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17.10.2007, 18:11
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 84
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Spanisch Abtauschvariante
Hi!
ich habe seit ca. 2 Monaten angefangen mir Eröffnungen für Schwarz genau anzugucken. Gegen e5 hab ich jetzt schöne Angriffsvarianten ( Marshall-Angriff, Zweispringerspiel Uhlvestadt) , aber seit ich Marshall spiele kommen nur noch zwei Sachen aufs Brett: Anti-Marshall und Abtausch. Nachdem ich mir den doofen Anti-Mist durchgeschaut habe, finde ich jetzt aber kein Material zum Abtausch.
Habt ihr da Bücher oder kennt ihr ein paar Varianten ( am besten mit Dd6 oder Lg4). Ich wäre sehr dankbar.
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27.10.2007, 14:07
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 84
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Hallo!!!
Jemand zuhause???
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28.10.2007, 00:02
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Neuling
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Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 6
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Zitat:
Zitat von abraxas13
Hallo!!!
Jemand zuhause???
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Um diese Uhrzeit ja.
Von Kindermann gabs dazu 1 Büchlein.
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28.10.2007, 02:29
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Es gibt momentan 2 erwähnenswerte Bücher über die spanische Abtauschvariante.
Das bekanntere ist Spanisch Abtausch - auf den Spuren Bobby Fischers (Untertitel ist unnötiger Schmuck) aus der Reihe Weißrepertoire für Praktiker, Autor ist GM Stefan Kindermann.
Es ist ein Repertoirebuch und (auch) daher nicht sehr umfangreich. Ohne Variantenindex nur 100 Seiten und die sind noch sehr locker gefüllt, also sehr wenig Material. Dennoch ein sehr gutes Buch, gut erklärt, klar gegliedert, aber sehr aus weißer Sicht geschrieben (klar).
Das zweite ist ruy lopez exchange von Panczyl und Ilczuk. 180 Seiten, zig analysierte Partien. Die Seiten sind zudem sehr viel dichter bepackt, was das Buch meiner Meinung nach aber auch sehr viel unübersichtlicher macht. Pläne erklärt bekommt man hier nur am Anfang eines Kapitels, nicht wie bei Kindermann überall. Ansonsten wird man mit Varianten erschlagen.
Für den Anfang würde ich in jedem Fall das Kindermannbuch empfehlen. Ich glaube man fährt ganz gut, wenn man das Ruy Lopez exchange dann aufschlägt, wenn man das Kindermann Buch zweimal ganz durch hat.
Leider sind die Autoren oft nicht der gleichen Meinung. Was Kindermann als die vielleicht beste Fortsetzung sieht, ist im Panczykbuch nur eine Randnotiz.
Außerdem wird in beiden Büchern in folgender Theoriestellung der crushing Zug Dd4 nicht einmal erwähnt. Wurd offensichtlich auch noch nie gespielt. Ist mir bis heute unbegreiflich.
2kr1bnr/1ppq4/p3bp2/3p2pp/4P3/2N1BN1P/PP3PP1/2RQ1RK1 w - - 0 14
Zu den Varianten:
Kindermann gibt eine Empfehlung für Schwarzspieler ab, und zwar zum Einen 5. Lg4 6. h3 h5.
Michael Adams spielt diese Variante, also hat man gute Chancen, interessante Partien dazu zu finden.
Als Vorteil dieser Variante gilt, dass man als schwarzer recht aktiv spielen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, Lg4 gefällt mir als weißer sehr gut. Als schwarzer weißt du erstmal nicht, ob weiß seinen Läufer über b3 oder e3 rausbringt. Ich spiele 6. h3 h5 7. e3 Df6 8. Le3 Lxf6 9. Dxf6 Dxf6 10. gxf6 Ld6.
Ld6 ist das erzwungen, wenn ich als weißer zu f4 komme und meinen Doppelbauern auflöse siehts schlecht aus für schwarz. Später allerdings steht der Ld6 nicht wirklich toll. Als weißter bin ich (bei etwa gleichen Spielstärken natürlich) praktisch nie in der Nähe einer Niederlage. Man kann über die g-linie spielen, man kann c3 d4 spielen nach Vorbereitung, hier und da hat man Ideen, aber es ist schwer Weiß hier in Gefahren zu bringen, man kann sowas wie kontrollierte Offensive spielen.
Meiner Meinung nach bieten vielleicht Varianten mit frühem weißem d4 mehr Chancen, auch wenn schwarz da das vermeindlich schlechte Bauernedspiel droht. Wie wärs mit 5..f6 6. d4 Lg4 ?
