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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 1 ( permalink)

18.11.2008, 21:51
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Sehr Aktiver
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mit schwarz gegen königsgambit
ich bin grade dabei, mir mit schwarz ein 1...e5-reportoire aufzubauen und ich habe noch nichts ordentliches gegen königsgambit.
mich würde ja vielleicht die ablehnung mittels 2...Sf6 reizen. hat jemand von euch ahnung oder erfahrung mit dieser variante gemacht? ist sie überhaupt vollwertig?
wer noch eine andere interessante variante kennt, der kann sie auch schreiben.
also vielen dank schonmal 
gruß stefan
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 2 ( permalink)

19.11.2008, 12:36
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Rausschmeißer
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Ich kann dir eine sehr mittelmäßige Partie von mir zeigen. Ich weiß nicht, ob sie deinen Ansprüchen genügt.
1. e4 e5 2. f4 Nf6 3. Nc3 d6 4. fxe5 dxe5 5. Nf3 Bd6 6. Bc4 O-O 7. O-O Bb4 8. Nxe5 Bxc3 9. dxc3 Be6 10. Bxe6 fxe6 11. Bg5 Qxd1 12. Raxd1 Nbd7 13. Nxd7 Nxd7 14. Rxd7 * Mein stärkerer Gegner hat einen Springer eingestellt, síeht jetzt ganz gut für mich aus.
Geändert von Jumbo (19.11.2008 um 12:38 Uhr)
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 3 ( permalink)

19.11.2008, 13:15
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Garry des Forums
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Nun, es gibt reihenweise befriedigende Verteidigungen gegen das Königsgambit, bei denen die Chancen etwa gleich bzw. ziemlich unklar sind.
Dabei ist die Annahme 2...exf4 wahrscheinlich die Fortsetzung, die Weiß am meisten fordert, und auch die eindeutige Präferenz unter Spitzenspielern (falls Short, Iwantschuk oder Fedorow mal unternehmungslustig gesinnt sind). Gegen das Läufergambit 3.Lc4 ist 3...Sf6 4.Sc3 c6 sehr stark, gegen das Springergambit 3.Sf3 (die Hauptvariante) sind 3...g5 und 3...d6 kritisch, obwohl auch 3...d5, 3...Sf6, 3...Le7 und 3...h6 gut spielbar sind (falls man sich für 3...d5 entscheidet, ist die Zugumstellung 2...d5 3.exd5 exf4 sinnvoll, was das Läufergambit umgeht).
Die klassische Ablehnung 2...Lc5 (zuletzt in vielen Schwarz-Repertoire-Büchern empfohlen) ist äußerst solide, relativ einfach zu lernen und nicht so chaotisch, gibt Weiß aber vermutlich eine winzige Initiative.
Interessanter sind das Falkbeer-Gegengambit 2...d5 3.exd5 e4 und das Nimzowitsch-Gegengambit 2...d5 3.exd5 c6, wo Schwarz selbst nach der Initiative strebt. Damit kann man im praktischen Spiel sehr gut punkten. Allerdings ist die Theorie dazu auch schon kilometerweit ausgearbeitet; falls Weiß die tatsächlich beherrscht, kann er nach zwanzigzügiger Verteidigung auf ein besseres Endspiel hoffen!
Und dann gibt es noch extravagante Sachen wie 2...Df6 (Bücker), 2...Dh4+ 3.g3 De7 (Keene), 2...Sc6 3.Sf3 f5 (Wahls), 2...Sh6 (Miles) usw., womit man theoriedreiviertelkundige Weißspieler prima aus der Bahn werfen kann, auch wenn die objektive Güte auf einem anderen Blatt steht ("widerlegt" ist das alles aber nicht). 2...Sf6 und 2...d6 sind zwar nicht direkt schlecht, Weiß sollte mit einfachem Spiel aber leichten Vorteil erlangen.
Vieles ist spielbar, das kann man nach dem eigenen Geschmack auswählen. Und nach dem eigenen Restrepertoire, z.B. sind Übergänge vom Läuferspiel und von der Wiener Partie zu beachten!
Allgemein würde ich immer dazu raten, zwei völlig verschiedene Varianten mit Schwarz vorzubereiten: die Annahme 2...exf4 mit irgendwas Bewährtem (Euwes 3.Sf3 Le7 ist ziemlich solide) oder 2...Lc5, dazu aber noch was von den extravaganten Sachen, wo Schwarz noch stärker selber um die Initiative kämpft und dem Weißen paar Fallen stellt - damit kann man bei kurzen Bedenkzeiten viel Spaß haben!
So, als allgemeine Übersicht muß das erstmal reichen. Es gibt noch viel mehr Sachen im Königsgambit, aber hier auch viele Threads dazu.
QualityChess bringt im Januar ein neues Königsgambit-Buch von IM John Shaw heraus!
tracke 
PS: Ich sehe gerade Jumbos Partie; 4.fxe5 war wohl etwas verfrüht von Weiß in dieser verunglückten Wiener Partie mit 3...d6, ohnehin ist 2...Sf6 3.fxe5 Sxe4 4.Sf3 += stärker.
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 4 ( permalink)

