Salut,
ich möchte in diesem Thread Anmerkungen meinerseits zu diesem Buch (Alex Yermolinsky "Der Weg zur Verbesserung im Schach" tätigen (nachdem mich Scipio via PN dazu angesprochen hat). Ich muss gestehen, dass ich das Buch bisher nur quergelesen habe und mir den ein oder anderen Abschnitt herausgepickt, aber es noch nicht "durchgearbeitet" weiß ...
In einem anderen Thread habe ich nach meinem ersten Blick in das Buch geschrieben, dass mir das Buch ad hoc etwas zu hoch gegriffen erscheint. Insbesondere habe ich diesen oberflächlichen Eindruck aufgrund des ersten Diagrammes (FEN "r4rk1/3nq1p1/1pbp1p1p/p4Q1P/2PPpP2/P3P3/1B2BP2/R3K1R1 w Q - 0 1" aus der Partie Yermolinsky - Braude) entstehen lassen, mit welchem ich so meine Schwierigkeiten habe/hatte ...
Mein erster Eindruck beim Betrachten des Diagrammes war, dass es mir schwer fiel zu sagen, welche Partie Vorteil hat und vor allem worin ein konkreter Plan für beide Seite bestehen kann. Da ich zu keinem "sicheren" Urteil gelangen konnte, habe ich mir die Kommentare durchgelesen und u.a. folgendes erfahren "Nach nur zwanzig Zügen sieht die schwarze Stellung ziemlich traurig aus: eine Sammlung von schwachen Bauern, passive Figuren, verdächtige Königsstellung und kein nennenswertes Gegenspiel. Im Gegenzug dazu hat Weiß das Läuferpaar, offene Linien für seine Türme, eine aktive Dame und Möglichkeiten auf beiden Flügeln." Soweit sogut, erstmal kein Widerspruch von mir. Es ist nicht so, dass mir in der angegebenen Stellung die schwarzen Steine besser gefallen, aber als Weißer würde ich auch nicht unbedingt die Ruhe ausstrahlen, da ich keinen handfesten Plan finden kann bzw. die Anzahl der Möglichkeiten micht vor eine Entscheidungsschwierigkeit stellen.
Wonach sucht bzw. wie geht man in einer Stellung mit derartig vielen Möglichkeiten vor? Manchmal verlasse ich mich auf meine Intuition in solchen Situationen, dann kann es aber passieren, dass ich rechnerisch "verlassen" bin ...
Grüße, e2e4