|
» Karten |
|
|
» Benutzer (724)
» Schach-Vereine etc. (9)
» Ereignisse (0)
|
|
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 1 ( permalink)

24.03.2007, 04:33
|
 |
GM des Forums
DWZ/Elo: ELO 1700
|
|
Registriert seit: 11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 469
|
|
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen)
Meine Frage lautet: Irrt sich mein Mannschaftsführer bei einer seiner Aussagen betreffend folgender zwei Situationen? Wenn ja wo? Situation EINS 
Bei einer Freundin von mir, die in meinem verein spielt, hat sich letzens folgende Ergebenheit ergeben  : Wir hatten Meisterschaftsspiel gegen einen anderen Verein und ihr Gegner war nicht da. sie war schwarz also drückte sie zu spielbeginn die uhr. dann stand sie auf um sich die eröffnungen bei den anderen anzusehen. Als sie etwas später wieder auf ihr brett schaute war die uhr des gegners gedrückt. Der gegner war aber nicht da und Es war weder von weiß ein zug ausgeführt noch war irgendein formular zu sehen als wunderte sie sich und drückte ihre uhr wieder.
Der Gegner kam während sie weg war zum brett, schrieb seinen ersten zug auf und drückte die uhr. da kein gegner da war nahm er sein formular und stand auf. Mein Mannschaftsführer spricht:Es ist in diesem fall im ersten zug erlaubt diesen nicht auszuführen und nur den zug zu schreiben und die uhr zu drücken. da er nicht am zug ist kann er aufstehn wie er will. Er muss nur sobald der gegner wieder da ist seinen zug zeigen und nachweisen dass er ihn aufschrieb und es also richtig war die uhr zu drücken. Mit seinem formular darf er angeblich auch machen was er will, das ist sache des gegnerischen mannschaftsführers.
Meine (platonische ;P) freundin hätte korrekt gehandelt wenn sie zu ihm gegangen wäre und ihn das berichtet hätte und er hätte den gegnerischen mannschaftsführer fragen müssen ob der gegner bereits anwesend war
Das kanns doch nicht sein oder?!!!!
Es kommt noch besser: Situation ZWEI 
Zu Partiebeginn ist keiner der beiden spieler anwesend. Der weiße Spieler kommt 20 minuten zu spät macht einen zug und drückt die uhr. Der schwarze Spieler kommt 25 minuten zu spät und macht einen Zug. Mein Mannschaftsführer spricht:Bei einem Turnier:
Der schiedsrichter drückt zu partiebeginn die uhr von schwarz. Nachdem beide spieler da sind also nach 25 minuten hat dann also der weiße 20 minuten seiner zeit verbraucht, da er ja nach 20 minuten die uhr drückte und seine bis dahin rannte. Der schwarze hat erst 5 minuten verbraucht, da der weiße ja erst nach 20 minuten dir uhr drückte. Und das obwohl der schwarze 25 minuten zu spät kam und insgesamt 5 minuten später als der weiße. Eigentlich also unfair er hat ja trotzdem einen vorsprung von 15 minuten. Bei einem Meisterschaftskampf:
Keiner der zu partiebeginn anwesenden hat das recht die uhr zu drücken. Die Partie geht erst los nachdem einer der beiden spieler auf dem brett die uhr gedrückt hat. Wenn keiner die uhr drückt bis eine stunde nach offiziellen beginn, wird remis vereinbart. Klingt fair, denn in der regel hat der weiße einen vorsprung von 5 minuten! Er war ja auch 5 minuten früher da. Was unfair ist ist das beide Mannschaftsführer wegen den beiden jetzt eventuell 20 minuten länger da bleiben müssen. (mehr als eine stunde kanns dann allerdings aber nicht werden weil ja 1 stunde nach offiziellen beginn der jenige verloren hat der nicht da war, egal wo die uhr steht)
Also mir kommt das alles nicht ganz koscher vor. Irgendwie finde ich jede dieser Regeln schlecht und konnte mir das so nicht ganz vorstellen. Ich hoffe die Regeln sind in Österreich gleich wie in Deutschland vielleicht weiß das ja auch zufällig einer. Wenn nicht interessieren mich die regeln für deutschland trotzdem brennend. Aber ich glaube eher dass die Regeln in beiden Ländern gleich sind als dass mein mannschaftsführer recht hat.
Hoffe das ganze ist nicht zu kompliziert ihr könnt es ja als nettes Rätsel betrachten.
Geändert von thinkoutsidethebox (24.03.2007 um 04:42 Uhr)
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 2 ( permalink)

