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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 1 ( permalink)

18.07.2005, 16:27
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1651 / 2002
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf...
Was mir vor einiger Zeit passiert ist, naja eigentlich einem anderen aus meiner Manschaft:
Der Gegner ist eigentlich matt, bzw. er kann es nicht mehr verhindern.
Und was hat der Gegner gemacht?
Anstatt aufzugeben, oder den nächsten Zug zu ziehen, hat er sich bei den anderen Partien aufgehalten und zugeschaut. Dabei hat er seine Uhr einfach weiterlaufen lassen.
Und als die anderen Spiele zu Ende waren (ca. nach einer Stunde oder so) hat er dann aufgegeben.
Ist sowas eigentlich auch gegen die Regeln?
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 2 ( permalink)

18.07.2005, 17:08
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Forumsvollprofi mit Prädikat
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Registriert seit: 04.2005
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Nein, ist Psychologie in Mannschaftskämpfen.
Mal folgendes theoretische Beispiel.
Wenn du eine Verlusststellung hättest, also zu 99% einschätzt das Dich Dein Gegner in den nächsten 2-3 Zügen plattmacht und die andern Partien laufen noch bzw. es steht im Mannschafftsergebnis gleich. Dann wäre es äusserst ungünstig wenn Du gleich aufgiebst und deine Kollegen unter Druck setzt.
Besser erst mal das Ende herauszögern und die andern kommen lassen.
Unsportlich (aber nicht regelwiedrig!) wäre es nur wenn das die letzte Partie ist bzw. nichts mehr an dem Ergebnis ändert.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 3 ( permalink)

18.07.2005, 18:03
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Garry des Forums
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Tja, unsportlich ist das und ziemlich dreist.
Aber im Sinne der Mannschaft, ich weiß nicht. Wenn es z.B. 3 zu 3 steht und man hat seine Partie praktisch verloren, dann sollte das der Mannschaftskollege ruhig wissen, damit er nicht remis macht.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 4 ( permalink)

18.07.2005, 19:04
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1651 / 2002
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Registriert seit: 02.2005
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Eben, so sehe ich das auch.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 5 ( permalink)

18.07.2005, 21:25
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Nunja, bei der Regelauslegung ist eine Fallunterscheidung nötig. Es kann zu der geschilderten Situation kommen, aber nicht in jedem Falle, denn völlig erlaubt, wird dies von den FIDE-Regeln nicht.
Im Vornherein möchte ich sagen, dass ich diese Spielweise bei Mannschaftskämpfen ebenfalls schon praktiziert habe. Wie einer der Vorposter shcon sagte, ist es Psychiologie für die eigenen Mannschaftskameraden. Es geht wirklich nur darum, die eigenen Teamkameraden nicht shcon frühzeitig unter Druck zu setzen, weil man schon einen Punkt zurückliegt (bei dem von mir püraktizierten Fall war der mannschaftskampf an nur 4 Bretter, d.h. wenn einer verliert darf sich kein anderer für den Mannschaftssieg mehr einen Verlust erlauben - und ja, es war das Finalspiel der Liga um den 1. Platz  ). Ich selbst bin für 20 Minuten aus dem Spielsaal gegangen, an die frische Luft, und hab von danach meinem Gegner wieder eine seiner Mhrfiguren nehmen können. Versetzt euch also beim betrachten dieser "Unsportlichkeit" in beide Parteien: Der eine möchte seinen Mitspielern den Druck nehmen, und zögert das Ende daher absichtlich heraus, es kann aber auhc sein, dass man sich einfach mal für ein Weilchen entspannen muss, dies kann gewiss auch durch das Betrachten anderer Partien geschehen.
Aber zurück zu den Regeln:
Unter Art. 12.5, Abs. 2 ist geregelt:
"Dem Spieler, der am Zug ist, ist es nicht gestattet, den Spielbereich ohne Erlaubnis des Schiedsrichters zu verlassen."
Ist der Gegner also am Zug, darf er nicht einfach so losgehen und sich die anderen Partien ansehen. Hat er aber seinen Zug vollzogen, kann er einfach losgehen und später wieder kommen, auch wenn in der Zwischenzeit wieder er am Zug ist. Da er aber in diesem Fall ja nicht im Spielbereich ist, kann er diesen auch nicht verlassen und daher ist diese regel erstmal für ihn egal. Geht ein Spieler also erst, wenn er seinen Zug vollendet hat und sein Gegner am Zug ist, so kann er völlig regelkonform den Spielbereich verlassen. Ist er aber am Zug, muss er wohl oder übel auf seinem Stühlchen sitzen bleiben (was ihn ja nicht davon abhält die Zeit ablaufne zu lassen, wirkt sogar noch weniger "anders" auf die Mannschaftskameraden als wenn er die ganze Zeit nur rumläuft ^^)
MfG Falco
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 6 ( permalink)

