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Schach - Literatur Vorstellungen

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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #1 (permalink)  
Alt 02.10.2004, 14:49
Shironimo
Einsteiger
 
Registriert seit: 09.2004
Beiträge: 12
Welches Endspielbuch für 1500er?

Hallo,

da mein Endspiel grottenschlecht ist (Tommy6 weiß wovon ich rede ), suche ich nun ein gutes Buch, mit dem ich meine Kenntnisse verbessern kann.

Zu meiner Spielstärke:
Zwar habe ich keine DWZ, aber ich schätze mich so um die 1500 ein (vielleicht ein bisschen zu optimistisch...)

Was haltet hier von dem Titel "Fit im Endspiel" von Bernd Rosen?
Gibts bessere Bücher? Wenn ja, welche?

Freue mich auf eure Empfehlungen.

Gruß
Zulu
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #2 (permalink)  
Alt 04.10.2004, 10:40
Cpt. Bligh
Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
Endspieltheorie und -Praxis empfehle ich, um den Ausgang und die Vorgehensweise in theoretischen Endspielen zu kennen. Was mache ich mit Turm gegen 2 Bauern, welches Endspiel ist remis, wie erreicht man das usw. Um zu trainieren ist das Buch aber nicht geeignet.

1500 für einen DWZ-losen scheint mir tatsächlich etwas optimistisch. Ich weiß noch als ich noch keine DWZ hatte, da dachte ich auch, ich würde so um die 1400 spielen, war aber denn doch nicht so.
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #3 (permalink)  
Alt 04.10.2004, 14:11
Alzheimer
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 175 BCF
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Wiveliscombe/ Suedwestengland
Beiträge: 57
Also diees ist hervorrganed

Mark Dworetski

Die Endspiel Universität
(siehe Katalog!)



Katalog

06.07.2004:

Terminverschiebung der Neuauflage auf jetzt September/Oktober, da Autor noch einige Änderungen vornehmen möchte.

--------------------------------------------

Das Endspiel-Standardwerk des berühmten Schachtrainers. Der Erfolgsautor und Toptrainer bietet mit seiner Endspieluniversität einen kompakten und umfassenden Überblick über alle wichtigen Endspielthemen.

In jeder Endspielgattung werden die entscheidenden Verfahren und Prinzipien von außerordentlich tiefschürfenden und hochklassigen Analysen begleitet. Dworetski gelingt hier das Kunststück, aus der verwirrenden Vielfalt des Endspiels klare Essenz zu destillieren.

Vom Amateur bis hin zum Großmeister können Spieler aller Kategorien von diesem Werk profitieren, das durch zahlreiche Übungsaufgaben auch hohen praktischen Trainingseffekt bietet! Um Artur Jussupow, einen der Meisterschüler von Mark Dworetski zu zitieren: ".. Mark hat eine Methode entwickelt, die einen talentierten Spieler von ELO 2200 in vier bis fünf Jahren zum Großmeister katapultieren kann. Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht dabei im Studium des Endspiels Mark glaubt fest daran, daß die Endspieltechnik einen universalen Wert besitzt. .." Auch ich glaube an diese interaktive Wirkung des Endspielstudiums.