19.11.2008, 20:07
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Sehr Aktiver
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Registriert seit: 03.2008
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erstmal danke für eure antworten 
ich hab schon mehrmals gehört, das kg sei widerlegt. das glaube ich zwar nicht, aber die, die das behaupten, haben ja eine variante im auge. weiß jemand, welche das sein soll?
und aus welchem grund spielen es nur noch die wenigsten großmeister? ich weiß nicht, wie man mit schwarz (vollen) ausgleich erreicht.
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 5 ( permalink)

19.11.2008, 23:21
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Rausschmeißer
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Registriert seit: 10.2006
Ort: Freudenstadt
Beiträge: 633
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Zu trackes Beitrag: Wenn etwas als klassisch gilt wird das natürlich ein Zugvorschlag. 
Deep Stefan: Die offenen Spiele habe ich wie bereits verkündet im Eröffnungsarchiv fertig gestellt, warum benutzt ihr die Seiten nicht? Ist doch so viel einfacher, als sich die verstreuten Threads selbst zusammenzusuchen: http://www.schachmatt.de/95-eroeffnu...igsgambit.html Ob das Königsgambit korrekt ist oder nicht, oder Teile davon inkorrekt sind, das wurde ja inzwischen in jedem Thread über KG ausgewalzt. Alles wird wohl nicht schlimm sein, denn soweit ich es mitbekommen habe, war das KG vor einigen Jahrzehnten bei den Meistern ein Dauergast. Wenn die es damals nicht widerlegen konnten, dann wird es von uns heute wohl auch niemand schaffen, ohne dass ich die geistigen Leistungen alter und moderner Meister jetzt einschätzen könnte.
Es heißt auch, dass der Skand oder der Orang-Utan oder der Elefant oder Grobs oder lettisch oder BGD oder Jänisch oder Was-weiß-ich-was widerlegt seien. Sind solche Fragen überhaupt wichtig?
Vor drei Jahren hat tracke zu demselben Thema geantwortet. Das muss natürlich nicht die Meinung vom tracke der Gegenwart sein:
Zitat:
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1. Das Königsgambit ist eine zu 100% korrekte Eröffnung. Schwarz hat vielleicht mehrere Wege zum Ausgleich oder zu höchst unklarem Spiel, aber im Zweifelsfalle würde ich eher Weiß einen mikroskopischen Vorteil attestieren.
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Quelle: http://www.schachmatt.de/45-offene-s...anfaenger.html
Fritz ist der Meinung, dass Weiß bereits auf Verlust steht- mit etwa -1/3 BE
Die Datenbanken sind der Meinung, dass vor allem das Königsläufergambit ein Selbstmord für Weiß ist.
Die klassische Theorie (um 1900 herum) wollte einen "leichten Ausgleich" für Schwarz erkennen.
Auf Schachmatt herrscht die Meinung vor, dass das KG zwar richtig ist, aber es sehr viele Fallen für Weiß (!) entalte und jemand, der nicht gerade Meister ist wohl irgendwann in eine dieser Fallen tappen würde.
Ich denke, dass die strategischen Schwächen/Stärken auf dem Meisterlevel ganz anders verteilt sind als auf der mittleren Ebene/unteren Ebene. Da steht in einem Buch/Aufsatz, dass A besser steht, aber das Gefühl/die Datenbanken sprechen für Schwarz und beim Spielen merkt man auch das Gegenteil. Wie bei allen Eröffnungen, in denen der f-Bauer einen Doppelschritt macht, reicht auch hier meist ein verbotenes Damenschach auf der h-Linie und schon hat man das bessere Spiel. Die Bedeutung der Königssicherheit verändert sich ziemlich.
Schon der Sinn des einleitenden Zuges 1.f4 bleibt mir verborgen. Glaubt Weiß wirklich, dass die Zentrumsübermacht das Loch beim König aufwiegt? Oder gibt es da noch Vorteile, die nicht angesprochen wurden?
Das sind jetzt alle Meinungen, die ich kenne. Wer sonst noch etwas auf dem Herzen hat, kann dies natürlich auf sämtlichen KG-Threads (also auch auf diesen) tun.
Deep Stefan: Wem du jetzt Vertrauen schenkst, bleibt deine Sache. Ich würde irgendwo zwischen Gerüchteküche und Weltmeistervariante eine Antwort suchen.
Geändert von Jumbo (20.11.2008 um 16:36 Uhr)
Grund: habe einigen Müll herausgelöscht
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 6 ( permalink)

