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21.07.2005, 15:13
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Kenner
DWZ/Elo: ~1700
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Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 115
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Elo-Doping
Mahlzeit,
bei den Open in Dortmund ist es ja zu einem Eklat gekommen, weil Kolkin des Elo-Dopings verdächtigt wird. D. h. er hat in der der Ukraine ein Tunier mit 0,5 aus 14 gespielt und gleiuchzeitig ein Tunier im Mannschaftskampf in Deutschland. Vielleicht hat das Tunier auch gar nicht stattgefunden und ist somit eine Wiederauflage der "Heros of Tschernobil". Diese Vorgehensweise ist natürlich nicht akzeptable.
Aber wie ist nun eure Meinung dazu, wenn jemand wirklich an einem Tunier teilnimmt nur um seine Elo/DWZ zu senken um Ratingpreise zu gewinnen? Denn man kann ihn ja nicht zwingen seine Partien zu gewinnen.
Bis denn
ciedan
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21.07.2005, 15:21
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Ach das ist elo-Doping, wusste ich gar nicht.
Ist nicht ok sowas, ich wusste dass es sowas in unteren Klassen gibt. Ich habe schon Leute gesehen, die Leistungen über 1700 spielen, aber zwischendurch immer mal ein Turnier um 1200 einschieben so unter 1600 DWZ zu bleiben und Ratingpreise zu gewinnen.
Ich habe nicht gedacht, dass man sowas in hohen Leistungsklassen auch macht, krass.
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21.07.2005, 15:24
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Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.
Wenn es jemand nötig hat, auf die Weise zu seinem Geld zu kommen - nee! 
Gruß
Ralf
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21.07.2005, 15:31
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Btw, informativste Quelle zum Thema: http://www.deep-chess.de/
Zusammenfassung des Falles Kolkin: http://www.deep-archiv.de/2005/kolki...pulationen.htm
Nunja, einerseites stufe ich diese ganze Sache auch als Skandal ein, andererseits muss ich sagen: Was willst du machen? Es ist völlig legitim Turniere mit Leistungsunterschieden von mehreren hundert ELO-Punkten zu spielen, ob nun beabsichtigt oder nicht - wer bitte soll das entscheiden?
Im gleichen Zusammenhang wurde neben Kolkin jetzt auch noch ein Spieler festgestellt, der solch ein verfahren praktiziert: Boris Buzov sol es ebenfalls geschafft haben, bei mehreren Turnieren gleichzeitig mit zu spielen und so seine ELO um mehr als 200 Punkte zu senken. - Absicht? Wer mag das zu entscheiden?
Das einzig nachweislich Kritische bei diesne Fällen ist, dass die betreffenden Personen es immer schafften, bei mehreren Turnierne gleichzeitig Partien zu spielen, was nun nachweislich wirklich nicht gehen kann. Für solch einen Betrug kann man jemanden bestrafen, nciht aber dafür, dass man "leider mal" eine beträchtliche Zahl von ELO-Punkten verliert.
Achja, meine persönliche Meinung dazu ist, dass es nicht okay ist, aber nicht vehridnert werden kann, ohne dabei die Freiheiten der normalen Spieler zu beeinflussen.
Achja, im Gegenzug gab es bei den ukrainischen Turnieren, wo die beiden genannten Personen angeblich teilnahmen (gleichzeitig zu in Deutschland stattfinden Ligaspielen), natürlich auch Personen, die an ELO erheblich dazu gewannen. Für diese Spieler hat es dne Vorteil, dass sie durhc erreichte Normen bei einigen Turnierne weniger Startgelöd zahlen brauchen.
Es ist also ein Geben und Nehmen - beide Seiten haben etwas davon, und das ist daran das schlimme.
Diejenigen, deren Leistungen für Ratingpreise nicht gut genug sind, "erspielen" sich bei solchen Schein-Turnieren also ELO und Norm und sparen sich Startgelder, während die starken Spieler die Ratingpreise der Gruppen mit kleineren Zahlen absahnen. ^^
MfG Falco
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21.07.2005, 17:00
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Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
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Das ist dann ja wohl nur die Spitze vom Eisberg. Und von der FIDE dürfte da wohl auch nicht viel Aufklärung zu erwarten sein.