Inhaltsverzeichnis

1. Bauernendspiele


001 1.1 Schlüsselfelder

003 1.2 Korrelierende Felder

003 1.2.1 Opposition

008 1.2.2 Verminte Felder

010 1.2.3 Dreiecksmanöver

013 1.2.4 Andere Fälle der Zuordnung

017 1.3 König gegen Freibauer

017 1.3.1 Die Regel des Quadrates

018 1.3.2 Die Reti-Idee

021 1.3.3 Das wandernde Quadrat

023 1.3.4 Drei verbundene Bauern

024 1.4 Dame gegen Bauern

024 1.4.1 Springer- oder Zentrumsbauer

025 1.4.2 Rand- oder Läuferbauer

028 1.5 Das Bauernrennen

031 1.6 Der aktive König

031 1.6.1 Zugzwang

032 1.6.2 Erweiterung der Operationsbasis

035 1.7 Die M*****routen des Königs

035 1.7.1 Der Zickzacklauf

036 1.7.2 Das Pendel

037 1.7.3 Bodycheck

039 1.8 Der Durchbruch

044 1.9 Der entfernte Freibauer

046 1.10 Festgelegter Randbauer und Mehrbauer am anderen Flügel

053 1.11 Der gedeckte Freibauer

053 1.11.1 Zwei Bauern gegen einen

054 1.11.2 Endspiele mit mehreren Bauern

056 1.12 Die Sprengung

058 1.13 Zwei verbundene Freibauern

060 1.14 Patt

060 1.14.1 Die Pattzuflucht

062 1.14.2 »Halbpatt«

063 1.15 Reservetempi

063 1.15.1 Das Ausnutzen der Reservetempi

066 1.15.2 Die Steinitz-Regel

067 1.15.3 Bauern »g« und »h« gegen »h«

069 1.15.4 Bauern »f« und »h« gegen »h«


073 1.15.5 Mehrtempi auf beiden Seiten



2 Springer gegen Bauern


077 2.1 König in der Ecke

077 2.1.1 Matt

077 2.1.2 Remis Stellungen

079 2.2 Springer gegen Randbauern

082 2.3 Der Springer verteidigt den Bauern


3 Springerendspiele


087 3.1 Das ablenkende Springeropfer

087 3.2 Die Botvinnik-Formel

093 3.3 Bauern auf einem Flügel


4 Läufer gegen Bauern


095 4.1 Elementare Festungen

095 4.1.1 Läufer und Randbauer

099 4.1.2 Bauernpaar h6/h7

101 4.1.3 Bauernpaar g6/g7

102 4.1.4 Läufer h7 + Bauer g6

103 4.2 Läufer gegen Einzelbauern

105 4.3 Läufer gegen verbundene Bauern


5 Ungleichfarbige Läufer


109 5.1 Die wichtigsten Gesetzmäßigkeiten

111 5.2 Läufer und zwei verbundene Freibauern gegen Läufer

116 5.3 Vereinzelte Freibauern

120 5.4 Der König blockiert den Freibauern

124 5.5 Der Läufer hält den Freibauern


6 Gleichfarbige Läufer


129 6.1 Minimales Material

129 6.1.1 Läufer und Bauer gegen Läufer

130 6.1.2 Der Übergang zu Stellungen mit einem Bauern

133 6.1.3 Sperre

135 6.2 Schlechter Läufer

135 6.2.1 Festlegung der Bauern

136 6.2.2 Zugzwang

138 6.2.3 Bauern - »nicht nach der Regel!«


142 6.3 Die Barriere



7 Läufer gegen Springer


147 7.1 Läufer und Bauer gegen Springer

150 7.2 Springer und Bauer gegen Läufer

152 7.3 Der Vorteil des Läufers gegen den Springer

152 7.3.1 Das Abschneiden des Springers

154 7.3.2 Festlegung der Bauern

156 7.3.3 Der Freibauer

158 7.3.4 Offene Stellung, aktiverer König

161 7.4 Verteidigungsmethoden mit dem Springer gegen den Läufer

165 7.5 Der Vorteil des Springers gegen den Läufer

165 7.5.1 Dominanz (Beherrschung gegnerischer Figuren), Springergabel

166 7.5.2 Festlegung der Bauern

167 7.5.3 Geschlossene Stellung, schlechter Läufer


8 Turm gegen Bauern


171 8.1 Turm gegen einen Bauern

171 8.1.1 Rolltreppe fahren

171 8.1.2 Abschneiden des Königs

172 8.1.3 Umwandlung des Bauern in einen Springer

173 8.1.4 Patt

173 8.1.5 Zwischenschach für Tempogewinn

174 8.1.6 Bodycheck

174 8.1.7 Umgehungsmanöver

176 8.2 Turm gegen verbundene Bauern

180 8.3 Turm gegen vereinzelte Bauern


9 Turmendspiele


183 9.1 Turm und Bauer gegen Turm

183 9.1.1 Bauer auf der 7. Reihe

186 9.1.2 Bauer auf der 6. Reihe

191 9.1.3 Bauer auf der 5. Reihe

194 9.1.4 Der Regenschirm

195 9.1.5 Der Bauer in der eigenen Bretthälfte

201 9.2 Turm und Randbauer gegen Turm

201 9.2.1 König vor dem eigenen Bauern

202 9.2.2 Turm vor dem Bauern, der Bauer auf der 7. Reihe

204 9.2.3 Turm vor dem Bauern, der Bauer auf der 6. Reihe

207 9.2.4 Bauern »a« und »h«

208 9.3 Turm und zwei Bauern gegen Turm

208 9.3.1 Doppelbauern

209 9.3.2 Verbundene Bauern

213 9.3.3 Bauern »f« und »h«


217 9.3.4 Andere vereinzelte Bauernpaare


219 9.4 Weit fortgerückter Freibauer

219 9.4.1 Übergang in das Endspiel »Turm gegen Bauern«

222 9.4.2 Die Lasker-Idee

224 9.5 Turm und zwei Bauern gegen Turm und einen Bauern

224 9.5.1 Bauern auf einem Flügel

228 9.5.2 Bauern auf verschiedenen Flügeln

233 9.5.3 Vereinzelte Bauern, einer davon ist ein Freibauer

238 9.6 Vier gegen drei Bauern auf einem Flügel

245 9.7 Gleichgewicht auf einem Flügel, Mehrbauer auf dem anderen

245 9.7.1 Turm hinter dem Bauern

250 9.7.2 Turm vor dem Bauern, Bauer auf der 7. Reihe

255 9.7.3 Turm vor dem Bauern, der Bauer auf der 6. Reihe

258 9.7.4 Der Springerbauer

263 9.7.5 Turm seitlich vom Bauern

266 9.8 Gesetzmäßigkeiten in Endspielen mit mehreren Bauern

266 9.8.1 Aktivität des Turms

271 9.8.2 Aktivität des Königs

273 9.8.3 Der König am Brettrand

275 9.8.4 Abschneiden des Königs

277 9.8.5 Das Meisterwerk von Akiba Rubinstein


10 Turm gegen Springer


281 10.1 Springer alleine

282 10.2 Turm und Bauer gegen Springer und Bauer

287 10.3 Springerendspiele mit mehreren Bauern

287 10.3.1 Bauern auf einem Flügel

291 10.3.2 Bauern auf unterschiedlichen Flügeln

292 10.3.3 Der Springer ist stärker als der Turm


295 11 Turm gegen Läufer


295 11.1 Läufer alleine

