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08.06.2005, 20:19
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Neuling
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Registriert seit: 06.2005
Beiträge: 1
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Schachpartie beenden
Ich und ein Klassenkamerad haben ne auseinandersetzung wegen der beendigung der schachparie. Er behauptet der Spieler dürfte den König nicht ins Schach ziehen. Desweitern behauptet er das man nur gewinnen kann wenn man der könig schachmatt setzt. Ich behaupte man kann ihn auch schmeißen wenn der spieler z.B den Trum vor dem König wegzieht und ich ihn dann mit der Dame ramme.
Bitte um baldige antwort
THX
XD
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08.06.2005, 21:01
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Hope is not a strategy...
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Registriert seit: 07.2004
Ort: Luxemburg
Beiträge: 82
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Soweit hat dein Freund Recht, man darf nicht mit dem König ins Schach , und man gewinnt durch Schachmatt oder halt eben Aufgabe.
Zitat:
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Zitat von Hellkn1ght
Ich behaupte man kann ihn auch schmeißen wenn der spieler z.B den Trum vor dem König wegzieht und ich ihn dann mit der Dame ramme.
XD
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Was du damit meinst weiss ich allerdings net so recht. 
Wen willst du wohin schmeißen?
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08.06.2005, 21:18
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: Anfänger!!!!
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Goslar, Niedersachsen, Deutschland
Beiträge: 108
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Also ich weiß auch nicht, was er damit meint.
Also wenn Du den Turm wegziehst und damit den König anhaust und umkippst, dann hast Du natürlich nicht gewonnnen.
Also grundsätzlich MUSS der König schachmatt steht, damit man gewinnen kann.
Ein Schach kann nur auf 3 Weisen "beendet" werden.
1. Der König zieht aus dem Schach heraus.
2. Es stellt sich eine Figur zwischen den König und der Figur des Gegners, die Schach gibt
3. Die Figur des Gegners, die Schach gibt wird geschlagen.
Wenn der König nicht im Schach steht und man hat keine Figur mit der man ziehen kann und auch der König hat kein Feld mehr, wo er hinziehen kann ohne dass er ins Schach zieht nennt man dann einen Patt. Das ist ein Remis (Unentschieden!)
Andere Möglichkeiten sind natürlich immer: Der Gegner gibt auf, dann hat man, egal, wie es steht gewonnen, auch wenn man keine Figur mehr haben sollte (welcher Gegner gibt dann auf?!?!?)
Oder die Zeit ist abgelaufen. Dann hat man auch verloren. Aber da gibt es, wenn ich richtig weiß, Sondernregeln, die ich leider nicht alle kenne.
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09.06.2005, 08:26
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Zitat:
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Zitat von Hellkn1ght
Ich behaupte man kann ihn auch schmeißen wenn der spieler z.B den Trum vor dem König wegzieht und ich ihn dann mit der Dame ramme.
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Ich versuche mal zu übersetzen.
Spielsituation: König und Dame mit verschiedener Farbe stehen sich in derselben Diagonale gegenüber. Das Schach wird aber verhindert, weil ein Turm (das soll wohl das "Trum" sein) von der Farbe des Königs dazwischen steht und damit die Wirkungslinie (bzw. -diagonale) der Dame verkürzt.
Nun zieht der Turm weg. Damit hat der Spieler seinen eigenen König ins Schach gesetzt. Hellkn1ght behauptet: In dieser Situation darf der gegnerische Spieler mit seiner Dame den König schlagen (bzw. "schmeißen", "rammen").
Die Regeln sagen dazu folgendes.
Zur Frage der Beendigung der Partie:
Zitat:
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Zitat von FIDE-Schachregeln
Artikel 5: Die Beendigung der Partie
5.1 a) Die Partie ist von dem Spieler gewonnen, der den gegnerischen König mit einem regelgemäßen Zug mattgesetzt hat. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Mattstellung herbeigeführt hat, regelgemäß war.
b) Die Partie ist von dem Spieler gewonnen, dessen Gegner erklärt, dass er aufgebe. Damit ist die Partie sofort beendet.
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Vom Königschlagen steht da nichts.
Zur Frage "Darf ich meinen eigenen König ins Schach setzen?":
Zitat:
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Zitat von FIDE-Schachregeln
Artikel 3: Die Gangart der Figuren
[...]
3.9 Ein König "steht im Schach", wenn er von einer oder mehreren gegnerischen Figuren angegriffen wird, auch wenn diese selbst nicht ziehen können, weil sie anderenfalls den eigenen König im Angriff stehen lassen oder diesen einem Angriff aussetzen würden. Keine Figur darf einen Zug machen, welcher entweder den König derselben Farbe einem Schachgebot aussetzt oder diesen in einem Schachgebot stehen lässt.
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Kurz gesagt: Als er den Turm wegzog und so seinen König einem Schachgebot aussetzte, hat Dein Spielpartner einen regelwidrigen Zug gemacht.
Jetzt kommt der Clou!
Was sagen die Regeln zum Thema "Regelwidriger Zug"?
Zitat:
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Zitat von FIDE-Schachregeln
Artikel 7: Regelverstöße
[....]
