Ich suche mittlerweile schon einige Zeit im Web nach sowas wie einer Tagesschilderung von GMs; ich meine jeder Spitzensportler, der seine Arbeit ernst nimmt, ja gewissermaßen dafür leben muss

, überlässt doch heutzutage kaum noch etwas dem Zufall. Ich selbst habe jahrelang Kraftsport betrieben und weiß daher, wie penibel viele Profis die vor Ihnen liegenden 12 Std. durchplanen: Trainingseinheiten, Inhalt/Länge derselben, gesundheitliche Checks allgemein und im Speziellen, Ausgleichsaktivitäten, „Image-Pflege“ (Engagement auf Veranstaltungen, E-Mails beantworten, evtl. Beratung oder gar eigenen Versand-Service vom heimischen PC aus betreiben etc.), und daneben halt das bissel verbleibende Familienleben, inklusive aller menschlichen Macken, die auch das Leben dieser Ausnahmemenschen mit sich bringt...

Wie sieht nun sowas im Schach aus? Ein Botwinnik, ein Tal, ein Kasparov sind zumindest während ihrer aktiven Wettkampfjahre bestimmt nicht nach Lust und Laune ans Brett gegangen, haben Eröffnungen-Mittelspiel-Endspiel mal hier ’ne Std., mal dort 5 Minuten durchgewuselt, um abends bis in die Puppen als „Ausgleich“ alkoholgeprägte Partys zu feiern

o. Ä. ...
Wer in dieser Hinsicht Interviews, Buch-Auszüge, Kolumnen, Zeitschriftenartikel oder was auch immer hat, meinetwegen auch gerne von anno dazumal, den würde ich bitten, das mal hier reinzustellen

! Womöglich interessiert’s ja auch noch andere.
Mit bestem Dank im Voraus, Mythus84