18.07.2005, 21:27
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Einsteiger
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Beiträge: 16
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Da fiel mir doch spontan jenes Zitat ein:
Liegt deine Partie aber ganz darnieder / Dann geh mal raus und komm nicht wieder!
In dem Falle:
Liegt deine Partie aber ganz darnieder / Dann bleib da und zieh nie wieder! 
EDIT: Öhm, Spielbereich ist der Saal mit den ganzen Spielen, oder?!
Geändert von Strike Eagle (18.07.2005 um 21:29 Uhr)
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 7 ( permalink)

18.07.2005, 22:24
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Also zum Spielbereich gehört doch laut Fide auch die Toilette und der Verpflegungsraum, oder?
Außerdem, man muss schon hoch spielen, damit ein Schiedsrichter da ist, der einem etwas verbieten kann. In unteren Liegen ist das ja kein Problem.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 8 ( permalink)

18.07.2005, 22:35
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@ Cpt: Das habe ich anfangs auch gegrübelt. Sieht man sich aber den ersten Absatz von Artikel 12.5 an, stellt man einen feinen Unterschied fest. Im ersten Absatz heißt es noch "Es ist den Spielern nicht gestattet, das Turnierareal ohne Erlaubnis des Schiedsrichters ....", während es im zweiten "Spielbereich" heißt. Auch im englischen Original ist dieser Unterschied vorfindbar; zuerst wird es "playing venue" und in Absatz 2 (der dort übrigens so nicht unterschiedne ist, liegt wohl nur daran, dass dort die Seite im Deutschen zu Ende ist) "playing area".
Was das Turnierareal beinhaltet ist im gleichen Artikel genaustens geklärt (Toilette, ...), was "Spielbereich / playing venue" aber genau ist, wird nicht erwähnt. Ich nehme an, der Spielbereich ist halt das eigene Brett mit Tishc und Stuhl ^^
MfG Falco
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 9 ( permalink)

18.07.2005, 23:31
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Garry des Forums
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Achso, so ist das. Ja, dass man den Platz nicht verlassen darf wenn man am Zug ist, ist auch eigentlich klar. Ok, danke für die Aufklärung.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 10 ( permalink)

19.07.2005, 08:30
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Man darf wenn man am Zug ist sich die Partien der Mannschaftskameraden ansehen, man darf aber nicht ohne Zustimmung des Schiedsrichters (in unteren Klassen fungieren die beiden Mannschaftsführer als Schiedsrichter) den Spielraum verlassen. Aber Partien der Mitspieler darf man schon ansehen, wenn man am Zug ist. Ist z.B. wichtig, wenn man ein Remisangebot hat oder überlegt, selbst Remis anzubieten.
Aber nicht aufzugeben obwohl man einem Zug vor dem Matt steht und sich dann die anderen PArtien anzusehen, finde ich auch sehr unsportlich.
Und ob das der Mannschaft was bringt, wage ich auch zu bezweifeln.
In den meisten Klassen kann jeder aus der Mannschaft sehen, ob einer einen oder zwei Züge vor dem Matt steht, hier sehe ich den Sinn nicht außer den Gegner zu ärgern.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 11 ( permalink)

