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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 1 ( permalink)

22.02.2007, 20:50
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 426
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:))
Also, damit ihr mich nicht für einen blutigen Anfänge haltet (meistens sind es ja die, die Dh5 spielen): die Diskussion begann noch im Königsgambitthread.
Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Parhams Angriff. Zuerst eine lustige Blitzpartie zwischen mir als Zentaur (mit Fritz als Hilfsengine) und Rybka, wo Rybka schon im 10. Zug Figurenverlust hinnehmen musste:
[Event "Wertungspartie, 10m + 3s"]
[Site "Maschinenraum"]
[Date "2007.02.11"]
[Round "?"]
[White "Kampfgeist"]
[Black "M_Bechmann"]
[Result "1-0"]
[ECO "C20"]
[BlackElo "2463"]
[PlyCount "147"]
[EventDate "2007.02.11"]
[TimeControl "600+3"]
1. e4 e5 2. Qh5 Nc6 3. Bc4 g6 4. Qf3 Nf6 5.Ne2 Bc5 6. O-O O-O 7. Nbc3 d6 8. d3 Bg4 9. Qg3 Na5 10. Bg5 Nxc4 11. Qh4 Kg7 12. Nd5 Nxd5 13. Bxd8 Bxe2 14. Bg5 h5 15. dxc4 Nb4 16. Bf6+ Kh7 17. Rfc1 Bxc4 18. b3 Be6 19. a3 Nc6 20. b4 Bb6 21. c3 Nb8 22. Re1 Nd7 23. Be7 Rfe8 24. Bg5 c6 25. Qg3 Bc7 26. a4 a5 27. Rab1 axb4 28. Rxb4 Nc5 29. f4 Ba5 30. f5 Bc8 31.Qf3 Rg8 32. Be7 Rg7 33. Bxd6 Nd7 34. Rbb1 Bd8 35. Rf1 Bf6 36. fxg6+ fxg6 37. Qh3 Bg5 38. Qe6 Bf4 39. Qc4 Ra6 40. Ra1 Nb6 41. Qb3 Nd7 42. Rad1 b6 43. Qe6 Rxa4 44. Bf8 Nxf8 45. Qxc8 Be3+ 46. Kh1 Bc5 47. Qxc6 Rga7 48. h4 Kh6 49. Kh2 Rc4 50. Qd5 b5 51. Qxe5 Nh7 52. Rd5 Ba3 53. Rxb5 Re7 54. Qf4+ Kg7 55. Re5 Rcc7 56. Rxe7+ Rxe7 57. e5 Rb7 58. e6 Kg8 59. Qe4 Bd6+ 60. Kh1 Rg7 61.Qa8+ Bf8 62. c4 Re7 63. Qd8 Rb7 64. c5 g5 65. c6 Ra7 66. c7 Ra4 67.Rxf8+ Nxf8 68. Qxg5+ Kh8 69.c8=Q Ra1+ 70. Kh2 Rh1+ 71. Kxh1 Kh7 72. Qxh5+ Kg7 73. Qc3+ Kg8 74. Qhh8# 1-0
Eines der typischen Motive in PA - Schwäche des Springers auf f6 - spielte entscheidene Rolle (in diesem Sinne war der schwarze Fehler bereits 5...Lc5 - der Läufer gehört eindeutig nach g7.)
Jetzt zur Eröffnung selbst. Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Klar, die meisten mögen es, ihr Material zu behalten und spielen Sc6 (die Möflichkeit 2...Sf6 wird später erwähnt). 3.Lc4. Jeder Anfänger weiß - droht Schäfermatt. Hier muss Schwarz ein kleines Zugeständinis machen die den späteren weißen Tempoverlust (die Dame wird ja früher oder später von h5 verbannt)rechfertigen. Tatsächlich: 3...g6 scwächt schwarze Felder auf dem Königsflügel (vor allem f6), außerdem, nach späterem Lg7 ist der Läufer von eigenem Bauer auf e5 (den loszuwerden ist schwer) blockiert. De7 blockiert den Läufer noch schlimmer und bei 3... Df6 spielt Schwarz quasi dasselbe, was Weiß spielen will  . Auerdem, erlauben De7 bzw Df6 beide Weiß, ungestört Sf3 zu spielen (bei De7 geht die weiße Dame später nach h4, bei Df6 wird sie meistens irgenwo später abgetauscht). g6 scheint mir am besten. Hier geht die Hauptvariante mit Df3 weiter, auf Freunde der Überraschungen können Dd1 spielen - auf dem Brett ist Wiener Partie mit vertauschten Farben, die Variante gilt als ausgeglichen - das ist aber schon eine andere Eröffnung  .