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21.07.2005, 18:20
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Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
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Ähm, was sind denn Ratingpreise?
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21.07.2005, 18:30
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CM des Forums
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 355
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soweit ich weiß gibt es zusätzlich zum preis für den ersten platz bei einem tunier
auch etwas für den "stärksten schwächsten" spieler zu gewinnen.
also z.b. der bestplatzierte mit weniger als sagen wir mal 1600 gewinnt auch noch mal ein paar euro
aber bezüglich dieses falles..
das wirkt sich ja immer weiter aus.die spieler, die durch sowas elo gewinnen , verlieren ihn dann an irgendeinen anderen spieler etc.durch sowas wird ja letztendlcih auch beeinflusst wer momentan den höchsten elo hat
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21.07.2005, 21:01
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Büdelsdorf
Beiträge: 108
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Ratingpreise werden bei Turnieren gesondert ausgeschrieben.
Wenn entsprechend viele Teilnehmer da sind, dann wird meist ein Ratingpreis unter 2000 TWZ (Maximum aus DWZ und Elo), unter 1800, unter 1600 und unter 1400 ausgeschrieben. Dies dient dazu, auch den schwächeren Spielern einen Preis zu ermöglichen.
Wenn dann solche Abzocker vorbeikommen, die ihre Zahl absichtlich runterspielen und die dann die Ratingpreise abzocken, dann finde ich das sehr bescheuert. Wenn die Zahlen dann noch durch Geisterturniere erzielt wurden, dann ist das mehr als bedenklich. Solche Spieler sollte man auf einen Index setzen und die Turnierveranstalter sollten diese dann nicht zulassen.
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21.07.2005, 21:31
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An solch ein "schwarzes Brett" können aber nur die Leute kommen, die wirklich die dummen unter den Betrügern sind, so wie hier, dass man angeblich an zwei Orten gleichzeitig spielt. Lässt man seine Zahl aber durch Turnieren fallen, die hintereinander - nicht parallel - stattfinden, so kann einem doch ncihts vorgeworfen werden. Tja, tut mir Leid,vielleicht hatte er grade eine Pechsträhne? Es ist wichtig darauf zu achten, dass es nicht genauso wie beim Fußball endet, dass jeder der mal einen schlechten lauf hatte und bei der nächsten ELO-Abrechnung hundert Punkte miese gemacht hat, sofort als Betrüger dasteht. Das wäre genau das andere Extreme, was mir ehrlich gesagt noch mehr wehtun würde ^^
Achja: In Dortmund wurde Kolkin von den Ratingpreisen ausgeschlossen, Chancen auf den Turniersieg wurden ihm aber gelassen, da man ihn (meiner Meinung nach korrekterweise) nicht völlig vom Turnier ausschloss. Ob seine Partien DWZ- und ELO-ausgwertet werden, ist noch fragwürdig.
Schlimm ist ebenfalls, dass Leute mit einer höheren ELO als Kolkin dann gegen diese Betrüger verlieren - nicht nur den vollen Siegspunkt, sondern auch noch unnötig viele ELO-Punkte!
Aus diesem Grunde ist Heiko Kummerow in der 8. Runde des Dortmunder A-Open auch nciht gegen Kolkin angetreten, bis dahin hatte der Fidemeister eine sehr gute Perfomance gezeigt. Seine Stellungnahme zu diesem Schritt sowie Leserreaktionen findet ihr hier: http://www.schach-ticker.de/1bericht/kolkin2.html
Soweit von mir, ich finde es schade, dass es im Schachsport soweit kommen muss, auch wenne s sicherlich schon seit Jahren unbemerkt praktiziert wurde und wird.
