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Regelkunde Schach

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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #1 (permalink)  
Alt 22.07.2007, 17:21
Rammy
Neuling
 
Registriert seit: 07.2007
Beiträge: 3
Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim?

Nabend zusammn !

Manche untereuch haben sicher schon erfahrung darin gesammelt. Der gegner gähnt beim denken, scheint die partie am nebenbrett interesanter zu finden als die eigene, tut so als ob er von schach nix vertseht. Doch all das sind in wirklichkeiten kleine tricks um euch in gedanken wirre zu führen. Oft sind aber solche "psychologischen tricks" rechtunfair, und da wollte ich nachfragen ob in den regeln etwas derartiges drin steht?

Ich habe z.b. im internet gelesen das ein wirkungsfähiger "trick" sei, während der partie zu rauchen und dabei den gegner vollqualmen. Das kann doch nicht erlaubt sein oder?

Wie siehts aus wenn man sagen wir mal vortäuscht shizophren zu sein? und vll mal ein oder ein andere wort mit sich selbst redet . Ich hatte mal einen (älteren) gegner, der hatte keine ahnung von turnierschach, der manschaftsführer musste ihn immer wieder dran erinnern den zug aufzuschreiben. Nachdem die partie zuende war und ich es am nächstem tag durchgang merkte ich, das ich manche züge spielte obwohl ich die sonst nie ziehen würd. Zum glück war der gegner wirklich ein anfänger und tat nicht nur so .


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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #2 (permalink)  
Alt 22.07.2007, 17:30
blotto
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
 
Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
Rauchen im Spielsaal wird schon in den FIDE-Regeln verboten...

Wenn jemand sich schizophren stellt und mit sich selber redet, dann kann man sich wegen Störung beschweren, man muss schliesslich ruhig sein.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #3 (permalink)  
Alt 23.07.2007, 09:03
Benutzerbild von Marius
Marius
Echter Kenner
 
Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 140
aber wer macht den so nen blödsinn???? wenns villeicht um den weltmeisterschaftstitel geht;hm,ok,machen (villeicht) einige.aber wir als (relativ) schlechte Spieler in (relativ) tiefen klassen haben doch keinen grund dazu,oder??
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #4 (permalink)  
Alt 23.07.2007, 11:12
Benutzerbild von Berg
Berg
Forumsprofi
DWZ/Elo: DWZ 1782
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Brett 5
Beiträge: 197
Ich kenne einen Spieler, der während der Partie ständig leise, aber hörbar, zu Gott (oder sonst wem) betet. Das ist vielleicht nervig für den Gegner.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #5 (permalink)  
Alt 30.07.2007, 17:37
Benutzerbild von Schackel
Schackel
Aktiver
DWZ/Elo: 2112/2086
 
Registriert seit: 07.2007
Ort: Wien
Beiträge: 45
Also alles, was als nachweislich störend empfunden wird, darf am Schachbrett nicht geschehen, aber viele Dinge sind tatsächlich "psychologische Tricks", die aber keine eigentliche Störung darstellen.
Und ich will es nichtmal Tricks nennen - es ist eher ein psychologischer Kampf. Wenn unser Gegner einen seiner Meinung nach sehr gelungenen Zug aufs Brett zaubert und demonstrativ doller als üblich auf die Uhr schlägt, möchte er uns damit seine vermeintliche Überlegenheit zeigen. Psychologisch bleibt so etwas nicht folgenlos - bei vielen wächst der Ehrgeiz seinen Zug zu widerlegen, anderen kommen Befürchtungen einer baldigen Niederlage.
Von derartigen Verhaltensweisen gibt es viele, z.B. der Gegner nimmt ein Opfer ohne Bedenkzeit an, um uns zu signalisieren, dass er es längst berechnet und widerlegt hat.......er kommentiert einen schwierigen Zug mit einem Nicken und versucht den Eindruck zu erwecken, als ob diesen schon lange durchschaut hat....

Da muss an einfach drüberstehen, denn die Gegner sehen viiiel weniger am Brett, als sie einem deutlich zu machen versuchen. Sie sehen kaum mehr oder sogar weniger, als wir......sonst wären es nicht unsere Gegner, sondern würden in anderen Ligen spielen. Mich amüsiert es lediglich die psychologische Kriegsführung meines Gegners anzusehen.

