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20.03.2006, 00:29
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1373
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Registriert seit: 01.2006
Ort: Bremen
Beiträge: 68
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Schweizer System
Hi,
in naher Zukunft finden in Bremen die offenen Bremer Einzelmeisterschaften statt; im Schweizer System. Kann mir jemand von Euch erklären, wie das genau funktioniert? Ich habe bereits mehrere Schnellschachturniere im Schweizer System gespielt und weiß, dass starke gegen schwache Gegner ausgelost werden (oder so ähnlich...).
Gibt es bestimmte Strategien, wie man bei diesem System möglichst viele Punkte rausholen kann?
Danke für Eure Antworten,
The Pusher
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20.03.2006, 08:40
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Büdelsdorf
Beiträge: 108
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Hallo The Pusher,
beim Schweizer System wird die Teilnehmerliste nach Wertungszahl sortiert und in zwei (manchmal auch in vier) Teile aufgeteilt. In der ersten Runde spielt dann der erste aus der ersten Hälfte gegen den ersten aus der zweiten Hälfte. Danach wird eine Rangliste erstellt, wobei alle punktgleichen Spieler wieder nach Wertungszahl sortitert werden. Nun werden die punktgleichen Spieler wieder nach dem Hälftensystem gegeneinander gepaart. Falls Spieler dabei übrig bleiben, (also es gibt einen Spieler mit z.B. 11 Spieler mit 1 Punkt), dann wird der beste Spieler mit einen halben Punkt weniger gegen den schlechtesten Spieler mit einem Punkt gepaart. Später kann es dann auch vorkommen, dass ein Spieler mit 0 Punkten gegen einen Spieler mit 3 Punkten gepaart wird, aber das passiert nur, wenn die Teilnehmeranzahl im Vergleich zur Rundenanzahl sehr klein ist, bei größeren Turnieren passt das mit den Punkten immer recht gut. Diese Hältenbildung setzt sich bis zum Turnierende so fort. Wichtig ist noch, dass darauf geachtet wird, dass die Spieler möglichst gleich oft Schwarz und Weiß haben. Dieses System ist bei großen Teilnehmerfeldern sehr praktikabel. Stehen am Ende mehrere Spieler mit gleicher Punktzahl an der Tabellenspitze, gibt es ein zweites Wertungssystem. Meistens wird die Buchholzwertung genommen, die sich aus der Summe aller Punkte der Gegner zusammensetzt. Diese Wertung ist ein wenig ungerecht, da jemand, der ein Freilos hatte oder deren Gegner das Turnier vorzeitig verläßt, dadurch benachteiligt wird. Es gibt auch noch andere Zweitwertungen, z.B. die Summenwertung, bei dem die Punkte aus jeder Runde aufsummiert werden. Dies berücksichtigt dann nur die eigene Leistung. Was es auch noch gibt, ist das die Durchschnittswertungszahl der Gegner als Kriterium genommen wird (dies wurde z.B. bei der Deutschen Meisterschaft angewand).
Ich hoffe, Du hast meine langen Ausführungen verstanden  , ansonsten frag ruhig noch mal nach.
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20.03.2006, 12:19
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Zitat:
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Zitat von The Pusher
Gibt es bestimmte Strategien, wie man bei diesem System möglichst viele Punkte rausholen kann?
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Einfach möglichst oft gewinnen!
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20.03.2006, 19:15
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: ~1800
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Registriert seit: 07.2005
Ort: Steiermark, Österreich
Beiträge: 59
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Am Anfang absichtlich verlieren, um dann gegen schwächere Gegner fett abzusahnen klappt recht gut
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20.03.2006, 19:54
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Bad Kissingen
Beiträge: 1.130
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ich glaube nicht, dass es eine günstige Strategie gibt. Aber wenn du Glück hast, kannst du so starke Gegner vermeiden. Ich habe mal ein Turnier gehabt, da habe ich eine Partie genau zum richtigen Zeitpunkt verloren, sodass ich gegen 2 der 3 Favoriten nicht spielen musste und gegen den 3. nach einem Einsteller seinerseits in der letzten Runde das Turnier gewann!
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23.03.2006, 15:27
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alter Hase
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Halle
Beiträge: 182
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Das Problem an Moby Dicks Strategie ist, dass Du dann wirklich nicht mehr patzen darfst. Wenn Du in der letzten Runde den ersten starken Gegner kriegst und verlierst, haut Deine miese Wertung ordentlich rein.
Ein echter Trick heisst: gewinne die letzte Runde! bzw. gewinne auch vorher soviele es geht (also die letzten Runden in Folge gewinnen spült hoch)
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10.05.2006, 13:41
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Kenner
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 122
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@ gepard: Bei den meisten Turnieren die ich mitgepielt habe entschied bei Punktgleichheit die SoBerg-Wertung. Ist das diese Summen wertung von der du sprichst.
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10.05.2006, 14:57
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Braunschweig
Beiträge: 66
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Gute Frage, wie funktioniert die Soberg Wertung? Beziehungsweise, habe ich dass mit der Summenwertung nicht verstanden. Da haben doch Leute die gleiche viele Punkte haben auch die gleiche Wertung, wenn es so gemacht wird wie du sagst, dass jede Runde die Punkte aufaddierrt werden?!
