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Sizilianisch im Geiste des Igels
302 S., gebunden, Euro 20,35
erschienen 7/2000
ISBN 3-931192-15-6
Hier wird erklärt, wie man gegen 1.e4 “igelt”. Am besten funktioniert dies über den Paulsen-Sizilianer , doch auch der Einstieg über das Scheveninger System hat seine Vorzüge - so daß man auch über diese angrenzende Spielweise eine Menge erfährt.
Hat der Nachziehende erst einmal einen funktionierenden Igel-Mechanismus errichtet, darf er hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Doch auf dem Weg dorthin lauern viele Tücken, und beide Parteien überbieten einander in zugfolgentechnischen Feinheiten. Gerade die Kenntnis derartiger Feinheiten zeichnet den Meisterspieler aus, und in kaum einem Eröffnungsbuch wird man diesbezüglich so umfassend informiert wie hier!
Doch nicht nur die “echten” Igelstellungen mit Be4/Bc4 werden erläutert, ebenso ausführlich kommen Positionen mit Sc3/Bc2 zur Sprache. Oder wie der Autor es ausdrückt:
“Der Igelspieler nimmt das Manko der gedrückten Stellung bewußt in Kauf. Der Zug c2-c4 ist für ihn keine objektive Drohung, die es zu verhindern gilt. Andererseits kann er den Weißen selbst mit der unterwürfigsten Zurückhaltung nicht zu seinem Glück zwingen.”
IM Frank Zeller gewann viermal in Folge die Württembergische Meisterschaft, spielte für Tübingen und Stuttgart in der I. Bundesliga und nahm vielfach an Deutschen Meisterschaften teil. Von der Lebendigkeit seines Schreibstils zeugen zahlreiche Artikel in „Schach“ und in der „Rochade“; nach dem Werk über den Sizilianisch-Igel ist dies sein zweites Buch im Schachverlag Kania.
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Begeistert waren die ersten Reaktionen. In der ROCHADE 10/2000, S. 97, schreibt Fachkommentator Jürgen Brustkern:
"Der Fuchs weiß von vielerlei, der Igel aber nur von einer einzigen großen Sache." (Archilos, um 650 v. Chr.)
Wer sich nun angesprochen fühlt, sollte meine Rezension ruhig weiterlesen, denn das vorgelegte Buch ist einfach unglaublich. (...) Mit Hilfe von grafisch hervorgehobenen Tips gibt Zeller viele nützliche Hinweise, die m.E. in jedem guten Sizilianischbuch auftauchen sollten. (...) "man merkt förmlich in jeder geschriebenen Zeile, wie intensiv er (Zeller) sich mit den Ideen der "Väter" des Paulsen-Igelsystems - Ljubojevic, Andersson, Gheorghiu, Bischoff und Podzielny - befaßt hat. (...) Fazit: Da Ihr Rezensent über eine 20-jährige Igelpraxis verfügt, glaubt er zu wissen, daß dem Sindelfinger mit dem vorliegenden Werk ein Meilenstein für das Einigeln gegen 1.e4 gelungen ist. (...) Aber dieses Buch ist nicht nur für den Paulsenspieler nützlich; es ist im Grunde ein profundes Sizilianischbuch, das dem eingefleischten Scheveninger- oder Najdorf-Spieler aufzeigt, wie er mit dem Geist des Igels seine Lieblingseröffnung bereichern kann. (...) Das Buch ist aufgrund der unzähligen Erklärungen seinen Preis allemal wert und im besten Sinne als Arbeitsbuch geeignet (...) Ich hoffe sehr, daß der Schachverlag Kania und Frank Zeller uns bald wieder mit einem wunderbaren Werk "von der einzigen großen Sache" erfreuen werden."
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