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21.10.2005, 13:08
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Benutzer
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 25
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Dauerschach
Hallo zusammen
Ich habe eine Frage bzgl. Dauerschach. Kommt es zu einem solchen Dauerschach, endet das Spiel ja Remis, aber das hat jetzt weniger mit der "Dauerschachregel" zu tun, sondern mehr wegen der 50 Zugsregel und 3malige Wiederholung auf dem Brett. Denn wenn der König dauernd seinem Gegner weichen muss, kann es schon bald mal zur 3maligen Wiederholung oder eben zu den 50 Zügen kommen. Aber anstatt solange zu warten, bricht man das Spiel vorzeitig ab. Sehe ich das richtig? Oder was genau ist sonst gemeint mit Dauerschach.
Viele Grüsse
Rambo (Kriegsheld)
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21.10.2005, 13:16
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Hi,
ich denke Du siehst das genau richtig! Es gibt zumindest keine explizite Schachregel, die Remis bei ständigen Schachgeboten vorsieht. Man kann wirklich nur auf die 50 Züge-Regel verweisen oder (und das ist eben meist der Fall) auf die 3-malige Stellungswiederholung, die aufgrund der fortdauernden Schachgebote erzwungen wird. Also einigen sich die Profis natürlich sofort auf Remis, anstatt diese 3-fach Wiederholung auszuspielen, natürlich aber nur, wenn die schachgebende Partei das Remis auch will...sieht der Schachgebende hingegen einen anderen Vorteil, so läßt er einfach von dem "Dauerschach" ab und zieht was anderes.
Cheers,
LowScore
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21.10.2005, 13:21
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2275
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Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
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Interessantes Problem. Remis ist es tatsächlich wegen des 3-maligen Wiederholen oder wegen der 50 Züge Regel.
Ich frage mich aber, was bei einer komplizierten Stellung passiert (z.B diese sehr komplexen Stellungen in Endspielen), wo es weder zu 3-maligen Stellungen kommt noch zu 50 Zügen, in noch nachvollziehbaren Varianten - es aber trotzdem Dauerschach ist?
Es könnte ja theoretisch sein, durch das mehrmalige eintreten der 50-Züge Regel, dass so eine Partie 900-1000 Züge dauert!! Müsste da die Fide nicht noch eine Regel aufstellen? Z.B. Remis nach max. 600 bis 800 Zügen?
Geändert von LJ (21.10.2005 um 13:33 Uhr)
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21.10.2005, 14:28
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Hi,
also theoretisch gebe ich Dir recht, so eine Partie könnte sich sehr lang hinziehen...aber praktisch ist sowas in 'ner Partie glaub' ich nicht machbar...50 mal Dauerschach geht echt nur in Extremsituationen und dann soll unterwegs noch eine Figur geschlagen / ein Bauer gezogen werden...also ich muß ehrlich sagen das hört sich mehr so nach einem 6er im Lotto an...extrem unwahrscheinlich! 
Von daher braucht die FIDE da eigentlich keine eigene Regel...sollen die Leute doch 70 Züge (ich bezweifel' ja echt, daß es überhaupt so lange wird, aber egal) bis zum regulären Remis ziehen, das ist nicht weiter schlimm und auch keine "Lücke" im Regelsystem.
Cheers,
LowScore
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21.10.2005, 19:35
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1500
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Paderborn
Beiträge: 276
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Dauerschach
Hi,
ok aber wie sieht es da mit der Zeit aus ? Dauerschach und nur noch 20 sec Zeit ? und der Gegner kann noch 30 Züge machen ?
hat er dann durch Zeitablauf Gewonnen ?
MFG
Martin.B
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21.10.2005, 20:02
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Hi,
also in Zeitnot wird's echt interessant, wenn beide noch Türme/Damen haben kann ja quasi jeder noch ohne Probleme gewinnen, und wenn dann zum Zeitpunkt der Zeitüberschreitung "nur" Dauerschach geht und eine echte dreimalige Stellungswiederholung erst nach 20-30 Zügen auftritt, würde ich sagen, man verliert auf Zeit ohne Remis reklamieren zu können. Also besser noch Zeit auf der Uhr haben 
Aber da muß wohl mal ein Experte her...auch bei diesem Fall glaube ich, daß er extrem selten ist, meistens gehen die Stellungswiederholungen doch recht flott.
Bin gespannt auf die "ultimative" Antwort!
Cheers,
LowScore
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21.10.2005, 22:04
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2275
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Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
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Dann ist auch noch das Problem, dass in Zeitnot nicht geschrieben wird, und somit auch keine dreimalege Stellungs-Wiederholung bewiesen werden kann.
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21.10.2005, 22:49
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Bad Kissingen
Beiträge: 1.130
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Wie? Normalerweise wird doch bei Zeitnot ein anderer Spieler damit beauftragt, mitzuschreiben, oder irre ich mich?
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22.10.2005, 07:34
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Aktiver
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 42
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Artikel 9.6 FIDE Regeln.