Was aber wirklich unfair war, was mir einmal passiert ist (aber schon nicht mehr psychologisch), war, dass ein DWZ-stärkerer Gegner in Verluststellung nicht gezogen hat. Mit über einer Stunde auf der Uhr und 8 Zügen bis zur Zeitkontrolle ließ er Zeit vergehen in der Hoffnung, dass ich mal auf Toilette muss, was mich mit meiner übrigen Minute die Partie gekostet hätte. Ich habs zum Glück ausgehalten (gerade noch...) und als er mit 5min auf der Uhr zug, ihn zusammengeschoben, sodass er nach dem 40. sofort aufgab...
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #6 (permalink)  
Alt 30.07.2007, 21:27
Benutzerbild von hoppepit
hoppepit
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
 
Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
Zitat:
Zitat von Schackel Beitrag anzeigen
Was aber wirklich unfair war, was mir einmal passiert ist (aber schon nicht mehr psychologisch), war, dass ein DWZ-stärkerer Gegner in Verluststellung nicht gezogen hat. Mit über einer Stunde auf der Uhr und 8 Zügen bis zur Zeitkontrolle ließ er Zeit vergehen in der Hoffnung, dass ich mal auf Toilette muss, was mich mit meiner übrigen Minute die Partie gekostet hätte. Ich habs zum Glück ausgehalten (gerade noch...) und als er mit 5min auf der Uhr zug, ihn zusammengeschoben, sodass er nach dem 40. sofort aufgab...
...unsportlich war das bestimmt!! Kann man aber leider nach dem Regelwerk nicht bestrafen.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #7 (permalink)  
Alt 31.07.2007, 13:10
Benutzerbild von Berg
Berg
Forumsprofi
DWZ/Elo: DWZ 1782
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Brett 5
Beiträge: 197
Zitat:
Zitat von Schackel Beitrag anzeigen
Was aber wirklich unfair war, was mir einmal passiert ist (aber schon nicht mehr psychologisch), war, dass ein DWZ-stärkerer Gegner in Verluststellung nicht gezogen hat. Mit über einer Stunde auf der Uhr und 8 Zügen bis zur Zeitkontrolle ließ er Zeit vergehen in der Hoffnung, dass ich mal auf Toilette muss, was mich mit meiner übrigen Minute die Partie gekostet hätte. Ich habs zum Glück ausgehalten (gerade noch...) und als er mit 5min auf der Uhr zug, ihn zusammengeschoben, sodass er nach dem 40. sofort aufgab...
Ist zwar *******, aber man weiß auch vorher, dass der Gang zum Klo nicht innerhalb einer Minute zu schaffen ist.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #8 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 13:47
Benutzerbild von Schackel
Schackel
Aktiver
DWZ/Elo: 2112/2086
 
Registriert seit: 07.2007
Ort: Wien
Beiträge: 45
Zitat:
Ist zwar *******, aber man weiß auch vorher, dass der Gang zum Klo nicht innerhalb einer Minute zu schaffen ist.

Ich versteh deinen Einwand nicht. Natürlich weiß man das, aber die Zeitkontrolle ist innerhalb einer Minute zu schaffen, wonach man ganz in Ruhe ****en gehen kann.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #9 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 13:57
Benutzerbild von chessychess
chessychess
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
 
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
Berg muss man nicht verstehen. Er setzt gern Einzeiler unter Threads, die keinen richtigen Bezug zum Thema haben. Ist so zu sagen ein Hobby von ihm.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #10 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 15:02
Benutzerbild von Berg
Berg
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DWZ/Elo: DWZ 1782
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Brett 5
Beiträge: 197
Zitat:
Zitat von Schackel Beitrag anzeigen
Ich versteh deinen Einwand nicht. Natürlich weiß man das, aber die Zeitkontrolle ist innerhalb einer Minute zu schaffen, wonach man ganz in Ruhe ****en gehen kann.
Ich meinte damit, dass Du Dir die Zeit vorher hättest besser einteilen müssen, wodurch Du dann in Ruhe zum Klo hättest gehen können. Mehr nicht. Und dass man nach der Zeitkontrolle in Ruhe *******n kann, ist jedem klar, ich glaub', sogar dem nicht immer alles verstehenden chessychess.
Aber wie gesagt, Dein Gegner hat sich meiner Meinung nach trotzdem unsportlich verhalten!

