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05.07.2009, 02:03
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Kenner
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 122
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Ausführen eines Zuges
Ich habe bei einem Schachturnier folgende Situation gehabt. Ich war am Zug und habe eine Figur die ich ziehen wollte vom Brett abgehoben und dann einige Zeit überlegt wo ich sie hinziehen wollte. Mein Gegner hat mich dazu aufgefordert die Figur wieder abzusetzen bis ich mir den Zug überlegt habe.
Frage dazu: Muss ich mich daran halten oder nicht?
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05.07.2009, 09:42
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
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Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
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Definiere bitte "einige Zeit"?
Wenn mein Gegner minutenlang mit der Figur in der Hand am Brett sitzt, oder nach dem Zielfeld suchend über dem Brett damit "rumrührt", würde mich das vermutlich auch stören.
Obwohl ich im Regelwerk kein eindeutiges Verbot dieser Aktion kenne.
Höflich wäre es wohl, die Figur einfach wieder aufs Feld zurück zu stellen um weiter zu überlegen.
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07.07.2009, 00:09
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
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Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
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ist nicht die eigentliche Frage: Was willst Du mit der Figur in der Hand erreichen? 
Ich hatte das schon ein paarmal - das läuft etwa so - der Gegner nimmt eine Figur (vom Brett) - und bemerkt (quasi im letzten Augenblick) eine unerwartete Replik (und steht zumindest unter dem Eindruck, dass der geplante Zug schlecht oder gefährlich ist....)
- und verharrt (im Wissen mit der Figur ziehen zu müssen) über dem Brett.....
*********
Nach ein paar Sekunden biete ich ihm dann auch an, sie wieder hinzustellen (ist ja nicht so eine tolle Nachdenkhaltung) - ob er das dann macht, ist mir eigentlich egal.....
**********
wenngleich im Ernstfall, denke ich, dass der SchiRi schon auf wieder abstellen bestünde......
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07.07.2009, 00:46
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Forumsprofi
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Registriert seit: 09.2007
Beiträge: 192
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Aber selbst wenn er sie wieder hinstellt, muss er doch mit dieser Figur auch ziehen, weil er sie nun mal angefasst hat (wenn es einen regulären Zug gibt) oder wird das auf Turnieren nicht so streng gesehen?
Oder anders gefragt: Ist dieses berühmte "Berührt-Ziehen" oder so ähnlich nur eine Stammtischregel oder auch in offiziellen Turnieren verpflichtend?
Geändert von MiBe (07.07.2009 um 00:49 Uhr)
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07.07.2009, 03:09
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
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Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
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Zitat:
Zitat von MiBe
Ist dieses berühmte "Berührt-Ziehen" oder so ähnlich nur eine Stammtischregel oder auch in offiziellen Turnieren verpflichtend?
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Das ist eine offizielle Turnierregel!!
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07.07.2009, 10:35
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Kenner
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 122
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Ich habe die Figur einfach für etwa ne halbe min vom Brett genommen um zu überlegen wo ich sie abstellen will. Das mache ich öfters aber es hatte vorher niemanden gestört. Ich habe das durchaus schon gehabt das andere das gegen mich auch gemacht haben. Mich stört das allerdings nicht.
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08.07.2009, 20:23
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
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Registriert seit: 05.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 77
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Zitat:
Zitat von RedDevil21
Ich habe die Figur einfach für etwa ne halbe min vom Brett genommen um zu überlegen wo ich sie abstellen will. Das mache ich öfters aber es hatte vorher niemanden gestört. Ich habe das durchaus schon gehabt das andere das gegen mich auch gemacht haben. Mich stört das allerdings nicht.
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Zu diesem Fall steht nichts in den Spielregeln, doch würde ich sagen, es sei höflicher und fairer, wenn man die Figur erst dann anhebt, wenn man sie ziehen will.
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02.08.2009, 11:30
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Zitat:
Zitat von RedDevil21
Ich habe die Figur einfach für etwa ne halbe min vom Brett genommen um zu überlegen wo ich sie abstellen will. Das mache ich öfters aber es hatte vorher niemanden gestört.
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Bist du dir da sicher? Es gibt nämlich durchaus höfliche Spieler, die ihren Mitmenschen nicht immer sofort deren Fehlverhalten unter die Nase reiben. Das bedeutet dann aber noch lange nicht, daß sie sich nicht gestört fühlen.
