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Ich möchte noch einige schachliche Anmerkungen zu Brechstanges theortischen Ausführungen zum Thema Marshall-Angriff anbringen:
Der Zug 11....Sf6(der ist sicher gemeint,denn 11...Sc6 ist unmöglich)ist nicht so neu,er wurde sogar in der Stammpartie des Marshall-Angriffs,Capablanca-Marshall,New York 1918 angewandt(heute wird fast ausschließlich 11...c6 gespielt,da dies doch chancenreicher erscheint).
Zur weiteren (GM)-Analyse
12.d4 Ld6
13.Te1 Sg4
14.g3 (!?) Sh2
finden sich allein in der Online-Datenbank von Chessbase 67 Partien,scheint also doch keine so grosse neue Erkenntnis zu sein.Weiters hat Weiß nach
15.Dh5! Sg4
16.Lg5 Sf6
17.Dh4
die Sache doch einigermaßen im Griff,aber ich bin kein Experte für diese Variante.Bitte um (schachliche!) Rückmeldungen,
Ich möchte noch einige schachliche Anmerkungen zu Brechstanges theortischen Ausführungen zum Thema Marshall-Angriff anbringen:
Der Zug 11....Sf6(der ist sicher gemeint,denn 11...Sc6 ist unmöglich)ist nicht so neu,er wurde sogar in der Stammpartie des Marshall-Angriffs,Capablanca-Marshall,New York 1918 angewandt(heute wird fast ausschließlich 11...c6 gespielt,da dies doch chancenreicher erscheint).
Zur weiteren (GM)-Analyse
12.d4 Ld6
13.Te1 Sg4
14.g3 (!?) Sh2
finden sich allein in der Online-Datenbank von Chessbase 67 Partien,scheint also doch keine so grosse neue Erkenntnis zu sein.Weiters hat Weiß nach
15.Dh5! Sg4
16.Lg5 Sf6
17.Dh4
die Sache doch einigermaßen im Griff,aber ich bin kein Experte für diese Variante.Bitte um (schachliche!) Rückmeldungen,
liebe Grüße Gü
Natürlich ist 11...Sf6 nichts Neues ! Es ist ausanalysiert bis zum geht nicht mehr. Nur scheinen sich viele Schachspieler nur mit der 11...c6-Variante befasst zu haben. Der Grund hierfür ist recht einfach. Der Angriff von Schwarz ist nicht durchschlagend und Weiß kommt vorteilhaft aus dieser Variante heraus. Trotzdem lasse ich mir das gerne von Weiß zeigen.
Brechi
PS:
Im Anhang noch ein kurzer Comment zu dem Zug 11...Sf6, welche es wissen müssen!
Natürlich ist 11...Sf6 nichts Neues ! Es ist ausanalysiert bis zum geht nicht mehr. Nur scheinen sich viele Schachspieler nur mit der 11...c6-Variante befasst zu haben. Der Grund hierfür ist recht einfach. Der Angriff von Schwarz ist nicht durchschlagend und Weiß kommt vorteilhaft aus dieser Variante heraus. Trotzdem lasse ich mir das gerne von Weiß zeigen.
Hi,
ich habe leider den Vorgängerthread dazu nicht gesehen, aber wenn man die Kommentare auf Top-Ebene liest, scheint es sich doch eher so zu verhalten, dass Weiss nach Wegen sucht, um dem Marshall mit 11...c6 zu umgehen. Da scheint es mit weißem vorteil nicht weit her zu sein derzeit.
Ich denke das Problem mit 11...Sf6 ist, dass man es lediglich als Überraschungsvariante gegen einen unvorbereiteten Gegner bringen kann, da der Weg zu Varianten in denen der Schwarze Angriff abgewehrt wird, doch sehr einfach ist und in jedem Einsteigerbuch veröffentlicht ist.
ich habe leider den Vorgängerthread dazu nicht gesehen, aber wenn man die Kommentare auf Top-Ebene liest, scheint es sich doch eher so zu verhalten, dass Weiss nach Wegen sucht, um dem Marshall mit 11...c6 zu umgehen. Da scheint es mit weißem vorteil nicht weit her zu sein derzeit.
Ich denke das Problem mit 11...Sf6 ist, dass man es lediglich als Überraschungsvariante gegen einen unvorbereiteten Gegner bringen kann, da der Weg zu Varianten in denen der Schwarze Angriff abgewehrt wird, doch sehr einfach ist und in jedem Einsteigerbuch veröffentlicht ist.
bis bald
Heiko
Hallo Heiko,
wäre nett, wenn Du mir mal ein Einsteigerbuch nennst, in welchem die Abwehrvarianten der 11...Sf6-Variante drin stehen. Selbst in Schachbüchern für Fortgeschrittene, wird die 11...Sf6-Variante nur oberflächlich behandelt. Der Zug bekommt meist ein "?!" und dann kommt eine einzige mögliche Zugfolge und das wars. Mit den Varianten nach 11...Sf6 könnte man locker 30-40 Buchseiten füllen.
So einfach darfst Du die Sache also nicht sehen! Weiß bekommt bei korrektem Spiel eine vorteilhafte Stellung. Es reicht aber schon ein falscher Zug, und Schwarz behält bis zum Schluss die Initiative. Weiß hat sozusagen 5-6 Züge zur Auswahl, welche auf den ersten Blick gut aussehen, aber nur einer davon ist der Richtige!