Zu 5..Dd6 kann ich nicht viel sagen, außer, dass man sich mit 6. Sa3 auseinander setzen muss.
Hast du irgendwelche Fragen, vielleicht kann ich die beantworten.
Ansonsten kauf das Kindermannbuch !
Muss jetzt leider erstmal Schluss machen.
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28.10.2007, 20:07
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 84
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Ich hab bei Amazon gelesen, dass es sich um ein Weißrepotoire handelt. Ich bin allerdings nur für Schwarz interessiert. Lohnt sich das Kindermann Buch trotzdem?
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28.10.2007, 20:53
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Ich hab doch auch geschrieben, dass es ein Repertoirebuch ist und dass es aus weißer Sicht geschrieben ist.
Lohnt sich dennoch, denke ich.
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23.11.2007, 18:33
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Neuling
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 1
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Zitat:
Zitat von Cpt. Bligh
Außerdem wird in beiden Büchern in folgender Theoriestellung der crushing Zug Dd4 nicht einmal erwähnt. Wurd offensichtlich auch noch nie gespielt. Ist mir bis heute unbegreiflich.
2kr1bnr/1ppq4/p3bp2/3p2pp/4P3/2N1BN1P/PP3PP1/2RQ1RK1 w - - 0 14
Zu den Varianten:
Kindermann gibt eine Empfehlung für Schwarzspieler ab, und zwar zum Einen 5. Lg4 6. h3 h5.
Michael Adams spielt diese Variante, also hat man gute Chancen, interessante Partien dazu zu finden.
Als Vorteil dieser Variante gilt, dass man als schwarzer recht aktiv spielen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, Lg4 gefällt mir als weißer sehr gut. Als schwarzer weißt du erstmal nicht, ob weiß seinen Läufer über b3 oder e3 rausbringt. Ich spiele 6. h3 h5 7. e3 Df6 8. Le3 Lxf6 9. Dxf6 Dxf6 10. gxf6 Ld6.
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Du spielst 7.d3, wetten? 
Oder 8. ... Lxf3 9. Dxf3 Dxf3 10. gxf3 Ld6 
Wo ist Dd4 ein crushing Zug? Nach 5.Sxe5 ?
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13.03.2008, 12:00
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Neuling
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Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 6
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Zitat:
Zitat von Cpt. Bligh
Zu 5..Dd6 kann ich nicht viel sagen, außer, dass man sich mit 6. Sa3 auseinander setzen muss.
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6.-b5 oder besser 6.-Le6 wehrt Sc4 ab.
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27.12.2008, 22:51
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Echter Kenner
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Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 138
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ich habe das Buch von Kindermann und es lohnt sich in jedem Fall auch für den Schwarzspieler.
Kindermann bringt Partiebeispiele (und zwar nicht nur Weiß-Siege) und macht den Leser vor allem auch mit den Ideen der Eröffnung bekannt.
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27.12.2008, 23:11
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Aktiver
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Registriert seit: 09.2008
Beiträge: 40
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Nehmen wir mal an, jemand möchte Spanisch mit Schwarz spielen, aber er mag die Abtauschvariante nicht (wie der Threadstarter zB  ). Ich kenn mich da nicht so aus, aber kann man nicht mit Schwarz 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 spielen? und nach 4.oo a6, da jetzt 5.Lxc6 nicht ganz so toll ist aus weißer Sicht?! und nach 5.La4 kann Schwarz dann einfach seinen Marshall/Tschigorin etc spielen. Wo liegt hier der Haken?
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28.12.2008, 16:09
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Echter Kenner
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Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 138
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warum soll 5.Lxc6 nicht so gut sein?
Der Springer steht im Abtauschsystem auf f6 meist ziemlich schlecht!
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28.12.2008, 18:02
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Zunächst einmal gebe ich dem Captain recht, daß der Kindermann und der Panczyk/Ilczuk die beiden besten und komplettesten Bücher zum Thema sind. Man findet natürlich Schwarzempfehlungen in jedem guten Schwarzrepertoirebuch, z.B. in Marins "Beating the Open Games" (!!!), in Davies´"Play 1e4 e5!" etc.
Ich pflichte dem Captain auch bei, daß 5...Lg4 6.h3 h5 aus weißer Sicht recht angenehm ist, zumindest psychologisch: man hat irgendein forciertes Remis immer sicher und kann leicht die Theoriekenntnisse des Schwarzen abprüfen - ob er weiß, wielange er den Lg4 hängen lassen kann.
