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15.03.2005, 21:56
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
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Neue Fide-Regeln
Ein User hat einen Link gesetzt der zu den neuen Fide-Regeln führte.
Zwei Regeln möchte ich kurz erwähnen und etwas fragen. 3. Schreibpflicht (Art. 8.1)
"It is forbidden to write the moves in advance." Neu ist das Verbot, Züge im voraus auf das Partieformular aufzuschreiben. Hier werden wohl einige Spieler umlernen müssen.
4. Umwandlung eines Bauern (Art. 4.4d)
"the choice of the piece is finalized, when the piece has touched the square of promotion." Klar ist, dass ein Bauer umgewandelt werden muß. Es ist allerdings zukünftig nicht entscheidend, welche Figur "angesagt" wird, sondern, welche Figur "eingesetzt" wird. Die Figurenauswahl ist erst beendet, wenn die ausgewählte Figur das Einsetzfeld berührt.
Also eine Frage zu Regel 3: Wieso? Was soll das? völlig unnötig. Ich meine ich mache es nicht, aber was spricht dagegen?
Frage zu Regel 4: In einer Partie ist es mir passiert, ich war klar am Gewinnen, ziehe den Bauern auf die 8. Reihe und ergreife eine schwarze (!) Dame. Ich setze sie auf das Feld, lasse sie noch nicht los und erkenne meinen Fehler. Mit derBemerkung ,,ähh, Scherz`` stelle ich sie zurück und nehme eine weiße Dame. Ist wirklich passiert.
Was wäre denn jetzt nach den neuen Regeln geschehen?
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15.03.2005, 22:23
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Zu Art. 4.4 d) und deine Bedenken:
Nein, du kannst nicht (einfahc oder aus Versehen) eine gegnerische Figur einsetzen. Diese engültige Auswahl beschränkt sich eiinzig und allein auf deine eigenen Figuren/deine Farbe. Hättest du eine Figur der gegnerischen Farbe eingesetzt, wäre das laut Art. 3.7 e) ein regelverstoß, denn da heißt es:
"... it must be exchanged [...] for a queen, rook, bishop, knight of the same colour ."
Du kannst gar keine gegnerische Figur einsetzen ^^
Zu Art 8.1.: Hm, ich kann da ja mal so eine Geshcichte erzählen: An dem Morgen der vierten Runde in einem 7-Runden-Turnier (2 pro Tag) kamen fast alle schon eine Halbe Stunde vor Spielbeginn. Ich schau auf mein Partieformular, welches eigentlich noch leer sein sollte, und stelle fest, dass da schond er Name meines Gegners und sein erster Zug (!) geschrieben stand. Okay, ob das jetzt normal ist, udn wie oft solch eine Situation auftritt, aber die regel könnte auch so auszulegen sein, dass man nicht die Züge vorher aufschreiben darf, auch/vor allem nicht beim Gegner (?!?).
Naja, lustiger finde ich die Situationen, wo meine Gegner schon bevor ich gezogen habe, meine Züge hinschreiben, weil sie einfach meinen, sie wüsstens chon den besten, und könnten diesen schon aufschreiben. Auch solch ein Fall könnte damit gemeint sein, das sman als "in advance" die Züge des Gegners notiert 
Nun aber zum wahrscheinlichsten Fall, dass man die eigenen Züge nicht im Voraus notieren darf... Naja, soll mir egal sein, ich hab nie verstanden, wozu die das brauchen.
Diese regelung dient (wo hatte ich das doch gleich gehört?) eigentlich nur der Vermeidung der Situation, dass ein Spieler raus aus dem Spiellokal kurz geht (Toilette, etc), der gegner shcon den Zug aufschreibt und ein mannschaftskamerad diesen dann dem "abgehauenen" Spieler erzählt, damit der sich draußens chonmal darauf vorbereiten kann, evtl. mit Hilfe.
Es soll einfach die Möglichkeit des Betruges verringert werden...
MfG Falco
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15.03.2005, 22:26
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 11.2004
Beiträge: 81
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Was das nun vorgeschriebene Aufschreiben betrifft kann ich nur spekulieren. Der Gegner kann in etwas so fast alles notieren was er will (z.B. eine Gedankenstütze) und muss sich dabei keiner Kontrolle unterziehen. Möglich dass es hierbei zu offiziellen Streitigkeiten kam.