24.03.2007, 06:49
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
|
Wenn die Uhr läuft kann der Ws die Uhr nur drücken wenn er gezogen hat. Das Drücken der Uhr beendet den Zug, also muß mMn der Zug auf dem Brett ausgeführt sein. Auf dem Formular reicht es den Zug vor dem nächsten aufzuschreiben. Deine Freundin hätte ihr Formular am Tisch liegen lassen sollen. Auch der Gegner kann nicht mit seinem Formlar machen was er will, es hätte am Tisch liegen müssen. Und wie soll den der Sw ziehen wenn zwar seine Uhr läuft aber die Partie gar nicht eröffnet wurde. Stell dir vor,beide sind anwesend, Ws schreibt einen Zug auf, steckt sein Formular ein und drückt die Uhr. Dann kannst als Sw nichts mehr machen und verlierst. Das kann es auf gar keinen Fall sein!
Im 2ten Fall dagegen finde ich es klar, Ws muß den ersten Zug machen. Bei ihm sind 20min abgelaufen und bei Sw dementsprechend nur 5min. Und es kann auch nicht sein, daß eine Partie länger dauert. Dafür gibts ja die Vergleichsuhr, die mitlaufen muß.
Ich denke nicht, daß es hier österreichische Spezialregeln geben kann.
Geändert von Bogoljubow (24.03.2007 um 07:28 Uhr)
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 3 ( permalink)

24.03.2007, 11:01
|
|
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
|
|
Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
|
|
kann den post meines vorgängers nur bestätigen.
Zu 1: Ein Zug ist ausgeführt, wenn man ihn auf dem Brett ausführt, abgeschlossen wird er durch das Uhr drücken. Und die Uhr darf man nur drücken, wenn man den Zug ausgeführt hat. Irgendwas auf dem Formular aufschreiben gilt nicht. Das Partieformular selbst MUSS am Brett bleiben, denn es muss zu JEDER ZEIT dem turnierleiter (in diesem fall den BEIDEN mannschaftsführern) offen liegen.
Zu 2: 1. stimmt, weiss hat halt auch einen kleinen nachteil... 2. kann höchstens eine Spezialregel in Österreich sein. Die Uhr des weissen läuft ab offiziellem Spielbeginn, fertig! Falls wirklich beide spieler auch nach einer Stunde nicht anwesend sind gibt es (wenigstens in der Schweiz) ein 0-0! (Wichtig wenn es auf die Einzelpunkte ankommt in der Tabelle)
PS: Damit meine ich nicht die Rochade
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 4 ( permalink)

24.03.2007, 13:05
|
|
Forumsvollprofi mit Prädikat
|
|
Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 243
|
|
|
Ein Blick in die FIDE-Regeln hilft weiter:
Zu 1 zitiere ich Artikel 6.8 a): "Während der Partie hält jeder Spieler, nachdem er seinen Zug auf dem Schachbrett ausgeführt hat, seine eigene Uhr an und setzt die seines Gegners in Gang."
Den Zug aufzuschreiben allein reicht also nicht, dein Mannschaftsführer irrt also.
Zu 2 zitiere ich die Artikel 6.5 bis 6.7: "Zu dem für den Partiebeginn festgesetzten Zeitpunkt wird die Uhr des Spielers mit den weißen Figuren in Gang gesetzt.
Falls zu Beginn keiner der Spieler anwesend ist, verliert der Spieler mit den weißen Figuren die gesamte Zeit bis zu seinem Eintreffen, es sei denn, das Turnierreglement sieht etwas anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders.
Jeder Spieler, der mehr als eine Stunde nach dem angesetzten Spielbeginn am Schachbrett eintrifft, verliert die Partie, es sei denn, das Turnierreglement sieht etwas anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders."
Da ich die entsprechende TO nicht kenne, weiß ich nicht, ob die Behauptung deines MF durch diese gedeckt ist, kann es mir aber kaum vorstellen.
Der SR kann wie erwähnt anders entscheiden, sollte es aber m.E. nur bei wirklich plausiblen Gründen (höhere Gewalt) machen.
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 5 ( permalink)

24.03.2007, 18:33
|
 |
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
|
|
Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
|
|
|
zu Punkt 1:
dein MF hat absoluten Quatsch erzählt. Ein Zug muß auf dem Brett ausgeführt werden, erst dann darf die Uhr gedrückt werden und der Zug ist abgeschlossen. Das Partieformular muß während der Partie für den SR immer einsehbar sein, das geht also nur, wenn es am Brett liegt.
zu Punkt 2:
ist zu Spielbeginn kein Spieler anwesend, geht die Zeit komplett zu Last des Weißspielers. Mag zwar unfair klingen, ist aber laut Regeln so.
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 6 ( permalink)