Und wenn es dann mal einer zu doll treibt, kann es ihm ergehen wie demjenigen Klötzchenheber, der mehrmals in einer Partie eine Figur vom Brett genommen hatte, ohne sie sofort wieder abzusetzen. Woraufhin irgendwann seinem bis dahin nachsichtigen und geduldigen Gegner dann doch die Galle übergelaufen ist, er die Figur aus der Hand des anderen gerissen und quer durch den Spielsaal geworfen hat. 
Zitat:
Zitat von Wolfgang01
Zu diesem Fall steht nichts in den Spielregeln
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Das sehe ich anders.
Zitat:
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12.6 Es ist verboten, den Gegner auf irgendwelche Art abzulenken oder zu stören.
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Man könnte das längere In-der-Handhalten einer Figur durchaus auch als unerlaubtes Hilfsmittel werten, um sich zu merken, welche Figur man denn ziehen will. Einem ähnlichen Zweck diente früher einigen Spielern das Aufschreiben des geplanten Zuges auf dem Partieformular, bevor der Zug gemacht wurde. Dies ist ja mittlerweile verboten. Warum sollte dann das "Rumfuchteln" mit einer Figur erlaubt sein?
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05.08.2009, 00:15
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Meister des Matts
DWZ/Elo: 1888
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Registriert seit: 06.2009
Ort: Deutschland
Beiträge: 287
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Sehe ich genau so, das ist eine Störung des Gegners, auch wenn der das nicht sofort moniert.
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05.08.2009, 00:53
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 155
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Sehe ich ebenfalls so, denn ich denke jeder Spieler hat das Recht, daß stets die richtige Stellung auf dem Brett steht, egal wer gerade am Zug ist. Durch das "Entnehmen" eines Steines für längere Zeit stört man das Nachdenken des Gegners (was dieser ja darf auch wenn er nicht am Zuge ist).
So eine Vorgangsweise kann tendenziell auch dazu führen, daß irrtümlich (oder auch nicht :-) ) regelwidrige Züge gemacht werden, die vom richtigen Ausgangsfeld aus gar nicht möglich sind. Das heißt, wenn man die Zugausführung auf diese Art unterbricht bzw. verzögert, wird dem Gegner unweigerlich - bewußt oder unbewußt - aufgebürdet, das Ausgangsfeld unbedingt im Gedächtnis behalten zu wollen. Das ist zwar nicht schwer, aber m.E. eine störende Ablenkung.
Normalerweise ist anzunehmen, daß so ein Verhalten bereits nicht selten zu Streitereien geführt hat.
P.S. Ich bin Hobbyspieler und spiele eigentlich nur noch am Computerbildschirm bzw. meist auf Schachservern, da gibt es keine solchen Probleme. Ich kann zwar auch eine Figur "beginnen zu ziehen" und weitergrübeln, aber das stört niemanden, da erst der vollständig ausgeführte Zug zum Gegner gesandt wird.
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06.08.2009, 12:41
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Neuling
DWZ/Elo: 1650
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Registriert seit: 01.2009
Ort: Greifswald
Beiträge: 7
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Sehr interessant, ich habe das gerade selbst bei einer Partie gehabt. Ich ließ nämlich meinen König schweben....
Ich machte das, weil ich (5-Stundenpartie, beiderseitige beginnende Zeitnot, also ca 4 h 40 min gespielt), während ich den König hob, gerade noch so eine Opfervariante für meinen Gegner bemerkte.
Ich fand es fairer, den König in der Hand zu halten, um damit eindeutig zu "sagen" - ja, ich habe die Figur berührt und werde sie ziehen. Ich dachte mir, dass mein Gegner eher Bauchschmerzen bekommt, wenn ich die Figur wieder auf den alten Platz stelle. Mein Gegner bat mich freundlich, die Figur doch erst mal wieder abzusetzen, was ich als sehr angenehm empfand.
Ich habe es noch nicht erlebt, dass jemand längere Zeit seine Figur übers Brett hält, weiß also wirklich nicht, ob mich so etwas stört. Ich habe aber schon erlebt, dass ein Spieler eine Figur (Springer) anfässt und hochhebt, sieht, dass sein geplanter Zug schlecht ist und sie wieder hinstellt. Nach weiteren 10 min folgte dann ein Damenzug. Auf mein Veto hin, zog er den Springer, aber ein echter "Fiesling" würde hier wohl schlicht sagen, dass ich von der Springerberührung höchstens geträumt habe.
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