Das mit der schwarzen Dame dürfte ähnlich sein wie mit dem Berühren eines Läufers in der Anfangsstellung. Ist zwar berührt-geführt aber in der logischen Konsequenz ein unmöglicher Zug. Genauso mit der schwarzen Dame. Du hast sie zwar gesetzt, aber die Konsequenz daraus wäre wiederum ein "unmöglicher" Zug.
Ich lass' mich aber gerne eines Besseren belehren
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15.03.2005, 23:01
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Schnelle Antworten, dankeschön!
Also die Sache mit der Dame, ich hätte jetzt auch nicht gedacht, dass ich die stehen lassen muss, aber wer weiß, naja.
Mit dem Aufschreiben:
Zitat:
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.....und stelle fest, dass da schon der Name meines Gegners und sein erster Zug (!) geschrieben stand.
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Also es ist bei uns bei Turnierspielen durchaus üblich, dass man sein Formular ausfüllt und dann kurz tauscht, so vermeidet man Fehler beim namen des Gegners, aber in dieser Form ist das schon frech, hab ich auch noch nie gehört.
Zitat:
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wo meine Gegner schon bevor ich gezogen habe, meine Züge hinschreiben, weil sie einfach meinen, sie wüsstens chon den besten
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Hab ich ehrlich gesagt auch schon einige male gemacht. Aber nur in Situationen in denen ich keine andere Fortsetzung sah und mich schon nur mit dem übernächsten Zug beschäftigen wollte. (Oft musste ich ihn allerdings wieder durchstreichen)
Zitat:
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ich hab nie verstanden, wozu die das brauchen.
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Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass man das ruhig machen sollte und sogar einige Großmeister (immer gern erwähnt) es so machen. Es soll Fehlern vorbeugen, die übliche Argumentation: Nachdem man gerechnet und gerechnet hat, soll man unbedingt vor dem Zug noch einmal auf das Brett sehen und sicherstellen, dass man vor lauter Rechnerei nicht ganz offensichtliche Drohungen übersehen hat. Daher erst rechnen, dann schreiben, dann sehen, dann ziehen. Ist auch eigentlich ziemlich logisch, ich konnte mich da selbst nie zu druchringen.
Kann allerdings auch von Nachteil sein, ich hatte kürzlich eine Partie in der mein Gegner sobald er sich halbwegs für einen Zug entschieden hatte diesen auch aufschrieb. In solchen Situatinen muss man sich schon sehr anstrengen nicht zu gucken. Alles ist ganz still, auf einmal bewegt sich nur sein Arm, da sieht man automatisch hin. Wie auch immer, ich kam nicht drumrum den einen oder anderen Zug schon 10 Minuten bevor er gezogen wurde zu sehen. Obwohl ich daraufhin nicht angefangen habe zu rechnen muss ich sagen, dass es sicherlich ein Vorteil für mich war.
Zitat:
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Diese regelung dient (wo hatte ich das doch gleich gehört?) eigentlich nur der Vermeidung der Situation, dass ein Spieler raus aus dem Spiellokal kurz geht (Toilette, etc), der gegner shcon den Zug aufschreibt und ein mannschaftskamerad diesen dann dem "abgehauenen" Spieler erzählt, damit der sich draußens chonmal darauf vorbereiten kann, evtl. mit Hilfe.
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Ok, aber das kann nicht der Grund sein, in dem Fall könnte der Kamerad auch einfach warten bis der Gegner gezogen hat und dann rausrennen, wenn man jetzt an unerlaubte Hilfsmittel etc. denkt.
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15.03.2005, 23:22
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Ort: zuhause
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Hallo Captain!
In Deiner Partie bleibt das Berühren/Einsetzen der schwarzen Dame natürlich ohne jede Folge, da Du keinen unmöglichen Zug ausführen darfst. Und mit dem berührten Stein auch keinen möglichen Zug ausführen kannst. Also bleibt hier "berührt-geführt" ohne Folgen.
Das explizite Verbot des Vorausschreibens ist m.E. keine Neuerung, sondern eher eine Präzisierung/Klarstellung. Schon vorher war geregelt, daß man auf seinem Partieformular keine "Analysen" machen darf. Notiert werden dürfen nur die gemachten Züge (sowie der "Kopf": Namen, Datum,...). Das Vorschreiben hätte also auch schon vor der Neufassung als "schriftliche Analyse der Tiefe 1" verboten werden können ?! (Als unerlaubte Gedächnisstütze)
Okay, bei einem Zug hätte das vielleicht niemanden gestört, aber man hätte ja auch eine forcierte Zugfolge sonst vorschreiben können, um dann beim Herunterblitzen mehrerer Züge Bedenkzeit zu sparen oder den Gegner zu verwirren.