24.03.2007, 19:08
|
|
Ass des Forums
|
|
Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 318
|
|
Zitat:
|
Zitat von Garfield
Ein Blick in die FIDE-Regeln hilft weiter:
|
Vielleicht irre ich mich ja, aber die FIDE-Regeln gelten doch nur zwingend wenn eine FIDE-ELO Auswertung stattfindet.
Das sich die Turnierordung(von dir TO) von den FIDE-Regeln unterscheiden kann, ist dir ja selbst bewusst, geht aber in deinem Beitrag unter(gluck gluck  ).
Meiner Einschätzung nach kann der Mannschaftsführer durchaus recht gehabt haben, weil sich die Regeln vom regionalen Schachverbund bzw. von dem der das Turnier ausrichtet sich oft in solchen "Feinheiten" von den FIDE-Regeln unterscheiden. Vielleicht gelten für Deutschland für die Unterverbände des DSB auch immer die Regeln des DSB, aber auch das weiß ich nicht.
Geändert von RemieM (24.03.2007 um 19:21 Uhr)
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 7 ( permalink)

24.03.2007, 20:07
|
 |
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
|
|
Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
|
|
|
Also, im Normalfall läuft das folgendermaßen:
Die FIDE-Regeln regeln das eigentliche Spiel am Brett und keine der FIDE untergeordnete Organisation darf eigene Regeln erlassen, die den FIDE Regeln widersprechen oder diese aufheben. Steht auch ganz am Anfang des Regelbuchs.
Ich kenne auch keine TO, in der das gemacht wird und ich habe schon einige studiert. Eine untere Organisation kann höchtens ergänzende Regeln erlassen um das eigentliche Spiel drumrum. Die FIDE geht immer von einer Einzelpartie aus und kennt keine Mannschaftskämpfe. Dafür gibt es dann natürlich ergänzende Regeln in den untergeordneten TOs.
Und gängige Praxis ist das, steht auch in den meisten TOs so drin: Sagt die betreffende TO nichts zu einem Fall oder Ereignis aus wird jeweils die nächsthöhere herangezogen. Und da landet man irgendwann zwangsläufig bei der FIDE. Und die TOs des DSB für die BL und die Oberligen (ich kenne die der OSW) sagen zum Spiel am Brett garnichts aus und verweisen direkt auf die FIDE.
Geändert von hoppepit (24.03.2007 um 20:11 Uhr)
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 8 ( permalink)

24.03.2007, 21:11
|
 |
GM des Forums
DWZ/Elo: ELO 1700
|
|
Registriert seit: 11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 469
|
|
|
danke für die hilfe.
ok also hat meine freundin richtig gehandelt die uhr wieder zu drücken? (ihr formular war ja am tisch.) gibt es bei einem mannschaftskampf keine regel dass jeder der MF das formular jederzeit sehen muss?
zum punkt 2: ok das mit dem turnier ist klar und leuchtet mir ein. aber bei einem vereinsmeisterschaftsspiel ist ja kein schiedsrichter da der die uhr des schwarzen drücken kann. wer soll also dann dazu berechtigt sein, wenn keiner der beiden spieler da ist? wenn also der weiße und der schwarze 20 minuten zu spät kommen geht das spiel 20 minuten später los ohne dass eine uhr ablief und die MFs müssten eventuell 20 min länger da bleiben. ???
|
Das Rätsel! (hab mal 2 fragen) Beitrag # 9 ( permalink)

24.03.2007, 23:52
|
 |
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
|
|
Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
|
|
Zitat:
|
Zitat von thinkoutsidethebox
ok also hat meine freundin richtig gehandelt die uhr wieder zu drücken? (ihr formular war ja am tisch.)
|
Das hat mit dem Formular nichts zu tun. Eigentlich hätte der SR (oder in dem Fall einer der MFs) die Uhren korrigieren müssen, da bei deiner Freundin ja die Uhr noch auf der Startzeit stehen müsste und die komplette verbrauchte Zeit beim Weißen abgezogen wird!
Zitat:
|
Zitat von thinkoutsidethebox
gibt es bei einem mannschaftskampf keine regel dass jeder der MF das formular jederzeit sehen muss?
|
Die gibt es nicht speziell für den Mannschaftskampf. Die gilt generell wie bei einem Einzelspiel auch.
Zitat FIDE-Regeln:
8.2 Das Partieformular muss vom Schiedsrichter die ganze Partie hindurch gesehen werden können.
Zitat:
|
Zitat von thinkoutsidethebox
zum punkt 2: ok das mit dem turnier ist klar und leuchtet mir ein. aber bei einem vereinsmeisterschaftsspiel ist ja kein schiedsrichter da der die uhr des schwarzen drücken kann. wer soll also dann dazu berechtigt sein, wenn keiner der beiden spieler da ist? wenn also der weiße und der schwarze 20 minuten zu spät kommen geht das spiel 20 minuten später los ohne dass eine uhr ablief und die MFs müssten eventuell 20 min länger da bleiben. ???
|
Bei einem vereinsinternen Kampf sollte das doch eigentlich kein Problem sein, dann wird halt später abgefangen. Würde ich jedenfalls so handhaben.
|