295 11.1.1 Die gefährliche Ecke

297 11.1.2 Die ungefährliche Ecke

300 11.1.3 Der Läuferbauer

302 11.2 Turm und Bauer gegen Läufer und Bauer

302 11.2.1 Bauern auf der gleichen oder benachbarten Linie

306 11.2.2 Randbauern

309 11.3 Zwei gegen zwei Bauern auf einem Flügel


314 11.4 Drei gegen drei Bauern auf einem Flügel



12 Damenendspiele


317 12.1 Dame und Bauer gegen Dame

322 12.2 Gewinn bringende taktische Methoden

323 12.3 Taktik bei der Verteidigung

326 12.4 Bauern auf einem Flügel

328 12.5 Der Freibauer

333 12.6 Die aktive Dame


13 Dame gegen Turm


335 13.1 Turm alleine

337 13.2 Dame gegen Turm und Bauern

337 13.2.1 Der Turm hinter dem Bauern

338 13.2.2 Der Bauer auf der 7. Reihe

340 13.2.3 Der Bauer auf der 6. Reihe

342 13.2.4 Der Springerbauer auf der 6. oder 5. Reihe

345 13.3 Dame und Bauer gegen Turm und Baue r

345 13.3.1 Die Freibauern

347 13.3.2 Bauern auf benachbarten Linien

349 13.4 Festungen mit mehreren Bauern


14 Andere Materialverhältnisse


355 14.1 Zwei Mehrfiguren

355 14.1.1 Matt mit Springer und Läufer

356 14.1.2 Matt mit zwei Springern

357 14.2 Turm und Springer gegen Turm

359 14.3 Turm und Läufer gegen Turm

359 14.3.1 Ohne Bauern

362 14.3.2 Mit Bauern

363 14.4 Mehrfigur in Leichtfiguren- oder Damenendspielen

364 14.5 Turm gegen zwei Leichtfiguren

368 14.6 Dame gegen Figuren

372 14.7 Dame gegen zwei Türme


375 15 Allgemeine Endspielideen


375 15.1 Die Aktivität des Königs

382 15.2 Die Stärke der Bauern

387 15.3 Zugzwang

391 15.4 Die Festung

391 15.4.1 Gesichertes Lager


392 15.4.2 Die Bauernbarriere


395 15.4.3 Der eingesperrte König

397 15.4.4 Eingesperrte Figuren

399 15.4.5 Fesselung

400 15.5 Patt

405 15.6 Matt

407 15.7 Dominanz


411 16 Lösungen zu den Aufgaben


467 Anhang

467 Verzeichnis der strategischen und taktischen Verfahren

473 Verzeichnis der Partien

484 Verzeichnis der Komponisten und Analytiker


488 Verzeichnis der verwendeten Literatur






Rezension(en)

Rezension zur ersten Auflage:

Das dritte Endspielbuch des russischen Trainers, der sich bei Olms Dworetski und bei Beyer Dworezki schreibt. Doch anders als Effektives Endspieltraining oder dem anspruchsvollen Geheimnisse gezielten Schachtrainings ist dieses Buch ausschließlich den theoretischen Endspielen gewidmet. Das heißt, in (fast) allen Beispielen haben beide Seiten außer dem König höchstens eine Figur, und die Stellung lässt sich, mit mehr oder weniger großem Aufwand, bis zum Ende ausanalysieren. Daneben ist es das erste Buch, in dem Dvoreckij seinen Stoff nicht episodenhaft, sondern systematisch - umfassend ausbreitet. Es drängt sich damit der Vergleich mit dem hoch gelobten Fundamental Chess Endings von Müller/Lamprecht (vgl. Schach 2/2002) auf. Um es vorwegzunehmen: Bei vergleichbarem Inhalt sowie jeweils hoher Analysequalität überzeugt mich Dvoreckij in didaktischer Hinsicht eher.

Schlägt man das Buch auf, so denkt man zunächst: "Oha, für Anfänger." Weit gefehlt! Dvoreckij nutzt ganz bewusst die Elementarendspiele als Fundament zum Aufbau seiner Methodik "Vom einfachen zum komplizierten". Schneller als man denkt, wird man mit komplizierten Endspielen konfrontiert, an denen Großmeister in der Praxis gescheitert sind. Das Buch ist ungemein vielschichtig und arbeitet einzigartig auf verschiedenen Erkenntnisebenen, weshalb man es auch einem breiten Publikum empfehlen kann (ab DWZ 1500, fast bis zum GM). Hier dürfen auch die nicht wenigen Schachfreunde, die vom Schwierig-keitsgrad bei Geheimnisse gezielten Schachtrainings verschreckt waren, getrost zugreifen.

In Hinblick auf Layout, Symbolik, Gliederung, Querverweise, Indizes usw. hat man sich gleichfalls außerordentliche Mühe gemacht; Ulrich Dirr zeichnete für diese Aspekte verantwortlich. Das Buch offenbart in dieser Hinsicht ebenfalls seine Stärken, aber auch die einzigen Schwächen. Das Bemühen um eine klare optische Strukturierung schlägt durch eine Übermenge verwendeter Schrifttypen mitunter ins Gegenteil um, ein ,,Gestorben" - Symbol (für redaktionelle Anmerkung) erscheint mir unangemessen, und auch die Informatortypische Notation ohne Schlag- und Schachzeichen gefällt mir wenig. Aber von diesen subjektiven Kleinigkeiten abgesehen, ist es das am aufwändigsten produzierte Lehrbuch, das ich je gesehen habe. Betreffs der sechs Dworetski - Bücher bei Olms - wie oft sucht man dort zu einem bestimmten Stellungstyp eine Partie "irgendwo bei Dworetski", man erinnert sich an Eröffnung und/oder Spielernamen, aber die nur rudimentär vorhandenen Indices helfen nicht weiter. Das vorliegende Buch kennt solche und verwandte Schwächen (z. B. Übersetzungs- und Notationsfehler) nicht. Gelungen sind auch die regelmäßig eingeschobenen "Tragikomödien" - Ergänzungsbeispiele, in denen bekannte Spieler bei verhältnismäßig einfachen Situationen im Dunkeln tappten. Das trägt, bei aller Seriosität der Arbeit, zur Auflockerung bei. Ein ausgeklügeltes Buch, bei welchem der hohe Preis in keinem Fall abschrecken sollte. Gemessen an Umfang (mehr als genug für zwei bis drei Bücher) und Produktion scheint es mir sogar eher preisgünstig. Arbeitsbereitschaft ist allerdings gefragt.