Man überlege sich folgenden Fall (genau sowas habe ich schon erlebt als Hilfsschiedsrichter): 45.Zug in einer Turnierpartie. Weiß hat noch 50min Bedenkzeit bis zum 60.Zug, Schwarz noch 8 sec (Digitaluhr) !! Folglich hat Weiß noch Schreibpflicht, Schwarz aber nicht mehr. Schwarz steht klar auf Gewinn (2 Mehrfiguren), ist auch der wesentlich bessere Spieler. Die Stellung ist aber noch hinreichend kompliziert (D+T+2B gegen D+T+L+S+2B bei beidseitig offener Königsstellung), sodaß Schwarz nicht einfach mit herunterhämmern kann, denn Weiß hat diverse Racheschachs, die zwar objektiv nichts bringen, wo Schwarz aber 1-2sec pro Antwort überlegen sollte, D+T ist immer noch gefährlich! Da Weiß noch mitschreiben muß, hat Schwarz aber auch die nötigen Sekundenbruchteile, denn nach jedem schwarzen Zug muß Weiß (der genug Zeit hat, irgendeine blöde Zugfolge vorauszusehen) nicht nur selber ziehen, sondern auch noch seinen Zug und den des Gegners aufschreiben. Da Schwarz ja immer sofort zieht, muß Weiß auf seine eigene Bedenkzeit aufschreiben, und dies gibt Schwarz immer die Gelegenheit, mindestens 2-3 Sekunden auf weiße Bedenkzeit seine nächste Antwort zu überlegen. Es wäre natürlich wünschenswert für Weiß, mal tief im Voraus zu rechnen und dann 2,3,4 Züge mit Schwarz im Halbsekundentakt mitzublitzen, dann fiele es Schwarz wohl viel schwerer, eine gute Antwort immer sofort zu spielen. (Ist das verständlich genug?)
Und nun darf Weiß aber seine Zugsequenz weder vor- noch nachschreiben. Nachschreiben durfte er schon immer nicht. Er muß seinen 51. Zug notieren, bevor er seinen 52.Zug ausführt! Er darf notieren, bevor er seine Uhr nach dem 51.Zug drückt. Oder er darf sofort nach dem 51.Zug drücken, muß aber nach sofortiger schwarzer Antwort samt schwarzem Drücken wieder genauso auf seine Zeit aufschreiben, bevor er seinen 52.Zug ausführen und wieder drücken darf.
Und nun darf er auch explizit nicht vorschreiben. Also etwa 54.Zug verdeckt vorschreiben, dann ausführen, Uhr drücken, Schwarz antwortet, drückt Uhr, und nun antwortet Weiß auch sofort mit 55.Zug und drückt wieder die Uhr, worauf Schwarz nachdenken muß oder einen Fehler macht. Das ist eben verboten, ebenso wie das noch erweiterte Vorschreiben, wenn Weiß etwa die mutmaßliche schwarze Antwort samt seinen eigenen nächsten Zug auch schon vorscheibt.
Puh, hoffentlich ist diese praktische Bedeutung klargeworden?!
(Wäre Weiß schlau gewesen, dann hätte er natürlich seine Bedenkzeit vorsätzlich ablaufen lassen, bis auch für ihn keine Schreibpflicht mehr bestanden hätte, und dann ein munteres Wettzocken versucht)
tracke
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15.03.2005, 23:35
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Mann, das ist wirklich etwas kompliziert geschrieben, aber jetzt wird es klar und das könnte wirklich der Sinn sein.
Man könnte sonst einfach vorschreiben und den Gegner tot blitzen, obwohl ich ja nicht glaube, dass man dann noch Züge vorrasusagen könnte, der Gegner wird ja wohl nciht mehr korrekt spielen.
Aber danke, das ist verständlich.
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16.03.2005, 00:52
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Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
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Registriert seit: 12.2004
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Beiträge: 944
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Ich weiß nicht so recht. Schließlich hatte ja Schwarz auch mal mehr Zeit auf der Uhr, musste mitschreiben und in dieser Zeit konnte Weiß ja auch rechnen, quasi auf die schwarze Zeit. So ist der Gang einer jeden Schachpartie.