Also, 4.Df3 Sf6 (was sonst?). Droht Sd4, viele Anfänger machen hier den Fehler (der Grund, warum sie später als Fortgeschrittene glauben., Dh5 sei widerlegt) Db3?? Sd4-+. Die Drohung Sd4 muss also abgewehrt werden - mit Enwicklung also 5. Se2 d6 (mit Der Idee Lg4) 6.h3 (pariert diese Idee, Fritz würde gar rochieren)) Lg7 7.d3 0-0 8.Lg5. Droht Sb1-c3-d5 (unglablich, wie viele das übersehen). Schwarz hat 2 wege zu verteidigen:
1) Sa5 (Idee Sxc4) Sc3 Sxc4? Sd5 Sxb2 Sxf6+ Lxf6 Lxf6 Dd7 De3 +/-.
Besser als Sxc4 ist h6, aber damit macht sich schwarz noch eine Schwäche.
2) De7 Sc3 Le6 0-0 Lxc4 dxc4 - Weiß hat eine besetzte halboffene Linie für den Doppelbauer
3)sofortiges Le6 - ähnlich wie 2).
In allen Fällen sehe ich die Stellung als ausgeglichen an.
Nun zu 2...Sf6. Hier geht 3.Dxe5+ Le7 4.Lc4 0-0 zugunsten von Schwarz (Hauptvariante: Sc3 Sc6 Dg3 Sxe4 Sxe4 d5 Lxd5 Dxd5 d3 Sd4; ein Versuch d4 frühzeitig zu decken scheitert auch: 5.Sf3 Sc6 6.Dg3? d5 7.exd5 Sh5+- bzw. 6.Df4 d5 7.Lxd5 (exd5 Ld6 Dg5 Sb4)Ld6 Dg5 h6 Dh4 Sxd5 Dxd8 Txd8 exd5 Sb4 Sa3 Te8+)), aber es gibt ja noch 4.d3, was relativ ausgeglichen ist.....
Eure objektive Meinung (nicht "Schwarz steht besser" ohne Begrüngung) ist gefragt.
Geändert von alexmagnus (22.02.2007 um 21:27 Uhr)
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 3 ( permalink)

22.02.2007, 22:40
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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In jener Diskussion ist keiner auf die von mir angegebenen Varianten eingegangen.
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 4 ( permalink)

25.02.2007, 14:11
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dann wollen wir diesen thread nutzen oder den anderen?
falls der andere weiter genutzt wird werde ich diesen beitrag in den anderen reinkopieren
also: heute beim mannschaftswettkampf; heimspiel ; wir also schwarz am ersten brett; mein mannschaftskollege kam knapp ne stunde zu spät, gerade so dass er nicht verloren hatte (er verliert sonst schon immer auf zeit)
diese partie kam raus:
weiß: ca.2200 dwz
schwarz: ca.2100 dwz
1. e4 e5 2. Bc4 Qh4 3. d3 Bc5 4. Qe2 Nc6 5. c3 d6 6.g3 Qe7 7. f4 f5 8. fxe5 Nxe5 9. Bxg8 fxe4 10. d4 Nd3+ 11. Kd1 Bg4 12. Qxg4 Nf2+ 13. Ke2 Nxg4 14. Bd5 c6 15. Bb3 Bb6 16. Nh3 e3 17. Nf4 g5 18. Nd3 Qe4 19. Rg1 Rf8 20. Bd1 Rf2+ 21. Ke1 Qxd3 22. Bxg4 Ke7 0-1
er spielte die hier diskutierte variante also noch mit einem tempo weniger und gewann schnell! weiß mag zwar bei korrektem spiel in vorteil kommen aber es ist nicht einfach. praktisch auf jedenfall gut spielbar!
Gruß Ali
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 5 ( permalink)

25.02.2007, 15:42
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Ha! Weiß hat seinen Gegner wohl nicht ganz ernst genommen  - seine Dame war wohl zu retten.... Es ist zwar nicht ganz PA, aber lustig.
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 6 ( permalink)

25.02.2007, 17:58
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die dame war wohl zu retten, die partie aber nicht mehr. die stellung ist auch ohne damenverlust schon verloren.
Gruß Ali
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 7 ( permalink)

27.10.2007, 20:19
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Zitat:
Zitat von alexmagnus
Also, damit ihr mich nicht für einen blutigen Anfänge haltet (meistens sind es ja die, die Dh5 spielen): die Diskussion begann noch im Königsgambitthread.
Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Parhams Angriff. Zuerst eine lustige Blitzpartie zwischen mir als Zentaur (mit Fritz als Hilfsengine) und Rybka, wo Rybka schon im 10. Zug Figurenverlust hinnehmen musste:
[Event "Wertungspartie, 10m + 3s"]
[Site "Maschinenraum"]
[Date "2007.02.11"]
[Round "?"]
[White "Kampfgeist"]
[Black "M_Bechmann"]
[Result "1-0"]
[ECO "C20"]
[BlackElo "2463"]
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[EventDate "2007.02.11"]
[TimeControl "600+3"]
1. e4 e5 2. Qh5 Nc6 3. Bc4 g6 4. Qf3 Nf6 5.Ne2 Bc5 6. O-O O-O 7. Nbc3 d6 8. d3 Bg4 9. Qg3 Na5 10. Bg5 Nxc4 11. Qh4 Kg7 12. Nd5 Nxd5 13. Bxd8 Bxe2 14. Bg5 h5 15. dxc4 Nb4 16. Bf6+ Kh7 17. Rfc1 Bxc4 18. b3 Be6 19. a3 Nc6 20. b4 Bb6 21. c3 Nb8 22. Re1 Nd7 23. Be7 Rfe8 24. Bg5 c6 25. Qg3 Bc7 26. a4 a5 27. Rab1 axb4 28. Rxb4 Nc5 29. f4 Ba5 30. f5 Bc8 31.Qf3 Rg8 32. Be7 Rg7 33. Bxd6 Nd7 34. Rbb1 Bd8 35. Rf1 Bf6 36. fxg6+ fxg6 37. Qh3 Bg5 38. Qe6 Bf4 39. Qc4 Ra6 40. Ra1 Nb6 41. Qb3 Nd7 42. Rad1 b6 43. Qe6 Rxa4 44. Bf8 Nxf8 45. Qxc8 Be3+ 46. Kh1 Bc5 47. Qxc6 Rga7 48. h4 Kh6 49. Kh2 Rc4 50. Qd5 b5 51. Qxe5 Nh7 52. Rd5 Ba3 53. Rxb5 Re7 54. Qf4+ Kg7 55. Re5 Rcc7 56. Rxe7+ Rxe7 57. e5 Rb7 58. e6 Kg8 59. Qe4 Bd6+ 60. Kh1 Rg7 61.Qa8+ Bf8 62. c4 Re7 63. Qd8 Rb7 64. c5 g5 65. c6 Ra7 66. c7 Ra4 67.Rxf8+ Nxf8 68. Qxg5+ Kh8 69.c8=Q Ra1+ 70. Kh2 Rh1+ 71. Kxh1 Kh7 72. Qxh5+ Kg7 73. Qc3+ Kg8 74. Qhh8# 1-0
Eines der typischen Motive in PA - Schwäche des Springers auf f6 - spielte entscheidene Rolle (in diesem Sinne war der schwarze Fehler bereits 5...Lc5 - der Läufer gehört eindeutig nach g7.)
Jetzt zur Eröffnung selbst. Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Klar, die meisten mögen es, ihr Material zu behalten und spielen Sc6 (die Möflichkeit 2...Sf6 wird später erwähnt). 3.Lc4. Jeder Anfänger weiß - droht Schäfermatt. Hier muss Schwarz ein kleines Zugeständinis machen die den späteren weißen Tempoverlust (die Dame wird ja früher oder später von h5 verbannt)rechfertigen. Tatsächlich: 3...g6 scwächt schwarze Felder auf dem Königsflügel (vor allem f6), außerdem, nach späterem Lg7 ist der Läufer von eigenem Bauer auf e5 (den loszuwerden ist schwer) blockiert. De7 blockiert den Läufer noch schlimmer und bei 3... Df6 spielt Schwarz quasi dasselbe, was Weiß spielen will  . Auerdem, erlauben De7 bzw Df6 beide Weiß, ungestört Sf3 zu spielen (bei De7 geht die weiße Dame später nach h4, bei Df6 wird sie meistens irgenwo später abgetauscht). g6 scheint mir am besten. Hier geht die Hauptvariante mit Df3 weiter, auf Freunde der Überraschungen können Dd1 spielen - auf dem Brett ist Wiener Partie mit vertauschten Farben, die Variante gilt als ausgeglichen - das ist aber schon eine andere Eröffnung  .