Harald Keilhack, Schach 09/2002




___________________________________________



ÜBER DEN AUTOR

Wer sich auf dem Schachbuchmarkt etwas auskennt, weiß, dass der Name Mark Dvoreckij - die Schreibweisen sind von Verlag zu Verlag verschieben - für höchste Qualität bürgt. In der UdSSR gehörte Dvoreckij zu den erfolgreichsten Schachtrainern. Sein hierzulande bekanntester Schüler ist Arthur Jussupow. Dvoreckij hat - zusammen mit seinen Schülern - hochklassige Bücher über das Mittelspiel herausgebracht, deren Studium man jedem Schachspieler nur ans Herz legen kann. Dazu gehören Effektives Endspieltraining (1996), Der selbständige Weg zum Schachprofi (1997), Angriff und Verteidigung (1999), Geheimnisse der Schachstrategie (1999), Positionelles Schach (3. Aufl. 2000), Theorie und Praxis der Schachpartie (1999), Geheimnisse gezielten Schachtrainings (3. Aufl. 2001), Effektives Eröffnungstraining (3. Aufl. 2002) und Moderne Schachtaktik (4. Aufl. 2002). Dvoreckij profitiert von seiner enormen Erfahrung als Trainer. Er hat seit Jahrzehnten seine Lernmethoden erproben und verfeinern können. Im Unterschied zu vielen Großmeistern weiß Dvoreckij zudem, was Didaktik ist. Er ist neben John Watson der einzige Autor, von dessen Büchern ich bisher nie enttäuscht worden bin. " Die Endspieluniversität " ist keine Übersetzung eines bereits in Rußland vor Jahren publizierten Buches, sondern ein neues Werk, an welchem Dvoreckij in den letzten Jahren gearbeitet hat.


GLIEDERUNG

Dvoreckij behandelt die elementaren Endspiele, also Endspiele mit wenigen Figuren und Bauern, die sich ausanalysieren lassen. Aufgrund der ausführlichen Untergliederung werden nur die Kapitelüberschriften wiedergegeben.


Vorwort (4 Seiten) Zeichenerklärung (1 Seite) Vorwort des Lektorats (1 Seite)

Bauernendspiele Springer gegen Bauern Springerendspiele Läufer gegen Bauern Ungleichfarbige Läufer Gleichfarbige Läufer Läufer gegen Springer Turm gegen Bauern Turmendspiele Turm gegen Springer Turm gegen Läufer Damenendspiele Dame gegen Turm Andere Materialverhältnisse

Allgemeine Endspielideen Lösungen zu den Aufgaben

Verzeichnis der strategischen und taktischen Verfahren (6 Seiten)

Verzeichnis der Partien (12 Seiten) Verzeichnis der Komponisten und Analytiker (4 Seiten) Verzeichnis der verwendeten Literatur (4 Seiten)



VORGÄNGER UND AKTUALITÄT


Vermutlich hat der Leser dieser Kolumne das eine oder andere Endspielbuch im Schrank stehen : Awerbach, die Enzyklopädien, Löwenfisch/Smyslow, etc. Eine Gesamtdarstellung aller Endspiele in einem Band, die mehr als eine Einführung ist, ist vermutlich nicht darunter. In seinem kommentierten Literaturverzeichnis geht Dvoreckij selbst auf die Stärken und Schwächen der vorhandenen Endspielliteratur ein. Das Verzeichnis erscheint vollständig. Ich vermisste nur Paul Keres " Praktische Schachendspiele ", welches der Autor sicherlich in einer russischen Ausgabe eingesehen hat. Von der mir bekannten Endspieltheorie können sich zwei Bücher mit Dvoreckij messen: Karsten Müller/Frank Lamprecht: Encyclopaedia for the 21st century und Alexander Pantschenko: Endspieltheorie und Praktik .


