ist noch schärfer!!
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03.08.2004, 09:40
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Einsteiger
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Registriert seit: 08.2004
Ort: Bad Segeberg
Beiträge: 10
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Skript
Ich wollte evtl. mal ein Skript über die Wiener PArtie schreiben, mit den bekannten Varianten und welchen Plan die jeweiligen Parteien beabsichtigen.
Vielleicht könnt ihr ja auch einiges dazu beitragen, was ich dann im Skript verwenden kann.
mfg R2-D2
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03.08.2004, 14:16
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GM im Verlieren
DWZ/Elo: 1873/2008
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Kindberg-Cryza
Beiträge: 483
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naja ich hab da jetzt in letzter zeit eine abvarinante gespielt die sich mit der alapin eröffnung mischt! also mit e4 sc3 lc4 se2 f4
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30.11.2004, 14:15
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Neuling
DWZ/Elo: DWZ ~2100
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Registriert seit: 11.2004
Ort: Chemnitz
Beiträge: 5
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Allgemeines zur Wiener Partie
Die Wiener Partie ist meine Lieblingseröffnung nach 1.e4 e5. Ich freue mich schon auf einen regen Austausch. Zunächst möchte ich jedoch nur einige allgemeine Gedanken äußern und zur Diskussion stellen.
1) Grundlegendes
Meines Erachtens verzichtet Weiß mit 2.Sc3 auf einen Kampf um objektiven Eröffnungvorteil. Jedoch spricht praktisch einiges für diesen Zug.
a) Schwarzspieler werden selten damit konfrontiert, somit kennt der Wiener-Partie-Spieler in der Regel die entstehenden Stellungsmuster besser.
b) Weiß kann den Stellungscharakter je nach Vorliebe, Tagesform und Gegner wählen. Er kann scharf und taktisch im Sinne des Königsgambits oder auch positionell agieren.
c) Die weißen Positionen lassen sich meistens bequemer spielen. Schwarz mag zwar ausgleichen, doch muss er in der Folge oft genauer spielen, um dieses Gleichgewicht zu bewahren.
d) Wenn man nicht gerade die scharfen Varianten wählt, sind kaum Theoriekenntnisse erforderlich. Gerade in der Lc4-Variante genügt es fast die typischen Manöver und Muster zu kennen.
e) Gerade in den ruhigen Varianten ist das Verlustrisiko sehr gering. Weiß kann sozusagen auf 2 Ergebnisse spielen.
2) Varianten
Es gibt hauptsächlich 3 verschiedene Aufstellung für Weiß:
- 3.f4
- 3.Lc4
- 3.g3 nebst Lg2
Relevant ist noch, ob Schwarz 2... Sc6 oder 2... Sf6 spielt.
a) 3.f4
Das ist der direkte Versuch im Stile der alten Meister. Schwarz scheint das Gleichgewicht halten zu können, muss sich jedoch auskennen. Aber auch für Weiß sind genaue Variantenkenntnisse unablässig. Nach 2... Sc6 entstehen königsgambitartige Stellungen. Nach 2... Sc6 3.f4 d5 scheint 4.fxe5 klar das stärkste zu sein, da 4.exd5 stark durch 4... Sxd5! beantwortet wird.
b) 3.Lc4
Das ist mein Favorit. Weiß verhindert vorerst den Konter d5. Der weitere Aufbau sieht die Züge d3,f4,Sf3 vor. Meist entstehen Stellungen des abgelehnten Königsgambits. Das Spiel entwickelt sich meist in ruhigen, positionellen Bahnen. Wenn Schwarz ungenau spielt, kann er aber auch taktisch überrumpelt werden. Eine besondere Sache ist 2... Sf6 3.Lc4 Sxe4. Wenn Weiß etwas erreichen will, so ist die nachstehende Zugfolge mehr oder weniger forciert. 4. Dh5 Sd6 5.Lb3 Sc6 6.Sb5 g6 7.Df3 f5 8.Dd5 De7 9.Sxc7+ Kd8 10.Sxa8 b6. Das ist die sogenannte Frankenstein-Dracula-Variante. Die nachfolgenden Ereignisse sind äußerst unklar. Mit entsprechender Vorbereitung muss Weiß meines Erachtens jedoch keine Angst haben und Spaß sollte diese Variante allemal machen.
c) 3.g3
Dies gilt auch als ruhiger Zugang, meines Erachtens nicht ganz zu recht, da die Ereignisse nach 2... Sf6 3.g3 d5 auch recht scharf werden können. Nach 2... Sc6 ist 3.g3 nicht ganz so stark, da Schwarz vermöge der Idee h5-h4 gutes Spiel bekommt.