19.07.2005, 09:36
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Zitat:
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Zitat von aCiD_ChRiS
Der Gegner ist eigentlich matt, bzw. er kann es nicht mehr verhindern.
Und was hat der Gegner gemacht?
Anstatt aufzugeben, oder den nächsten Zug zu ziehen, hat er sich bei den anderen Partien aufgehalten und zugeschaut. Dabei hat er seine Uhr einfach weiterlaufen lassen.
Und als die anderen Spiele zu Ende waren (ca. nach einer Stunde oder so) hat er dann aufgegeben.
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Ist doch vollkommen regelkonform. Schließlich ist es die Zeit des Gegners, die abläuft. Und am Ergebnis ändert sich dadurch nichts.
Natürlich ist das nervig. Aber wenn man sich ans Brett setzt, sollte man schon die gesamte Maximalbedenkzeit einkalkulieren. Niemand hat ein Anrecht darauf, seine Partie eine Stunde früher zu gewinnen.
Ich habe mich auch schon einmal so verhalten. Bei einem Mannschaftskampf stellte ich auf ziemlich dumme Weise eine Figur ein. Ich sah aber, dass meine Mannschaftskameraden ihren Job besser machten und an einigen Brettern bereits deutliche Vorteile hatten. Also habe ich mir für die nächsten zwei, drei Züge jeweils 20-30 Minuten Bedenkzeit genommen. Bis dahin waren die ersten Partien gewonnen, die Mannschaft führte, und meine Niederlage war nur noch Ergebniskosmetik. Mein Gegner hatte übrigens volles Verständnis für mein Verhalten.
Gruß
Ralf
Geändert von Ralvieh (19.07.2005 um 10:35 Uhr)
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 12 ( permalink)

19.07.2005, 10:12
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Garry des Forums
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Beiträge: 2.415
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Naja, ok, ich hätte aber auch Verständnis wenn man sich da etwas aufregen würde. Aber nochmal zum Remisgebot, was ist denn da erlaubt und was eigentlich nicht?
Natürlich weiß man so in etwa wie es bei den anderen steht, aber z.B. gab es mal einen Mannschaftsführer, der ging sobald remis geboten wurde alle Tische ab, schaute sich alle Partien genau an, vielleicht redete er auch mitden Spielern, keine Ahnung und sagte dann erst ob der betroffene Spieler remis annehmen durfte.
Ist sowas ok, weiß jemand wo das geregelt wird, in der aktuellen BTO hab ich ncihts gefunden, in den Fide-Regeln jedoch auch nicht.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 13 ( permalink)

19.07.2005, 10:27
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Zitat:
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Zitat von Cpt. Bligh
Naja, ok, ich hätte aber auch Verständnis wenn man sich da etwas aufregen würde.
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Verständnis kann ich sogar für manche Mörder aufbringen...
Das Thema kratzt an die oft diskutierte Frage "Wann sollte man sportlicherweise rechtzeitig aufgeben?". Manche Zeitgenossen können sich ausgiebig darüber auslassen, wenn jemand mit zwei Minusfiguren noch 20 Züge weiterspielt, obwohl er keine Perspektive mehr hat.
Meine Meinung dazu: Jeder hat das Recht, sich zeigen zu lassen, dass ich ihn mattsetzen kann.
Zitat:
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Zitat von Cpt. Bligh
[...], aber z.B. gab es mal einen Mannschaftsführer, der ging sobald remis geboten wurde alle Tische ab, schaute sich alle Partien genau an, vielleicht redete er auch mitden Spielern, keine Ahnung und sagte dann erst ob der betroffene Spieler remis annehmen durfte.
Ist sowas ok, weiß jemand wo das geregelt wird, in der aktuellen BTO hab ich ncihts gefunden, in den Fide-Regeln jedoch auch nicht.
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Doch, da steht was.
Zitat:
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Zitat von Die FIDE-Regeln
Artikel 12: Das Verhalten der Spieler
[...]
12.2 a) Während des Spielverlaufs ist es den Spielern verboten, sich irgendwelche Notizen, Informationsquellen oder Ratschläge zunutze zu machen oder auf einem andern Schachbrett zu analysieren.
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Ganz klar: Das Verhalten des Mannschaftsführers ist nicht erlaubt!
Jeder Mannschaftsspieler muss eigenständig entscheiden, ob er seiner Mannschaft ein Remis zumuten kann oder nicht.
Und der Mannschaftsführer müsste zumindest verwarnt werden.
Tatsächlich ist es aber in den unteren Ligen oft geübte Praxis.
Gruß
Ralf
Geändert von Ralvieh (19.07.2005 um 10:32 Uhr)
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 14 ( permalink)