Eine Partie ist Remis,sobald eine Stellung entstanden ist,aus welcher ein Matt durch keine erdenkliche folge von regelmäßigen Zügen,selbst bei ungeschicktestem spiel erreichbar ist.
In der Entspurtphase kann der Schiedsricher auch einer Remisforderung stattgeben....wenn der Gegner keine anstalten macht...das Spiel mit normalen mitteln zu gewinnen.(da gehört Dauerschach sicherlich des öfteren dazu)
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22.10.2005, 09:11
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2275
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Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
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Zitat:
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Zitat von James Bond 007
Wie? Normalerweise wird doch bei Zeitnot ein anderer Spieler damit beauftragt, mitzuschreiben, oder irre ich mich?
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Ja schon; aber bei der letzten Zeitkontrolle, wenn z.B. Spieler auch noch Bonuszeit bekommen oder nur noch wenig Zeit haben und nur noch blitzen was das Zeug hält, ist das sehr schwierig durchzuführen. Ausserdem kann man nur Remis reklamieren, in dem Moment der dreifachen Zugwiederholung und nicht danach...
Schach als Sport ist ganz schön kompliziert...
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22.10.2005, 11:58
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Also meines Wissens muß in all solchen Situationen beim Schiedsrichter remis beantragt werden, der mit Blick auf die Stellung dann auch bei einer nicht definitiven Remisstellung remis geben kann. Das hängt natürlich auch vom Niveau der Spieler ab: Auf Großmeisterniveau sind einfach mehr Positionen sicher remis, in denen auf niedrigerem Niveau halt noch Fehler gemacht werden können.
Ein anderes Beispiel wäre das Endspiel König und Turm gegen König und Springer, das i.d.R. remis ist, außer Springer und König stehen weit auseinander oder man macht einen schweren Fehler (remis ist meist echt leicht zu halten). Hier habe ich mal von einem Fall gelesen, wo nachträglich die Partie remis erklärt wurde, weil der Spieler mit dem Springer in Zeitnot war und verloren hatte, nachdem der mit dem Turm (und mehr Zeit) remis abgelehnt hatte. Bei Positionen mit andauernden Schachgeboten ist das natürlich schwerer zu beurteilen, weshalb die Schiedsrichterentscheidung anzweifelbar ist.
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22.10.2005, 13:44
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2275
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Registriert seit: 01.2005
Ort: bei Stuttgart
Beiträge: 83
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
.
Ein anderes Beispiel wäre das Endspiel König und Turm gegen König und Springer, das i.d.R. remis ist, außer Springer und König stehen weit auseinander oder man macht einen schweren Fehler (remis ist meist echt leicht zu halten). Hier habe ich mal von einem Fall gelesen, wo nachträglich die Partie remis erklärt wurde, weil der Spieler mit dem Springer in Zeitnot war und verloren hatte, nachdem der mit dem Turm (und mehr Zeit) remis abgelehnt hatte.
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Mit Springer gegen Turm remis zu halten in Zeitnot, ist nicht trivial, eher sehr schwer. Deshalb wundert mich schon, die entscheidung des Schiedsrichters jenes.
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22.10.2005, 18:27
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Ok, trivial ist es nicht, aber gerade wenn man davon ausgeht, daß der andere auch nicht mehr ewig Zeit hat, kann es eigentlich ganz gut laufen. Es hängt halt wie gesagt von der Stärke ab: Ich mache in so einer Stellung durchuas Fehler, die den gewinn ermöglichen würden; ob mein gegner das dann nutzen kann, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Oft machen Leute dann (gerade online) einfach irgendwelche Züge, bis die Zeit um ist, anstatt den Gewinn forcieren zu wollen..... Auf höherem Niveau ist es glaube ich kein Problem.
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22.10.2005, 19:20
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1759
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Registriert seit: 05.2005
Ort: Trier
Beiträge: 79
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Hi,
also in der Partie hat die Springer-Seite wahrscheinlich auf Zeitspiel reklamiert, wenn der Gegner dann nicht den Gewinnweg erklärt wird die Partie remisiert!
Gruß
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14.02.2006, 17:00
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 2355
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Registriert seit: 02.2006
Ort: BRD ;-)
Beiträge: 51
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Rambo schrieb:
Zitat:
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Denn wenn der König dauernd seinem Gegner weichen muss, kann es schon bald mal zur 3maligen Wiederholung oder eben zu den 50 Zügen kommen.
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LowScore schrieb:
Zitat:
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Man kann wirklich nur auf die 50 Züge-Regel verweisen oder (und das ist eben meist der Fall) auf die 3-malige Stellungswiederholung,
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LJ schrieb:
Zitat:
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Remis ist es tatsächlich wegen des 3-maligen Wiederholen oder wegen der 50 Züge Regel.
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LJ schrieb:
Zitat:
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... und somit auch keine dreimalege Stellungs-Wiederholung bewiesen werden kann....
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Von welchem Spiel bzw. welchem Regelwerk sprecht ihr?  Gemäß der FIDE-Regeln jedenfalls ist eine Remisreklamation bereits nach einer zweimaligen Stellungswiederholung zulässig....
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