7.4 a) Wenn während einer Partie festgestellt wird, dass ein regelwidriger Zug, unter Einschluß einer Bauernumwandlung oder dem Schlagen des gegnerischen Königs, vollständig abgeschlossen wurde, wird die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoss wiederhergestellt. Falls die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß nicht bestimmt werden kann, wird die Partie aus der letzten bekannten Stellung vor dem Regelverstoss heraus weitergespielt. [...]Daraufhin wird die Partie aus der so erreichten Stellung heraus weitergespielt.
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Ebenfalls ganz klar: Auch das Königschlagen ist ein regelwidriger Zug.
Dein Gegner muss den Turmzug zurücknehmen und einen anderen Zug ausführen. Weitere Konsequenzen gibt es nicht (es sei denn, ihr habt Schnellschach oder Blitzschach gespielt).
Gruß
Ralf
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09.06.2005, 09:32
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DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Zitat:
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Zitat von Reo
Andere Möglichkeiten sind natürlich immer: Der Gegner gibt auf, dann hat man, egal, wie es steht gewonnen, auch wenn man keine Figur mehr haben sollte (welcher Gegner gibt dann auf?!?!?)
Oder die Zeit ist abgelaufen. Dann hat man auch verloren. Aber da gibt es, wenn ich richtig weiß, Sondernregeln, die ich leider nicht alle kenne.
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Das stimmt so nicht ganz. Wenn der Gegner aufgibt, aber Du kein Material mehr zum Mattsetzen hast, dann endet die Partie Remis unabhängig davon, ob der Gegner so blöd ist und aufgibt.
Auch bei Blättchenfall der Uhr hat der Spieler nur verloren, wenn sein Gegner noch ausreichend Material zum Mattsetzen hat.
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09.06.2005, 09:42
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: ca. 1750 DWZ
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Zum Thema regelwidrige Züge:
Neben dem von Ralvieh zitierten Artikel 7.4 a. gibt es noch den Artikel 7.4. b:
b. Nach Anwendung von Artikel 7.4(a) muss der Schiedsrichter bei den ersten beiden regelwidrigen Zügen durch einen Spieler in jedem Fall seinem Gegner zwei Minuten zusätzliche Bedenkzeit geben; bei einem dritten regelwidrigen Zug durch denselben Spieler muss der Schiedsrichter die Partie für diesen Spieler als verloren werten.
D.h. wenn Dein Gegner also seinen König ständig ins Schach zieht, dann hat er beim dritten Mal verloren.
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09.06.2005, 09:52
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Zitat:
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Zitat von Gepard
Das stimmt so nicht ganz. Wenn der Gegner aufgibt, aber Du kein Material mehr zum Mattsetzen hast, dann endet die Partie Remis unabhängig davon, ob der Gegner so blöd ist und aufgibt.
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Ups! Du hast recht. Zumindest ab 1. Juli 2005.
Zitat:
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Zitat von FIDE-Schachregeln
Artikel 9: Das Remis (die unentschiedene Partie)
[...]
9.6 Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist, aus welcher ein Matt durch keine erdenkliche Folge von regelgemäßen Zügen, selbst bei ungeschicktestem Spiel, erreichbar ist. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, der Zug, der diese Stellung herbeiführte, war regelgemäß.
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Kein Antrag etc. ist nötig. Das ist heavy und wird in der Praxis zu netten Streitfällen führen.
BTW: Gibt es eine abschließende Liste der o.g. totremisen Stellungstypen?
Wie sieht es z.B. aus mit K+2S gegen K?
Außerdem ist bei K+S gegen K kein Matt möglich, bei K+S gegen K+B unter Umständen doch. Ob das in den unteren Ligen wohl immer korrekt bedacht wird?
Gruß
Ralf
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09.06.2005, 11:05
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Beiträge: 108
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Ja das wird lustig mit dem Remis.
Da in den unteren Ligen kein Schiedsrichter da ist, fungieren die Mannschaftsführer als Schiedsrichter. Müssen die jetzt immer auf die Stellungen ihrer Mannschaftskollegen achten und sofort reklamieren, wenn dort eine solche Stellung entstanden ist? Dann haben die ja gar keine Zeit, sich um ihre eigene Partie zu kümmern.
Ich vermute mal, hier besteht noch Klärungsbedarf, wie ein solches Remis vollzogen wird, ob mit oder ohne Antrag der Spieler etc.
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09.06.2005, 11:32
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Noch mal zum Thema "Schmeißen und Rammen":
Früher gab es einen Artikel, der klar regelte, wie ein Schlagvorgang abzulaufen hatte.
Zunächst wird der zu schlagende gegnerische Stein von seinem Feld entfernt und danach der eigene schlagende Stein als Bestandteil des gleichen Zuges auf das Feld gestellt, auf dem der geschlagene Stein bis eben noch stand.
Diese Regel gefiel mir recht gut, weil sie eben aggressive Akte gegen Schachfiguren verhinderte (z.B. "rammen" oder "umschmeißen" der gegnerischen Figur mit einer eigenen etc.)
Heute ist dieser Ablauf nur noch implizit aus einigen Regeln des Art. 4 zu erkennen, aber nicht mehr zwingend. Schade!
Gruß
Ralf
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