PRÄSENTATION DES MATERIALS Bei Endspielbüchern kommt es in besonderer Weise auf eine überzeugende Darstellung des Materials an. Die Beispiele müssen so ausgewählt sein, dass sie für einen bestimmten Endspieltyp charakteristisch sind. Die Erläuterungen sollten dem Lernenden die Grundprinzipien deutlich machen, möglichst anhand allgemeiner Regeln, die man sich gut einprägen kann und nicht mit endlosen Varianten langweilen und überfordern. Selbstverständlich darf erwartet werden, dass die neuesten Erkenntnisse über die "gelösten", also von Datenbankern ausanalysierten Endspiele Berücksichtigung finden. Alle diese Forderungen werden von Dvoreckij vorbildlich eingelöst. Der Aufbau eines Kapitels sieht folgendermaßen aus. Zunächst werden die wichtigsten Gesetzmäßigkeiten eines bestimmten Endspieltyps eingeführt. Die Prinzipien werden in ein oder mehreren Sätzen kurz angerissen und graphisch hervorgehoben. Anschließend erfolgt eine längere sprachliche Erläuterung. Den "Grundwortschatz" schließen 2 oder 3 Beispiele ab. Darauf folgt der "Aufbauwortschatz". Die Diagramme und die Textzüge sind etwas kleiner, sodass der Leser sofort erkennt, welches Wissen er sich zur Vertiefung aneignen kann. Den Abschluss bilden jeweils die "Tragikomödien" und die Aufgaben. In der Rubrik Tragikomödien zeigt Dvoreckij anhand von Großmeisterpartien, welche typischen Fehler im behandelten Endspieltyp begangen werden können. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass viele der Beispiele nicht bereits in anderen Endspielbüchern Verwendung fanden. Bei der Lösung der Aufgaben, deren Schwierigkeitsgrad zwischen einfach und sehr schwer schwankt, kann der Leser versuchen, das neue oder wiederholte Wissen einzusetzen. Es macht Spaß, in diesem Buch herumzuschmöckern. Das ist aber noch nicht alles. Neben der aus meiner Sicht gelungenen graphischen Umsetzung und dem hervorragenden Layout - dies ist wie beim erwähnten Französisch - Buch Ulrich Dirr zu verdanken - sind auch noch die beispielhaften Indizes hervorzuheben. Das Buch erhält ein ausführliches Sachregister mit Haupt- und Unterschlagworten, so wie es sich für ein wissenschaftliches Buch mit hohen Ansprüchen gehört. Es enthält weiterhin ein Verzeichnis der verwandten Partiefragmente und ein Verzeichnis der Studienkomponisten und Analytiker. Vorbildlich !


EIN BEISPIEL Als ich neulich die Partie Gurewitsch - Glek , HZ Vlissingen (6) 2002 nachspielte, fragte ich mich, was der Essener Großmeister wohl falsch gemacht hat: 1. c4 e5 2. g3 Sf6 3. Lg2 h6 4. Sc3 Lb4 5. e3 Lxc3 6. bxc3 0-0 7. e4 Te8 8. Se2 c6 9. Db3 b6 10. 0-0 La6 11. Te1 d5 12. exd5 cxd5 13. cxd5 Dc8 14. Da4 Sbd7 15. La3 Lc4 16. d6 b5 17. Dc2 Ld5 18. Lxd5 Sxd5 19. Df5 S7b6 20. Dxc8 Taxc8 21. Tac1 Ted8 22. d3 a5 23. Tb1 Sxc3 24. Sxc3 Txc3 25. Txb5 Txa3 26. Txb6 Txd3 27. Txe5 T3xd6 28. Txd6 Txd6 29. Txa5 Td2 30. Kg2 h5 31. a4 Ta2 32. h4 g6 33. Ta8+ Kg7 34. a5 Ta3 35. a6 Kf6




Der Leser weiß bestimmt, dass dieses Endspiel mit einem Unentschieden enden sollte. Der schwarze Turm steht hinter dem Freibauern. Je mehr sich der weiße Freibauer dem Umwandlungsfeld nähert, desto geringer ist die Bewegungsfreiheit des weißen Turms. Die einzige weiße Gewinnmöglichkeit besteht darin, mit dem König zum a-Bauern zu laufen und dessen Umwandlung zu ermöglichen. In der Zwischenzeit wird Schwarz natürlich nicht untätig bleiben und die ungeschützten weißen Bauern am Königsflügel des Feldes verweisen. Häufig entsteht ein Endspiel Turm gegen Bauern, welches die materiell unterlegene Seite durch Umwandlung eines ihrer Bauern retten kann.

Was sagt Dvoreckij zu diesem Endspiel ? Durch einen Blick ins Inhaltsverzeichnis wird man schnell auf das Kapitel 9.7.3 verwiesen. Dort wird zum Oberthema "Turmendspiele - Gleichgewicht auf einem Flügel, Mehrbauer auf dem anderen" der Spezialfall "Turm vor dem Bauern, Bauer auf der 6. Reihe" analysiert.


Dvoreckij bringt folgendes Beispiel von Kantorovic:

Sein Merksatz: "Merken wir uns, dass die schwarzen Figuren optimal platziert sind, wenn der Turm den Bauern im Visier behält und der König möglichst aktiv postiert wird." Ein Auszug aus seinen Varianten: Der beste Gewinnversuch ist 1. Kd4 [ 1. Ta8 Kf5 2. f3 ( 2. Kd4 Txf2 3. Tf8 Ta2 4. Txf7+ Kg4 =) 2. ...Ta3+ 3. Kd4 Txf3 4. Tf8 Ta3 5. Txf7+ Kg4 6. Tf6 Kxg3 7. Txg6+ Kxh4 8. Kc5 Kh3 9. Kb6 h4=] 1. ...Txf2

2. Tc7! [ 2. Kc5 Tc2+ 3. Kb6 Tb2+ 4. Kc7 Tc2+ 5. Kb8 Ta2=] 2. ...Ta2 3. Tc6+ [ 3. a7 Kf5 4. Txf7+ Kg4 5. Kc5 Kxg3 6. Kb5 Tb2+ 7. Kc6 Ta2 8. Kb7 Kxh4 9. Tf6 Txa7+ 10. Kxa7 Kg5 11. Tf8 h4 12. Kb6 h3 13. Kc5 Kg4 14. Kd4 h2 15. Th8 Kg3 =] 3. ...Kf5 4. Kc5 Kg4 5. Kb5 Kxg3




6. Tc4 f6 7. Ta4 Tb2+ 8. Kc6 Tb8 9. a7 Ta8 10. Kb7 Txa7+ 11. Kxa7 g5 12. hxg5 fxg5 13. Ta5 h4 14. Txg5+ Kf2 15. Th5 Kg3 16. Kb6 h3 17. Kc5 h2 18. Kd4 Weiß fehlen 2 Tempi. 18. ...Kg2=