19.07.2005, 11:26
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DWZ/Elo: 1757
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Zitat:
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Jeder Mannschaftsspieler muss eigenständig entscheiden, ob er seiner Mannschaft ein Remis zumuten kann oder nicht
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Ups, das ist mir aber ehrlich neu. Ich kenne das so, dass man vorher zumindest den Manschaftsführer fragt und der sagt, es steht 2 zu 4 oder so, du musst weiterspielen. Ist das denn auch nicht erlaubt? Wie soll man dann mannschaftsdienlich spielen?
Ich habe demnächst einen Infoabend zu Regelfragen, ich werd mich da mal informieren. Ich dachte eigentlich das wäre Pflicht zu fragen ob man remis machen darf.
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Gegner hat verloren, gibt aber nicht auf... Beitrag # 15 ( permalink)

19.07.2005, 11:57
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Garry des Forums
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Also Schach wird in den Vereinen ebenfalls als Mannschaftssport ausgeübt, aber letztlich spiele ich doch immer zuerst für mich. Denn es geht bei etwaigen Gewinnen, Verluten, oder Remisen um MEINE DWZ und nicht die der Mannschaft. Somit entscheide ich auch immer selbst, wie ich spiele, nämlich, ob ich ein Remis anbiete, annehme, oder aufgebe, wiel ich meine verloren zu haben. Da könnte mir so ein Mannschaftsführer viel erzählen. Zunächst einmal müsste das zu seinen Befugnissen gehören, was ich aber stark anzweifle!
Aber dieses angesprochene Verhalten: Ich persönlich fände es äußerst unsportlich, wenn es offensichtlich ist, dass der Gegner in einem, oder zwei Zügen Matt ist, wenn er dann erstmal aufsteht und nicht aufgibt. Die Argumentation mit der psychologischen Unterstützung der Mannschaft halte ich für lächerlich. Ich habe in meinem Verein noch kein einziges Mal erlebt, dass jemand sein Spiel von den Ergebnissen der anderen Mannschaftsmitglieder abhängig macht, womit es auch egal ist, wie sie stehen, und somit auch, wie es um den etwaigen Mannschaftssieg steht. Jeder versucht immer sein bestes und entscheidet allein.
Diese Taktikbezogene Speilweise wie, "jetzt gebe ich lieber Remis, bevor ich verliere und wir absteigen" kommt wenn, dann erst zum Ende der Saison zum Tragen, wenn man weiß, wie es genau um Aufstieg,- oder Abstiegchancen steht.
Natürlich hat jeder das Recht sich zeigen zu lassen, dass man in der Lage ist, ihn Matt setzen zu können, aber dann soll er gefälligst am Brett bleiben und ziehen. Meinetwegen kann er dann auch ordentlich seine Zeit in Anspruch nehmen, und wenigstens so tun, als ob er noch verzweifelt nach einem Remis sucht. Einfach nur die Zeit ablaufen zu lassen, weil man weiß es ist vorbei, ist unsportlich und dient nach meiner Meinung nur einem Versuch den durch den Verlust aufgebauten Frust wenigstens zum Teil am Gegner abzuladen.
Denn letztlich ist Schach nunmal eine Einzel-Sportart. Sonst müsste man wie in anderen Mannschaftssportarten gemeinsam regelmäßig trainieren, damit die Mannschaft besser wird. Das bleibt aber jedem selbst überlassen, selbst wenn der Verein Training anbietet.
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