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01.05.2007, 12:33
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Eine Frage zu Spanisch
Hi Leute,
ich hab da mal eine Frage zur spanischen Eröffnung.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5
7.Lb3 d6
8.c3 O-O
9.h3
Nun, das ist gängige Theorie, aber warum spielt Weiß erst h2-h3, nachdem Schwarz rochiert hat? Oder warum spielt Schwarz nicht gleich 8... Lg4 (h2-h3 sollte doch gerade diesen Zug verhindern)?
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01.05.2007, 13:48
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1875
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Registriert seit: 04.2004
Ort: irgendwo in Nrw
Beiträge: 501
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Nach einer kleinen einseitigen Rochade in solchen Stellungen bekommt bekommt der Gegner nach h3 (h6) durch h6-g5-g4(h3-g4-g5) einen sehr starken Rochadeangriff. Zumindest im Italiener ist es ein sehr gängiges Angriffsmotiv, ob es sich im Spanier genauso anwenden lässt kann ich dir leider nicht sagen, da ich mich meist in anderen Stellungen befinde  8. Lg4 ist meiner Meinung nach auch gut spielbar, kommt vor allem beim Abtausch-Spanier vor.
Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich noch nie Theorie über diese Eröffnung in meinen Händen hielt, ich kenne das meiste nur aus meinen unzähligen Blitzpartien
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01.05.2007, 23:54
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Benutzer
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Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 20
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Außerdem dient 9.h3 der Vorbereitung von 10.d4. Durch sofortiges 9.d4 Lg4 hätte Schwarz aufgrund der Fesselung indirekten Druck gegen d4.
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02.05.2007, 14:22
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Darum geht es doch nicht. Ich weiß wozu h2-h3 gut ist.
Es geht einfach um die Frage, warum Weiß h2-h3 spielt, erst nachdem Schwarz rochiert hat.
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02.05.2007, 14:38
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 73
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Hallo Maxquick,
ich spekuliere ins Blaue hinein:
Weiß spielt c3, damit Schwarz nicht mit Sa5 nebst Sxb3 den weißfeldrigen Läufer bekommen kann. Sobald Schwarz nämlich d6 gezogen hat, ist der Springer nicht mehr an die Verteidigung des Bauern auf e5 gebunden und könnte sich den Weißfelder schnappen. Was denkst du, könnte das sein?
Geändert von ermattet (02.05.2007 um 14:40 Uhr)
Grund: vertippt
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02.05.2007, 15:50
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1875
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Registriert seit: 04.2004
Ort: irgendwo in Nrw
Beiträge: 501
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Zitat:
Zitat von maxquick
Darum geht es doch nicht. Ich weiß wozu h2-h3 gut ist.
Es geht einfach um die Frage, warum Weiß h2-h3 spielt, erst nachdem Schwarz rochiert hat.
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Wegen dem Angriff den ich oben beschrieb ?
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02.05.2007, 16:27
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Enforcer
Nach einer kleinen einseitigen Rochade in solchen Stellungen bekommt bekommt der Gegner nach h3 (h6) durch h6-g5-g4(h3-g4-g5) einen sehr starken Rochadeangriff. Zumindest im Italiener ist es ein sehr gängiges Angriffsmotiv, ...
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Wirklich?  Mir ist das Manöver h6-g5-g4 im Italiener eher bei zu früher weißer Rochade bekannt, schließlich schwächt man damit die eigene Königsstellung.
Edit: Zum Thema: Ich halte die Erklärung von ermattet für sehr gut. Schwarz plant im Spanier oft Sa5 nebst c5 und droht den Lb3 zu tauschen. Deswegen spielt Weiß erst c3 und danach h3, da der Läufer dann auf Sa5 nach c2 ausweichen kann, von wo aus er den Schwarzen Königsflügel unter Druck setzt und schwarzes Gegenspiel erschwert.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus
Geändert von klaus74 (02.05.2007 um 16:31 Uhr)
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02.05.2007, 18:13
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GM des Forums
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Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
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Zitat:
Zitat von maxquick
Hi Leute,
ich hab da mal eine Frage zur spanischen Eröffnung.