Mit diesem Wissen ausgerüstet, wie ging es nun in der erwähnten Partie weiter? 36. Kf1 Ta2 37. Kg1 Kf5 38. Kg2 Ta3 39. Ta7 Kf6 40. Kf1 Ta2 41. Ke1 Kg7 42. Kd1 Kf6 43. Kc1 Txf2 44. Kb1 Tf5 45. Tc7 Tb5+ 46. Kc2 Ta5 47. a7 Kf5 48. Kb3 Kg4 49. Tc4+ Kxg3 50. Ta4 Txa7 51. Txa7 Kxh4




Diese Stellung scheint verloren zu sein. Es folgte: 52.Kc3 Kg3 53. Kd2 g5 54. Txf7 h4 55. Ke2 g4 56. Kf1 Kh2 57. Tf2+ Kh1 58. Tf4 h3 59. Kf2 h2 60. Te4 1-0

Das schwarze Problem war offenbar, dass Weiß durch das Manöver Tc4-a4 die nötigen Tempi gewann, um seinen König rechtzeitig anzunähern. 45. ...Ta5+ und 48. ...Ta1 scheinen mir noch das Remis sicherzustellen.


FAZIT Ein moderner Klassiker. Wenn es einen Schach - Oscar für Bücher geben würde, so wäre dieses Buch mein Favorit für die Kategorien Buch des Jahres, Endspielbuch, Layout und Didaktik. Ob Klubspieler oder Großmeister, jeder kann dieses Buch gebrauchen.



Mit freundlicher Genemigung der Zeitschrift Karl (www.karlonline.org)



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Mark Dworetzki, der sich auch als Buchautor einen Namen gemacht hat, gilt als einer der Weltbesten Schachtrainer. An der Zulässigkeit dieser Einschätzung dürften kaum Zweifel bestehen, wenngleich Dworetzkis bisherige Werke mitunter ein ambivalentes Lesevergnügen darstellten, denn neben Lehrreichem quoll zwischen den Zeilen hier und da auch Selbstdarstellerisches hervor. Sein neustes Werk heißt Die Endspieluniversität und verdient, um es gleich zu sagen, ein uneingeschränktes, überwältigendes Lob. Sicherlich steckt nur in wenigen Arbeiten so viel Mühe und Substanz wie in diesen 500 Seiten. Dworetzki, der sich in diesem Buch international Dvoreckij schreibt, analysiert genau und tiefgründig; seine Gliederung (16 Kapitel), das Konzept und die didaktische Umsetzung lassen nichts zu wünschen übrig. Die Endspieluniversität ist in erster Linie ein Lehrbuch, es ist aber durchaus auch als Nachschlagewerk zu gebrauchen, zumal am Ende neben Namen- und Partienverzeichnissen auch ein "Verzeichnis der strategischen und taktischen Verfahren" vorhanden ist. Dworetzki untersucht keine Endspiele mit vielen Steinen, sondern solche, in denen wenigstens eine Seite nur eine Figur (und ggf. Bauern) hat. In der Begrenzung des Materials habe für ihn diesmal die Hauptschwierigkeit gelegen. Bei der Auswahl des untersuchten Stoffes schöpfte er offensichtlich aus dem Fundus seiner langjährigen Trainererfahrung. "Mein Kontakt zu Schachgroßmeistern, zu denen auch die zehn Besten der Welt gehörten, überzeugte mich, dass fast keiner von ihnen jemals systematisch die Theorie des Endspiels gelernt hat." Tatsächlich dürfte manches aus der Endspieluniversität auch Meisterspielern Kopfzerbrechen bereiten - auf Anhieb schwer zu begreifen sind allenfalls die Übungsstellungen selbst, die Erläuterungen bleiben auch dann, wenn Kompliziertes erklärt wird, immer klar und leicht verständlich. Die Zielgruppe ist breit gefächert, sowohl Vereinsspieler als auch Großmeister sollen von der Lektüre profitieren. Aber hatte der berühmte Trainer nicht schon früher Endspielbücher verfasst? Und gibt es davon nicht ohnehin bereits so viele empfehlenswerte, warum denn noch eines? Fragen, die aus Sicht potenzieller Leser nach guten Antworten verlangen. Wie gesagt, Die Endspieluniversität liefert gute Antworten. Und sie nährt auch Wunschträume. Das beginnt schon im Geleitwort, geschrieben vom früheren Dworetzki - Schüler Artur Jussupow: "Mark hat eine Methode entwickelt, die einen talentierten Spieler von 2200 Elo in vier bis fünf Jahren bis zum Großmeister katapultieren kann". Jussupow bekennt, dass auch er an die "interaktive Wirkung" des Endspielstudiums glaubt. Man lernt die Figuren besser einzuschätzen, erweitert so die Intuition und das allgemeine positionelle Verständnis.

Das außergewöhnliche an der Endspieluniversität ist die Art und Weise, wie die Leser auf Grundlage von "charakteristischen Stellungen", die laut Dworetzki das für jeden notwendige Basiswissen darstellen, allmählich in komplizierte Zusammenhänge vordringen. Das Wissen um typische Motive und Methoden wird anhand von Übungsbeispielen gefestigt. Einen erfrischenden Realitätsbezug bieten passend zu den einzelnen Themen auch die vielen Tragikomödien, das sind Praxisbeispiele, in denen bekannte Spieler einen erstaunlichen Mangel an Endspielwissen offenbarten.