Also, 4.Df3 Sf6 (was sonst?). Droht Sd4, viele Anfänger machen hier den Fehler (der Grund, warum sie später als Fortgeschrittene glauben., Dh5 sei widerlegt) Db3?? Sd4-+. Die Drohung Sd4 muss also abgewehrt werden - mit Enwicklung also 5. Se2 d6 (mit Der Idee Lg4) 6.h3 (pariert diese Idee, Fritz würde gar rochieren)) Lg7 7.d3 0-0 8.Lg5. Droht Sb1-c3-d5 (unglablich, wie viele das übersehen). Schwarz hat 2 wege zu verteidigen:
1) Sa5 (Idee Sxc4) Sc3 Sxc4? Sd5 Sxb2 Sxf6+ Lxf6 Lxf6 Dd7 De3 +/-.
Besser als Sxc4 ist h6, aber damit macht sich schwarz noch eine Schwäche.
2) De7 Sc3 Le6 0-0 Lxc4 dxc4 - Weiß hat eine besetzte halboffene Linie für den Doppelbauer
3)sofortiges Le6 - ähnlich wie 2).
In allen Fällen sehe ich die Stellung als ausgeglichen an.
Nun zu 2...Sf6. Hier geht 3.Dxe5+ Le7 4.Lc4 0-0 zugunsten von Schwarz (Hauptvariante: Sc3 Sc6 Dg3 Sxe4 Sxe4 d5 Lxd5 Dxd5 d3 Sd4; ein Versuch d4 frühzeitig zu decken scheitert auch: 5.Sf3 Sc6 6.Dg3? d5 7.exd5 Sh5+- bzw. 6.Df4 d5 7.Lxd5 (exd5 Ld6 Dg5 Sb4)Ld6 Dg5 h6 Dh4 Sxd5 Dxd8 Txd8 exd5 Sb4 Sa3 Te8+)), aber es gibt ja noch 4.d3, was relativ ausgeglichen ist.....
Eure objektive Meinung (nicht "Schwarz steht besser" ohne Begrüngung) ist gefragt.
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2.Dh5 ist völliger Quatsch(Ermangelung der einfachsten Schachprinzipien). Diesem "Blödmann" begegnete ich auch mehrmals im Internetschach, hab aber die Partie sofort abgebrochen, wohl ein "Autofahrer", d.h. Blech im Köpp --
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 8 ( permalink)

27.10.2007, 20:50
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Aktiver
DWZ/Elo: 1900<x<2000
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Registriert seit: 09.2007
Beiträge: 45
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Ich hab mal versucht das ganz mal mit Rybka "nachzuvollziehen".
Es ist mit trotz einiger Bemühungen (Bedenkzeit, Engineparameter)
nicht gelungen ihn (Rybka) zu 5.... - Lc5 zu überreden. Er will
stattdessen partout, wie von dir auch schon bemerkt, denn Läufer
nach g7 entwicklen.
Bist du sicher des Schwarz kein Zentaur mit schlechter "Tagesform"
war.
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 9 ( permalink)

27.10.2007, 21:06
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Kenner
DWZ/Elo: Best:2440-IM
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Registriert seit: 10.2007
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Zitat:
Zitat von alexmagnus
Also, damit ihr mich nicht für einen blutigen Anfänge haltet (meistens sind es ja die, die Dh5 spielen): die Diskussion begann noch im Königsgambitthread.
Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Parhams Angriff. Zuerst eine lustige Blitzpartie zwischen mir als Zentaur (mit Fritz als Hilfsengine) und Rybka, wo Rybka schon im 10. Zug Figurenverlust hinnehmen musste:
[Event "Wertungspartie, 10m + 3s"]
[Site "Maschinenraum"]
[Date "2007.02.11"]
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1. e4 e5 2. Qh5 Nc6 3. Bc4 g6 4. Qf3 Nf6 5.Ne2 Bc5 6. O-O O-O 7. Nbc3 d6 8. d3 Bg4 9. Qg3 Na5 10. Bg5 Nxc4 11. Qh4 Kg7 12. Nd5 Nxd5 13. Bxd8 Bxe2 14. Bg5 h5 15. dxc4 Nb4 16. Bf6+ Kh7 17. Rfc1 Bxc4 18. b3 Be6 19. a3 Nc6 20. b4 Bb6 21. c3 Nb8 22. Re1 Nd7 23. Be7 Rfe8 24. Bg5 c6 25. Qg3 Bc7 26. a4 a5 27. Rab1 axb4 28. Rxb4 Nc5 29. f4 Ba5 30. f5 Bc8 31.Qf3 Rg8 32. Be7 Rg7 33. Bxd6 Nd7 34. Rbb1 Bd8 35. Rf1 Bf6 36. fxg6+ fxg6 37. Qh3 Bg5 38. Qe6 Bf4 39. Qc4 Ra6 40. Ra1 Nb6 41. Qb3 Nd7 42. Rad1 b6 43. Qe6 Rxa4 44. Bf8 Nxf8 45. Qxc8 Be3+ 46. Kh1 Bc5 47. Qxc6 Rga7 48. h4 Kh6 49. Kh2 Rc4 50. Qd5 b5 51. Qxe5 Nh7 52. Rd5 Ba3 53. Rxb5 Re7 54. Qf4+ Kg7 55. Re5 Rcc7 56. Rxe7+ Rxe7 57. e5 Rb7 58. e6 Kg8 59. Qe4 Bd6+ 60. Kh1 Rg7 61.Qa8+ Bf8 62. c4 Re7 63. Qd8 Rb7 64. c5 g5 65. c6 Ra7 66. c7 Ra4 67.Rxf8+ Nxf8 68. Qxg5+ Kh8 69.c8=Q Ra1+ 70. Kh2 Rh1+ 71. Kxh1 Kh7 72. Qxh5+ Kg7 73. Qc3+ Kg8 74. Qhh8# 1-0
Eines der typischen Motive in PA - Schwäche des Springers auf f6 - spielte entscheidene Rolle (in diesem Sinne war der schwarze Fehler bereits 5...Lc5 - der Läufer gehört eindeutig nach g7.)