Warum denkst Du, hat Marshall in seiner Partie 11...Sf6 aufs Brett gezaubert ? Marshall wusste damals schon, dass 11...c6 sicherer ist, aber schärfer ist 11...Sf6. Capablanca hat sich in der Partie auf keine Scharmützel eingelassen und die Sache gut kalkuliert bis zum Ende gespielt und den Punkt nach Hause gefahren. Sein Partiekommentar zu 11...Sf6 war: "11...Sf6 offenbart beiden Spielern einen Variantendschungel. Inwieweit sich Weiß auf die komplexen Varianten einlässt, kann Weiß selbst entscheiden. Ich habe mich für eine ausgeglichene Stellung entschieden, in welcher Schwarz den Bogen überspannte."
Du behauptest, dass der Weg den Weiß gehen muss recht einfach ist. Na dann bin ich jetzt mal auf diese Varianten gespannt......
Da es hier ja eine ganze Reihe von Marshallexperten zu geben scheint, könnte ja mal jemand die von mir im Partienteil eingestellte Fernschachpartie kommentieren.....auch wenn sie nciht ganz zu Ende gespielt wurde. Danke.
wäre nett, wenn Du mir mal ein Einsteigerbuch nennst, in welchem die Abwehrvarianten der 11...Sf6-Variante drin stehen. Selbst in Schachbüchern für Fortgeschrittene, wird die 11...Sf6-Variante nur oberflächlich behandelt. Der Zug bekommt meist ein "?!" und dann kommt eine einzige mögliche Zugfolge und das wars. Mit den Varianten nach 11...Sf6 könnte man locker 30-40 Buchseiten füllen.
Soweit ich mich erinnere, findet man das schon im Keres aus dem Sportverlag. Das war zumindest die Quelle nach der ich vor vielen Jahren mit Marshall gestartet bin. Wie viele Seiten man füllen kann, hängt wahrscheinlich davon ab, wie genau man jede mögliche Nebenvariante angibt. Wenn man aber die einfachen Fallen nur kurz streift, gibt es in dieser Variante einen relativ klaren Weg, bei dem Weiss den Angriff von Schwarz mit Vorteil abwehren kann.
Zitat:
Zitat von Brechstange
So einfach darfst Du die Sache also nicht sehen! Weiß bekommt bei korrektem Spiel eine vorteilhafte Stellung. Es reicht aber schon ein falscher Zug, und Schwarz behält bis zum Schluss die Initiative. Weiß hat sozusagen 5-6 Züge zur Auswahl, welche auf den ersten Blick gut aussehen, aber nur einer davon ist der Richtige!
Da hast Du natürlich recht, daher schrieb ich ja auch, dass diese Varainte spielbar ist, wenn man auf jemanden trifft, der darauf vollkommen unvorbereitet ist. Hast Du aber einmal eine derartige Partie in den Datenbanken hinterlassen, kannst du es m.E. nur noch für`s Blitzen oder Schnellschach einsetzen. Jeder der sich auf Dich vorbereitet, freut sich dann doch nur noch drauf, dass Du evtl. diese Variante einsetzen würdest.
Zitat:
Zitat von Brechstange
Warum denkst Du, hat Marshall in seiner Partie 11...Sf6 aufs Brett gezaubert ? Marshall wusste damals schon, dass 11...c6 sicherer ist, aber schärfer ist 11...Sf6. Capablanca hat sich in der Partie auf keine Scharmützel eingelassen und die Sache gut kalkuliert bis zum Ende gespielt und den Punkt nach Hause gefahren. Sein Partiekommentar zu 11...Sf6 war: "11...Sf6 offenbart beiden Spielern einen Variantendschungel. Inwieweit sich Weiß auf die komplexen Varianten einlässt, kann Weiß selbst entscheiden. Ich habe mich für eine ausgeglichene Stellung entschieden, in welcher Schwarz den Bogen überspannte."
Ich bin mir da leider nicht mehr sicher, aber ich dachte diese Partie war die Stammpartie. Kannte er zu diesem Zeitpunkt 11. ...c6 bereits? Keine Ahnung.
Marshall's damaliger Partiekommentar ist durchaus verständlich, doch mittlerweile scheint man den Dschungel soweit durchforstet zu haben, dass dieses Abspiel lediglich Chancen bietet, wenn der Weiße gar nichts über das Abspiel weiss.
Übrigens bin ich mir nicht so sicher, ob 11...Sf6 schärfer ist. Nach 11...c6 können die Varianten ebenso sehr shcarf werden, wenngleich man nicht innerhalb weniger Züge matt setzt. Allerdings ist 11...c6 wohl etwas gehaltvoller, d.h. es gibt nicht nur den Plan auf f2 oder h2 reinzuschlagen, sondern auch bei etwas Verteidigung durch Weiss weitere Resourcen zu nutzen.
Zitat:
Zitat von Brechstange
Du behauptest, dass der Weg den Weiß gehen muss recht einfach ist. Na dann bin ich jetzt mal auf diese Varianten gespannt......
Brechi
Wie gesagt, das kann man eigentlich überall nachlesen (ich habe momentan keinen Zugriff auf Bücher). Im Prinzip geht es so, dass man die zahlreichen Angebote, Figuren wegzunehmen nach Möglichkeit vermeidet und schließlich den Te1 mit Ld2 überdeckt. Danach hat man die Entwickung einigermaßen hinbekommen und ist auch für die üblichen Angriffe auf der e-Linie gewappnet.