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27.10.2005, 16:47
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: ?
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Registriert seit: 06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 234
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GM bis ins hohe Alter?
Ich wollte einmal in die Runde fragen, wie lange es eigentlich möglich ist für einen GM auf höchstem Niveau spielen zu können. Bei der letzten WM war ja Anand (oder Adams?) der älteste Spieler mit 35 (?) Jahren, die anderen waren alle um die 30, was wohl das beste Alter für diesen Sport sein sollte.
Könnte es eigentlich sein, dass ein Gary Kasparov mit seinen nunmehr 42 Jahren vielleicht demnächst Schwierigkeiten in seinem Spiel bekommen könnte, vorrausgesetzt natürlich, dieser kehrt nocheinmal in den Schachsport zurrück?
In einem Interview sagte Kramnik einmal, er wolle bis zum 40. weiterspielen und dann womöglich seine Karriere beenden. Ist das 40. Lebensjahr vielleicht als eine Art "Schallmauer" anzusehen, bei welcher die GMs (die ja auch fast alle nur Menschen sind (Topalov einmal ausgenommen  ) )mehr geistige Anstrengungen vollbringen müssen, oder kann man Schach wirklich bis ins hohe Alter in dieser Klasse spielen?
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27.10.2005, 16:52
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Naja, auf Großmeisterniveau kann man wohl auch noch länger spielen, siehe Kortschnoi und Hübner.
Auf Weltklasseniveau scheint es da tatsächlich eine recht niedrige Grenze zu geben. Abgesehen von Weltmeistern aus früherer zeit, Lasker z.B..
Aber Rechenfähigkeit müsste doch schon verloren gehen, ich frage mich wie diese alten Großmeister das anstlelen, noch immer auf so einem Niveau zu spielen.
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27.10.2005, 17:26
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: ?
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Registriert seit: 06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 234
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Kortschnoi ist doch der Spieler, der schon weit über 70 ist und immernoch in den Top 100, richtig?
So einen Opa hätte ich auch gerne
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27.10.2005, 17:27
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Die Rechenleistung ist glaube ich nicht so sehr das Problem, vielmehr die körperliche Fitness, die inzwischen einen wesentlichen Teil der professionellen Schachvorbereitung einnimmt.
Bis zu 7 Stunden unter starker Anspannung mit Puls und Adrenalinpegel unter der Decke geistige Höchstleistungen vollbringen geht an die Substanz. Die Fitnesspläne von Leko, Topalov, Kasparov aber auch schon Botwinik sind beeindruckend, bei Kramnik gilt die Konstitution als große Schwachstelle.
Ich erinnere auch an den Kampf Karpov-Kasparov 1984, der auf Anraten von Karpovs Ärzten abgebrochen wurde, weil die Strapazen nicht mehr zumutbar waren, da war er Mitte 30!
Es scheint aber Ausnahmen zu geben: Kortschnoi hat ja mit fast 50 um die WM Gespielt und auch Lasker mit über 50 noch bedeutende Turniere gewonnen, Karpov steht mit 53 auf Rang 33 der Weltrangliste (Elo 2672). Sehr aufschlußreich in dieser Hinsicht: Die "Age Lists" auf chessmetrics.com, sowieso Superseite. http://chessmetrics.com/CM2/AgeLists...00000000010100
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28.10.2005, 08:31
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 376
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Nicht zu vergessen Smyslow, der in den 80ern gar noch mal nach der Weltmeisterschaftskrone greifen wollte und 84 erst von Kasparow gestoppt wurde ...
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28.10.2005, 12:49
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Sehr richtig, wenn man sich die Graphik mal ansieht, sieht man, daß Smyslow für bestimmte Alter sogar als der stärkste Spieler überhaupt geführt wird. Wenn Korchnoi allerdings weitermacht, wird er ihn wohl bald einholen...
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28.10.2005, 18:16
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Aktiver
DWZ/Elo: 1881
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Registriert seit: 08.2005
Ort: Lindau
Beiträge: 44
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Kortschnoi war vor etwa einem Jahr im Nachbarverein zum Simultanspiel. Obwohl er am Ende völlig fertig war, wollte er die letzte noch laufende Partie unbedingt noch gewinnen. Ihm fielen bereits die Augen zu...