Jetzt zur Eröffnung selbst. Also, 1.e4 e5 2.Dh5. Klar, die meisten mögen es, ihr Material zu behalten und spielen Sc6 (die Möflichkeit 2...Sf6 wird später erwähnt). 3.Lc4. Jeder Anfänger weiß - droht Schäfermatt. Hier muss Schwarz ein kleines Zugeständinis machen die den späteren weißen Tempoverlust (die Dame wird ja früher oder später von h5 verbannt)rechfertigen. Tatsächlich: 3...g6 scwächt schwarze Felder auf dem Königsflügel (vor allem f6), außerdem, nach späterem Lg7 ist der Läufer von eigenem Bauer auf e5 (den loszuwerden ist schwer) blockiert. De7 blockiert den Läufer noch schlimmer und bei 3... Df6 spielt Schwarz quasi dasselbe, was Weiß spielen will  . Auerdem, erlauben De7 bzw Df6 beide Weiß, ungestört Sf3 zu spielen (bei De7 geht die weiße Dame später nach h4, bei Df6 wird sie meistens irgenwo später abgetauscht). g6 scheint mir am besten. Hier geht die Hauptvariante mit Df3 weiter, auf Freunde der Überraschungen können Dd1 spielen - auf dem Brett ist Wiener Partie mit vertauschten Farben, die Variante gilt als ausgeglichen - das ist aber schon eine andere Eröffnung  .
Also, 4.Df3 Sf6 (was sonst?). Droht Sd4, viele Anfänger machen hier den Fehler (der Grund, warum sie später als Fortgeschrittene glauben., Dh5 sei widerlegt) Db3?? Sd4-+. Die Drohung Sd4 muss also abgewehrt werden - mit Enwicklung also 5. Se2 d6 (mit Der Idee Lg4) 6.h3 (pariert diese Idee, Fritz würde gar rochieren)) Lg7 7.d3 0-0 8.Lg5. Droht Sb1-c3-d5 (unglablich, wie viele das übersehen). Schwarz hat 2 wege zu verteidigen:
1) Sa5 (Idee Sxc4) Sc3 Sxc4? Sd5 Sxb2 Sxf6+ Lxf6 Lxf6 Dd7 De3 +/-.
Besser als Sxc4 ist h6, aber damit macht sich schwarz noch eine Schwäche.
2) De7 Sc3 Le6 0-0 Lxc4 dxc4 - Weiß hat eine besetzte halboffene Linie für den Doppelbauer
3)sofortiges Le6 - ähnlich wie 2).
In allen Fällen sehe ich die Stellung als ausgeglichen an.
Nun zu 2...Sf6. Hier geht 3.Dxe5+ Le7 4.Lc4 0-0 zugunsten von Schwarz (Hauptvariante: Sc3 Sc6 Dg3 Sxe4 Sxe4 d5 Lxd5 Dxd5 d3 Sd4; ein Versuch d4 frühzeitig zu decken scheitert auch: 5.Sf3 Sc6 6.Dg3? d5 7.exd5 Sh5+- bzw. 6.Df4 d5 7.Lxd5 (exd5 Ld6 Dg5 Sb4)Ld6 Dg5 h6 Dh4 Sxd5 Dxd8 Txd8 exd5 Sb4 Sa3 Te8+)), aber es gibt ja noch 4.d3, was relativ ausgeglichen ist.....
Eure objektive Meinung (nicht "Schwarz steht besser" ohne Begrüngung) ist gefragt.