20.11.2008, 16:17
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Garry des Forums
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Registriert seit: 02.2004
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Beiträge: 678
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Nach wie vor stehe ich zu meinem damaligen Statement!
Das Königsgambit ist meiner Ansicht nach "korrekt" (was immer das heißen mag).
Die Computerbewertung kann man in der Pfeife rauchen, denn die Blechdosen können derart langfristige positionelle Kompensation (darunter fällt auch das langsame, positionelle Herbeiführen taktisch günstiger Formationen) gar nicht richtig einschätzen! Man vergleiche auch die Computerbewertungen für andere Gambit-Schlüsselstellungen (z.B. in Spanisch-Marshall, Najdorf-Poisened-Pawn, Halbslawisch-Botwinnik, Halbslawisch-Anti-Moskau, Katalanische Gambits, Reti-Gambit, Wolgagambit), von denen man aufgrund jahre- bzw. jahrzehntelanger Erfahrung in Theorie und Meisterpraxis sicher annehmen kann, daß diese Positionen ziemlich gleiche Chancen bieten. Die Abweichungen der Programme ist dabei bestimmt kein Grund zur Kritik am Menschen, sondern umgekehrt ausschließlich ein Grund, gegenüber den Programmen kritisch zu sein! Das dürfte sich auch in Zukunft kaum ändern, denn die positionelle Kompensation ist oft so tief, daß es keine Rolle spielen wird, ob irgendeine Software auf irgendeiner Hardware bald 3 Halbzüge weiter rechnen kann.
Es gibt vielerlei Möglichkeiten, um eine Eröffnungsvariante zu bewerten:
(a) Was sagt "die Theorie" dazu? Was steht in der Enzyklopädie oder im Chessbase-Eröffnungslexikon darüber?
(b) Wieweit wird die Variante in der (Meister-)Praxis angewandt? Wird sie von vielen Meistern regelmäßig (auch gegen mutmaßliche Vorbereitung oder sogar im Fernschach) angewandt? Oder nur hin und wieder als Überraschungswaffe? Oder wird sie vermieden? Oder vom Gegner nie zugelassen?
(c) Was schreiben Autoren von (meist doch etwas subjektiv geschönten) Repertoirebüchern? Wie lauten die vereinzelten Kommentare von (Groß-)Meistern, die in Büchern oder Zeitschriften dazu Partien kommentiert haben?
(d) Wie sieht die Statistik in Datenbanken aus? Wieviel Prozent scort Weiß, wie sieht die Differenz von Performance und Rating aus? Wie sieht dies auf meinem eigenen Spielstärke-Niveau aus, ist es auf höherem Niveau oder auf Weltklasse-Niveau anders?
(e) Was sagen die Schachprogramme, wenn man sie mal lange laufen läßt?
(f) Wie erfolgreich bin ich selber damit? Wie score ich im Schnitt, wie gegen schwächere/gleichstarke/stärkere Spieler?
(g) Wie beurteile ich selbst die Stellung, wenn ich sie mir mal (alleine, mit einem Trainer oder mit Schachfreunden) unvoreingenommen angucke, mal die Figuren bißchen hin-und-her-schiebe? Oder am PC einige (Meister-)partien kurz durchspiele, ohne allzusehr auf´s Ergebnis zu achten?
