Normalerweise erst ziemlich spät, so um Zug 15 herum, wenn es sonst nicht mehr viel "zu tun" gibt. Meist während oder nach der Springerwanderung Sb1 - d2 - f1 - g3/e3.
Beispiel Spanisch/Breyer-Variante: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. O-O Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 d6 8. c3 O-O 9. h3 Sb8 10. d4 Sbd7 11. Sbd2 Lb7 12. Lc2 Te8 13. Sf1 Lf8 14. Sg3 g6 15. a4

Oder Spanisch/Saitzew-Variante:
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. O-O Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 d6 8. c3 O-O 9. h3 Lb7 10. d4 Te8 11. Sbd2 Lf8 12. a4

Das ist aber nur empirische Beobachtung, wie es gespielt wird, ich kann dir leider nichts genaueres von der Argumentation her sagen.
Einzig beim M*****all-Gambit kann ich dir genaueres sagen:
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. O-O Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 O-O 8. c3 d5
Nun sind wir beim M*****all-Gambit
9. exd5 Sxd5 10. Sxe5 Sxe5 11. Txe5 c6 12. d4
Weiss nutzt den Zug, in dem er frei wählen kann, um den Läufer zu befreien und gleichzeitig das Zentrum zu besetzen.
12. ... Ld6 13. Te1
Gibt noch Te2, aber Te1 ist häufiger.
13. ... Dh4 14. g3
Schwächt zwar die Stellung, ist aber fast erzwungen. Mir fällt die Variante nach h3 grad nicht mehr ein, aber ich kann sie mal nachschauen, falls es wen interessiert.
14. ... Dh3 15. Le3
Weiss schliesst die e-Linie, um Druck abzubauen.
15. ... Lg4 16. Dd3
Die Dame hat nicht viele Felder und hier eröffnet sich die Option Df1 um die Königsstellung gegen die schwarze Dame zu verteidigen.
17. ... Tae8 18. Sd2 Te6 19. a4
Hier ist der Zug logisch, denn offensichtlich hat Weiss am Königsflügel nicht viel zu sagen. Wenn er folglich ein Gegenspiel einleiten möchte, muss er dies auf dem Damenflügel tun. Da schwarz keinen Turm mehr auf der a-Linie hat, ist die Öffnung der a-Linie ein logischer Zug. Später greift der weisse Turm oft über a5 ins Geschehen ein.