|
» Karten |
|
|
» Benutzer (724)
» Schach-Vereine etc. (9)
» Ereignisse (0)
|
|
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |

21.04.2006, 13:39
|
|
Benutzer
DWZ/Elo: 1644
|
|
Registriert seit: 08.2005
Ort: Münsterland
Beiträge: 20
|
|
|
Vereinsturniere
Hallo Zusammen,
ich spiele in einem kleinen Verein, in dem wir regelmäßig vereinsinterne Turniere spielen (Bedenkzeit 2 h für 40 Züge und 1 h für den Rest). Wir spielen immer Rundenturniere (jeder gegen jeden), unsere Vereinsmeisterschaft (Qualifikationsturnier für unsere Mannschaften) z. B. dauert ca. 20 Wochen.
Was mich jetzt mal interessiert, wie wird in anderen Vereinen mit kampflosen Punkten umgegangen. Wir haben 2 Nachholrunden je Turnier, der Turnierleiter entscheidet welche Partien nachgeholt werden. Der jenige, der am offiziellen Spieltag anwesend war, gewinnt die Partie, wenn sie nicht mehr gespielt werden kann.
Nun gibt es Strategen, die gewinnen mehr Punkte durch kampflose Partien als am Brett.
Bin mal auf die Antworten gespannt.
|

21.04.2006, 14:08
|
 |
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1373
|
|
Registriert seit: 01.2006
Ort: Bremen
Beiträge: 68
|
|
Hallo,
das Thema sorgt auch gerade in meinem kleinen Verein (spielen wir im selben?  ) für Streit.
Die Regeln sind eindeutig: Kommt einer der beiden Spieler nicht zum angesetzten Termin ohne sich zu einem angemessenen (!) Zeitpunkt zu entschuldigen so hat sein Gegner die Partie mit 1:0 gewonnen. Da gibt es nichts dran zu rütteln!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!! Auch wenn sich einige Spieler immer wieder rausreden wollen, ich finde das ziemlich traurig... Dass kampflose Partien an einem bestimmten Termin nachgeholt werden halte ich für absoluten Schwachsinn, wäre für mich ein Grund auszutreten: Ich fahre z.B. ca. 5 km zu meinem Spiellokal (mit dem Fahrrad, auch im Winter), sitze da dann eine Stunde rum und fahre unverrichteter Dinge wieder nach hause. Ein verschenkter Abend!
Der verlorene Punkt sollte für den Drückeberger eigentlich schon Strafe genug sein; in Bremen müssen nicht angetretene Mannschaften sogar ein Geldstrafe zahlen (ich glaube ca. 50€), halte ich auch für richtig...
|

21.04.2006, 14:44
|
|
|
Hi,
zu dem Thema fällt mir auch noch ein Sache ein: bei Vereinsmeisterschaften oder auch normalen kleinen Turnieren geht es einigen gar nicht um eine gute Platzierung, sondern einfach um ihre über alles gepflegte und gehegte DWZ-Zahl 
Im Klartext: die treten gegen schwächere aber talentierte Leute nicht an, so ein kampfloser Punkt bringt ja keinen DWZ-Nachteil, und gegen Leute, wo sie den Punkt quasi sicher haben, oder gegen bessere DWZ-Leute, da spielen sie schön brav jedes Spiel. 
Achso und als Nebenvariante gibt's dann noch das "Willste Remis?" im 10. oder 15. Zug, auch wenn sie selbst besser stehen, bloß weil der Gegner 50 DWZ Punkte mehr hat und man ja somit "Boden gut macht" auf der glorreichen Liste des Deutschen Schachbundes. 
Zurück zum Thema: Bei uns werden ganz viele Partien in der Vereinsmeisterschaft nicht gespielt, und es wurde noch keine kampflos gewertet, d.h. die werden entweder noch nachgeholt oder aber einfach nie gespielt...total chaotisch wenn ihr mich fragt, aber was soll's...ich bin ja noch ganz neu, deshalb rede ich da net rein.
Cheers,
LowScore
|