Gegen 5...Dd6 spiele ich auch sehr gerne, bei Kindermann kann man schön nachlesen, wie der besser entwickelte Weiße dann auf Stellungsöffnung spielen kann.
Vielleicht ist die Endspielvariante 5...f6 6.d4 exd 7.Sxd4 c5 wirklich das beste für Schwarz, sie wird auch von Marin nachdrücklich empfohlen. Außerdem kann Schwarz diesen Stellungstyp sowieso nicht ganz vermeiden, Weiß hat ja auch die Möglichkeiten 5.d4 und 5.Sc3 nebst d4. - Um diese Abspiele zu verstehen (egal ob mit W oder S) braucht man auch nicht unbedingt ein Buch, eine Sammlung (kommentierter) Partien reicht!
*****************************************
Der einzige a6-Spanier, den man auch unter Umgehung der Abtauschvariante erreichen kann, ist der Offene Spanier 3...a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Sxe4 6.d4.
In der Zugfolge 3...Sf6 4.0-0 Sxe4 5.d4 a6 6.La4 (die so auch schon von Kortschnoi gespielt wurde) hat Weiß zwar etliche andere Möglichkeiten (4.d3 , 5.Te1, 6.Ld3, 6.Lxc6) die aber alle keinen Vorteil versprechen.
3...Sf6 4.0-0 a6? 5.Lxc6! nebst 6.Sxe5! ist ein ziemlich glatter weißer Mehrbauer.
Falls Schwarz ...Sxe4 spielt, geht er auf der e-Linie ein (ich kann hier jetzt nicht alle Varianten angeben, analysiert selbst oder fragt den PC).
tracke
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29.12.2008, 13:27
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Totaler Kenner
DWZ/Elo: 2369
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Registriert seit: 11.2008
Ort: Duisburg
Beiträge: 153
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Wenn ich dem neuen Theorieartikel im aktuellen Chessbase-Magazin trauen kann, dann ist 5...Dd6 6.Sa3 b5 wohl eine der besten Verteidigungen gegen die spanische Abtauschvariante (nach 5.0-0) und sichert dem Schwarzen Ausgleich; allerdings ist in einigen Abspielen Präzision gefragt.
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29.12.2008, 17:34
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Echter Kenner
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Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 138
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Ich denke, dass 5....Lg4 theoretisch gesehen die beste Variante für Schwarz ist. Der Nachteil ist wahrscheinlich eher psychologischer Art. Weiß kommt in ein typisches Abtauschvarianten-Endspiel, in dem er einen minimalen Vorteil hat - und das er als Spieler der Abtauschvariante beherrschen sollte.
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30.12.2008, 23:53
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Totaler Kenner
DWZ/Elo: 2369
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Registriert seit: 11.2008
Ort: Duisburg
Beiträge: 153
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Die kritische Variante dürfte, wenn ich dem Chessbase-Artikel trauen kann, 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.Lxc6 dxc6 5.0-0 Dd6 (dieser Zug hat z.B. den Vorteil, daß er die eigene Bauernstruktur nicht weiter schwächt wie es nach 5...f6 der Fall ist, was dem Sg8 ein gutes Feld nimmt und dem Lf8 eine Perspektive auf der a1-h8-Diagonale nimmt; ein anderer Vorteil ist, daß die Aufstellung des Trumpfläufers Lc8 noch nicht festgelegt wird) 6.Sa3 b5 7.c3 c5 8.Sc2 Lb7 lauten. Hiernach gibt es drei Abspiele:
A) 9.a4 c4 10.axb5 axb5 11.Txa8+ Lxa8 12.Sa3 f6(!) Hier hat Schwarz keine Probleme, weil er bequem seine Entwicklung beenden kann.
B) 9.d4 ist auch keine große Gefahr; Schwarz tauscht zweimal auf d4 und spielt dann ...c5 mit Ausgleich.
C) 9.Te1 ist wohl am sinnvollsten, weil flexibel. Nach 9...Se7 10.a4 kann Schwarz sowohl zu 10...Sg6 greifen als auch zum Bauernopfer 10...c4 11.axb5 axb5 12.Txa8+ Lxa8 13.Sa3 Sg6 (13...c6 14.b3 cxb3 15.Dxb3 gefolgt von c4 gibt Weiß die Initiative) 14.Sxb5 Dd7 15.Sa3 Lxa3 16.bxa3 0-0 mit recht deutlicher Kompensation.
(Die meisten Angaben sind dem Chessbase-Magazin 127 entnommen; aus einem Artikel von Tibor Karolyi)
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