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1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3
gleich d4 geht nicht wg Sxd4 9.Sxd4 exd4 und wenn 10.Dxd4? so folgt c5 nebst c5-c4 mit Gewinn des Läufers. c3 wird in erster Linie gespielt um d4 durchzudrücken. Schöner _Nebeneffekt_, daß der ws L auf c2 ein Versteck findet und der Sw S auch wieder lange braucht um ins Spiel (zum Königsflügel) zu finden.
8.... O-O
vorher spielte man gleich Sa5 9.Lc2 c5 10.d4 Dc7 (hier ist Lg4 auch schlecht wg 10.... Lg4 11.dxe5 und Sw muß Lxf3 spielen) 11.h3 (hier wäre Lg4 auch ungefährlich: 11.Sbd2 Lg4 12.h3 Lh5 13. Sf1 und Ws droht g4 und der sw L steht auf g6 nicht gut) 11.... 0-0
dann nahm man wohl zu Recht an, daß Ws nicht gut 9.d4 wg Lg4 spielen kann: 9.d4 Lg4 10.Le3 (nach 10.d5,Sa5 und c6 ergreift Sw die Initiative wg der offenen c-Linie) 10... exd4 11.cxd4 Sa5 12.Lc2 Sc4 13.Lc1 c5 14.b3 Sb6 15.Lb2 Tc8 16.Sbd2 Sfd7 und nach 17.dxc5 kann Sw mit dem Springer nehmen und mit Te8 und Lf6 eine Klärung im Zentrum erzwingen.
9.h3
führt nach Sa5 10.Lc2 c5 11.d4 Dc7 zur Variante mi 8.... Sa5. Ws will d4 unter günstgeren Bedingungen spielen und Sw nützt dies um zum befreiendem c5 zu kommen.
Zitat:
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Nun, das ist gängige Theorie, aber warum spielt Weiß erst h2-h3, nachdem Schwarz rochiert hat?
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Wenn du die 8.... Sa5 Variante, statt 8... 0-0, ansiehst kann h3 durchaus vor der Rochade von Sw kommen aber nicht 8.... Lg4
Zitat:
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Oder warum spielt Schwarz nicht gleich 8... Lg4 (h2-h3 sollte doch gerade diesen Zug verhindern)?
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Lg4 soll d4 "verhindern", so rum wird ein Schuh daraus. Auf 8.c3 Lg4 kann Ws am besten 9.d3 nebst Sbd2-f1-g3 und jetzt h3 spielen. Es empfiehlt sich auch oft, die Lage im Zentrum ist unter Kontrolle, noch h3,g4 vor Sg3 zu spielen. Meist muß man eh so umgruppieren um unter anderem f5 in seine Gewalt zu bringen oder den S auf f5 zu opfern um die g-Linie zu öffnen. Sw muß sehen wie er zu c5 kommt und da kann es, mit dem Springer auf Abwegen, gefährlich in dieser Variante werden. Und wenn du die Stellung ansiehst "droht" im weiteren Spielverlauf der d- Bauer mit Tempo d4-exd4-e5 die Stellung zu öffnen, den Lc2 zu erwecken, und bis e6 vorzudringen. Damit nimmt er demKönig auch noch ein wichtiges Fluchtfeld. Er verliert also auch kein Tempo wg d3 satt d4 auf 8.... Lg4.
Geändert von Bogoljubow (02.05.2007 um 18:18 Uhr)
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02.05.2007, 18:25
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1875
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Registriert seit: 04.2004
Ort: irgendwo in Nrw
Beiträge: 501
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Zitat:
Zitat von klaus74
Wirklich?  Mir ist das Manöver h6-g5-g4 im Italiener eher bei zu früher weißer Rochade bekannt, schließlich schwächt man damit die eigene Königsstellung.
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Eben deswegen sollte Weiß auch nicht h3 spielen, wenn schwarz noch nicht (klein) rochiert hat. Versteh ich euch nicht, oder ihr mich nicht ?
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02.05.2007, 18:27
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Vielen dank für die ausführliche Antwort. Jetzt wird mir einiges klarer!
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03.05.2007, 00:33
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Sehr Aktiver
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Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 53
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Zitat:
Zitat von Bogoljubow
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 Sa5 9.Lc2 c5 10.d4 Dc7 11.h3 (hier wäre Lg4 auch ungefährlich: 11.Sbd2 Lg4 12.h3 Lh5 13. Sf1 und Ws droht g4 und der sw L steht auf g6 nicht gut) 11.... 0-0
...............