21.04.2006, 15:25
|
|
|
|
Mein Verein scheint da wohl die Ausnahme zu sein? Von 49 Partien wurden nur 5 nicht gespielt, 4 davon, weil ein Spieler aus gesundheitlichen Gründen passen musste, die 5te, weil ein sehr junger Spieler nichts von einem Nachspieltermin wusste...
Mit zwei Nachspiel-Terminen haben wir bisher auch gespielt, wobei sich sehr häufig der Spieler um einen Nachspiel-Termin gekümmert hat, der am eigentlichen Spieltag anwesend war. In Zukunft lassen wir wie bei den Bezirkseinzel-Meisterschaften nur noch vorspielen, wer am Spieltag nicht kann und sich nicht selber kümmert hat dann auch den kampflos verlorenen Punkt "verdient". Ich bin nur mal gespannt, ob es bei einem solchen System nicht mehr Kampflose gibt?
Bezüglich Mannschaftsaufstellung durch das Ergebnis der VM: Kampflose Partien dürften bei einer solchen Reglementierung nicht mitgezählt werden, eine Aussage der jeweilis erzielten Punkte bezogen auf den DWZ-Schnitt der Gegner (was ja dann die "Leistung" bei der DWZ-Auswertung ist) wäre dann wohl am Aussagekräftigsten.
Gruß
Der_Stratege
|

21.04.2006, 16:30
|
|
Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2079/2183
|
|
Registriert seit: 03.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 83
|
|
|
Hi,
ich habe schon in drei Vereinen gespielt. In meinem jetzigen Verein gibt es etwa diese Regelung:
- Grupensystem mit 10 er Gruppen und Auf- und Abstieg
- nach Spielstärke gestaffelt
- reichlich Nachholtermine (4 Zusatztermine für 9 Runden)
- 2h/40 + 1/2h Rest
Meiner Ansicht nach macht es einfach Sinn, Spieler mit allzu großen DWZ-
Differenzen nicht in einer Gruppe zu haben. Ich kannte das in alten Vereinen,
wo ich dann bei 20 TN so an 3-4 gesetzt war, die Hälfte der TN >= 200-300 DWZ Punkte weniger hatte und immer auf remis klammert. Die Konsequenz ist dann, dass sich starke Spieler des Vereins gar nicht an diesen Turnieren beteiligen. Daher hat sich unser System ganz gut bewährt.
Kampflose Partien haben wir sehr wenige. Man sagt halt rechtzeitig ab und spielt dann nach - wenn lauter vernünftige Leute mitspielen, dann ist das kein Problem.
@Stickmatt: Ihr spielt ja 6 Stunden - schafft ihr das auf dem Vereinsabend ?
@LowScore: Wenn jemand gegen einen nur 50 Punkte besseren Gegner in besserer Stellung remis anbietet, schneidet er sich selbst ins Bein. So viel gewinnt er da nicht, und wenn er mal schlecht steht, wirds richtig teuer für ihn.
In der Oberliga kostet ein frei gelassenes Brett (!) übrigens 100 € , was schon richtig hart ist, weil ja wirklich mal einer kurzfristig ausfallen kann.
Gruss cream
|

22.04.2006, 00:52
|
|
Kenner
DWZ/Elo: ~1700
|
|
Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 115
|
|
Mahlzeit,
also bei uns im Verein lassen wir uns richtig Zeit bei der VM, es gibt pro Runde drei Termine für das Spiel. Zur Zeit spielen wir ein elfrunden Turnier daraus ergibt sich, dass es 33 Wochen dauert und sollte die Partie an diesen drei Terminen nicht gespielt werden kann man sie noch in der nächsten Runde nachspielen.
Außerdem wird das Turnier nicht DWZ-Ausgewertet.  So das wir mit den oben genannten Spielchen keine Probleme haben. Aber da würde ich den Vereinen empfehlen ein Reuegeld einzuführen und bei widerholten Nichtantreten den Spieler aus dem Tunier auszuschließen.
Bis denn
ciedan
|

22.04.2006, 01:05
|
|
Forumsvollprofi mit Prädikat
|
|
Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 243
|
|
|
Aus meiner Sicht sollten kampflose Punkte bei Vereinsturnieren möglichst vermieden werden.
Daher sollten bei der Terminplanung genügend Ausweichtermine eingeplant werden (auf zwei Runden sollte mindestens ein Ausweichtermin kommen), da es immer wieder vorkommt, dass jemand z.B. aus privaten, beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verhindert ist.
Außerdem sollten klare Regeln über Partieverlegungen aufgestellt und auch eingehalten werden (bis wann muss abgesagt werden, bis wann müssen Partien nachgeholt werden, können Partien außerhalb des Vereinsabends [privat oder bei einem anderen Verein] gespielt werden?).
Um die von LowScore beschriebene Unart zu vermeiden (Nichtantreten gegen vermeintlich Unterbewertete), kann man (wie Ciedan bereits beschrieben hat) ein Reuegeld erheben (das bei Antreten zu allen Partien erstattet wird, ggf. auch bei unverschuldeten kampflosen Niederlagen, aber keinesfalls bei unbegründetem Nichtantreten) oder aber einen Spieler, der unentschuldigt fehlt, unmittelbar aus dem Turnier ausschließen (wobei diesem aber noch eine gewisse Frist einräumen sollte, sich zu seiner kampflosen Niederlage zu äußern, schließlich kann es vorkommen, dass kurzfristig etwas dazwischengekommen ist, so dass man nicht antreten und auch nicht mehr absagen konnte).
Geändert von Garfield (22.04.2006 um 01:07 Uhr)
|