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Ja, du bist ein blutiger Anfänger, wer Schach halbwegs versteht, wird niemals 2.Dh5? spielen. Die Figur wird zurück geworfen und Schwarz hat schon das bessere Spiel
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 10 ( permalink)

27.10.2007, 23:59
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Neuling
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Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 6
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Zitat:
Zitat von Ali
weiß: ca.2200 dwz
schwarz: ca.2100 dwz
1. e4 e5 2. Bc4 Qh4
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Trapatoni würde nur sagen: Was erlauben sich Schwarz?
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 11 ( permalink)

29.10.2007, 13:23
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
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Zitat:
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Ja, du bist ein blutiger Anfänger, wer Schach halbwegs versteht, wird niemals 2.Dh5? spielen. Die Figur wird zurück geworfen und Schwarz hat schon das bessere Spiel
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Sag das Bernard Parham  . Der spielt 2.Dh5 überhaupt gegen alles, was h5 nicht deckt. Allerdings finde ich es nur gegen e5 spielbar (1.e4 c5 2.Dh5 verliert beinahe forciert, Nakamura-Volokitin 2005 ist ein gutes Beispiel), und ja - ihr sagt, es sei schlecht schreibt aber keine einzige Variante die meine Analysen widerlegt. Ich sehe den einzigen Widerlegungsversuch nur im Gambit 2...Sf6. was 2-3 Tempi gewinnt. In den ganzen Varianten mit 2..Sc6 platziert sich die Dame auf f3 oder h4 (hängt davon ab, was Schwarz auf 3.Lc4 spielt - g6 oder De7), ein wobei auf h4 ist es nichtmal ein Tempoverlust - die Dame braucht ja sowieso mind. 2 Züge um von d1 nach h4 zu kommen.
Außerdem, bin ich mit meinen 1600 (Langwertung auf Schach.de, bestwertung 1627) sicher kein Anfänger
Geändert von alexmagnus (29.10.2007 um 13:25 Uhr)
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 12 ( permalink)

29.10.2007, 16:57
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Erfahrener Benutzer
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@alexmagnus: ... einen Spieler der 2.Dh5 als "völligen Quatsch" bezeichnet und den Threadersteller als "blutigen Anfänger" diffamiert, der in einem anderen Thread (Schottisch) aber 4...Dh4 als OK befindet, den sollte man eh nicht ernst nehmen ...
Geändert von Schachkeks (29.10.2007 um 17:04 Uhr)
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 13 ( permalink)

30.10.2007, 00:07
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Zitat:
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@alexmagnus: ... einen Spieler der 2.Dh5 als "völligen Quatsch" bezeichnet und den Threadersteller als "blutigen Anfänger" diffamiert, der in einem anderen Thread (Schottisch) aber 4...Dh4 als OK befindet, den sollte man eh nicht ernst nehmen ...
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Obwohl ich ein eifriger Verteidiger von 2.Dh5 bin, muss ich dir hier widersprechen. Schottisch mit 4...Dh4 ist nämlich eine völlig andere Eröffnung, mit anderen Konzepten und ohne den für 2.Dh5 charakteristischen Tempoverlust...
Aber es gibt schon eine etablierte Eröffnung, die schlimmere "Mängel" hat als 2.Dh5. Skandinavisch-Hauptvariante. Da wird nicht nur ein (in vielen Partien sogar 3) Tempi verloren, durch Damenzüge wird da sogar Entwicklung des Gegners gefördert!
Bei 2.Dh5 ist zumindest das nicht Fall. Gerade Entwicklungsstörungen im Schwarzen Spiel ist ja weiße Kompensation für Dd1-h5-f3. Der schwarze Zug (1.e4 e5 2.Dh5 Sc6 3.Lc4) g6 ist unnatürlich - er zwingt Schwrz, den Läufer zu fianchettieren (sonst sind schwarze Felder am KF schwach) - und von g7 wird der Läufer vom eigenen e5-Bauern blockiert (und der kommt nicht bald weg - weiß hat keinen grund, d4 zu spielen, da der Springer von e2 auch so d4 kontrolliert - und um den schwarzfeldrigen Läufer rauszubringen, reicht d3). Die Variante mit 3...De7 verläuft meist 4.Sf3 Sf6 5.Dh4. KEIN Tempoverlust (die Dame kann ja NUR mind. durch 2 Züge von d1 nach h4 kommen) und blockierter Schwarzer Läufer! Schwarz hat dafür einen Schritt Entwicklungsvorsprung (durch Sf6), aber zum Vorteil reicht es nicht - aus den beiden anderen Gründen. Die ganze Variante (mit 3..De7) würde ich sogar mit +/= einschätzen, während 3...g6-Hauptvariante eher = ist. =, ausgeglichen - ja, der Anzugsvorteil ist weg, aber Schwarz steht nicht besser!. Und da sowieso Schach Remis ist, finde ich den Anzugsvorteil sowieso unsinnig. Der Anzugsvorteil ist eigentlich kein Vorteil. Wenn man am Angriff ist (weiß in "standarden" Eröffnungen), heißt das noch nicht, dass man im Vorteil ist. Man kann auch vorteilhaft verteidigen( wobei in der von mir beschriebenen Variante kein Angriff und keine Verteidigung stattfinden, das Spiel geht meist beidseitig ruhig weiter, ohne dass eine Seite Initiative hat).