9.h3
führt nach Sa5 10.Lc2 c5 11.d4 Dc7 zur Variante mi 8.... Sa5.
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Nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 Sa5 9.Lc2 c5 10.d4 Dc7 wäre 11.Sbd2 angebracht. 8. ...0-0 wurde deswegen Hauptvariante der Theorie.
11.h3 0-0 führt zur Variante mit 8....0-0. So herum ist es.
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03.05.2007, 07:21
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GM des Forums
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Beiträge: 449
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Zitat:
Zitat von Dracula
Nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.O-O Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 Sa5 9.Lc2 c5 10.d4 Dc7 wäre 11.Sbd2 angebracht. 8. ...0-0 wurde deswegen Hauptvariante der Theorie.
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Das mag schon sein und ich habe 11.Sbd2 Lg4 (statt 11.h3) auch nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern als "ungefährlich"eingestuft. Mit 8.... 0-0 will Sw dies trotzdem umgehen. Ich schrieb ja "vorher" spielte man 8.... Sa5. Daraus folgt natürlich, daß
"heute" 8.... 0-0 Theorie ist. Ich sehe den Widerspruch nicht.
Zitat:
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11.h3 0-0 führt zur Variante mit 8....0-0. So herum ist es.
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Dies war die alte Hauptvariante, der Ws mit 11.Sbd2 aber ausweichen konnte. Nach 8.... 0-0 9.h3 Sa5 kommt man wieder in die alte Hauptvariante. Da Sw sich von 11.Sbd2 Lg4 nichts verspricht und dies mit 8.... 0-0 vermeidet, wurde dies die "neue" Hauptvariante.
Die zeitliche Abfolge ist dann wohl doch richtig!?
Nebenbei bemerkt wollte ich nur deutlich machen wann der Zug Lg4 etwas bringt, wann nicht und warum er keine Alternative zu 8.... 0-0 darstellt..
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03.05.2007, 11:18
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GM des Forums
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Beiträge: 449
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Zitat:
Zitat von maxquick
Vielen dank für die ausführliche Antwort. Jetzt wird mir einiges klarer!
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Jetzt habe ich mal ein altes Formular von 1980 rausgeholt. Damals habe ich mit Ws
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0-0 9.d3
versucht um h3 vorerst zu vermeiden und Sw vielleicht zu Lg4 zu verleiten. Der hat aber mit einer anderen Idee reagiert.
9.... Sb8
Er will den Springer über d7 führen ohne den Läufer auf sein Feld c2 zu treiben. Tempomäßig dürfte es sich die Waage halten.
10.Sbd2 Sbd7 11.Lc2
(In einer Partie Medina-Pfleger, 1972 Wien, wurde mit Sf1 fortgesetzt.) Der Läufer gehört auch deswegen nach c2 um e4 zuverlässig zu decken sobald man d4 spielen will. Dies rechtfertigt in der HV ja auch das Manöver Te1,c3,d4. Sonst hängt ja der e4 ständig. Zugegeben bei d3 _noch_ nicht nötig aber da war ich noch jung  (16) Damals gabs noch keine Datenbanken und keinen Fritz.
11.... Lb7 12.Sf1 Te8 13.h3
Mmmmh, ohne h3 gehts aber wohl doch nicht. Es sei denn man spielt das ganze Manöver Sbd2-f1-g3 (od. e3) noch vor der Rochade um dann gleich mit h4 usw. anzugreifen. Aber das ist ein anderes Thema.
13..... Lf8 14.g4 Sc5 15.Sg3 g6
vllt erst Sg3,Sf5 und dann g4. sw d5, denke ich heute, könnte die frühe Verpflichtung zum Rochadeangriff vllt eher auf den Prüfstand stellen.
16.Sh2 Se6 17.g5 Sd7 18.h4 d5 19.Sg4 Sf4 20.Lxf4 exf4 21.Se2 Ld6 22.Sd4 h5 23.Sh6+ Kg7 24.Sdf5+ gxf5 25.Dxh5 Se5 26.Sxf5+ Kg8 27.d4 Sg6 28.e5 Lf8 29.e6 Lg7 30.Sxg7 1-0
Ist jetzt nicht unbedingt eine Musterpartie  aber veranschaulicht die ws Ideen.
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