3) Literatur
Gefallen hat mir das Lane-Buch, aber auch das ältere ungarische Büchlein von Somlai et al.
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01.12.2004, 21:54
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Chessgeek
DWZ/Elo: 1800
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Registriert seit: 06.2004
Ort: Burg Frankenstein
Beiträge: 265
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hmm,
Zitat:
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Zitat von Wassili Smyslow
1) Grundlegendes
Meines Erachtens verzichtet Weiß mit 2.Sc3 auf einen Kampf um objektiven Eröffnungvorteil. Jedoch spricht praktisch einiges für diesen Zug.
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Dass kann ich nur bestätigen, sehe ich an meinem Nebenbrett im Mannschaftskampf. Mein Mannschaftskamerad bekommt dadurch regelmässig gute Stellungen. ICh weiss zwar nicht warum (so vom hinsehen) aber es ist so.
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02.12.2004, 12:27
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 73
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Ich liebe die "Wiener Partie". Leider kommt bei mir zu selten diese Stellung aufs Brett :-(. Es spielen zu wenige auf 1. e4 e5.
Ich bevorzuge allerdings dann auch nur die Abwicklung 1. e4 e5 2. Sc3 Sf6 3. f4, spielt Schwarz allerdings 2. Sc6 versuche ich mit 2. Sf3 ins schottische Vierspringerspiel abzuwickeln.
Ich hab ein Buch, welches ich trotz einiger kleiner Fehler als sehr gut betrachte: L. Jakobetz/ L. Somlai - die "Wiener Partie". (ist aber eher was für fortgeschrittene.)
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07.12.2004, 15:18
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alter Hase
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Halle
Beiträge: 182
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Wiener Partie ist gegen Nichtkenner sehr effektiv, z.B. 1.e4 e5 2.Sc3 Sf6 3.f4 ef 4.e5! Sg8 und man hat schon gewissen Vorteil UND der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen.
Findet Schwarz 3. ... d5 nicht, steht er schon schlechter. Mit d5 erhält man aber eine spielbare Stellung mit Ausgleich. Natürlich ist das noch kein Remis, wie ein sich besser auskennender Weisser versuchen wird zu beweisen. Da gibt es ja wieder 3 grundverschiedene Varianten: 4.fe Sxe4 und nun
a) Sf3 b) Df3 c) d3
3.Lc4 halte ich für schwierig, da man sowohl Königsgambitartiges spielen wollen/können muss, als auch die Lustige Variante nach Sxe4, wo Weiss mit Mehrqualle unter Druck steht. Der Gegner hat die Wahl.
3.g3 verzichtet völlig auf Eröffnungsvorteil zugunsten eines komplizierten Mittelspiels. Keine scharfen Varianten, die Weiss kennen muss, dafür eben schnödes Positionsspiel.
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09.12.2004, 12:52
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Neuling
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 3
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Wiener Partie
Hallo Leute,
schön das es doch zahlreiche Anhänger dieser Varianten gibt!
Ich spiele 2.Sc3 selbst, als Alternative, wenn mein Gegner sich im Evans Gambit bzw. 2Knight-Defence zu gut auskennt!
Der Meinung, dass S:e4 (Frankenstein-Drakular-Variation) das schärfste ist, was neben Traixler-Counter unterwegs ist, schließe ich mich an!
Die Möglichkeit dieser Variante läßt mich zum Aufbau mit 3.Lc4 tendieren!
Leider gewähren einem nicht viele diese Chance! Meiner Meinung nach sind die Varianten, in denen Schwarz via Lb4 den Springer fesselt am unangenehmsten!!!
Ich glaube, GM Emms schlägt das auch in seinem Repartoire Buch vor!
OK, gegen Gegner, die nur ein paar Eröffnungszüge gelernt haben, läßt sich auch hier oftmals was rausholen, mit halboffener a-Linie, aber Experten dieser Variante sind hartnäckige Zeitgenossen.
Falls einer Anregungen zu diesen Variantenkomplexen hat..... lasse mir gerne mal was anregendes zeigen.
Für Analyse-Freunde:
Tolle Varianten entstehen auch nach 1.e4 e5 2.Sc3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.Dg4 Df6
5.Sd5 D:f2+ 6.kd1 (kommt zugegeben selten aufs Brett, aber die Hohhnung stirbt zuletzt!:-)
Ganz ehrlich: 3.Lc4 ist natürlich mein Hauptzug, mit den damit verbundenen Hoffnungen auf Komplikationen! Objektiv scheint mir die 3.f4-Variante auch gutes Spiel für Weiß zu bringen! Hierzu sind Meinungen gefragt!!!