Viele Schachfreunde machen den Fehler, daß sie zu einseitig auf nur einen oder zwei dieser Punkte setzen. Entweder wird der Theorie oder der Statistik alles geglaubt, oder jeder theoretische Einwand einfach ignoriert, solange man selbst (beim Blitzen?) gut damit punktet. Man muß einfach sehen, daß jeder dieser Punkte seine Berechtigung und seine Probleme hat und daß eine Mischbetrachtung vonnöten ist, zu der es natürlich einiger Erfahrung bedarf. Je nach Spielstärkeniveau und auch nach Eröffnungstyp kann es sehr unterschiedlich sein. Über riskante Amateurgambits gibt es kaum aussagekräftige Statistiken der Meisterpraxis. Manche Stellung ist für die eine Seite objektiv leicht besser, für die andere aber einfacher weil schematischer zu spielen (Skandi?, Wolga? Aljechin? Im modernen PC-gestützten Spitzenfernschach scort Weiß 80-90% gegen diese Eröffnungen; am Brett ist es für Weiß viel schwieriger und Schwarz hat gute praktische Ergebnisse bis hoch zum 2500-Niveau). Auch GMs haben unterschiedliche Stile und bluffen manchmal (aber sehr selten), behalten sich wichtige Neuerungen für wichtigere Partien zurück, oder probieren in unwichtigen Partien oder gegen weit schwächere Gegner mal was aus (eventuell um die Vorbereitung des nächsten Gegners zu erschweren).
Letztendlich muß jeder selbst entscheiden, welche Quellen er wie benutzt, die Verantwortung für seine Züge kann er aber nicht abgeben!
Die schlechten Statistiken mancher Varianten können auch praktisch bedingt sein. Egal wie gut das Königsgambit ist, Spanisch ist sicherlich (noch) stärker. Deshalb wird Spanisch gründlicher aus weißer Sicht untersucht und von starken Spielern auch wesentlich häufiger angewandt. Riskante weiße Gambits werden folglich tendenziell häufig von schwächeren Weißspielern gegen stärkere Schwarzspielern z.B. in den ersten Runden von Opens gespielt (die KG-Partien von schwächeren Weißspielern gegen schwächere Schwarzspieler wandern erst gar nicht in die Datenbanken und KG-Partien von stärkeren WS gegen schwächere SS gibt es nicht so viele, da Spanisch bevorzugt wird). Im Endeffekt spricht die Statistik für Schwarz, zumal auf höherem Niveau 1...e5-Spieler meist sehr gut vorbereitet sind und dadurch noch besser gegen die schwächere Weißspieler scoren als man vom Spielstärkeunterschied vermuten würde.
Dies alles ist natürlich kein Beweis für die Güte des Königsgambits, sondern nur eine fiktive Plausibilitätsbetrachtung, daß Statistik und Qualität verschieden sein können.
In den sehr unklaren und komplizierten Stellungen des Königsgambits sind das natürlich reine Mutmaßungen, aber solche Effekte gibt es z.B. definitiv in den Hauptvarianten des Zweispringerspiels (4.Sg5 d5 5.exd5 Sa5 oder 5...b5), die die "Theorie" seit Jahrzehnten als ausgeglichen bewertet und meist bis zum verflachten Endspiel oder bis zur Zugwiederholung ausanalysiert hat, wo Schwarz aber statistisch oft 75% scort.
tracke
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 7 ( permalink)