Schachmagazin 18/2002


Die Zeit der mehrteiligen wegweisenden Endspielwerke scheint seit längerem vorbei zu sein. Deshalb kann sich der Leser bei Neuerscheien auf einbändige Werke einstellen. Das neueste Buch zum Thema stammt vom IM und Erfolgstrainer Mark Dvoreckij (sonst oft als »Dvoretzki« transkribiert) in Form seines Bandes »Die Endspieluniversität«. Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Chessgate zur Verfügung gestellt.

Der Autor erklärt im Vorwort kein Nachschlagewerk, sondern ein Lehrbuch vorlegen zu wollen. Es geht ihm nicht um lexikalische Abhandlung aller möglichen vorkommenden Motive und Konstellationen, denn es habe keinen Sinn das menschliche Gedächtnis mit Stellungen zu belasten, die so gut wie nie in unseren Partien auftauchen«. In diesem Sinne untersucht Dvoreckij alle typischen Endspielgattungen, bei denen jede Seite - von Ausnahmen und natürlich Bauernendspielen abgesehen - außer dem König nur über eine weitere Figur verfügt. Der Autor extrahiert Essenzielles und leitet von daher Regeln und Charakteristika ab. Die Kapiteleinteilungen beziehen sich daher fast immer auf Motive oder Manöver und unterteilen erst nachrangig nach spezifischen Stellungen der Steine am Brett. Als Beispiel für die Untergliederung des Kapitels »Turm gegen einen Bauern«: Rolltreppe fahren, Abschneiden des Königs, Umwandlung des Bauern in einen Springer, Patt, Zwischenschach für Tempogewinn, Bodycheck, Umgehungsmanöver. Die genannten Überschriften zeugen auch von der sprach - schöpferischen Arbeit des Autors, der für viele Sachverhalte neue und, wie ich finde, immer wieder sehr treffende und anschauliche Begriffe einfuhrt. Dvoreckij wartet mit weiteren originellen Gedanken auf. Unter der Rubrik »Tragikomödien« finden sich immer wieder ausgewählte Stellungen, in denen Spieler, auch sehr hochrangige, »lehrreiche« Fehler begangen haben. Ein Beispiel:

Stellung: Weiß: Kf3, Ta4; Schwarz: Kg6, Bauer f6 und Turm f5. Weiß ist am Zug.

Die Stellung in der Partie Spielmann - Duras, Karlsbad 1907, mit Weiß am Zug ist natürlich tot remis. Großmeister Spielmann will aber abkürzen und findet den einzigen Verlustzug am Brett, nämlich 1. Tf4?? Die remisverheißende Abtauschidee ist prinzipiell sinnvoll, aber nach dem recht offensichtlichen 1. ...Kg5! natürlich nicht mehr zu realisieren. Es ist sehr instruktiv, diese Beispiele genauer zu studieren. Das Buch ist im Haupttext in zwei Schriftgrößen und zwei verschiedenen Zeichensätzen geschrieben. Der größer gesetzte Text gibt die absolut essenziellen Stellungen und Motive wieder, die man sich in jedem Falle merken sollte, der kleiner gedruckte bietet zusätzliches Material. Beim ersten Arbeiten mit dem Buch bietet es sich von daher an, zunächst nur die wichtigsten Beispiele zu studieren. Ein sehr sinnvolles Angebot an den Leser. Eingestreut in den Text sind durchgängig in grau unterlegten Kästen Regeln und Merksätze, die von allgemeinen Endspielmaximen reichen bis zu speziellen, die gerade besprochene Endspielgattung betreffenden Ratschlägen. Gemäß dem Lehrbuchcharakter bietet Dvoreckijs Buch auch zu jedem Kapitel eine Reihe von selbstständig zu lösenden Aufgaben an, die im Anhang detailliert erklärt werden. Hier wäre evtl. eine Angabe des Schwierigkeitsgrades hilfreich gewesen. Insgesamt ein sehr originelles und didaktisch stimmiges Konzept auf allseits hohem Niveau. Gerade bezüglich des letzten Punktes merkt man Dvoreckij seine langjährigen Erfahrungen als Spitzentrainer an. Kleinere orthografische und »grammatika- lische« Tippfehler in der deutschen Übersetzung stören die intensive Arbeit mit dem Buch nicht.

Bleibt die Frage nach dem Adressatenkreis. Einerseits werden grundlegende Konzepte wie das Bauernquadrat, das wandernde Bauernquadrat oder die Bähr'sehe Regel (für das Endspiel zwei sich blockierende Randbauern + Freibauer für Weiß) eingehend behandelt. Für Letzteres hat der Autor dem Leser übrigens eine sehr stimmige Erweiterung anzubieten. Andererseits wird bei den entsprechenden Kapiteln - wohl aus dem Bestreben nach der Darstellung in übergreifenden Zusammenhängen - zum Teil auf die Wiedergabe von für Lernende einfach zu merkenden Zusammenhängen bzw. Regeln verzichtet, etwa bei den Remiszonen des Königs der stärkeren Seite für Dame gegen Rand- bzw. Läuferbauer auf der 7. Reihe. Im Gegensatz zum Autor bin ich der Meinung, dass man, um vorhergehende Abwicklungen einschätzen zu können, die genauen Brettbereiche in diesen, lediglich, zwei nicht eben seltenen Fällen schon kennen sollte. (Dvoreckij spricht nur davon, der weiße Gewinn sei möglich, wenn der weiße König »nahe genug« [S. 25] stehe und die dargestellte Methode genüge, um »während der Partie.« [S. 26] ein klares Bild von der Stellung zu bekommen). Weitere Beispiele neben anderen sind die unterbleibende Nennung der mir für fortgeschrittene Anfänger sinnvoll erscheinenden »Methode des Einschließens in Dreiecke« beim Gewinn mit Läufer + Springer gegen alleinigen König (wie die jüngste Praxis zeigt, beherrschen diese Mattführung nicht einmal alle GMs in der Situation am Brett!) oder der nicht gegebene Hinweis, Opposition liege vor, wenn in dem Viereck, dessen Ecken die Könige besetzen, alle Ecken die gleiche Farbe haben. Von daher würde ich das Buch den Lesern ab etwa einer Spielstärke von DWZ 1750 und aufwärts empfehlen. »Aufwärts« bedeutet in Bezug auf den vorliegenden Band: Nach oben offen. Das Buch ist sehr schön ausgestattet. Eine stabile Heftung, ein schwerer, fester Einband, sehr schön anzusehende Diagramme, ein abwechslungsreicher Satz und ein detailliertes Sachregister. Man nimmt es auch von daher gerne in die Hand. Angesichts der herrschenden Preise muss man den Obolus von 29,90 € für ein 490-seitiges sehr ambitioniertes Endspielwerk als absolut angemessen bezeichnen.

