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Hallo Schachfreunde,
Es gibt zuviele gute Bücher um sie alle zu lesen, was aber zum Glück nicht nötig ist.
Leider gibt es aber auch viele schlechte Schachbücher.
Ich habe eine Menge gelesen, gute und schlechte.
Natürlich wäre toll wenn man gesagt bekommt welche man zuerst lesen sollte - die Reihenfolge der autodidaktischen Schachausbildung!
Deshalb habe ich hier einmal für die strategische Grundausbildung ein paar Favoriten in der Reihenfolge in der ich sie gerne gelesen hätte aufgelistet.
Eine gute strategische Grundausbildung ist durch nichts zu ersetzen!
(Das Training der Variantenberechnung, der Kombinationsmotive und des Endspiels lasse ich hier mal beiseite. Klar, dass man in dieser Hinsicht auch sehr viel tun muss. Taktik Übungen sogar täglich!)
Die Lektüre folgender Bücher und CD´s ist ein guter strategischer Grundstock:
"Das Schachspiel" von Siegbert Tarrasch, (1-3 Monate)
"Mein System"& "Die Praxis meines Systems"von Aron Nimzowitsch (1 Jahr),
"Schachtraining 1" "Schachtraining 2" "Schachtraining 3" Chessbase Mittelspiel CD´s von Bartashnikov (3 Monate),
"Das Mittelspiel" von Max Euwe (gibts auch auf CD von Chess Acadamy) (1 Jahr),
"Das systematische Schachtraining" von Sergiu Samarian (6 Monate)
und um ggf. noch ein paar zusätzliche Beispiele zu haben, "Modernes Mittelspiel" von Ludek Pachmann (1 Jahr).
Natürlich ist bei Lektüre all dieser Bücher vieles doppelt erklärt, aber das vertieft das Verständnis (WH sind ohnehin nötig) und viele Beispiele sind unterschiedlich.
Hat man das alles ernsthaft studiert (ca.3-4 Jahre), sollte man sich überlegen welche Eröffnung man spielt. Dann gehts weiter mit komplexerer Mittelspielkost, z.B. Dworetski, Dorfman...
Bis dahin ist ziemlich egal, ob man mit Weiß Italienisch, Evans-Gambit, Königsgambit, Schottisch oder Spanisch spielt. Man möchte schliesslich besser werden und hier befindet man sich in einer frühen Phase der schachlichen Entwicklung.
Den Weg, diese Eröffnungen nacheinander zu spielen um die Entwicklungsgeschichte der Schachtheorie Revue passieren zu lassen, finde ich einen sehr guten Ansatz!
Man kann die Eröffnungen natürlich auch studieren und die ganze Zeit Spanisch spielen, aber ist es aus pädagogischen Gründen nicht viel sinnvoller, das soeben Gelernte in der praktischen Anwendung direkt auf die Probe zu stellen?
Aber das Thema war ja in erster Linie
"Klassiker", deshalb hier noch ein Paar empfehlenswerte:
Partiesammlungen:
"Meine 60 denkwürdigen Partien" R.J. Fischer
u.v.a.
Turnierbücher:
"Sternstunden des Schachs Zürich 1953" David Bronstein
u.v.a.
Endspielbücher:
"Praktische Endspiele" Paul Keres
u.v.a.
Die ersten 2 kann man bedenkenlos zeitgleich mit "Das Mittelspiel" und den darunter genannten Büchern lesen. Keres Endspielbuch sogar noch früher, z.B. nach dem einführenden Werk Tarrasch´s "Das Schachspiel".
Mein absolutes Lieblingsbuch ist von John Watson: "Geheimnisse der moderner Schachstrategie - Fortschritte seit Nimzowitsch". Gut zu lesen nach der Euwe Lektüre und bei dieser Vorbildung ein radikaler Schlag auf das bisherige Schachverständnis.
Spannendes Thema!!!
Viele Grüße,
Tom
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