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24.04.2005, 17:37
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Einsteiger
DWZ/Elo: DWZ:1785
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 18
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Über die Zeitgeschaukelei
Folgenes Szenario:
Weiß steht besser hat aber nur noch wenig Zeit
Schwarz steht schlechter und macht keine Anstalten das Spiel gewinnen zu wollen sondern zieht nur hin und her, weil die Zeit des Weißen bald zu Ende sein wird.
Kann Weiß nun Remis beantragen??? Ich hab einen ähnlichen Fall zuletzt miterlebt. Da wurde die Partie jedoch nach dem Fallen des Kläppchens 0:1 gewertet, da Weiß erst später Remis beantragt hatte.
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24.04.2005, 19:01
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Bad Kissingen
Beiträge: 1.130
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Nun, ob Schwarz schlechter steht, ist zumeist eine subjektive Bewertung, ich denke, erst wenn Schwarz keine theoretische Gewinnmöglichkeit hat, kann das Spiel für Weiß Remis gegeben werden. Wenn es aber offensichtlich ist, dass Schwarz das Spiel über die Zeit bringen will, wenn er z.B. ständig den König planlos zwischen g1 und h1 hin und her zieht, dann kann man das Spiel, so viel ich weiß, Remis werten. Kann aber auch sein, dass ich mich irre. Wenn Schwarz aber sinnvolle Züge macht und die Partie noch mitsspielt, dann hat Weiß eigentlich keine Chance die Partie Remis werten zu lassen, wenn das Blättchen fällt.
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24.04.2005, 19:20
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1761/1945
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Registriert seit: 08.2004
Beiträge: 104
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Wenn Weiß bei besserer Stellung Remis haben will und Schwarz nur
noch "Hin und Her" zieht, also keine Gewinnversuche unternimmt, dann muß Weiß auf Remis reklamieren und den Schiri holen. Dann wird der Schiri auch Remis geben oder zumindest die Partie weiterverfolgen bis das Blättchen fällt und dann auf Remis entscheiden, wenn Schwarz tatsächlich nur "Hin und Her" zieht.
Aber wenn Schwarz "normale" Züge macht, dann wird der Schiri auf Zeitüberschreitung, sprich Sieg für Schwarz, entscheiden. Wenn Weiß wirklich besser steht, dann kann er ja auch so abtauschen, daß die Partie Remis wird, oder es wenigstens dem Schiri erklären, daß er in den folgenden Zügen die Stellung so vereinfacht, daß es Remis wird. Z.b. bei Endspiel Dame gegen Turm, da kann Weiß (mit Dame) ja einfach versuchen seine Dame gegen den Turm zu tauschen.
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24.04.2005, 19:29
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 05.2004
Beiträge: 85
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Zitat:
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Zitat von pete
Wenn Weiß bei besserer Stellung Remis haben will und Schwarz nur
noch "Hin und Her" zieht, also keine Gewinnversuche unternimmt, dann muß Weiß auf Remis reklamieren und den Schiri holen. Dann wird der Schiri auch Remis geben oder zumindest die Partie weiterverfolgen bis das Blättchen fällt und dann auf Remis entscheiden, wenn Schwarz tatsächlich nur "Hin und Her" zieht.
Aber wenn Schwarz "normale" Züge macht, dann wird der Schiri auf Zeitüberschreitung, sprich Sieg für Schwarz, entscheiden. Wenn Weiß wirklich besser steht, dann kann er ja auch so abtauschen, daß die Partie Remis wird, oder es wenigstens dem Schiri erklären, daß er in den folgenden Zügen die Stellung so vereinfacht, daß es Remis wird. Z.b. bei Endspiel Dame gegen Turm, da kann Weiß (mit Dame) ja einfach versuchen seine Dame gegen den Turm zu tauschen.
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Quatsch,
wer will den entscheiden ob Schwarz sinnvolle Züge macht oder nicht. Die Sache ist ganz einfach: Derjenige der zuerst die Zeit überschreitet hat verloren. Ausnahmen sind theoretische Remisstellungen, 3-fache Stellungswiederholung, 50 Züge Regel; dann ist es Remis. Alles andere ist Humbug.
Jemanden über die Zeit heben mag vielleicht nicht ganz gentleman-like sein ist aber legitim und kommt sogar in höchsten Schachkreisen vor.
Geändert von gonso (24.04.2005 um 19:46 Uhr)
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24.04.2005, 19:46
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Chessgeek
DWZ/Elo: 1800
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Registriert seit: 06.2004
Ort: Burg Frankenstein
Beiträge: 265
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hmm,
Zitat:
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Zitat von gonso
Quatsch,
wer will den entscheiden ob Schwarz sinnvolle Züge macht oder nicht. Die Sache ist ganz einfach: Derjenige der zuerst die Zeit überschreitet hat verloren. Ausnahmen sind theoretische Remisstellungen, 3-fache Stellungswiederholung, 50 Züge Regel; dann ist es Remis. Alles andere ist Humbug.