Sein Gegner schaffte doch noch das Remis. Kortschnoi war über sich selber verärgert und zeigte den verbliebenen Zuschauern noch schnell ein paar Varianten, wie er vielleicht bessere Chancen zum Sieg gehabt hätte. Bei beiderseitig bestem Spiel war es aber wohl trotzdem kaum zu gewinnen.
Aber seine Einstellung hat mich zutiefst beeindruckt: Obwohl es ihm keiner (außer ihm selbst) übelgenommen hätte, wenn er zeitiger das Remis akzeptiert hätte, wollte er unbedingt das für ihn maximal mögliche Ergebnis erzielen.
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29.10.2005, 22:04
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 167
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
Die Rechenleistung ist glaube ich nicht so sehr das Problem, vielmehr die körperliche Fitness, die inzwischen einen wesentlichen Teil der professionellen Schachvorbereitung einnimmt.
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Da wären wir übrigens wieder bei dem Thema, ob Schach ein Sport ist.
Wäre es so, wäre ein Fitnesstraining nicht nötig, denn regelmäßiger Sport hat ja günstige Einflüsse auf das Herz-Kreislauf-System.
Schach nicht als Sport zu bezeichnen, sehe ICH keinesfalls als Abwertung an:
"Schach ist Gymnastik für das Gehirn" (Lenin)
Gruß, Dirk
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30.10.2005, 14:01
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1850+ /1900+
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Schweiz
Beiträge: 56
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Zitat:
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Zitat von dirad
Da wären wir übrigens wieder bei dem Thema, ob Schach ein Sport ist.
Wäre es so, wäre ein Fitnesstraining nicht nötig, denn regelmäßiger Sport hat ja günstige Einflüsse auf das Herz-Kreislauf-System.
Gruß, Dirk
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Das besagt nichts. Die meisten guten Sportler diverser Sportarten müssen ja auch Ausgleichstraining betreiben. Beispielsweise gehen Fussballer joggen, und Kurzstreckenläufer stemmen Hanteln.
Ich jedenfalls sehe Schach als Sportart an, wenn man es entsprechend kompetitiv betreibt. Es gibt aber auch viele, die sehen Schach in erster Linie als Alternative zum Biersaufen  , dh. um soziale Kontakte zu pflegen und den Alltag zu vergessen. Für die fehlt meiner Meinung nach der sportliche Aspekt.
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30.10.2005, 17:22
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 167
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Zitat:
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Zitat von Andi+
Das besagt nichts. Die meisten guten Sportler diverser Sportarten müssen ja auch Ausgleichstraining betreiben. Beispielsweise gehen Fussballer joggen, und Kurzstreckenläufer stemmen Hanteln.
[..]
Ich jedenfalls sehe Schach als Sportart an, wenn man es entsprechend kompetitiv betreibt.
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Das besagt viel. Und es ändert nichts an der Tatsache, daß regelmäßiges Schachtraining den körperlichen Leistungszustand nicht verbessert. Durch das viele Sitzen möglicherweise verschlechtert. (Mit Zigarette und Bier in der Hand) ;-)
Ausgleichssport von den von Dir genannten Sportlern dient der Optimierung schon erreichter Fitness oder dem Training der nicht angesprochenen Muskeln.
War also ein schlechtes Beispiel.
MfG
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30.10.2005, 18:01
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1850+ /1900+
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Schweiz
Beiträge: 56
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Deine Definition von Sport ist Fitnesstraining. Meine nicht. Für mich ist Fitnesstraining nur ein Teil der Welt des Sports.
Diese Diskussion wurde übrigens schon auf ganz anderer Ebene geführt (zB. IOC); bringt jetzt nichts, alles zu wiederholen.
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30.10.2005, 18:16
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 167
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Zitat:
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Zitat von Andi+
Deine Definition von Sport ist Fitnesstraining. Meine nicht. Für mich ist Fitnesstraining nur ein Teil der Welt des Sports.
Diese Diskussion wurde übrigens schon auf ganz anderer Ebene geführt (zB. IOC); bringt jetzt nichts, alles zu wiederholen.
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Stimmt. Lassen wirs gut sein. ;-)
Schönen Sonntag noch!
Gruß Dirk
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