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15.06.2009, 17:16
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Neuling
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Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 3
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Springer schaut nach vorn?
Ich bin neu hier und begrüsse erst mal alle!
Ich habe mal eine merkwürdige Frage:
Wie setze ich Springer richtig auf das Brett, ich meine nicht wohin sondern ich welche Richtung zeigt der Kopf. Gibt es da überhaupt eine Regel oder eine Art Vorschlag. Meine Springer schauen immer zum Gegner (also nach vorn). Auf Fotos, Abbildungen und Diagrammen sieht man alles Mögliche, beide nach links, beide nach rechts, eine nach links einer nach rechts, beide nach vorn usw.....sogar schräg und dann noch die unterschiedlichen Stellungen bei Weiss und Schwarz.
Es war bisher für mich kein Problem, neulich bat mich ein Schachpartner meine Springer zu rücken 
Wie macht Ihr das?
Wie halten's die Großmeister?
Beste Grüße
Fred
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15.06.2009, 18:03
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Aktiver
DWZ/Elo: 1800
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Registriert seit: 04.2005
Ort: weit weg
Beiträge: 39
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht geregelt ist, zumal ja auch Schachfiguren sehr verschieden aussehen. Ich habe vor kurzem mal wieder die Schachregeln durchgelesen, kann sein, dass ich was übersehen habe, aber ich denke, so etwas lustiges wäre mir doch aufgefallen. Aber hier wäre der Link: http://www.fide.com/component/handbo...&view=category
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15.06.2009, 18:26
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Neuling
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Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 3
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In den Regeln ist mir das auch nicht aufgefallen. Umso verwunderter war ich, als ich darauf hingewiesen wurde. und dann hab ich mal bewußt darauf geachtet, scheinbar macht es jeder irgendwie.
Das bringt mich zu einer Erweiterung der Frage: Darf man, natürlich nachdem man "ich rücke zurecht" gesagt hat, eine generische Figur berühren oder nur eigene?
Fred
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15.06.2009, 18:37
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Meister des Matts
DWZ/Elo: 1888
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Registriert seit: 06.2009
Ort: Deutschland
Beiträge: 287
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In den Regeln gibt es keinen Passus, der vorschreibt, wohin der Springer zu schauen hat.
Zitat:
Zitat von Feuerstein
Das bringt mich zu einer Erweiterung der Frage: Darf man, natürlich nachdem man "ich rücke zurecht" gesagt hat, eine generische Figur berühren oder nur eigene?
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Sowohl fremde als auch eigene Figuren.
Allerdings nur, wenn man am Zug ist.
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15.06.2009, 19:44
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
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Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
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Zitat:
Zitat von Feuerstein
Das bringt mich zu einer Erweiterung der Frage: Darf man, natürlich nachdem man "ich rücke zurecht" gesagt hat, eine generische Figur berühren oder nur eigene?
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Darf man schon, wenn die Figur z.B. nicht mittig auf dem Feld steht und das Nachbarfeld "ankratzt". Besser ist es aber, den betreffenden Spieler aufzufordern, die Figur selbst richtig zu setzen. Das muß er dann auch auf seine eigene Zeit tun!
Ich würde es allerdings dringend unterlassen einen Springer zu verdrehen, weil mir die "Kopfausrichtung" nicht gefällt! Das könnte als unerlaubte Störung bestraft werden.
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15.06.2009, 23:47
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Meister des Matts
DWZ/Elo: 1888
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Registriert seit: 06.2009
Ort: Deutschland
Beiträge: 287
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Zitat:
Zitat von hoppepit
Besser ist es aber, den betreffenden Spieler aufzufordern, die Figur selbst richtig zu setzen. Das muß er dann auch auf seine eigene Zeit tun!
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Wie soll das denn gehen?
Uhr anhalten, Schiedsrichter holen, Zeitstrafe für den Gegner verlangen?
Da warte ich lieber, bis ich dran bin, und rücke dann zurecht, damit "das Thema vom Tisch ist".
Zitat:
Zitat von hoppepit
Ich würde es allerdings dringend unterlassen einen Springer zu verdrehen, weil mir die "Kopfausrichtung" nicht gefällt! Das könnte als unerlaubte Störung bestraft werden.
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Habe ich schon bei einem Gegner erlebt.
Soll ich jetzt den Schiri holen und mich darüber beschweren?
Man kann auch einfach darüber stehen und den Gegner gewähren lassen, es gibt viel Schlimmeres...
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16.06.2009, 21:10
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
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Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
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Die Regelauslegung ist (imho) ziemlich einfach:
1) es gibt keine vorgegebene Richtung in die eine Figur "schauen" muß!
2) der am Zug befindliche Spieler (und nur der) darf Steine "zurechtrücken"
- durch die Ansage: "J'adoube" oder: " Ich rücke zurecht!" anzumelden.....