25.03.2007, 05:53
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
Zitat:
|
Zitat von thinkoutsidethebox
zum punkt 2: ok das mit dem turnier ist klar und leuchtet mir ein. aber bei einem vereinsmeisterschaftsspiel ist ja kein schiedsrichter da der die uhr des schwarzen drücken kann. wer soll also dann dazu berechtigt sein, wenn keiner der beiden spieler da ist?
|
Also bei mir im Verein wird die Vereinsmeisterschaft von unserem Schachwart organisiert und er fungiert auch als Turnierleiter und somit als Schiedsrichter, der Vergehen sofort den FIDE-Regeln gemäß ahndet. So hat es bei uns bereits zweimal eine Disqualifikation wegen Handyklingelns gegeben.
Ich denke, es sollte doch in jedem Verein einen für die Vereinsmeisterschaft verantwortlichen Turnierleiter geben. Wie will man sie denn sonst ordnungsgemäß durchführen? Könnte ja jeder machen und kommen wann er will... .
|

25.03.2007, 21:16
|
|
Ass des Forums
|
|
Registriert seit: 02.2007
Beiträge: 318
|
|
Ich denk das sollte man alles etwas lockerer sehen. Im Zweifelsfall entscheiden natürlich die Regeln,
aber solange klar ist was Sache ist(  =>  =>  =>  =>: confused:=>  =>  usw. =>  (Zusammenfassung von einer Konversation zwischen einem Deutschen und einem Asiaten...)) und sich niemand veräppelt fühlt hat Freundlichkeit  noch niemandem geschadet. Insbesonderen in kleineren Vereinen ist so eine Vereinsmeisterschaft ja quasi ein Turnier unter Freunden.
Geändert von RemieM (25.03.2007 um 21:29 Uhr)
|

26.03.2007, 11:00
|
|
|
Für die Vereinsmeisterschaft gibt es auch in meinen kleinen Verein einen Turnierleiter, der dann ensprechend handelt bzw. handeln muss.
Die Partien der Vereinsmeisterschaft spielen wir Freitag abends, da kann ich auch mal ein paar Minuten auf einen Gegner warten, der vermutlich länger arbeiten muss oder sonstig verhindert ist. Einige wenige sehen das leider nicht so und stellen die Uhr an. 
Ist zum angesetzten Termin keiner der beiden Spieler da entscheidet unser Turnierleiter (kam bei uns bisher noch gar nicht vor) wahrscheinlich auf Verlegung der Partie. Das Interesse, dass möglichst viele Partien auch tatsächlich gespielt werden überwiegt klar.
In Mannschaftkämpfen, wir spielen ganz unten in der Kreisklasse, sehe ich es auch nicht viel kritischer. Vorgestern fungierte ich erstmals als Mannschaftsführer der Heimmannschaft. An 3 Brettern waren nicht beide Spieler anwesend, ich hab kurz gesagt, dass bei den Partien bei denen kein Gegenspieler da ist Schwarz die Uhr drücken soll und Weiß einen Zug machen und dann die Uhr drücken soll, so wussten alle was zu tun war.
Eine Frage von mir: Bei Mannschaftskampf vorgestern waren sich einige der Kiebitze unsicher, ob meine Uhr denn richtig laufen würde (ich hatte fast 2 Stunden, der Gegner nur eine dreiviertel Stunde gebraucht; ich war mir auch ziemlich sicher, dass die Zeit so stimmt). Die einzige andere noch laufende Uhr (alle anderen Partien waren bereits beendet) diente den Kiebitzen als Referenz, meine Uhr bzw. die Uhr meines Gegners liefen allerdings auch richtig was die andere Uhr bestätigte. Im Falle eines Falles: Hätte die andere Uhr als Referenz gezählt oder muss die Referenzuhr besonders geartet sein / ist die Investition in eine (Wand-)Funkuhr als Referenz für den Verein sinnvoll?
|

