Ebenso wie Großpatzer weiß ich nicht, inwieweit TAFKABP jetzt in eine fachwissenschaftliche Diskussion einsteigen möchte, die vermutlich mindestens ein halbes Studium in Psychologie/Pädagogik erfordert !?
Es ist bestimmt für jeden ambitionierten Vereinsspieler (so 1700++) sinnvoll, mal bißchen was über diese didaktisch-psychologischen Themen bei
Rowson (7 Todsünden bzw. Zebras) oder
Nunn (Prakt. Schachgeheimnisse) gelesen zu haben. Allerdings ist es wohl sehr schwer (und auch nicht unbedingt eindeutig), hier ein komplettes und "wahres" Raster solcher Faktoren auszulegen.
Deshalb nachfolgend nur paar Anmerkungen.
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Nunn hat bestimmt recht, wenn er sagt, daß die natürlichen Faktoren (allg. "Intelligenz" usw.) kaum noch beeinflußbar sind, wenn man schon so weit ist, daß man sich solche metatheoretischen Fragen stellt. Es kommt also mehr darauf an, sein vorhandenes (und kaum noch steigerungsfähiges) Potential voll auszuschöpfen, was noch genug Spielraum bietet!
Vieles von dem, TAFKABP, was Du unter WISSEN summierst, fällt eher unter praktische Fähigkeiten als unter (theoretisches) Wissen! Ohne Wissen (z.B. der Fide-Regeln, in konkreten EÖvarianten oder in theoretischen Endspielen) kommt man natürlich nicht aus, eher noch wichtiger sind aber die praktischen Fähigkeiten, wenn es darum geht, die Stellung auf dem Brett nicht nur zu beurteilen sondern auch zu spielen!
Diese "Skills" werden auch nicht gelernt sondern geübt !!! Wie eine unserer Nationalspielerinnen neulich sagte: Schach ist 20% Talent und 80% Training!
[Als Anfänger macht man zunächst allein durch bißchen Talent/Intelligenz, Schachbegeisterung und paar Eröffnungstricks sehr gute Fortschritte! Viele sehen nicht den Punkt, wo das kaum noch weiterhilft. Aufgrund ihrer Erfahrung steigt das Rating noch ´ne Weile leicht an, aber zu echtem Fortschritt wäre echtes Training (Mittelspiel, Endspiel, "ordentliches" Repertoire) nötig!]
Dazu paßt, daß natürlich ein gesundes Maß an "Siegeswillem" haben sollte, aber bitte nicht zuviel davon! Das führt nur zu suboptimalem Spiel aufgrund von Selbstüberschätzung (und zu schlechten Manieren).
Ein Tennis-Trainer sagte mal sehr schön:
"Wichtiger als der Wille zum Sieg ist der Wille zum Trainieren für den Sieg""
tracke