Ich kenne die offiziellen Tunierregeln zwar nicht, aber der natürliche Menschenverstand sagt mir (falls der überhaupt in den Tunierregeln erlaubt ist), dass man diese Stellung ausspielen muss und die Partie in 100 Halbzügen=50 Züge auf beiden Seiten gewinnen muss, sonst zählt sie 1/2-1/2. Falls beide immer hin und her ziehen greift die Regel mit der dreimaligen Stellungswiederholung und falls nur einer vor und zurückzieht, während der Gegner unter Zeitdruck steht, greift eine Sonderregel, die sinngemäß sagt, dass man den Gegner nicht über die Zeit drücken darf. Allerdings ist sie etwas unglücklich formuliert, was auch zu heftigen Streitigkeiten in der Schachwelt führte.
Theoriegemäß ist hier beides richtig, aber tendenziell hat die Springerpartei größere Möglichkeiten, wenn König und Springer im Zentrum zusammen bleiben. In der Ecke muss man aber aufpassen, das der Springer nicht ein Fluchtfeld des Königs versperrt. Das Turm-König-Gespann muss folglich versuchen, den Springer in eine Ecke zu treiben (dem Turm ist ein Außenposten ja gleichgültig), oder ihn von dem König fortzujagen, um ihn dann einzusperren. Deutlich werden diese Strategien an der für mich schönsten Endspielstudie, die es überhaupt gegeben hat: Sairab, 9. Jahrhundert
Schwarz: Kc5; Se2
Weiß: Ke5; Td3
Weiß am Zug

Viel Spaß!