MfG Falco
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22.07.2005, 02:21
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Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
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Tja, da können wir wohl froh sein, dass wir im Zeitalter des Internet leben und sich solche fiesen Maschenschaften unter dem Folke schnell verbreiten. Dass die FIDE gegen sowas ernsthaft etwas unternehmen wird, halte ich für unwahrscheinlich. Dem Präsidenten dürften Leute wie Kolkin eher symphatisch erscheinen, wenn ich ein wenig zynisch sein darf.
Allerdings halte ich es für ebenso skandalös, wie sich die Turnierleitung in Dortmun beim erwähnten Turnier verhält. Sie bereitet doch gerade zu den Nährboden für solche Spieler. Einmal wird ein gemeldeter Betrugsversuch nicht nur ignoriert, sondern der ehrliche Spieler der diesen gemeldet hat, auch noch zum Betrug indirekt aufgefordert (Fall: Telefongespräch, Sieg mit 50€ erkaufen). Dann wieder ein Regelbruch zusammen mit einer sarkastischen Bemerkung ungeahndet gelassen (Handyklingeln-->"Wollen sie gewinnen?").
Da vergeht einem ja jeder Spaß an Opens teilzunehmen. 
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22.07.2005, 09:09
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
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zugegeben, fand ich den Gedanken interessant, auf jedem Schnellschachturnier 50€ mitzunehmen, nur indem man seine Zahl fallen lässt, aber dafür bin ich wohl immernoch ein kleines STück zu anständig  und mir meine Zahl zu viel wert 
auf unterem niveau (unter 2,3) lässt es sich wohl kaum verbieten, was will man dagegen tun?!?
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22.07.2005, 09:47
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Büdelsdorf
Beiträge: 108
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@fnogatz:
Natürlich meine ich nur solche Leute, bei denen es offensichtlich ist (also, die an 2 Turnieren, die räumlich sehr weit auseinander liegen teilgenommen haben). Die anderen, die ihre Zahl durch schlechtes Spiel absichtlich versauen, sollte man da nicht draufsetzen. Man kann ja auch ohne Betrugsversuch mal ein schlechtes Turnier haben (private Probleme, viel Stress, schachmüde, töffelig), dann kann es schon mal passieren, dass man mal viele Punkte verliert.
Aber wenn es durch mehrere Turniere in Folge passiert, ist das schon bedenklich, aber natürlich nicht nachweisbar und da sollte man vorsichtig sein.
Ich finde es immer nett, wenn ich Leuten, die offensichtlich eine zu schlechte Zahl haben, ihren Ratingpreis versauen kann, indem ich mich gegen sie besonders anstrenge und ihnen einen Punkt oder halben wegnehme
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22.07.2005, 09:55
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Zitat:
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Zitat von Scipio
[...]auf jedem Schnellschachturnier 50€ mitzunehmen,[...]
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Das ist doch der Hauptpunkt: Die Rating-Preise lohnen den Aufwand nicht.
Bedauernswert, wer das Geld wirklich nötig haben sollte.
Und traurig die, die es nicht nötig haben und sich trotzdem derart vom schnöden Mammon leiten lassen...
Ansonsten: Hochstapelei ist strafbar. Von Tiefstapelei habe ich das noch nicht gehört. 
Gruß
Ralf
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22.07.2005, 13:59
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Kenner
DWZ/Elo: ~1700
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Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 115
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@Ralvieh:
Es gibt aber auch Ratingpreise in der Richtung 250-500€, da würde sich solche "Tiefstapelei" schon lohnen.
Bis denn
ciedan
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22.07.2005, 14:30
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Zitat:
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Zitat von ciedan
Es gibt aber auch Ratingpreise in der Richtung 250-500€, da würde sich solche "Tiefstapelei" schon lohnen.
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Wie man's nimmt.
500€ für zwei Turniere, das lohnt sich nur, wenn keine Fahrtkosten anfallen.
(Warum zwei Turniere? Das zweite brauche ich, um von meiner Elo-Zahl wieder runterzukommen.  )
Nee, das ist mir zu anstrengend, ständig zwei Turniere gleichzeitig an verschiedenen Orten zu spielen... 
Gruß
Ralf
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