Helmut Conrady, Rochade Europa 10/2002.







Preis:
29,90 €

Artikelnummer:
LEDVODEU

Kategorie:
Endspiele
Allgemeine Lehrbücher

Sprache:
Deutsch

Verlag:
Chessgate

Breite:
12,1 cm

Höhe:
18,1 cm

Gewicht:
0,950 kg


491 Seiten, gebunden, 2. bearbeitete Auflage 2003.


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Ich empfehle dieses Buch fuer Endspieltraining
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #4 (permalink)  
Alt 04.10.2004, 18:01
Benutzerbild von *General*
*General*
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Ort: MD/Berlin
Beiträge: 241
Das nenn ich doch mal einen ausführlichen Beitrag . Stimme Alzheimer natürlich zu. Die Endspieluni. ist klasse.
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #5 (permalink)  
Alt 05.10.2004, 10:39
Alzheimer
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DWZ/Elo: 175 BCF
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Wiveliscombe/ Suedwestengland
Beiträge: 57
Jo, einfach kopiert von niggemann!!!!!!!

Also das Buch kann man ganz einfach online beim niggemann-verlag bestellen!!!
www.niggemann.com glaube ich wenn ich mich recht dran erinnere!!!!

gruss
Alzheimer
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #6 (permalink)  
Alt 05.10.2004, 12:32
Cpt. Bligh
Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
Ja, super, nur eine Frage, was heißt das jetzt?

06.07.2004:

Terminverschiebung der Neuauflage auf jetzt September/Oktober, da Autor noch einige Änderungen vornehmen möchte


Kommt jetzt noch eine neue Auuflage oder ist das die neue, die 2. von 2003?
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #7 (permalink)  
Alt 05.10.2004, 16:11
Alzheimer
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 175 BCF
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Wiveliscombe/ Suedwestengland
Beiträge: 57
hmm, gute Frage was das bedeutet!!!
ich habe die "alte" version und die ist schon umwerfend!!!
Frage mich dann nur wie dann die ueberarbeitete Version sein wird!!!
Aber zu deiner Frage kann ich leider nichts sagen!!!
Vielleicht kann man bei Niggemann selbst mal anfragen was los ist!!! Aber egal ob ueberarbeitet oder nicht das Buch ist super und kann so machen halben Punkt retten!!!!

gruss
Alzheimer
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #8 (permalink)  
Alt 05.10.2004, 19:34
Benutzerbild von e2e4
e2e4
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 376
Kennt jmd "Grundlagen der Schachendspiele" von K.Müller/F.Lamprecht? Ist das zu empfehlen?

Grüße, e2e4
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #9 (permalink)  
Alt 06.10.2004, 15:27
Shironimo
Einsteiger
 
Registriert seit: 09.2004
Beiträge: 12
Erstmal herzlichen Dank an Alzheimer für den ausführlichen (wenn auch kopierten) Beitrag. Das Inhaltsverzeichnis hat mich schon ganz heiß gemacht.

Das Buch wird wohl demnächst meinen anderen Schachbüchern Gesellschaft leisten.

@Cpt. Bligh:
Da du ja eine DWZ von 1512 hast, können wir ja mal ein Spielchen wagen. Bist du zufällig bei Chessmail angemeldet? Ich heiße dort genauso wie hier.

Gruß
Shironimo
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #10 (permalink)  
Alt 07.10.2004, 10:34
Alzheimer
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 175 BCF
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Wiveliscombe/ Suedwestengland
Beiträge: 57
Danke,

ich denke dieses Buch sollte in keiner Schachbibliothek fehlen!!!!
Viel Spass beim lernen!!!!

gruss
Alzheimer
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  Welches Endspielbuch für 1500er? Beitrag #11 (permalink)  
Alt 04.12.2004, 23:22
ssiimm
GM im Verlieren
DWZ/Elo: 1873/2008
 
Registriert seit: 04.2004
Ort: Kindberg-Cryza
Beiträge: 483
fit im endspiel

du ahst am anfang fit im endspiel erwähnt! das buch kann ich dir empfehlen-für spieler bis ca. 1700 elo sehr gut-danach die endspieluni!!
auch empfehle ich dir vor der endspieluni fit im endspiel zu lesen; das ist eine super kombination-fit im endspiel erleichtert dir den einstieg da sonst die uni ziemlich schwer ist
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