24.04.2006, 14:35
|
|
Benutzer
DWZ/Elo: 1644
|
|
Registriert seit: 08.2005
Ort: Münsterland
Beiträge: 20
|
|
|
@cream: Nach 4 Stunden kann man eine Hängepartie beantragen, eine Regel die für die Jugendlichen (16-20 jährige) gemacht wurde, aber auch von den Senioren gerne wahrgenommen wird.
Allerdings sind Hängepartie die Ausnahme, ca. 5 HP je 20 Runden.
|

25.04.2006, 23:31
|
|
Erfahrener Benutzer
|
|
Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 71
|
|
Liebe Leute, Ihr nehmt alles sehr ernst...
Natürlich kann man mit Reuegeldern arbeiten, allerdings werden die Mitgliederzahlen in diesem Verein sehr schnell sinken  (wenn ihr nicht ganz hinten in Bayern als einziger Verein weit und breit geltet).
Natürlich kann man am Spieltag eine sofortige Null eintragen  , wenn der Gegner nicht kommt, Familienväter und beruflich Engagierte werden dann halt Eure Turniere meiden müssen  .
Man muss halt ganz einfach schauen, wie die Mitgliederschaft strukturiert ist, um herauszufinden, welches Konzept besser passt. In meinem ersten Verein (79 - 85) wurden Vereinmeisterschaften als Rundenturniere gespielt, Spieltermin war jede Woche (alle vier/fünf Wochen Hängeabend), sonst wäre man bei 12 - 16 Teilnehmern auch nicht im Halbjahr durchgekommen - in der zweiten Jahreshälfte gab es ja das Pokalturnier, ebenfalls als Rundenturnier. Konsequenz: Es gab einen motivierten Mitgliederstamm, junge Familienväter haben dann mal eine Auszeit genommen, letztendlich war es ein Verein für Singles oder Väter mit älteren Kindern.
Später dann im zweiten Verein: 14 tägiger Rhythmus (wenn ichs recht erinnere) bei Rundenmodus, Nachspielmöglichkeit bis zur letzten Runde, nach meiner Erinnerung keine Ausfälle. Halte ich für die gescheiteste Lösung, weil es sehr flexibel handhabbar ist (z.B. haben wir parallel zum Mannschaftskampf - einer anderen Mannschaft natürlich - Partien nachholen können).
Heute wird Schweizer System gespielt, Termin nur alle drei Wochen - damit werden zwar in der Regel Ausfälle vermieden, aber ein Spielrhythmus kommt für die Beteiligten nicht auf, die Abstände zwischen den Partien sind zu lang, die Turniere sind kurz (7 Rd = 21 Wochen), die Gegnerschaft dann noch sehr inhomogen (alle in einer Gruppe) - kurz: Es kommen zwar alle, aber bringen tut es nur der breiten Masse was, während die Spitze verhungert.
Schachspieler sind aber doch intelligente, strategisch denkende Menschen - es sollten sich doch Lösungen finden lassen, die nicht nur dem eigenen Ego, sondern den Interessen möglichst aller Vereinsmitglieder entsprechen - wobei sich diese halt von Verein zu Verein unterscheiden können.
|
 |
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Thema bewerten |
|
|
Andere Themen im Forum Regelkunde Schach
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Elektronische Schachuhren
Elektronische Schachuhren: Da es immer mehr elektronische Schachuhren gibt,...
|
06.09.2006 |
Gast8239 |
29 |
17.08.2009 10:18 |
Verlassen des Turnierareals
Verlassen des Turnierareals: Hallo,
habe mal eine Frage, besonders an die...
|
09.11.2008 |
Psycho Dad |
25 |
29.01.2009 01:16 |
Frage zu Schachcomputer (Elo Werten)
Frage zu Schachcomputer (Elo Werten): Hallo!!!!!
Ich habe mal eine Frage zu einem...
|
27.10.2006 |
Wezid |
1 |
27.10.2006 17:54 |
Zeitlimit
Zeitlimit: Kann mir jemand sagen, wie hoch das Zeitlimit für...
|
03.06.2006 |
vietcong |
4 |
04.06.2006 11:00 |
Frage zu en passant
Frage zu en passant: Hallo, mein Bruder und ich lernen gerade Schach...
|
08.01.2005 |
creeper |
4 |
26.02.2005 17:46 |
|