Geändert von Berg (01.08.2007 um 15:12 Uhr)
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #11 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 17:14
Schachkeks
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 72
Ein Clubmitglied hat mit folgendem Trick schon wiederholt den vollen Punkt eingefahren: Der Gegner bedroht eine Figur, droht mit einer Springergabel usw. und in dieser Situation findet er gelegentlich eine Fortsetzung durch Ignorieren dieser Drohung einen Vorteil zu erzielen. Er "übersieht" nun die akute Drohung, führt seinen Zug aus, drückt die Uhr und zuckt in diesem Moment zusammen. Ein erschrockener
Ausruf wie "Mist! Das stellt ja einen Bauern etc ein, darf ich meinen Zug nochmal zurücknehmen?" folgt. Bisher hat noch kein Gegner dies zugelassen, aber viele haben noch dem offensichtlichen "Patzer" umgehend den Materialgewinn realisiert und sind dann nach dem Konter in Nachteil geraten (oft verbunden mit Verwünschungen über den "unfairen Trick").
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #12 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 17:59
Benutzerbild von Berg
Berg
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DWZ/Elo: DWZ 1782
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Brett 5
Beiträge: 197
Zitat:
Zitat von Schachkeks Beitrag anzeigen
Ein Clubmitglied hat mit folgendem Trick schon wiederholt den vollen Punkt eingefahren: Der Gegner bedroht eine Figur, droht mit einer Springergabel usw. und in dieser Situation findet er gelegentlich eine Fortsetzung durch Ignorieren dieser Drohung einen Vorteil zu erzielen. Er "übersieht" nun die akute Drohung, führt seinen Zug aus, drückt die Uhr und zuckt in diesem Moment zusammen. Ein erschrockener
Ausruf wie "Mist! Das stellt ja einen Bauern etc ein, darf ich meinen Zug nochmal zurücknehmen?" folgt. Bisher hat noch kein Gegner dies zugelassen, aber viele haben noch dem offensichtlichen "Patzer" umgehend den Materialgewinn realisiert und sind dann nach dem Konter in Nachteil geraten (oft verbunden mit Verwünschungen über den "unfairen Trick").
Das Gute daran:
Wenn man ein Mal darauf reingefallen ist, wird einem so eine ******* wahrscheinlich nicht noch einmal passieren.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #13 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 19:51
Benutzerbild von chessychess
chessychess
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
 
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
Zitat:
Zitat von Schachkeks Beitrag anzeigen
Ein Clubmitglied hat mit folgendem Trick schon wiederholt den vollen Punkt eingefahren: Der Gegner bedroht eine Figur, droht mit einer Springergabel usw. und in dieser Situation findet er gelegentlich eine Fortsetzung durch Ignorieren dieser Drohung einen Vorteil zu erzielen. Er "übersieht" nun die akute Drohung, führt seinen Zug aus, drückt die Uhr und zuckt in diesem Moment zusammen. Ein erschrockener
Ausruf wie "Mist! Das stellt ja einen Bauern etc ein, darf ich meinen Zug nochmal zurücknehmen?" folgt. Bisher hat noch kein Gegner dies zugelassen, aber viele haben noch dem offensichtlichen "Patzer" umgehend den Materialgewinn realisiert und sind dann nach dem Konter in Nachteil geraten (oft verbunden mit Verwünschungen über den "unfairen Trick").

Das ist schon wirklich hinterhältig, jeodch kann es doch wohl nur auf vergleichsweise niedriegem Niveau funktionieren; Ich schätze so unterhalb von 1400 DWZ.
Stärkere Spieler schauen nochmal in die Stellung nach dem gegnerischen Zug und versuchen zu antizipieren, was er vor hat und wie das Spiel nach dem Nehmen weitergehen könnte, insbesondere im Hinblick auf den letzten gegnerischen Zug.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #14 (permalink)  
Alt 01.08.2007, 21:14
Gast6247
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Berg Beitrag anzeigen
Das Gute daran:
Wenn man ein Mal darauf reingefallen ist, wird einem so eine ******* wahrscheinlich nicht noch einmal passieren.
Oder man liest darüber in Internetforen und fällt erst gar nicht darauf rein.
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  Psychologische Tricks - wie weit ist es legitim? Beitrag #15 (permalink)  
Alt 03.08.2007, 09:09
Sebasti
Aktiver
DWZ/Elo: 1055
 
Registriert seit: 12.2006
Ort: Omschberg
Beiträge: 31
Zitat:
Zitat von Schachkeks Beitrag anzeigen
Der Gegner bedroht eine Figur, droht mit einer Springergabel usw. und in dieser Situation findet er gelegentlich eine Fortsetzung durch Ignorieren dieser Drohung einen Vorteil zu erzielen. Er "übersieht" nun die akute Drohung, führt seinen Zug aus, drückt die Uhr und zuckt in diesem Moment zusammen. Ein erschrockener
Ausruf wie "Mist! Das stellt ja einen Bauern etc ein, darf ich meinen Zug nochmal zurücknehmen?" folgt.
Wenn das fragen nach zurücknehmen in diesem Fall nicht unsportlich wäre, gibt es durchaus Spieler die das erlauben.

In meiner ersten Turnierpartie(die ich verloren habe) habe ich gesehen nachdem ich meinen Zug gemacht hab, dass ich in 2 Zügen matt werde. Hab dann gefragt ob ich nicht doch einen anderen Zug machen dürfe, und er hat es erlaubt. Wie gesagt, er hat ja trotzdem gewonnen (Ist da schon voll auf SIeg gestanden).

Ich kenne auch so einen fiesen Trick mit der Figur.
Jemand schmettert die Figur aufs Brett, dass gerade noch alles stehen bleibt. Somit denkt der Gegner was der Zug bringen soll. Und schaut vielleicht gar nicht mehr auf die andere Brettseite.

mfg

Sebasti
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