Geändert von alexmagnus (30.10.2007 um 00:10 Uhr)
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 14 ( permalink)

30.10.2007, 23:07
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Zitat:
Zitat von alexmagnus
Bei 2.Dh5 ist zumindest das nicht Fall. Gerade Entwicklungsstörungen im Schwarzen Spiel ist ja weiße Kompensation für Dd1-h5-f3. Der schwarze Zug (1.e4 e5 2.Dh5 Sc6 3.Lc4) g6 ist unnatürlich - er zwingt Schwrz, den Läufer zu fianchettieren (sonst sind schwarze Felder am KF schwach) - und von g7 wird der Läufer vom eigenen e5-Bauern blockiert (und der kommt nicht bald weg - weiß hat keinen grund, d4 zu spielen, da der Springer von e2 auch so d4 kontrolliert - und um den schwarzfeldrigen Läufer rauszubringen, reicht d3).
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Warum ist Schwarz nach 3. ... g6 gezwungen Lg7 zu spielen, der Läufer kann genausogut nach e7 gestellt werden und Schwarz kann die lange Rochade anstreben. Danach sind die Schwächen am Königsflügel unbedeutend.
Zitat:
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Die Variante mit 3...De7 verläuft meist 4.Sf3 Sf6 5.Dh4. KEIN Tempoverlust (die Dame kann ja NUR mind. durch 2 Züge von d1 nach h4 kommen) und blockierter Schwarzer Läufer!
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Dieses Argument empfinde ich als reichlich seltsam! Warum sollte Weiß ein Interesse haben seine Dame auf h4 zu exponieren?
Außerdem noch eine Frage: Warum muss Schwarz im 4. Zug Sf6 spielen? Da mittlerweile ein Springer auf f3 steht, könnte er auch g6 spielen und nach 5. Dh4 Dxh4 6. Sxh4 Sd4 7. Lb3 Le7 ziehe ich die schwarze Stellung eindeutig vor.
Zitat:
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Schwarz hat dafür einen Schritt Entwicklungsvorsprung (durch Sf6), aber zum Vorteil reicht es nicht - aus den beiden anderen Gründen.
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Normalerweise ist Schwarz mit Ausgleich nach der Eröffnung sehr zufrieden  .
Zitat:
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Die ganze Variante (mit 3..De7) würde ich sogar mit +/= einschätzen,
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Also obige Variante ist sicher nicht +/=, eher umgekehrt.
Zitat:
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während 3...g6-Hauptvariante eher = ist. =, ausgeglichen - ja, der Anzugsvorteil ist weg, aber Schwarz steht nicht besser!.
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Das ist ja ein toller Erfolg für Weiß  . Wenn es Schwarz gelingt so einfach auszugleichen, hat Weiß die Eröffnung verbockt!
Zitat:
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Und da sowieso Schach Remis ist, finde ich den Anzugsvorteil sowieso unsinnig. Der Anzugsvorteil ist eigentlich kein Vorteil. Wenn man am Angriff ist (weiß in "standarden" Eröffnungen), heißt das noch nicht, dass man im Vorteil ist.
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Falsch, die Initiative ist ein Gut, welches enorme Bedeutung hat, da erwiesenermaßen die Verteidigung schwerer zu führen ist als der Angriff. Macht der Angreifer einen Fehler, so verliert er die Initiative, macht der Verteidiger einen Fehler, so verliert er die Partie!
Zitat:
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Man kann auch vorteilhaft verteidigen
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Dazu muss man allerdings sehr stark sein, es gibt in der Schachgeschichte sehr viele gute Angriffsspieler, jedoch nur wenige starke Verteidigungsspieler.