26.03.2007, 11:16
|
 |
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
|
|
Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
|
|
Zitat:
|
Zitat von Stratege
Eine Frage von mir: Bei Mannschaftskampf vorgestern waren sich einige der Kiebitze unsicher, ob meine Uhr denn richtig laufen würde (ich hatte fast 2 Stunden, der Gegner nur eine dreiviertel Stunde gebraucht; ich war mir auch ziemlich sicher, dass die Zeit so stimmt). Die einzige andere noch laufende Uhr (alle anderen Partien waren bereits beendet) diente den Kiebitzen als Referenz, meine Uhr bzw. die Uhr meines Gegners liefen allerdings auch richtig was die andere Uhr bestätigte. Im Falle eines Falles: Hätte die andere Uhr als Referenz gezählt oder muss die Referenzuhr besonders geartet sein / ist die Investition in eine (Wand-)Funkuhr als Referenz für den Verein sinnvoll?
|
Hallo Stratege,
eine Investition in eine Funkuhr im Vereinsheim ist immer angeraten. Beseitigt unnötige Diskussionen zum Thema "deine Uhr geht falsch, meine Uhr geht richtig!!" sofort.
Ob Uhren abweichen läßt sich sehr einfach anhand der Gesamtspielzeit feststellen. Auch dafür ist die Funkuhr geeignet, eine andere Schachuhr als Referenz kann genauso abweichen, wenn es keine digitale ist. Welche der beiden Uhren dann fehlerhaft ist, weiß man allerdings immer noch nicht. Und sollte tatsächlich eine Abweichung festgestellt werden kann es auch daran liegen, daß ein Spieler die Uhr nicht richtig gedrückt hat und sie stehengeblieben ist. Kommt zwar selten vor, war aber alles schon dagewesen. Oder eine Uhr war nicht richtig aufgezogen und bleibt während der Partie stehen.
Dazu gibt es auch einen Passus in den FIDE-Regeln. Der lautet sinngemäß:
Hat eine Schachuhr einen offensichtlichen Mangel, ist sie auszutauschen. Der SR korrigiert dann die Zeiten nach bestem Ermessen.
Aus diesem Grund erstelle ich, wenn ich als SR in der OSW tätig bin ein Spielprotokoll. Ich notiere zu jeder vollen Stunde an allen Brettern die Zügezahl und die verbrauchte Zeit. Das hilft in der von dir angesprochenen Situation.
Geändert von hoppepit (26.03.2007 um 11:20 Uhr)
|

26.03.2007, 15:18
|
|
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
|
|
Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
|
|
|
Zum Thema Uhr (analog), die falsch geht, habe ich auch noch eine Geschichte:
In einem Mannschaftskampf spielte ich meine Partie, wo mir mit der Zeit auffiel, dass ich extrem viel Zeit verbrauchte (aber irgendwie nicht das Gefühl hatte, viel Zeit zu brauchen)... irgendwann verglich ich mit der Uhr an einem anderen Brett, und merkte, dass unser Brett der Zeit 30 Minuten voraus war (was auch ein Vergleich auf meiner Uhr bestätigte, ich wusste ja wann die Partie angefangen hatte)... ich reklamierte also und die Uhr wurde ersetzt und mir 30 Minuten gutgeschrieben (wobei ich eigentlich nicht direkt hätte beweisen können, dass meine Uhr (und nicht die des Gegners) schneller gelaufen war, aber der gegnerische Mannschaftsleiter glaubte mir, ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob die nicht extra so eine Uhr aufbewahrt und nicht repariert haben)
|
 |
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Thema bewerten |
|
|
Andere Themen im Forum Regelkunde Schach
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Schach übersehen
Schach übersehen: Hallo ich bin neu hier und ich weiß, dass es das...
|
04.11.2008 |
clemfon |
3 |
06.11.2008 14:29 |
Schachregeln für ~1,5 Stunden Partien
Schachregeln für ~1,5 Stunden Partien: Hallo allerseits,
ich habe vor mit einer...
|
02.10.2008 |
Matt(hias) |
2 |
06.10.2008 13:21 |
Unmöglicher Zug
Unmöglicher Zug: Hallo,
wie ist folgender Fall zu bewerten, der...
|
18.12.2006 |
Speedy70 |
7 |
22.12.2006 18:09 |
Gegner spielt nach anderen Regeln
Gegner spielt nach anderen Regeln: Hallo,
Ich spiele gegen viele Hobby-Spieler,...
|
24.10.2006 |
Jumbo |
15 |
26.10.2006 19:12 |
Bedrohtes Feld
Bedrohtes Feld: Darf der König auf ein von seinem Gegner...
|
14.01.2005 |
creeper |
1 |
14.01.2005 19:06 |
|