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Das ist falsch. Pete hat schon recht, in Stellungen in denen die Partei mit Zeitvorteil keine Gewinnunternehmungen macht bzw. machen kann kann der Schiri auf Remis entscheiden. Diese Regelung ist allerdings äusserst schwammig und ich würde mich nicht darauf verlassen.
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24.04.2005, 19:48
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1941 / 2068
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Karlstein
Beiträge: 59
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Der Punkt geht an JoelH. Gonso hat verloren. 
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24.04.2005, 19:59
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Aktiver
DWZ/Elo: <2000/2120
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Registriert seit: 03.2005
Ort: Salzgitter
Beiträge: 32
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Moin,
Zitat:
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Zitat von gonso
Quatsch,
wer will den entscheiden ob Schwarz sinnvolle Züge macht oder nicht.
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das soll und muss der Schiedsrichter machen. Im Grunde ist das einer der wenigen Momente, wo der Schiri beim Schach wirklich mal gebraucht wird 
Man muss allerdings unterscheiden. Die Remisreklamation aufgrund des ominösen §10.2 ist nur für die "Endspurtphase" in Turnierpartien und für Schnellschachpartien vorgesehen. Beim Blitzen ist dieser Abschnitt ausdrücklich ausser Kraft gesetzt. Hier könnte man also rein formal betrachtet nur noch hin- und herziehen, und so auf Zeit gewinnen.
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25.04.2005, 11:15
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1761/1945
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Registriert seit: 08.2004
Beiträge: 104
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@gonzo
Das ist überhaupt kein Quatsch. So wurde es mir auf dem Schiri-Lehrgang von einem Nationalen Schiedsrichter erklärt. Wenn man natürlich nicht reklamiert wenn man noch 2 Min. Restzeit hat, dann ist man eben selber dran Schuld wenn das Blättchen fällt.
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25.04.2005, 11:39
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Chessgeek
DWZ/Elo: 1800
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Registriert seit: 06.2004
Ort: Burg Frankenstein
Beiträge: 265
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hmm,
Zitat:
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Zitat von pete
@gonzo
Wenn man natürlich nicht reklamiert wenn man noch 2 Min. Restzeit hat, dann ist man eben selber dran Schuld wenn das Blättchen fällt.
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Die Frage ist wie kompetent der Schiri ist um sowas mit Bestimmtheit festzustellen!?
Ich meine im Zweifel sollte für den Angeklagten (ÜberdieZeitheber) entschieden werden, also ist das alles äusserst schwammig.
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25.04.2005, 13:38
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 05.2004
Beiträge: 85
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mit ist auf jedenfall kein Fall bekannt wo diese Regel schon mal angewandt wurde. Wie will den der Schiri entscheiden ob derjenige sinnlose Züge macht. Manchmal passiert es einfach, das man im Moment keine Idee hat und erstmal ein bisschen laviert. Was aber nicht heisst das man doch noch ein Gewinnversuch startet. Schammig ist noch ziemlich harmlos ausgedrückt.
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25.04.2005, 14:01
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Chessgeek
DWZ/Elo: 1800
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Registriert seit: 06.2004
Ort: Burg Frankenstein
Beiträge: 265
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hmm,
Zitat:
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Zitat von gonso
mit ist auf jedenfall kein Fall bekannt wo diese Regel schon mal angewandt wurde. Wie will den der Schiri entscheiden ob derjenige sinnlose Züge macht. Manchmal passiert es einfach, das man im Moment keine Idee hat und erstmal ein bisschen laviert. Was aber nicht heisst das man doch noch ein Gewinnversuch startet. Schammig ist noch ziemlich harmlos ausgedrückt.
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Ich hab das schon erlebt, Turmendspiel mit je drei Bauern die zu dem noch festgelegt an einem Flügel waren. Der Spieler der nicht in ZEitnot war hat nur mit den Turm gezogen, so wie ein Computer, Auf die Art Hauptsache keine Zugwiederholung. Da hat der Schiri dann einige Minuten zugeguggt und dann auf Remis entschieden weil zu sehen war das der Spieler mit dem Zeitvorteil nur auf Zeitüberschreitung spekuliert hat aber abzusehen ist dass der Spieler mit Zeitnachteil nur noch an der Zeit scheitern kann weil er die 50 Zügeregel nimmer in der Zeit schafft.
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25.04.2005, 14:06
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 05.2004
Beiträge: 85
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Ich nehm alles zurück. Asche auf mein Haupt. 
in unendlicher gebückter Demutshaltung
gonso
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