Somit ist es keinesfalls ungerecht für die Partei, welche noch so viel Zeit übrig hat. Das habe ich so als Tenor deinem Beitrag entnommen, tracke...., möglicherweise "zu unrecht" 
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16.03.2005, 02:15
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Benutzer
DWZ/Elo: c.a. 1800
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 29
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Zitat:
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Zitat von tracke
(Wäre Weiß schlau gewesen, dann hätte er natürlich seine Bedenkzeit vorsätzlich ablaufen lassen, bis auch für ihn keine Schreibpflicht mehr bestanden hätte, und dann ein munteres Wettzocken versucht)
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Wenn keiner der Spieler mitschreibt und die Zeit von Schwarz abläuft, liegt es dann an ihm nachzuweisen, daß die Zeitkontrolle bereits erreicht wurde oder muß Weiß nachweisen, daß dies nicht der Fall ist? Wird ein Schiedsrichter, der mitgeschrieben hat gegebenenfalls eingreifen und sagen, ob die Zeitkontrolle erreicht wurde oder ist das eine Einmischung ins Spiel?
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16.03.2005, 10:26
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Benutzer
DWZ/Elo: ~1640
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Registriert seit: 03.2005
Beiträge: 22
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Zitat:
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Wenn keiner der Spieler mitschreibt und die Zeit von Schwarz abläuft, liegt es dann an ihm nachzuweisen, daß die Zeitkontrolle bereits erreicht wurde oder muß Weiß nachweisen, daß dies nicht der Fall ist? Wird ein Schiedsrichter, der mitgeschrieben hat gegebenenfalls eingreifen und sagen, ob die Zeitkontrolle erreicht wurde oder ist das eine Einmischung ins Spiel?
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Das darf auf keinen Fall passieren. Prinzipiell sollte sogar Schwarz jemanden beauftragen, der für ihn mitschreibt.
Dass keiner mehr seine Züge notiert ist überhaupt nicht gestattet, da nicht mehr nachgewiesen werden kann was für Züge gezogen wurden.
Ich hatte sogar mal den Spezialfall (in meiner Mannschaft), dass an einem Brett Zeitnot für einen Spieler herrschte. Dieser beauftragte niemand, für ihn mitzuschreiben. Nach ein paar Zügen hin- und hergeblitze kam eine unmögliche Stellung auf. Die Uhr wurde angehalten und der Schiedsrichter gerufen. Das gung hier noch klimpflich ab, denn der noch Mitschreibende hatte alles korrekt notiert und war plausibel nachvollziehbar.
Was wäre wenn aber der Zeitnotspieler in dieser Situation merken würde, dass der Mitschreibende falsch notiert hat? Wie kann man solch eine Partie nachträglich nachvollziehen?
Meiner Meinung nach MUSS es also sein, dass jemand mitschreibt, wenn auch nicht selbst, sondern nur in Auftrag...
Ciao
Norman-Timo
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16.03.2005, 10:28
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Diese "neuen" Regeln gibts übrigens schon seit über 2 Monaten. Ein Comment möchte ich zu dem Zugvorabschreiben geben.
Zitat:
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Diese regelung dient (wo hatte ich das doch gleich gehört?) eigentlich nur der Vermeidung der Situation, dass ein Spieler raus aus dem Spiellokal kurz geht (Toilette, etc), der gegner shcon den Zug aufschreibt und ein mannschaftskamerad diesen dann dem "abgehauenen" Spieler erzählt, damit der sich draußens chonmal darauf vorbereiten kann, evtl. mit Hilfe.
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Das ist Quatsch ! Überleg doch mal !!!!! Wenn ich aus dem Spiellokal gehe, mein Gegner in dieser Zeit einen Zug ausführt und dann aufschreibt, kann mein Vereinskamerad mir das auch sagen.
Die richtige Begründung ist folgende:
Vor der Partie sage ich unserem besten Spieler, dass er an mein Brett kommen soll, wenn ich mir nen Kaffee hole und am Zug bin. Er soll auf meine Notation schauen und dann an seinen Platz zurückgehen und seinen Kugelschreiber bei einem guten Zug in Richtung seines Gegners zeigen lassen. Wenn der Zug schlecht ist und ich nochmal nachdenken solle, zeigt der Kugelschreiber in die entgegengesetzte Richtung.
Um dem vorzubeugen, gibt es diese "neue" Notationsregel.