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10.05.2006, 15:09
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1761/1945
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Registriert seit: 08.2004
Beiträge: 104
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Hi,
die SoBerg-Wertung ist NICHT gleich der Summenwertung.
Die SoBerg-Wertung funktioniert so. Gewinnt man eine Partie, so bekommt man als SoBerg-Wertung die Punkte des Gegners. Spielt man remis, bekommt man die Hälfte der Punkte des Gegners. Verliert man, bekommt man gar nix. Es ist also ähnlich wie bei Buchholz, nur daß mit dem Faktor (1=sieg, 0.5=remis, 0=verloren) multipliziert wird.
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10.05.2006, 15:10
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Buchholz und SoBerg...
Buchholz-Wertung: die Summer der Punkte, die die Gegner, gegen die man gespielt hat, erzielt haben. In einem Rundenturnier Jeder gegen Jeden macht das natürlich keinen Sinn, weil bei Punktgleichheit von 2 Spielern automatisch auch die Buchholzwertung dieser beiden Spieler gleich ist.
EDIT: Der Rest hier stimmt nicht! (siehe nächster Post)
Deshalb gibt's die SoBerg (Sonneborn-Berger) Wertung: das sind die aufsummierten Gegnerpunkte. Hier werden also die Punkte der Gegner nach jeder Runde summiert und dann durch die Rundenanzahl geteilt.
Beispiel: 2. Runde, Du hast 1,5 Punkte, Deine Gegner 0,5 Punkte und 1 Punkt (und dieser 1 Punkt wurde in der 1. Runde geholt, der 0,5 in der 2. Runde). Deine Buchholz beträgt 0,5+1=1 ,5 Punkte, Deine SoBerg [0+1 (1. Runde) + 0,5+1 (2. Runde) ] / 2 = 2,5 / 2 = 1,25
Alles klar!?
Cheers,
LowScore
Geändert von Gast4694 (10.05.2006 um 15:29 Uhr)
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10.05.2006, 15:25
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1761/1945
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Registriert seit: 08.2004
Beiträge: 104
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@LowScore
Was du beschrieben hast ist nicht die SoBerg-Wertung. Was du beschrieben hast, ist die Summenwertung (auch Fortschrittswertung genannt) geteilt durch die Anzahl der Runden. 
Von so einer Wertung habe ich noch nie gehört
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10.05.2006, 15:28
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Uuups...
Mein Fehler!
Sonneborn Berger geht so: Punkte aller Gegner, gegen die man gewonnen hat, und Hälfter der Punkte aller Gegner, gegen die man remisiert hat.
Cheers,
LowScore
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10.05.2006, 16:42
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Büdelsdorf
Beiträge: 108
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Summenwertung
Bei der Summenwertung werden nicht die Punkte der Gegner aufsummiert, sondern seine eigenen.
Also wenn ich die erste Runde gewinne, dann habe ich in der Summenwertung 1 Punkt. Gewinne ich auch die zweite Runde, dann habe ich 1 (Punkte nach der ersten Runde) + 2 (Punkte nach der zweiten Runde) = 3 Punkte in der Summenwertung. Wenn ich jetzt die 3. Runde verliere, dann habe ich 1 + 2 + 2 = 5 Summenpunkte.
Ein anderer Spieler gewinnt die erste Runde, verliert die zweite Runde und gewinnt die 3. Runde, dieser Spieler hat alsp 1 + 1 + 2 = 4 Summenpunkte.
Ein dritter Spieler verliert die erste Runde und gewinnt die zweite und dritte Runde, hat also 0 + 1 + 2 = 3 Punkte.
Durch die Summenwertung wird es honoriert, dass man starke (bzw. punktstarke) Gegner hat, denn wer die erste Runde verliert, bekommt in der zweiten Runde meist einen schwächeren Spieler. Deswegen finde ich die Summenwertung bei großen Turnieren gerechter.
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10.05.2006, 17:11
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1671 / ----
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Registriert seit: 04.2006
Ort: Heimbach-Weis (NR)
Beiträge: 275
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Hallo,
alle hier genannten "Feinwertungen" haben Vor- und Nachteile.
Auf den ersten Blick scheint die Summen- oder Fortschrittswertung die Gerechteste zu sein, da sie nur von der eigenen Leistung abhängt.
Diese hat jedoch den Nachteil, daß dort die Spielstärke der Gegner nicht berücksichtigt wird. Und ein Verlustpunkt aus der ersten oder zweiten Runde ist nur schwer aufzuholen.
Vorteil der Wertung: Keine Beeinflussung durch kampflose Partien bzw. Turnieraussteiger.
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10.05.2006, 21:53
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Braunschweig
Beiträge: 66
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Also die Summenwertung finde ich blöd! Verlierst du die erste Runde, hast du ja keine Chance mehr auf den Turniersieg, selbst wenn du alle restlichen Spiele gewinnen würdest, wenn dein "Finalopfer" die vorherigen Spiele gewonnen hat...
Buchholz bzw. SonBerg finde ich am fairsten (solange keine Aussteiger oder spielfreien eingreifen). Daran sieht man direkt, ob der Spieler starke Gegner hatte oder nicht (auf das turnier bezogen).
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