Was natürlich auch in Frage kommt ist der Aufbau a la Morozevich mit g3!
Kennt sich da jemand aus? Mir erscheint das prima spielbar, allerdings auf Sieg? (klar, der Moro spielt immer auf Sieg, aber wer hat schon seine taktischen Möglichkeiten?)
So, dann hoffe ich auf Anregungen bzw Fragen
Gruß Rouvinho
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11.01.2005, 10:45
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beinahe ein Schachjournalist
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
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Hallo Leute,
wirklich schön zu sehen, dass es einige Anhänger der von mir als Weiß priorisierten Wiener Partie gibt.
Meine favorisierte Zugfolge ist, wie schon weiter oben auch erwähnt,
e4 - Sc3 - Lc4 - d3 - f4 - 0-0
Mit der Zugfolge habe ich schon einige Erfolge einheimsen können.
Leider stolper ich aber ab und an über einen schwarz-Zug, der allgemein eigentlich nicht als Verteidigung Nummer1 für den Nachziehenden betrachtet wird:
Probleme habe ich mit 2)...Lb4!
Jakobetz empfiehlt in seinem Buch 3)f4 wobei ich nach dem Abtausch auf 4$ und anschließendem Schlagen meines c-Springers eine sehr unglückliche Bauernstruktur bekomme.
Habe der zeit eine Fernschachpartie laufen in der die Zugfolge wie golgt ist:
1) e4 - e5
2) Sc3 - Lb4
3) f4 - exf4
4) Sf3 - Sf6
5) e5 - Lxc3
6) dxc3 - Sh5
usw.
Bin damit nicht wirklich glücklich. Wie reagiert ihr auf Lb4?
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11.01.2005, 12:02
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Ein paar Anmerkungen unterschiedlichster Art:
1.) ->Calimero: Muß man den weißen Bauern e4 wirklich decken? Nach 1.e4 e5 2.Sc3 Lb4 3.f4 exf4 4.Sf3 Sf6 geht meines Erachtens auch 5.Lc4, was direkt in eine Theorie-Variante des Königsläufergambites überleitet: 1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Lc4! Sf6! 4.Sc3 Lb4 5.Sf3! unklar, ich spiele aber lieber Weiß
2.) Auf 2...Lb4 würde ich immer 3.a3 spielen, denn ich liebe das Läuferpaar!
3.) Man kann 2.Sc3 auch spielen, um 2...Sf6(Sc6) 3.Sf3 Sc6(Sf6) folgen zu lassen und durch Zugumstellung ins Vierspringerspiel einzulenken (mein persönlicher Favorit!). Das vermeidet - obwohl sich ein 2.Sf3-Spieler davor nicht fürchten sollte - die Philidor-Verteidigung (2.Sc3 d6 3.f4!), das Mittelgambit im Nachzug (2.Sc3 d5? 3.Sxd5) und Lettisch (2.Sc3 f5 3.d4/Lc4).
4.) Etwas unterschätzt wird meiner Meinung nach 2.Sc3 Lc5 , was insbesondere nach 3.Lc4 d6! die Variante 2.Sc3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.Dg4! vermeidet. Einziger Nachteil ist vielleicht, daß Weiß mit 3.f4! d6 ins Klassische Abgelehnte Königsgambit überleiten kann, was aber nicht besonders schlimm ist, wenn man´s mag. Nach 2.Sc3 Lc5 3.Sf3 d6 4.d4 exd4 5.Sxd4 Sf6 hat Schwarz keine Probleme, ebensowenig nach 4.Sa4 Lb6 5.Sxb6 axb6. Man schaue sich mal den Klassiker Kan-Capablanca, Moskau1936 an!
5.) Die Frankenstein-Dracula-Variante 1.e4 e5 2.Sc3 Sf6 3.Lc4 Sxe4 4.Dh5 Sd6 Lb3 ist von verrückten Fernschächlern schon ziemlich weit ausanalysiert worden. Momentan soll´s ein weißer Gewinn sein, aber ich weise jede Verantwortung dafür von mir!
Eine ganz nette weiße Idee findet man (in englischer Sprache) unter: http://www.chessville.com/instruction/Openings/Martin/May04.htm .
tracke :-)
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07.09.2005, 17:42
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Aktiver
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Registriert seit: 07.2004
Ort: Bielefeld
Beiträge: 42
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wie wäre es denn mit 2.Lc4 fortzusetzen, dabei ein paar scharfe abspiele zu vermeiden und unter Zugumstellung später doch mit Sc3 fortzusetzen?
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