Noch einige weitere Anmerkungen:
1. e4 e5 2. Dh5 Dieser Zug ist meiner Meinung nach weniger fehlerhaft als der damit verbundene Plan einzügige, leicht zu parierende Angriffe auf den Punkt f7 zu starten Sc6! Einfach und stark, Figurenentwicklung und Bauerndeckung 3. Lc4 g6 Schwächt zwar die Felder f6 und g6, allerdings ist nicht zu erkennen, wie Weiß dies ausnützen kann. Es ist noch hinreichend früh in der Partie und Schwarz kann die Variante so steuern, dass diese Schwäche weniger ins Gewicht fällt. 4. Df3 Sf6! Schwarz bleibt bei seiner Eröffnungsstrategie und erreicht schon Entwicklungsvorsprung. 5. Se2 Spätestens an dieser Stelle erkennt man, dass die Weiße Eröffnung in die Hose gegangen ist und Schwarz die Initiative übernommen hat. Weiß muss die Drohung Sd4 verhindern d6! 6. h3 Du schreibst, dass damit die Drohung Lg4 entkräftet ist. Das ist richtig, allerdings muss Weiß dafür seine Entwicklung vernachlässigen. Das kann doch nicht der Willen des Weißen sein! Wenn Weiß bereits im 5. und 6. Zug gegnerische Drohungen bekämpfen muss, ist in der Eröffnung etwas mächtig schief gelaufen. Le6 Das ist mein Vorschlag (statt des von Dir gebrachten Lg7). Schwarz entwickelt den Damenläufer, was die lange Rochade vorbereitet. Weiterhin deckt der Läufer d5, was die Drohung Sd5, die noch in weiter Ferne liegt, entkräftet. Zu guter letzt greift der Läufer seinen ungedeckten Gegenspieler auf c4, weshalb sich Weiß entscheiden muss, ob er auf e6 tauscht (was nach fxe6 die f-Linie für Schwarz öffnet und Sd5 endgültig verhindert), oder ob er den Läufer zurück zieht. Ich ziehe in beiden Fällen die Schwarze Stellung vor! Interessant ist übrigens, dass Du noch schreibst, dass der Läufer auf g7 schlecht stünde und ihn dann dennoch dorthin entwickelst. Zumindest solltest Du nach dieser Festellung Alternativen prüfen. Zudem wäre Lh6 eine Möglichkeit, wonach 7. d3 an Lxc1 scheitert, das die Drohungen auf den schwarzen Feldern radikal beseitigt.
Zum Abschluss noch eine Frage: Was versteht man auf schach.de unter "Langpartien"?
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1.e4 e5 2.Dh5 (bitte kein Spam reinschreiben:)) Beitrag # 15 ( permalink)

30.10.2007, 23:52
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 426
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Zitat:
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Warum ist Schwarz nach 3. ... g6 gezwungen Lg7 zu spielen, der Läufer kann genausogut nach e7 gestellt werden und Schwarz kann die lange Rochade anstreben. Danach sind die Schwächen am Königsflügel unbedeutend.
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Unbedeutend für den König, aber angreifbar. Nach etwas Zentrumssicherung kann man durchaus als weißer lang rochieren und planmäßig am Königsflügel angreifen.
Zitat:
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Dieses Argument empfinde ich als reichlich seltsam! Warum sollte Weiß ein Interesse haben seine Dame auf h4 zu exponieren?
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Eine Figur mehr im Spiel. Bedroht ist sie auf h4 nicht, höchstens abtauschgefährdet.
Zitat:
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Außerdem noch eine Frage: Warum muss Schwarz im 4. Zug Sf6 spielen? Da mittlerweile ein Springer auf f3 steht, könnte er auch g6 spielen und nach 5. Dh4 Dxh4 6. Sxh4 Sd4 7. Lb3 Le7 ziehe ich die schwarze Stellung eindeutig vor.
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5.Dg5. Damentausch ist dann für schwarz nicht gut (Dxg5 Sxg5 Sh6 - noch eine missplatzierte Figur) und Sf6 Sc3 h6 De3 ist zwar ein Tempoverlust, doch schwarzen Vorteil sehe ich hier nicht, außerdem schwächt h6 den Königsflügel noch einmal.
Zitat:
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Zum Abschluss noch eine Frage: Was versteht man auf schach.de unter "Langpartien"?
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Die Partien auf denen meine Wertung basiert, sind zwischen 20+0 und 30+0 gewesen.
EDIT: Zu deinem Kommentar zu 5.Se2. Der Zug ist nicht nur defensiv, wie du ihn beschreibst (pariert Drohung Sd4), sondern auch entwickelnd. Und ob 6.h3 notwendig ist, oder man sich sogar den Spaß erlauben kann, Lg4 zuzulassen (wie in der Partie gegen Rybka oben), ist auch unklar.
Geändert von alexmagnus (31.10.2007 um 00:14 Uhr)
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