****************
Theoretisch könnte das zu einem ständigen drehen von z.B. den Springern führen - ist zwar ein bisschen kindisch, und ich kenne keinen Fall - ist aber vorstellbar.........
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24.06.2009, 10:14
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Neuling
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Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 3
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Hallo und vielen Dank an die Antworter. Ich fühle mich in meiner Meinung bestärkt. Muss aber sagen, dass mich das schon ein wenig erregt (und vom Spiel abgelenkt) hat, als meine Springer nach einem Zug wieder "gedreht" wurde. Beim zweiten Mal hab ich dann gemerkt, das ihm das wichtig ist und die Springer nach einem Zug so gestellt, wie er das wollte. Hab trotzdem gewonnen  .
Fred
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24.06.2009, 11:30
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 2012
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Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 58
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Zitat:
Zitat von Feuerstein
Auf Fotos, Abbildungen und Diagrammen sieht man alles Mögliche, beide nach links, beide nach rechts, eine nach links einer nach rechts, beide nach vorn usw.....sogar schräg und dann noch die unterschiedlichen Stellungen bei Weiss und Schwarz.
Es war bisher für mich kein Problem, neulich bat mich ein Schachpartner meine Springer zu rücken
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In diesem Fall würde ich nicht von Schachpartner, sondern von Schachgegner sprechen. Ich persönlich stelle die Springer meist seitlich auf. Wenn meinem Gegner das nicht passt, hat er Pech gehabt.
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17.07.2009, 04:21
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 155
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Wenn alle Springer aus der eigenen Perspektive nach links schauen (wie von Diagrammen gewohnt), dann schauen sie allerdings aus der Gegnerperspektive nach rechts. Somit würde ich sagen, jeder hat (nur) "die Macht" über seine eigenen Springer. Wiederholtes j'adoube nur um Springer zu drehen, ist wohl nicht ganz regelkonform, denn es heißt ja "zurecht rücken" und nicht "zurechtdrehen".
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17.07.2009, 13:48
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Kenner
DWZ/Elo: 1824/1855
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Registriert seit: 05.2005
Beiträge: 123
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Dann müsste man auch den Läufer(Schlitz), Turm(Schiessscharten) und König(Kreuz) zurechtrücken.
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17.07.2009, 13:51
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Forumsprofi
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Registriert seit: 09.2007
Beiträge: 192
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Ich wäre für eine Figurenreform.
Zylinder statt Turm, Pyramiden statt Springer, Kreiskegel statt Läufer, vierseitiges Prisma ("Quader") für König (mit aufgesetzter Kugel) und Dame(ohne Kugel) und kleine Würfel für die Bauern.
Zugregeln bleiben gleich, das Schachbrett sieht modern aus (wir brauchen im 21.Jh. keine Figuren mit Schießscharten) und solche Symmetriediskussionen sind überflüssig.
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17.07.2009, 16:44
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Kenner
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Registriert seit: 10.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 114
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Analogie zum Threadtitel:
Immer nach vorne gucken und soviel wie nötig von der Vergangenheit vergessen.
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17.07.2009, 22:43
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 04.2009
Beiträge: 155
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Nein, für's menschliche Auge sind "Schnörkseln" besser um quasi völlig ohne zu denken, Figuren intuitiv zu erkennen. Einfache geometrische Grundformen leisten das nicht. Vielleicht ist das nicht ganz allgemeingültig, aber die Staunton-Form ist ja definitiv beliebter als die (kotz) Bundesform; selbst die ist für meinen Geschmack schon viel zu glatt.
Das hat damit zu tun, wie das Gehirn z.B. Gesichter erkennt und unterscheidet: Viele Details werden unbewußt wahrgenommen, verarbeitet und intuitiv wiedererkannt. Je weniger Details, desto mehr muß man bewußt nachdenken.
Komischerwerise sehe ich das bei Schachdiagrammen etwas anders. Da finde ich die sozusagen reduzierten Sportverlag-Figurinen gar nicht schlecht, bevorzuge am Bildschirm jedoch "Oldstyle".
Über Geschmack läßt sich nicht streiten.
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17.07.2009, 23:45
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Forumsprofi
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Registriert seit: 09.2007
Beiträge: 192
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Ein Bauer auf dem Schachbrett als Figur oder in Diagrammen/Programmen als merkwürdige 3-teilige Form aus Kreissegmenten erinnert auch nicht entfernt an einen "richtigen" Bauern sondern eher noch an einen Schneemann. Die Bauernfigur kann man durchaus durch einen Würfel oder sonstwas ersetzen, ohne sich von einem "echten Bauern" noch weiter zu entfernen.
Da ist lediglich der Sprachgebrauch "Bauer" übrig geblieben.
Allerdings würde es mich eher irritieren und es wäre auch unhandlich, wenn man nun irgendwelche Fantasy-Figuren mit Bauerndesign benutzen würde, da habe ich mich dann doch eher an die Staunton-Form gewöhnt.
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