Benny
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16.03.2005, 10:49
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Garry des Forums
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Das mit dem Quatsch musst du aber nicht so ausdrücken, seine Idee fand ich auch ganz gut.
Aber was du sagst scheint wirklich sehr plausibel zu sein, das könnte tatsächlich der Grund sein, d.h. vermutlich weißt du ja dass das der Grund ist. Alles klar.
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16.03.2005, 11:00
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Zitat:
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Zitat von Cpt. Bligh
Das mit dem Quatsch musst du aber nicht so ausdrücken, seine Idee fand ich auch ganz gut.
Aber was du sagst scheint wirklich sehr plausibel zu sein, das könnte tatsächlich der Grund sein, d.h. vermutlich weißt du ja dass das der Grund ist. Alles klar.
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Ok, das mit dem Quatsch nehme ich zurück, aber überleg mal. In dem Beispiel mit der Toilette hat der Spieler einen Nachteil, der seinen Zug vorab aufschreibt. Die FIDE juckt es bestimmt nicht, wenn ein Spieler etwas zu seinem eigenem Nachteil macht.
Benny
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16.03.2005, 12:31
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Zitat:
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Zitat von tuc
Die FIDE juckt es bestimmt nicht, wenn ein Spieler etwas zu seinem eigenem Nachteil macht.
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Bestimmt nicht! Nach allem, was ich so über die FIDE höre und lese, juckt es die FIDE auch überhaupt nicht, was Schachspieler überhaupt wollen oder machen.
Ich habe mich auch schon paarmal gefragt, ob diese ganzen winzigen Regeländerungen und -präzisierungen wirklich sämtlich daher rühren, daß irgendwelche konkreten Streitfälle über die nationalen Verbände an die FIDE herangetragen werden. Ist es vielleicht nicht eher so, daß da in irgendeinem fensterlosen Büro paar gutbezahlte Funktionäre sitzen, die sich den ganzen Tag den Kopf darüber zerbrechen, wie man etwas mißverstehen kann, wenn man nur will? Notwendige Qualifikationen für so einen Job wären dann logisches Denkvermögen, Weltfernheit und ein halbwegs perverser Charakter. - Ist da noch ´ne Stelle frei für mich?!
fragt sich tracke
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16.03.2005, 14:18
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Zitat:
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Zitat von tracke
Bestimmt nicht! Nach allem, was ich so über die FIDE höre und lese, juckt es die FIDE auch überhaupt nicht, was Schachspieler überhaupt wollen oder machen.
Ich habe mich auch schon paarmal gefragt, ob diese ganzen winzigen Regeländerungen und -präzisierungen wirklich sämtlich daher rühren, daß irgendwelche konkreten Streitfälle über die nationalen Verbände an die FIDE herangetragen werden. Ist es vielleicht nicht eher so, daß da in irgendeinem fensterlosen Büro paar gutbezahlte Funktionäre sitzen, die sich den ganzen Tag den Kopf darüber zerbrechen, wie man etwas mißverstehen kann, wenn man nur will? Notwendige Qualifikationen für so einen Job wären dann logisches Denkvermögen, Weltfernheit und ein halbwegs perverser Charakter. - Ist da noch ´ne Stelle frei für mich?!
fragt sich tracke
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Du widersprichst Dir ! Deine Aussage schließt meine Aussage mit ein !
Wir müssen in Deutschland übrigens nicht nach den FIDE-Regeln spielen !!! Nur wenn es um das Ereichen einer ELO-Zahl geht, also in z.B. in einem OPEN, muss nach Fideregeln gespielt werden. Es ist in Deutschland eine KANN-Entscheidung.
Benny
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16.03.2005, 14:49
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Also ich gehöre zur erst-schreiben-dann-ziehen-Fraktion, einfach deswegen, um Patzern vorzubeugen. Trotz der neuen Regel habe ich (zum Glück) noch nie ein Problem mit übereifrigen Schiedsrichtern gehabt. Obwohl ich mit dieser Regel nicht ganz glücklich bin, kann ich die Argumente der Befürworter natürlich verstehen, daher mein Vorschlag: Man darf seinen Zug vorher aufschreiben, muss ihn jedoch mit dem Kugelschreiber oder einem Blatt Papier abdecken (mach ich übrigens auch immer), sodass er für den Gegner oder für die Mitspieler nicht sichtbar ist. So könnte man ebenfalls Betrug vorbeugen.
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