23.11.2008, 00:06
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Benutzer
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Registriert seit: 05.2006
Beiträge: 28
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also das königsgamit ist wohl eine der wildesten eröfnungen die ich kenne und in meinen augen immer ein spiel mit dem feuer für beide seiten, wenn man sich da nicht auskennt landet man schnell in teufels küche^^
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 8 ( permalink)

24.11.2008, 19:05
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Kenner
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Registriert seit: 10.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 114
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Zitat:
Zitat von tracke
Nun, es gibt reihenweise befriedigende Verteidigungen gegen das Königsgambit, bei denen die Chancen etwa gleich
............
2...Sh6 (Miles) usw., womit man theoriedreiviertelkundige Weißspieler prima aus der Bahn werfen kann, auch wenn die objektive Güte auf einem anderen Blatt steht ("widerlegt" ist das alles aber nicht).
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Das habe ich noch nie gesehen. Es geht ja viel gegen 2.f4?! 
3.Sf3 (3.d4!?) ef4 4.d4 g5 5.h4 g4 6.Se5 d6 7.Sd3 fällt mir ins Auge
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mit schwarz gegen königsgambit Beitrag # 9 ( permalink)

24.05.2009, 22:27
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Aktiver
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Beiträge: 40
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Da wäre noch etwas für Schwarz
Nach 1.e4 e5 2.f4 kann man ein Gegengambit mit:d5 spielen das kenne ich aber nicht gut genug um es dir Näher zu bringen. Sorry, tut mir leid
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11.08.2009, 12:24
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Kenner
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Weimar
Beiträge: 126
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Das Falkbeer Gegengambit
Zitat:
Zitat von tracke
Interessanter sind das Falkbeer-Gegengambit 2...d5 3.exd5 e4 und das Nimzowitsch-Gegengambit 2...d5 3.exd5 c6, wo Schwarz selbst nach der Initiative strebt.
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11.08.2009, 23:42
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Aktiver
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Registriert seit: 08.2008
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Hallo Leute,
das gute, alte Königsgambit bietet trotz der ausanalysierten Varianten, noch immer starke Eröffnungs-Kämpfe beim Schach. 
Meine Verteidigungs-Tipp für Schwarz bleibt das Falkbeer-Gegengambit:
Der starke Bauernzug 2... Bd5! bietet für Schwarz hier ausreichend Gegenspiel.
Es dauert aber einige Zeit, um die Ideen dieser aktiven Verteidigung vollständig zu verstehen... 
Übung macht den Meister!!
MfG Peter
Geändert von Peter Patzer (11.08.2009 um 23:54 Uhr)
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12.08.2009, 15:25
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Zitat:
Zitat von tracke
Und dann gibt es noch extravagante Sachen wie 2...Df6 (Bücker)
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Das (Nordwalder Variante) ist glaub ich ziemlich pleite:
3. Sf3 Df4: 4. Sc3 Lb4 5. Lc4 Lc3: 6. 0-0
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27.08.2009, 12:56
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Aktiver
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Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 49
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Schwarzsysteme gg. KG
Hallo,
meine persönliche Einschätzung der Schwarzsysteme als Weißspieler ist:
Abgelehntes KG mit Lc5:
- einfach für S zu spielen, einfach für S zu erlernen
- Weiß muß sich gut auskennen, kann viele Fehler machen
- wenn sich Weiß auskennt (Bangiev, "Logik d. abgelehnten KG")  ist es gut auch auf Gewinn 1:0 spielbar
Moderne Verteidigung:
- für S starkes, gesundes und komplexes System
- hier kann S auf den vollen Punkt spielen
- die Weißprobleme treten erst weit im Mittelspiel auf, wenn S plötlich den W König angreift
- Wenn S sich auskennt (erst ab S>2100) bekommt man mit W echte Probleme
- viele Einschätzungen zugunsten von W, die z.B von Estrin gemacht wurden, lassen sich durch Datenbanksuche nicht bestätigen
Falkbeer:
- hochaktuell
- die "alten Systeme" Lf5, 12 Lxc2 sind für S praktisch schwierig
- neue Systeme z.B. mit Springeropfer auf e4 sind unklar
- Nimzo-Gegengambit 3.c6 ist immer ein Hammer, die meisten W Spieler um 1900 brauchen danach eine Auszeit. Objektiv auch o.k.
- gut auf 0:1 spielbar, und auch gg. starke Spieler auf Ausgleich
Fischer und Becker Verteidigung:
- gut für S und einfach zu erlernen
- W muß schon zaubern um in Vorteil zu kommen
Kieseritzky, Hanstein, Allgeier und Co:
- gut für W und für S spielbar
- man muß sich halt auskennen, was aufgrund der Variantenfülle schwierig ist
- würde ich Anfängern nicht empfehlen
- wird auf GM Ebene von S Spielern gespielt
Cunninghamgambit, Schaloppverteidigung:
- gut für S spielbar, Menge neuer Ideen, seltener
- gegen 1800, 1900 auf jedenfall gut
Sonstige:
- meine persönliche Beobachtung ist, dass man diese exotischen Systeme häufig bekommt
- diese sind nicht besser, aber unbekannter und für S gut spielbar
- z.B. 2. Dh4+, De7
- z.B. Se7
- z.B. 2 Sc6 nebst f5, Wahls hielt dies für eine Widerlegung des KG
Um allgemeiner zu werden, man muß die Varianten kennen die man spielt. Es gibt sehr viele gesunde Systeme für S die mehr oder weniger risikoreich sind und gegen viel stärkere Gegne spielbar sind.
Die hohe Anzahl guter S Systeme ist meiner Ansicht nach der Grund warum das KG eher selten gespielt wird. S kann sich auf ein System spezialisieren, Weiß muß hier alle kennen.
Ich (1900+) spiele das KG übrigens trotzdem mit W und bis DWZ 2100 erfolgreich.
Grüße
amok
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24.10.2009, 00:06
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Aktiver
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Registriert seit: 04.2006
Beiträge: 46
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Zitat:
Zitat von amok
Fischer und Becker Verteidigung:
- gut für S und einfach zu erlernen
- W muß schon zaubern um in Vorteil zu kommen
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4.Lc4 h6 muß man wissen.
Nach 4. d4 g5 5. h4 g4 6. Sg1 entschloß ich mich mal zu Lh6 7. Lc4 Df6 8. Sc3 c6
Eine objektive Übersicht. thx amok
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