Zitat:
Zitat von schwarzgelb09
Die Hauptvariante endet mit Remis durch Dauerschach:
1. e4 e5 2. f4 exf4 3. Nf3 g5 4. Bc4 g4 5. O-O gxf3 6. Qxf3 Qf6 7. e5 Qxe5 8.d3 Bh6 9. Nc3 Ne7 10. Bd2 Nbc6 11. Rae1 Qf5 12. Nd5 Kd8 13. Qe2 Qe6 14. Nxe7 Qxe7 15. Bc3 Rg8 16. Qh5 Qg5 17. Rf2 Qxh5 18. Bf6+ Ne7 19. Bxe7+ Ke8 20. Bd6+ *
Was ist aber bei 17. ... Tf8?
Laut Fritz kann Weiß dann nicht mehr gewinnen, denn auch nach 30min
Daueranalyse bleibt es bei -2 Einehiten.
In diser Analyse wird der Zug jedoch nicht erwähnt: http://www.polerio.de/pdf/1986%20Bue...itel%20VII.pdf
Wie gewinnt man also gegen 17. ... Tf8?
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Gar nicht. Weiß verliert.
17. - Tf8! gilt seit ca. 1997 als Widerlegung des Lean Angriffs (13.De2) der klassischen Variante (8.d3) des ... "Dingsbums"-Gambit (Vorname des Kiebitzes). Veröffentlicht auf S. 30, Kaissiber 13, 2000.
Der link oben bezieht sich auf Stefan Bückers "Das neue Königsgambit", 1986. Man muss es doch Stefan Bücker hoch anrechnen, dass er 2000 gern darüber publiziert, dass die klassische Variante eben nicht mit remis endet, wie 1986 noch angenommen.
In "Das neue Königsgambit" 1986 plädiert Bücker für die sog. Abtauschvariange, 7.d3. Die theoretische Frage, 7.d3! vs. 7.e5 ist so aktuell wie 1986, eventuell noch aktueller, da es eben die (aus dem neuen Königsgambit zitierte) Remisvariante in der klassichen Variante nicht mehr gibt. Doppeltes Muzio (7.e5 + 8.Lxf7+) ist zwar recht schwierig für Schwarz zu verteidigen, in der Theorie aber ein ebenso klarer Gewinn (9.- Df5!, Steinitz) für Schwarz wie die klassische Variante. 7.e5 schein also, summa summarum, fragwürdig zu sein. In der Theorie. In der Praxis durchaus interessante Partien...